Home » Glücksforschung, Leben & Arbeiten in der Zukunft

Wovon träumen wir wirklich?

Ulrike Sennhenn 9 Juni 2008 7 Kommentare

Millionär sein – das wär’s! Dann könnte ich frei von finanziellen Sorgen tun und lassen, was ich will! Ich bräuchte mich nicht mehr begrenzen in der Erfüllung meiner Träume … könnte in einem Traumhaus wohnen an einem Ort meiner Wahl … in meiner großen Garage steht ein Ferrari, ein Porsche, ein Mini ;-) … ich hätte einen Chauffeur, Bedienstete …

Ein “gehobenes Einkommen” wäre auch schon was! Ich wäre zwar nicht ganz so frei in der “Wunscherfüllung”, aber mein Bewegungsspielraum wäre schon erheblich größer als mit einem Einkommen, das “gerade so reicht”.

Das Streben nach “mehr Geld”, um “mehr Wünsche” erfüllen zu können … das ist so selbstverständlich und logisch. Nichts, was man hinterfragen müsste – oder? ;-)

In einem der Bücher von Barbara Sher las ich hierzu eine interessante Passage – Thema “Erfolgsteam”. Ein Herr aus der Runde wollte sich seinen großen Traum realisieren: die Welt zu umsegeln.

Er hatte eine Liste angelegt, was er dafür benötigte:

  • ein Jahr Urlaub
  • entsprechendes Guthaben auf dem Konto, um ein Jahr ohne Einkommen überbrücken zu können
  • ein Segelschiff (das er noch kaufen wollte, wofür er ebenfalls noch Geld benötigte)

Das würde er wohl erst als Rentner realisieren können … meinte er.

Das Team war nun aufgefordert, Ideen zu kreieren … und das Ergebnis fand ich höchst verblüffend: man kam auf die Lösung, dass er auf einem Segelschiff anheuern könne … als Koch z.B.. Somit brauchte er kein Segelschiff kaufen, er hatte seinen Lebensunterhalt gesichert,  und für Unterhaltung an Bord war auch gesorgt ;-)

Hierzu passt auch die Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral von Heinrich Böll – ich denke, die Meisten von euch kennen sie ;-)

Quergedacht ist so vieles auch “anders” realisierbar. Und das “anders” macht meiner Meinung nach sehr viel Spaß – stellt es doch das Denken (sowohl das Eigene als das der Anderen) auf den Kopf :-)


Bookmark and Share

Das könnte Sie auch interessieren:

  1. Hommage an Steve Jobs
  2. Was Menschen stärker und belastbarer macht
  3. Hilmar Schneider:”Das bedingungslose Grundeinkommen ist Träumerei!”

7 Kommentare »

  • Stephan sagte:

    Hmm … also ich glaube, da ist wirklich was dran … denn diese “Denk-Ketten” erscheinen einem als SO logisch und sie sind SO tief in einem verwurzelt …

    Und in der Tat gibt sehr oft ganz andere Lösungen, um doch zum ersehnten Ziel zu kommen … nur findet man die meistens nicht so einfach, weil … ja weil die gewohneten Denk-Ketten einen eben ständig davon abhalten … ;-)

    Die spannende Frage ist jetzt nur: Wie kann man selbst diese “Denk-Ketten” sprengen bzw. wer oder was kann einem dabei helfen???

    Neugierige Grüße,
    Stephan

  • Ulrike Sennhenn (author) sagte:

    Guten Morgen Stephan!

    Da gibt’s aus meiner Sicht eine ganz einfache Antwort: andere Querdenker! :-) An einem schönen Ort um einen Tisch versammeln, ein leckeres, inspirierendes Getränk dazu … und “loslegen” :-)

    Herzliche Grüße, Ulrike

  • Die Träume - auf der Forschungsreise nach innovativen Realisierungsmöglichkeiten :-) « Das Glückshaus sagte:

    [...] hat, mit uns nach innovativen Realisierungsmöglichkeiten zu forschen, den lade ich herzlich ein zu innovativ-in! Ich freu mich auf eure [...]

  • Alexander sagte:

    Ich mag solche Beispiele ja. Zeigen sie doch, dass man die Ausgangsfrage richtig stellen muß.

    Mit der Lösung aus dem Beispiel wird das Ziel der Weltumseglung wahrscheinlich erreicht.

    Ob der Arme in der Kombüse allerdings wirklich _davon_ träumt? Was, wenn das wirkliche Ziel hinter dem Wunsch nicht “die Weltumsegelung” ist (oder diese eigentlich nur ein Teil des Wunsches ist), sondern vielleicht die Eindrücke und Erlebnisse beim Kennenlernen fremder Kulturen? Dann haben wir eine quergedachte Themenverfehlung.

    Die Frage “wovon träumen wir wirklich” (oder “was wollen wir wirklich”) ist also doppelt sinnvoll. Und: Nichts ersetzt das eigene Querdenken und die klare Ziel-/Wunschformulierung, ergänzt es allerdings gut.

  • Unmögliches wird möglich » THL - Coach & Berater aus Dresden, Sachsen sagte:

    [...] Sennhenn schreibt heute einen schönen Artikel zum Thema… von THL am 09.06.2008 • Rubrik: Ansichten, Beratung&Coaching, Persönlichkeitsentw., [...]

  • Martina Kage sagte:

    Ich habe immer von einem eigenen Haus geträumt, von einem Einkommen das mir hilft – gut zu leben. Ich war so unglücklich – mir den Traum nicht erfüllen zu können. Konnte mein Jetzt nicht mehr genießen.Jetzt habe ich meinen Job und meine Wohnung gekündigt. Trenne mich von meinem Besitz – bis auf wenige Dinge. Ich war noch nie so lange so glücklich. Das ich diese Entscheidungen habe treffen können, lag an den Vortrag von Wolff Horbach in Wiesbaden. 95% seiner Aufmerksamkeit auf Glück richten. Seit ich diese Entscheidungen getroffen habe – gehen so viele Türen auf.
    Ich glaube es geht nicht um die Millionen die ich brauche um glücklicher zu leben, weil ich mir dann soviel leisten könnte, sondern – was braucht mein Herz um glücklich sein zu können.

  • Wolff Horbach sagte:

    @ Martina: Ich wusste ja gar nicht, dass mein Vortrag so eine Wirkung hatte. Wobei ich nicht empfehle, alles aufzugeben. Aber ein Überdenken in dem Sinne, den Ulrike oben schildert, ist sicherlich mehr als angebracht. Auch ich habe vor einigen Jahren die Erfahrung gemacht: Weniger ist oft Mehr.

    @ Ulrike: Seit ich mich mit dem Thema Glück sehr intensiv beschäftige, frage ich mich immer mehr: Was führt fast alle Menschen in unserer Kultur zu den Reichtumswünschen? Ist es Erziehung oder suggeriert es uns die Werbung ständig ein? Oder ist es ein ganz anderer Faktor? Das Paradoxe ist ja, dass unser Wohlstand seit dem Zweiten Weltkrieg enorm angewachsen ist, wir aber heute im Durchschnitt weniger glücklich sind als in den 1950er Jahren.

    Die Anekdote von Heinrich Böll sollte mal an allen Lottoannahmestellen auslegen.

Ihre Meinung!

Schreiben Sie Ihren Kommentar, oder setzen Sie einen Trackback von Ihrer eigenen Seite. Sie können auch hier das Kommentar RSS-Feed abonnieren.

Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam.

Sie können diese Tags benutzen:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Dies ist ein Gravatar-aktivierter Blog. Um Ihren eigenen global verwendbaren Avatar anzulegen, registrieren Sie sich unter Gravatar.