Weniger ist mehr und schon gleich gar nicht dauerhaft
Alexander Greisle
12 Juni 2008
6 Kommentare
Wir schreiben das Jahr des Herrn 2008. Das Internet gibt es gefühlte 50 Jahre. Und die Politiker Deutschlands schreiben den öffentlich rechtlichen Sendern ins Stammbuch:
“Beiträge [der öffentlich rechtlichen Sender] dürfen nur zeitlich begrenzt im Internet abrufbar sein” (via)
Wann verstehen Politiker das Internet endlich? Besteht noch Hoffnung? Wahrscheinlich nicht bis zur finalen Beratung im Oktober. Zu kurzfristig.
Das könnte Sie auch interessieren:








Abschaffen. Wofür braucht man im Zeitalter des Internets noch öffentlich rechtliche Sender, die längst auf Bildzeitungsniveau gesunken sind? Das würde gleich die Haushalte der Bürger entlassten, weil man die GEZ dann auch gleich abschaffen könnte. Ansonsten sollte man Herrn Schäuble endlich mal das Internet ausdrucken, echt jetzt!
Besser fände ich, wenn die Fernsehbeiträge selbst nur begrenzt abgerufen werden dürften
@Lutz
kann ich nur zustimmen, einzige Ausnahme ist ARTE. Ich habe nie verstanden, dass das Fernsehen bei den meisten Menschen den Feierabend bestimmt. Warum nur muß man sich im Fernsehen ansehen, wie andere Menschen im Spiel des Lebens mitspielen, statt selbst mitzuspielen?
@Lutz und Michael: Arte, Phoenix, 3Sat, diverse Magazine und Reportagen auf verschiedenen Dritten. Das passt schon alles. Man muß nicht immer die beiden Schlachtschiffe in den Vordergrund stellen. Ich hab nicht mal Probleme damit, dafür eine Gebühr zu bezahlen. Welcher Auftritt eines privaten Medienunternehmens schafft die gleiche Vielfalt und Qualität wie die Internet-Seiten der öffentlich rechtlichen? Da wirds schnell zappenduster. Pro Vielfalt, contra Beschränkung.
Mir gehts dabei auch gar nicht so um ÖR-Bashing, so gerechtfertigt das auch manchmal sein mag. Es kann schlicht nicht angehen, dass ein paar dahergelaufene Politier sich die Freiheit nehmen, mir vorschreiben, was ich wo und vor allem wie lange ansehen darf. Abgesehen davon, dass ich die Inhalte eh bezahlt habe.
Ein schlechter Witz ist die Beschränkung auf 7 Tage. Das kann wirklich nur Menschen einfallen, die Frigo für den weltgrößten Brause(r)hersteller halten und “Internet” hauptsächlich vom Hörensagen her kennen. Besser kann Politiker fast nicht dokumentieren, dass man es immer noch nicht 100 %-ig verstanden hat. Ich bin jetzt schon gespannt auf die ganzen kreativen Einfälle, damit “um(zu)gehen”.
Natürlich ist es eine legitime Geschäftsstrategie zu versuchen, die Konkurrenz weitestmöglichst einzuschränken, auch durch staatliche Intervention. Das ist eigentlich sogar ein Kompliment für die Konkurrenz, bietet sie doch offensichtlich die besseren und attraktiveren Angebote und ist so für Besucher interessanter als man selbst. Kann nur passieren, dass man solche Phyrrussiege im Internetzeitalter zwar nicht kostenlos, dafür aber umsonst einfährt.
Meinetwegen, Beschränkung auf sendungsbezogene Inhalte. Gar kein Problem damit, die Verantwortlichen werden gute Mittel und verschiedene Wege finden, damit adäquat umzugehen (falls nicht, bitte an mich wenden…).
Vielleicht ein Wort an die privaten Medien. Falls Ihr es wirklich schafft, das ÖR-Angebot über Eure Lobby von willigen Politikern sanktionieren zu lassen, bitteschön. Dann gehen wir halt woanders hin. Aller Wahrscheinlichkeit nach aber wohl nicht zu Euch.
Die geforderte zeitlich befristete Abrufbarkeit ist nicht auf Unverständnis des Internets zurückzuführen. Sondern damit nicht private und kommerzielle Nachrichtenangebote und -archive keine kostenfreie Konkurrenz bekommen.
Genau das meinte ich mit Unverständnis. Zum einen ist es nicht durchzuhalten, da es genug Möglichkeiten gibt, die Inhalte anderweitig zu verarbeiten. Muß ja nicht nur durch die Sender passieren. Zum anderen ist das Internet kein “Schall und Rauch”-Medium wie Radio und TV, sondern ist durchaus auf dauerhafte Inhalte angelegt. Dass die Politik bzw. die Privaten das für einen Teil des Internetangebotes nicht wollen, das ist schon komisch.
Abgesehen davon sind für mich als Nutzer die privaten kostenfrei, nicht die öffentlich rechtlichen. Für letztere bezahle ich Gebühren.
Ich ich das gehört habe, habe ich mich gefragt, wie blöd diese Entscheider eigentlich sind. Das ZDF hat vor einiger Zeit begonnen, eine sehr gute Mediathek aufzubauen, in der man auch nach einiger Zeit noch Beiträge abrufen und ansehen kann.
Jetzt verlangen diese hirnamputierten Politiker doch allen allen Ernstes, die Beiträge nach sieben Tagen wieder zu löschen. Sind die noch ganz dicht? Was soll das?
Ich bezahle als Einzelperson zweimal die GEZ-Gebühr: einmal als Privatperson und zweitens als Selbstständiger, weil ich ja mein Auto auch dienstlich nutze und darin Radio hören kann. Das fuchst mich seit Jahren. Jetzt soll ich also auch die Beiträge, die ich schon zweimal mit meinen Gebühren mit bezahlt habe, auch nach kurzer Zeit nicht mehr sehen dürfen.
Die SPD hat es schon bis zur 20 Prozent-Grenze geschafft. Wollen jetzt die anderen Parteien auch dahin? >:-<
Ihre Meinung!
Kategorien
Blogroll
Business-Club
Partner Blogs
Meta
Schlagwörter
Meistkommentiert
Letzte Artiel