Archiv für Juli, 2008

Descha wü

2008-07-30, von Ulrike Sennhenn

Knapp zwei Jahre ist es nun her, als mir eine Einladung zum Business-Club (damals hieß er noch openbc) via E-Mail ins elektronische Postfach flatterte. Business-Club? Ich? Was sind denn da für Leute? Und was macht man da so??? Neugierig wie ich bin, habe ich mich eifrig umgeschaut … und schon nach wenigen Tagen stolperte ich über einen “irre-langen Thread” (50 Seiten!) mit “irre-vielen Zugriffen” -und mit dem Betreff “Cocktailbar-Testen”. Ah, klasse, das hört sich “einfach” an, das kann ich auch ;-) Ich nahm mir ganz viel Zeit, um mir alle Beiträge durchzulesen und zu schauen, wann und wo sich wer getroffen hätte. Nach 2 Stunden wusste ich: es hatten zwar gaaaaaaaaaanz viele ganz großes Interesse, aber … aus mir nicht ersichtlichen Gründen hatte kein einziges Treffen geklappt. Hm. Seltsam. Ich würd’ aber gerne …

Was tun? Mit einer kurzen Vorstellung Interesse bekundet, ein paar Stunden später mit einem weiteren interessierten Herrn einen Termin vereinbart, Cocktailbar ausgesucht und alles bekannt gegeben. Juchhu – das Treffen fand statt: mit zwei Teilnehmern! :-) Aber, der Anfang war gemacht. Inzwischen haben wir “umfirmiert” und nennen uns “Tapas-Runde”, Treffen finden regelmäßig jeden Monat statt, und inzwischen müssen wir reservieren, weil wir immer so zwischen 20 und 30 Personen sind.

Und nun bin ich bei innovativ-in gelandet. Schaue mich neugierig um. Lande “irgendwie” bei einem Beitrag mit dem Titel “Die Party, die Dein Leben verändert” …  dejá vu! :-)

Wenn die Party bisher auf Eis gelegen hat – dann taut es jetzt aber! Gibt’s noch Interessierte?

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Bio-Hahn im Korb

2008-07-30, von Ulrike Sennhenn

Wenn schon Eier, dann natürlich Bio-Eier! Nun hat der Trend auch seinen Erzeuger, das Huhn, erreicht – “Hahn im Korb” heißt die “deutschlandweit womöglich erste mobile Bio-Hendlbraterei”. Ausschließlich biologisches Futter, natürliches Licht im Stall und luxuriöse vier Quadratmeter pro Huhn – daraus folgt ein Preis von 5,50 Euro pro halbem Bio-Hähnchen.

brathaehnchen.jpg

Foto: Uta Dohlenburg/pixelio.de

Was meint ihr dazu? Setzt sich der Bio-Trend auch beim gebratenen halben Hähnchen durch? Bin vor allem gespannt, was “der bekannteste Metzger der Nation” dazu zu sagen hat! ;-)

Quelle: Bio Nr. 4/2008

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Schon gelesen? Alexander Greisle…

2008-07-30, von Elita Wiegand

von work. innovation ist mit einem Interview zum Thema E-Mails, überflüssige Schreibtische, Teamarbeit und attraktive Büros aktuell im Wirtschaftsmagazin Impulse erschienen.  Um eine effektive Kommunikation, Zukunft des Arbeits und dem Umgang mit der Technik, geht es auch bei dem Interview, dass wir gerade mit unserem Business-Club Partner auf der innovativ.in Website veröfffentlicht haben.

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TV-Journalistin sucht…

2008-07-29, von Elita Wiegand

für die ARD ein Unternehmen, dass die Produktion nach China verlegt hat und zurück gekommen ist. (außer Steiff – das Beispiel ist bekannt).

Kann jemand helfen? Danke.

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Herausforderung “Gesundheitsfond”

2008-07-29, von Ulrike Sennhenn

Ab dem 1. Januar 2009 werden wir in Deutschland wohl ein neues Bürokratiemonster namens “Gesundheitsfond” haben! An mir war die Diskussion darüber völlig vorbeigegangen, erst ein Artikel in der Mitgliederzeitung meiner Krankenkasse informierte mich über Einzelheiten wie “Einheitsbeitrag” und “Absicht zur Vereinheitlichung” der Bundesregierung. Besonders gestolpert bin ich über die Aussage, dass kaum jemand diesen Fonds haben will – er aber wohl trotzdem “von oben” durchgesetzt wird. Wo ist das demokratisch???

Gefreut hab ich mich dann allerdings darüber, dass meine Krankenkasse diese Herausforderung annimmt und die Vorteile des künftigen Systems nutzen möchte (Prämienzahlungen und zusätzliche Leistungen) – sie bleibt ihren Werten treu und geht zum Nutzen der Mitglieder auch unbequeme Wege. So hat sie z.B. als erste Krankenkasse “erkämpfen” können, dass es “Homöopathie auf Krankenschein” gibt.

Ganz besonders gefällt mir ihr aktuelles Projekt healthpool 2.0:

healthpool.jpg

“Healthpool.de kommt einem wichtigen Anliegen im Gesundheitswesen entgegen: persönliche Erfahrungen für alle nutzbar zu machen und sich gegenseitig zu helfen.” Nach den Lehrern werden also nun die Ärzte bewertet – das wird sicherlich “hohe Wellen” schlagen ;-)

Mir gefällt diese Art, mit Herausforderungen umzugehen, sehr … und ich empfinde es passend zum “Geist” von innovativ.in. Daher wollte ich euch mal ein bißchen vorschwärmen :-)

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Ein Stück näher dran am Himmel

2008-07-28, von Ulrike Sennhenn

schlegelhof.jpgIhr kennt sie sicher – diese besonderen Orte, die man betritt und wo man sofort spürt: “Wow … was fühl ich mich HIER wohl! Ist DAS schön hier!” Ein besonders intensives Erlebnis dieser Art hatte ich im Urlaub, als ich den Schlegelhof bei Kirchzarten (Nähe Freiburg) betrat. Eine wunderschöne Atmosphäre im ganzen Haus – und mit diesem einladenden Frühstücksbuffet gab es einen Traumstart in den ersten Urlaubstag:

Viele, viele Leckereien … alles stammte aus der Region und war mit viel Liebe angerichtet. Regionale Produkte- das nenne ich Nachhaltigkeit! Mit ganz besonderer Liebe ist der Garten gestaltet – ist das nicht ein herrlicher Ausblick, während man auf der Terasse frühstückt?

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Fastexclusive Enthüllung im innovativ.in Blog :-)

2008-07-26, von Alexander Greisle

Sensation! Barack Obama ist Bob der Baumeister

Ich finde eh, er hat etwas an Glanz verloren, oder?

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Gestern beim Italiener – oder wie man durch Perfektion das Geschäft ruiniert

2008-07-25, von Wolff Horbach

Gestern war ich Köln und wollte nach dem Buchkauf noch etwas Gutes bei meinem Lieblingsitaliener essen. Leider musste ich entdecken, dass die Inhaber den Urlaub genießen: Geschlossen bis 3. August. Macht nichts: Köln ist groß und sowieso die nördlichste Stadt Italiens. Also machte ich mich auf zu dem schnuckeligen Bistro, in dem ich schon so oft Pasta, Pesce und Vino genossen hatte.

Vor ein paar Jahren war es noch fast ein Familinenbetrieb: Er stand hinter der Theke, sie brachte das Essen, der Koch werkelte im Kellergeschoss. Das Bistro ist klein, nur wenige Plätze. Mittags war es immer rappelvoll. Viele Leute aus der Werbebranche, Künstler, die die frischen Speisen und persönlichen Empfehlungen genossen. Hier habe ich schon sehr interessante Menschen kennen gelernt.

Leider hat die italienische Familie das Bistro verkauft – wieder an Italiener. Aber die machen jetzt aus dem einst gemütlichen Bistro ein Profit-Center – oder sagen wir so: sie versuchen es.

Die Vorspeisentheke ist verschwunden, um noch ein paar Plätze mehr zu haben. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen sicherlich sinnvoll. Leider ist damit auch das Herz verschwunden. Alles sieht jetzt sehr steril aus.

Gestern war bestes Wetter in Köln. Um 19 Uhr hätte ich eigentlich ein volles Lokal erwartet. Die Plätze draußen waren fast alle besetzt, drinnen war ich der einzige Gast. Mir fiel auf, dass der Gastronom immer wieder auf die Straße schaute, nach links und nach rechts, offenbar nach neuer Kundschaft. Nur – die kam nicht, bzw. lief vorbei. Er spielte nervös mit den Fingern, scheuchte seine Keller herum, die nichts zu tun hatten. Sobald draußen ein Tisch frei wurde, richtete er ihn genau aus, achtete auf eine perfekte Anordnung von Pfeffermühle und Olivenölflasche auf dem Tisch.

Ich bat den Gastronom um ein kurzes Gespräch und fragte ihn ganz offen, ob ihm seit dem Umbau eventuell die Gäste ausblieben. NEIN, nein beteuerte er. Ganz im Gegenteil: der Umsatz habe sich verdoppelt und gleich um 20 Uhr sei der Laden total ausgebucht. Er erzählte von Investitionen, dass die Gäste immer weniger Zeit hätten und daher auch die Tische mittags und abends mehrfach verkauft werden könnten usw. Ich hatte das Gefühl mit einem Betriebswirt und Controller zu reden und nicht mit einem Gastgeber.

Um 20:30 Uhr habe ich das Lokal verlassen. Drinnen saß noch eine einsame Dame. Draußen drei Gäste.

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Wer E-Mails sät, der wird E-Mails ernten

2008-07-24, von Alexander Greisle

Habe einen Rekord zu vermelden: 0 versendete E-Mails. Nein, nicht am Wochenende, am Donnerstag letzter Woche.

Ganz bewußt versende ich E-Mails sehr reflektiv. Ist ein Thema wirklich für eine E-Mail geeignet? Bringt die E-Mail eine Sache oder eine Beziehung weiter? Was ist das wirklich wichtige und was sind die verzichtenswerten Details? Gibt es eine sinnvollere Alternative?

Solche Alternativen gibt es viele. Angefangen beim guten, alten Telefonat über persönliche Treffen bis hin zu High-Tech wie Web-Conferencing oder Instant Messaging. Gerade letzteres setze ich zunehmend für die kurzen Abklärungen ein. Viel effizienter und schneller als das berüchtigte E-Mail-Ping-Pong.

Wieviele E-Mails habt ihr heute verschickt?

P.S.: Ich gebe zu, heute waren es mehr als 0. Aber ich arbeite weiter dran ;-)

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Können wir uns den Beitrag zur Innovation und Energieeinsparung leisten?

2008-07-22, von Marcel Klotz

In den letzten Wochen habe ich mich notgedrungen mit dem Thema Energieeinsparung und Wärmeerzeugung beschäftigen dürfen. Hintergrund: Die letzte Heizperiode hat unsere Heizanlage doch arg an ihre Grenzen geführt. Anders gesagt, sie ist 30 Jahre alt und hat eine Energieeffizienz, die sich hinter amerikanischen SUWs nicht zu verstecken braucht. Natürlich hat auch die Steigerung des Ölpreises dazu geführt, über Alternativen nachzudenken, so haben wir im Januar  2008 fast einen Euro je Liter Heizöl bezahlen müssen. Ein ziemlicher Schock.

Die Informationsphase begann damit, sich die Frage zu stellen, welche technisch innovativen, bezahlbare und ökologisch sinnvollen Möglichkeiten verfügbar sind:

1. Weiterhin Ölheizung bei Austausch der ganzen Anlage. Investition ca. 7.000 Euro. Energieeffizienz weiterhin schlecht, Einsparung nur ca. 15 %.  Abhängigkeit vom Öl und der weiteren Preisentwicklung hoch.

2. Ausstausch gegen eine Gas-Brennwert Therme. Investition ca. 10.000 Euro. Energie- Effizienz deutlich besser, Einsparung ca. 30 %. Abhängigkeit vom Gaspreis der ja mit der Preisentwicklung gekoppelt ist. Ausserdem Abhängigkeit von Russland. Siehe auch Beitrag der FTD zur Marktmacht von Gazprom.

3. Solarstrom – keine Alternative, da die Dachseite ungünstig liegt und zu hohe Investitionskosten in die Gesamtanlage. Einsparung unklar, da abhängig von der Sonnenscheindauer. Lohnt nur bei Neubau.

4. Erdwärme – leider die grösste Ernüchterung. Laut Auskunft eines Fachbetriebes nicht unter 40.000 Euro realisierbar. Grund: Altbauten aus den 70er sind zu schlecht isoliert und geben zuviel Wärme ab. Das erfordere eine mehrfache Tiefenbohrung. Zusätzlicher Nebeneffekt: Der Garten ist hin und muss neu angelegt werden, da das schwere Gerät alles platt mache. Da ich dies kaum glauben konnte, hier ein Video, dass den Aufwand anschaulich macht. Einsparungspotential hoch, bis zu 70 %, aber viel zu hohe Investitionskosten.

5. Fernwärme – nicht verfügbar

6. Palletheizung – derzeit die niedrigsten Kosten beim Betrieb, aber hohe Investitionskosten der Anlage. Unklare Zukunft bei der Versorgung mit Pallets und deren Preisentwicklung.

Sonstige Alternativen? Keine !

Erkenntnisse: Viele, vor allem die, dass einem Energiesparen nicht leicht gemacht wird. Je höher die Einsparung, desto höher auch die Investitionskosten. Ok, das liegt nahe, aber wer kann sich das leisten? Oder anders gefragt, wie lange kann ich mit konventionellen Systemen heizen, bis sich die Sache bezahlt macht. Wie groß ist zudem die Bereitschaft, volkswirtschaftlich und ökologisch zu handeln?

Weitere Erkenntnis: Nur wenige Fachfirmen befassen sich mit der Frage nach Alternativen. Die meisten reagieren auf die Frage nach der richtungsweisenden Heizanlage sehr herkömmlich und fangen erst gar nicht an, Alternativen anzubieten und durchzurechnen. Technische Innovationen sind in diesem Gebiet erst in einigen Jahren zu erwarten. Bis dahin werden fleißig Standardlösungen installiert. Immerhin hat man es geschafft einen Warmwasserspeicher so zu konstruieren, dass er so gut wie keinen Wärmeverlust mehr hat.

Fazit: Auch wir werden wohl bei der einfachen Lösung landen: Umstieg auf eine Brennwert-Gas- Anlage. Von allen Seiten betrachtet ist es die Lösung mit dem akzeptabelsten Preis-Leistungsverhältnis.

Nachtrag: Bei unserer Suche stießen wir auf den Anbieter German Contract. Diese Firma bietet den Betrieb einer Heizung an. Einbau, Wartung, Reparaturen etc. alles inklusive für einen monatlichen festen Betrag (Faustformel:  Investition * 1,5 % = monatlicher Betrag). Hinzu kommt natürlich der Energiebezug. Eine interessante Variante, die keine eigene Erstinvestition erfordert.

Moral: Energie einzusparen scheint etwas für Menschen zu sein, die es sich leisten können und die entsprechende Einstellung dazu mitbringen. Noch vor kurzem hörte ich in einer Radiosendung auf die Frage, warum Menschen Energiesparlampen ablehnen würden,  folgende Antwort: “Die sehen blöd aus”.

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