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Diensttausch: Warum bezahlen, wenn man tauschen kann?

Elita Wiegand 18 Juni 2008 12 Kommentare

Muss man eigentlich alles mit Geld bezahlen? Nö. Geht auch anders. Habe gerade den Gründer Kave Raji entdeckt. Der Programmierer hat die geniale Plattform für Business-Tauschgeschäfte entwickelt. Diensttausch ist für Unternehmer, Freiberufler, Kleinunternehmer, Studenten etc. gedacht und funktioniert beispielsweise so: Jemand bietet Werbetexte an und sucht jemanden, der dafür seine neue Website gestaltet. Oder ein Tauschpartner sucht jemand, der eine professionelle Power Point erstellt und bietet dafür ein brandneues Handy.
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Neues Denken
Das Netzwerk basiert also auf das, was wir proklamieren: Neues Denken in der Wirtschaft nämlich. Der 28-jährige Student hat lange an der Plattform gebastelt und einige tolle Funktionen eingebaut: Man kann sein Profil eingeben, Kontakte einladen, Mailings verschicken, Tauschpartner bewerten und natürlich kräftig tauschen. Das Interessante ist, dass er eine semantische Suche entwickelt hat. Heißt, dass nicht nur Begriffe gesucht werden, sondern sie in Relation gesetzt werden. Diensttausch ist ein kostenloses Angebot. Der gebürtige Iraner sucht Tauschwillige und wünscht sich, dass seine Plattform über Mundpropaganda bekannt wird. Unterstützung verdient er allemal, hat er doch seit acht Monaten keinen Auftrag mehr angenommen, um Diensttausch zu eröffnen. Habe mich schon eingetragen und überlege jetzt, was ich tausche…


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12 Kommentare »

  • Clemens L sagte:

    Das sind sogenannte Kompensationsgeschäfte! Auch Barter- oder Tauschgeschäfte genannt! Das gibt es schon seit der Steinzeit. Mir sind in Deutschland seit ca. 5 Jahren Portale dazu bekannt. Mittlerweile gibt es sogar Verbände und Clearingstellen zu diesem Thema! Also nur “Neues Denken” für die die mal wieder zu spät kommen.

    Pfuerti Clemens

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    @Clemens
    Dass es mehrere Plattformen zu Bartergeschäften gibt, ist mir bekannt. Diensttausch hat daraus eine Art Community entwickelt und das ist neu und gefällt mir.

  • Clemens L sagte:

    Auch das ist nicht neu. Aber wenn es Ihnen gefällt sollten Sie darüber bloggen. For sure!

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    Jetzt machen Sie mich aber neugierig: Danke Ihnen, wenn Sie mir den Link zur Barter-Community schicken.

  • Ulrike Sennhenn sagte:

    Hallo Elita,

    ich staune immer noch, dass “Barter” kein Tippfehler war ;-)

    Und ich überlege auch noch, wo der Unterschied ist beispielsweise zum Tauschring ist. Weil es sich rein auf kommerzielle Dienstleistungen bezieht?

    Fragende Grüße, Ulrike

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    @Ulrike
    Den Tauschring kenne ich nicht. Diensttausch ist eine B2B Plattform. Vermutlich liegt darin der(große)Unterschied.

  • Kaveh Raji sagte:

    Tauschgeschäfte sind tatsächlich die älteste Form des Handelns, vielen Dank an Clemens für diesen aufschlussreichen geschichtlichen Exkurs.

    Bartergeschäfte bieten viele Vorteile, sind aber schwer durchführbar und das liegt vor allem daran, dass man nicht immer den geeigneten Tauschpartner zur rechten Zeit vorfindet der gerade benötigt wird. Das wird wohl die einzige Existenzberechtigung des Geldes sein. Man tauscht somit den Dienst oder die Ware zum gewünschten Zeitpunkt gegen eine allgemein anerkannte Zwischenwährung, das Geld, bis man dann einen geeigneten Tauschpartner gefunden hat, um die Ware oder den Dienst zu beanspruchen, den man wünscht.

    Was wäre wenn man die Möglichkeit hätte diesen Umweg zu vermeiden? Wenn Person A einen Dienst bietet und einen Dienst von Person B beanspruchen möchte, Person B aber die Dienste von A nicht benötigt, könnte man doch eine Person C “zwischenschalten”, die dann die Dienste von A beansprucht und B die Dienste bietet die B tatsächlich braucht, womit dann B bereit wäre A die ursprünglich gewünschten Dienste zu erbringen. Das ist ohne technische Hilfsmittel nicht leicht zu bewerkstelligen. Genau das kann aber Diensttausch tun. Man kann direkt tauschen ohne Zwischenwährung oder Zeitverlust, wenn man denn möchte. Das ist nur möglich durch eine intelligente Suche im Hintergrund, wo Dienstbezeichnungen nicht als “Text-Tags” benutzt werden sondern tatsächlich Datenbankentitäten sind.

    Diensttausch fungiert somit gleichzeitig als “Auftragsmotor”, da die Personen die in einen Kettentausch involviert werden, weil jemand diese Zwischenketten benötigt um an die gewünschte Dienstleistung zu gelangen, sofort benachrichtigt werden und bei Interesse mittauschen “müssen”.
    Schon bei kleinen Mitgliederzahlen gibt es enorme Tauschmöglichkeiten!
    Diensttausch bietet:
    1.) Direkten Tausch 1:1
    2.) Kettentausch ( mehrere Mitglieder sind involviert )
    3.) Barterpoints ( Tauschwährung )

    Was ausserdem interessant ist, ist die Möglichkeit alle Verhandlungen bezogen auf ein Tauschgeschäft innerhalb der Community zu führen und zum Abschluss zu bringen, man muss das System nicht verlassen.

    Mir ist keine Community bekannt, die den automatisierten Kettentausch unterstützt oder gar derartige Verhandlungsmöglichkeiten und Kommunikationsmöglichkeiten bietet und speziell für Bartergeschäfte entwickelt wurde. Das ist neu!

    Mag sein, dass durch menschliches Zutun derartige Funktionen erbracht werden können, das würde dann auch die enormen Jahresbeiträge bei anderen Firmen rechtfertigen, diese betragen teilweise bis zu 1000€ jährlich, Diensttausch ist kostenlos!

    @Ulrike
    Tauschringe sind der Idee nach Gruppen, mit der selben Intention wie Mitglieder die sich bei Diensttausch registrieren, denn sie wissen um die Vorteile von Bartergeschäften. Diese Gruppen sind meist regional beschränkt und die Mitglieder kennen sich persönlich. Auch dort sind meines wissens Kettentauschgeschäfte nicht möglich, es werden “Punktkonten” geführt.

    Ich sehe die Tauschringe als Gruppen innerhalb von Diensttausch.

  • Ulrike Sennhenn sagte:

    @Kaveh
    Danke, jetzt hab ich’s verstanden :-)

  • katha sagte:

    hallo,

    ich finde die Idee auch nicht schlecht, habe noch mal gegoogelt, es gibt ja merere

    Tauschplattformen, ich fand z.B. bimply.de auch nicht schlecht

    viele Grüße
    katha

  • Folkeracho sagte:

    Die Idee mag ja nett sein. Nur leider ist das Angebot völlig intransparent und schlecht programmiert, die Navigation ist eine Katastrophe. Als Sahnehäubchen kann die Mitgliedschaft nur mit einer Frist von 6 Wochen und schriftlich gekündigt werden! Das gilt natürlich nur für den User – der Betreiber darf das Konto jederzeit und ohne Angabe von Gründen löschen.

    Sorry, aber dazu fällt mir nur eines ein: Finger weg!

  • Maren sagte:

    Hallo ich habe mich bereits 2009 registriert und Folkeracho hat nur bedingt recht. Die Navigation ist gewöhnungsbedürftig, das stimmt. Die Angebote und Personen die Dienste bieten bzw. suchen kann man mit Leichtigkeit über die Suchfunktion finden. Ich habe auch schon was getauscht und es hat gut funktioniert. Nach kurzer Zeit findet man sich ganz gut zurecht, man muss sich eben damit auseinandersetzen.

    Die Kündigungsfrist ist wahrlich auffällig und darum habe ich mal nachgefragt und bekam folgende Antwort:
    “Liebe Frau **** vielen Dank für Ihre Anfrage. Diensttausch ist eine B2B Plattform die es Ihren Mitgliedern gestattet Geschäfte anzubahnen und abzuschließen. Um die teilnehmenden Parteien zu schützen ist es im Sinne alle beteiligten, wenn sich Geschäftspartner nicht einfach in Luft auflösen können. Darum kann eine Kündigung etwas länger Zeit beanspruchen, da zuerst geprüft werden muss, ob sich das Mitglied zum Zeitpunkt der Kündigung in laufenden Geschäften befindet. Dann ist eine Kündigung erst möglich wenn das Geschäft zum Abschluss gekommen ist. Die maximale Dauer einer Anzeige z.B. beträgt 4 Wochen. Mitglieder können somit nicht Geschäfte anbahnen und dann die Mitgliedschaft auflösen. Das ist zum Vorteil aller Mitglieder. Wir danken für Ihr Verständnis.”

    Das mit der unangekündigten Löschung ist eigentlich überall so, darüber sollte man sich nun wirklich nicht wundern.

    Zum Schluss möchte ich betonen, dass ich die Idee klasse finde und würde mir wünschen, wenn das Portal optimiert und ausgebaut wird. Solche Impulse braucht Deutschland!

  • wolf sagte:

    Sehr verwunderlich, dass die Meinungen hier so kontrovers sind. Diensttausch ist ein kostenloses Portal und verwirklicht eine gute Idee. Gerade in heutiger Zeit merkt man, dass man nicht immer nur auf das Geld vertrauen kann. Tauschgeschäfte bieten eine sehr gute Alternative! Es gibt sicherlich einige Schwachstellen, aber bei welcher Plattform (sogar die monetären) gibt es diese nicht?
    Welche Plattform kann behaupten dass alles perfekt programmiert ist und alles bestens klappt?
    Warum also immer so hart ins Gefecht gehen mit kleineren Firmen die großes bewegen wollen?

    @Maren: Deutschland hat viele gute Ideen hervorgebracht, Diensttausch ist eine gute Idee aber Deutschland braucht nicht mehr gute Ideen sondern Menschen die sich diesen Ideen anschließen!

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