Wenn das Gute ins Leere läuft…
Wer kennt das nicht: Sie haben eine tolle Idee, eine prima Präsentation, unschlagbare Argumente und sogar beste Laune. Dennoch wird Ihr Vorschlag wird abgelehnt. Auf den ersten Schock folgen meistens zwei Erklärungsversuche. Erstens: «Die anderen sind doof, die verstehen das nicht». Oder zweitens: «ich bin doof, ich habe es nicht richtig erklärt.» Beides hilft wenig und stimmt selten.
Was ist da falsch gelaufen?
Immanuel Kant hätte in einem solchen Fall vielleicht gesagt: “Die Gefahr ist nicht so sehr widerlegt, sondern vielmehr, nicht verstanden zu werden.”
Wobei hier “Verstehen” nicht das intellektuelle Verstehen ist.
Woran hängt es ab, dass wir mal “verstanden werden” und mal überhaupt nicht? Und wie können wir das besser steuern?
…Damit das Gute so selten wie möglich ins Leere läuft? Auch Privat
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Zumindest im Blog hab ich Spass an dieser Gefahr gefunden.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man zu häufig zu früh aufgibt. Für viele gute Ideen ist einfach noch nicht die Zeit gekommen bzw. es braucht etwas Zeit, bis es die Empfänger der Information verarbeitet haben. Deshalb lautet mein wichtigster Tipp: Dranbleiben!
Hallo Sabine, das Gefühl habe ich schon oft gehabt. Es müssen weder die anderen doof sein, noch man selbst. Sondern es kann ganz andere Gründe haben; z.B. haben sich beim potentiellen Auftraggeber plötzlich die Prioritäten verschoben. Das passiert heute sehr häufig. Die Firmen haben etwas vor, schauen sich die Sachen an, sind begeistert und dann erscheint plötzlich etwas anderes auf dem Schirm.
Ich kann daher nur Burkhard’s Empfehlung unterstützen: Nicht aufgeben, dran bleiben, sich öfter in Erinnerung bringen.
Also für mich ist das ein einfaches Barometer, wenn ich nicht verstanden werde, passe ich nicht zu den Leuten, in das Projekt etc. und kommuniziere das entsprechend (eindeutig). Entweder man ist auf beiden Seiten schnell der Überzeugung “das wird nichts” oder “ok, also nochmal von vorn”. Alles andere hat sich meiner Erfahrung nach als zu zeit- und nervenaufwendig herausgestellt. Ich habe lieber mit weniger Leuten zu tun und man versteht sich, als mit vielen Leuten, bei denen man permanent hinterfragen und überprüfen muss, ob nicht das klassische “Sender-/Empfänger-Problem” besteht.
Verstanden werden bedeutet ja nicht automatisch Zustimmung oder gar Folgschaft.
So verstehen viele das ihr Rauchen ihnen schadet, trotzdem kaufen sie nicht die Botschaft des Rauchstops.
Das ist mir auch schon mehr mals Passiert ich hatte ne Super Idee, tolle Präsentation alles super aber es wurde trotzdem abgelehnt. Aber denn ein paar Tage später nach dem alle darüber nachgedacht haben hat es dann doch noch geklappt
Den Post verstehe ich nicht.
Die Idee ist toll, die Präsentation prima, die Argumentation unschlagbar – in meinen Augen. Oft vergessen wir, uns über die Zuhörer Gedanken zu machen. Wer sind sie? Wie sehen ihre Prioritäten aus? Was wissen sie über das Thema? Warum ist meine Idee gut für sie?
Ich hatte einen Lehrer, der ausgezeichnete Vorlesungen hielt – nach der Meinung der Schüler, die sich für die Geschichte interessierten. Die Interesse der anderen aufwecken konnte er aber kaum.
Wenn ein Startup-Gründer potentiellen Investoren präsentiert, soll er in Betracht ziehen, dass diese Leute seine Zielgruppe und die technischen Details seines Produkts nur oberflächlich kennen. Wenn er die Neuigkeiten seines Modells vorstellt, soll er auch erklären, wie die konkurrierenden Produkte funktionieren.
Vor einigen Jahren sah ich auf einer amerikanischen Website eine Artikelserie: „Grundlagen der Finanzen für Marketing-Leute – damit du die Manager überzeugen kannst“.
Ja. Was will der andere eigentlich? Und warum? Und was treibt ihn in seinen Vorlieben und Abneigungen? Und warum fragen wir so selten danach?
Nur wer sich selbst in seinem Denken und Tun versteht, kann auch den anderen verstehen, sagt der große Kommunikationsexperte Paul Watzlawick. Und nur wer sich und den anderen versteht, kann sich wirklich verständlich machen.
Auf dem Gebiet der Selbsterkundung, mit dem Ziel klarer und zielführender zu kommunizieren, gibt es oft noch viel Raum für neue Erkenntnissse. Mir hilft auf diesem Wege immer wieder das Enneagramm, eine sehr alte, lange vergessene und nun wieder aufgetauchte Methode der Charaktererkundung. Sie hilft, Ablehnungen und kommunikative Irritationen zu verstehen, zu ertragen und zu vermeiden. Nicht immer. Aber jedes Mal ist es ein Geschenk.
Hast nachgefragt, ob sie es eh verstanden haben? Hast eine Frageeinheit gemacht? Hast noch abschließend gefragt, ob es noch offene Fragen gibt? Wenn das alles abgehackt wurde, und es für dich unverständlich ist, dann frag einmal ob kein Budget für irgendwas da ist. Dann erklärt sich das alles von selbst….
Vielleicht hättest zuvor erwähnen sollen, dass es wichtig ist, nicht nur physisch anwesend zu sein. Ich habe schon etliche Male die Erfahrung gemacht, dass sich die Teilnehmer eigentlich gar nicht so für das Vortragsthema an sich interessiert haben. Hat mich auch geärgert muss ich zugeben.
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