Die Roboter kommen
Wolff Horbach
23 Juni 2008
7 Kommentare
Für alle, die meinen, Roboter wären etwas für die ferne Zukunft. Dies ist die aktuelle Ausführung von Big Dog von Boston Dynamics:
[youtube W1czBcnX1Ww]
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“The program is funded by the Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA).” (Boston Dynamics)
Die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) ist eine Behörde des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten mit einem jährlichen Budget in Höhe von etwa 3 Milliarden Dollar (Stand 2004).
Wahrscheinlich wird man auf dem Big Dog bald nach Teheran reiten.
Hallo Herr Thielemann, das Internet war auch einmal ein DARPA-Projekt. Es ist ja doch noch etwas Vernünftiges daraus geworden. Das wollen wir doch bei Big Dog auch hoffen.
Ich kann mir jedenfalls eine Menge ziviler Anwendungen vorstellen.
Ich könnte mir auch schöne Anwendungen vorstellen, aber Nachrichten wie diese lassen nichts Gutes hoffen:
“Eines der aktuellen Darpa-Programme beschäftigt sich daher damit, Menschen für Schmerz unempfindlich zu machen, so schnell wie möglich Blutungen zu stoppen und Wunden zu schließen. Dabei geht es nicht um Heilung, sondern um Kampffähigkeit: Mit abgerissenem Arm und Kugel im Bauch sollen die Soldaten weiterstürmen können, weil sie nichts davon spüren.
Um den Kampfstress und dessen psychologische Folgen besser zu verkraften, wird – nicht von der Darpa, aber von anderen durch das Pentagon beauftragte Forschungszentren – nach Substanzen gesucht, die den «Shell Shock» verhindern oder mindern. So ist Acetylcholinesterase (AChE) ein Enzym, welches bei der Entwicklung des Posttraumatischen-Stress-Syndroms eine Rolle spielt und dessen Kontrolle Soldaten nicht nur im Gefecht stabiler und handlungsfähiger machen würde; sie bräuchten anschließend auch nicht so intensive Betreuung.
Auch um andere Probleme kümmert man sich bei der Darpa, Müdigkeit zum Beispiel. Ein Programm mit dem Titel «Continuous Assisted Performance» will «mit biotechnologischen Mitteln (Implantaten, Manipulation des Stoffwechsels, etc.)» erreichen, dass Soldaten bis zu sieben Tage lang wach bleiben können, ohne dabei den Verstand zu verlieren.
Erste, vergleichsweise harmlose Versuche macht die amerikanische Luftwaffe seit Jahren und verordnet ihren Piloten die Einnahme von Amphetaminen. Auf solchen medikamentösen oder auch genetischen Wegen sollen künftig auch Muskel- und Ausdauerkraft der Soldaten erhöht werden – «Metabolic Dominance and Engeneered Tissue» heißt das Projekt.
Bessere soldatische Leistungen ließen sich auch durch intensiveres Training, bessere Bezahlung und weniger stressenden Dienst erreichen, doch scheinen dem Pentagon diese Möglichkeiten ausgereizt oder nicht effektiv genug.” (Netzzeitung 3. Spetember 2003)
Hallo Herr Thielemann, ich denke wir sind uns einig, dass militärische Forschung nur selten dem Nutzen der Menschheit dient. Ich sähe das Geld auch lieber anders verwendet: In Friedens- und Konfliktforschung, in Bildung, in lebenswürdige Umstände für alle Menschen, in nachhaltiges Leben und Wirtschaften.
Dann können wir hoffentlich eines Tages auf Kriege um Öl oder andere Rohstoffe verzichten.
Ich danke Ihnen aber noch einmal für den gegebenen Impuls. Als ich das Video zum ersten Mal sah, habe ich mich vielleicht zu sehr von der Technik begeistern lassen und weniger darüber nachgedacht, wer das entwickelt und wo das wahrscheinlich zuerst eingesetzt wird.
Nennen wir das Ding doch einfach Big Donkey und reiten darauf, wenn´s irgendwann mal erschwinglich ist, auf den Spuren Louis Stevensons durch die Cevennen! Ich wette, da wären Sie dabei. Oder sollte es vielleicht doch lieber das Original sein?
Big Dog hat einen Verbrennungsmotor und ist daher wahrscheinlich laut und stinkig. Durch die Cevennen würde ich daher lieber das Original nehmen. Auch wenn es zwischendurch auch mal störrisch würde.
Big Dog kann derweil in Carrara Marmorbrocken schleppen.
Super!
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