Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen
2008-09-01, von Markus Albers
Die Erkenntnis ist eigentlich schockierend: Ich habe den Großteil der wachen Minuten meines Erwachsenenlebens an einem Schreibtisch vor dem Computer gesessen. Zum Glück bin ich Journalist und also tat ich, was Journalisten in einer solchen Situation tun “ sie recherchieren. Muss das Leben so sein, funktioniert Arbeit eben so? Kann eine Gesellschaft nur durch Stechuhren zusammengehalten werden? Das Ergebnis ist gerade als Buch im Campus-Verlag erschienen.
Meine Erfahrungen als Freiberufler und Festangestellter zeigen mir immer wieder ein fundamentales Dilemma: Selbstständige arbeiten meist effizienter, haben mehr Freiheit, mehr Spaß, manchmal sogar mehr Geld. Bloß keine klassische Karriere. Sie lässt sich nur innerhalb von Unternehmen machen, doch wählt man diesen Weg, ist man sofort wieder in allen Ärgernissen des Büroalltags gefangen. Es muss einen Mittelweg zwischen beiden Extremen geben.
Und tatsächlich: Immer mehr “ auch große “ Unternehmen ketten ihre Angestellten nicht mehr jeden Tag an den Schreibtisch, sondern lassen sie von überall aus arbeiten: Von zu Hause, aus dem Caf’e, sogar vom Strand. Ich nenne die Menschen die neuen Freiangestellten und das Arbeitsprinzip die Easy Economy.
Acht Faktoren machen beides erst seit kurzem möglich:
1) Die Technik war bis vor kurzem noch nicht so weit. Mobile, leistungsstarke Endgeräte, weit verbreitete schnelle Internetverbindungen sowie Web-basierte Workflow-Software, weltweite Dokumentenstandards und komplett digitalisierte Arbeitsabläufe emanzipieren den Arbeitnehmer immer mehr von Zeit und Raum.
2) Die Kosten für die Mobilisierung und Emanzipation des Arbeitnehmers vom Büro sinken dramatisch. Chris Anderson, Chefredakteur der Zeitschrift Wired und Autor des Bestsellers The Long Tail hat als nächsten Trend Free, also »Umsonst« ausgemacht: Der Preis von technischer Infrastruktur wie Bandbreite, Transistoren auf Chips und Speicher sinkt in Relation zu ihrer Nützlichkeit permanent so stark, dass er heute als nahezu Null betrachtet werden kann.
3) Nichtlineare Jobbiografien sind heute für viele Menschen normal. Was der Soziologe Richard Sennett 1998 noch als Problem des entwurzelten »flexiblen Menschen« kritisierte, ist heute häufig Alltag: Wir haben nicht mehr einen Job bis ans Ende unseres Lebens, wir brauchen nicht mehr nur den Beruf, um unserem Leben eine Struktur zu geben, und das ist auch gut so.
4) Die Globalisierung ist in unserem Berufsleben zunehmend kein abstrakter Begriff mehr, sondern pragmatischer Alltag: Internationale Teams, Outsourcing sowie Kunden und Geschäftspartner aus aller Welt sorgen dafür, dass wir nachts E-Mails aus Indien bekommen oder abends Anrufe aus den USA. Mit einem klassischen 9-to-5-Arbeitstag ist das kaum zu vereinbaren.
5) Der zunehmende weltweite Wettbewerb motiviert Unternehmen, permamente Effizienzoptimierung zu betreiben: Wer seine Mitarbeiter per Notebook und Datenverbindung in die Freiheit entlässt, steigert Produktivität, Zufriedenheit und Flexibilität. Gleichzeitig spart er an Immobilien und Infrastruktur. Beides zusammen macht Firmen fit im Kampf gegen internationale Wettbewerber.
6) Die Gefahren durch Terroranschläge und Naturkatastrophen motivieren vor allem in den USA viele Unternehmen, die Krisenresistenz ihrer Produktionsprozesse zu überdenken. Zentralisierte Infrastrukturen sind anfälliger als vernetzte. Mitarbeiter an verschiedenen Orten arbeiten zu lassen und diese digital zu vernetzen, heißt, dass die Arbeit auch im Katastrophenfall weitergehen kann.
7) Die gesellschaftlichen Parameter sind verschoben: Dass Frauen heute berufstätig sind, ist weitgehend Normalität. Männer wiederum fordern mehr Teilhabe am Familienleben, wollen auch Zeit mit ihren Kindern verbringen. Wir möchten arbeiten, wenn wir uns produktiv fühlen, definieren uns nicht mehr ausschließlich über beruflichen Status und wollen ein in vielerlei Hinsicht erfülltes Leben haben.
8) Der demografische Wandel wird zu einem zunehmend dramatischen Nachwuchskräftemangel führen. Wer künftig die besten Köpfe für sein Unternehmen gewinnen will, muss ihnen Freiheit und Flexibilität anbieten. Außerdem werden wir alle später in Rente gehen deshalb müssen Arbeitsplätze künftig stärker altersverträglich gestaltet sein.
Was meinen Sie sieht so wirklich die Zukunft der Arbeit aus? Oder sind die Beharrungskräfte in der Wirtschaft größer und wir gehen alle in fünf Jahren immer noch jeden Tag ins Büro?
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Montag 1. September 2008 um 07:43
Man sollte den Punkt Umwelt und Entlastung unserer Strassen durch den Berufsverkehr nicht ausser acht lassen.
Es müssten mehr Anreize geschaffen werden, daß mehr klassische Angestellte zu Freiangestellten werden, und somit die Mobilitätskosten für diese sinken und eben auch die Belastung der Umwelt durch den Individual-(Berufs)Verkehr.
Montag 1. September 2008 um 07:45
[...] In seinem heutigen Beitrag erklärt Markus “Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen“: [...]
Montag 1. September 2008 um 08:00
[...] Markus Albers, Autor des gerade erschienenen Buches “Morgen komm ich später rein” hat gerade auf dem innovativ-in Blog einen Beitrag verfasst, in dem er 8 Gründe nennte, warum man nicht (mehr) ins Büro gehen sollte. [...]
Montag 1. September 2008 um 09:59
Telearbeit wird aber doch schon seit 1996 sehr effizient von etlichen Unternehmen eingesetzt. Ich habe zu dem Zeitpunkt ca. 150 Rechtsanwaltskanzleien mit Heimarbeitsplätzen ausgestattet um den Angestellten die Möglichkeit zu geben auch von dort zu arbeiten – nungut, dass mit 128 kB Bandbreite, was für terminalbasierte Anwendungen völlig ausreichte – das die Technik erst jetzt, 12 Jahr später, offenbar “unten” angekommen ist, ist schön, aber kein Grund das wieder als neu zu verkaufen… Das gibts schon!
Montag 1. September 2008 um 10:24
@Uwe Sehr guter, wichtiger Hinweis. Der durchschnittliche deutsche Arbeitnehmer braucht zwischen 10 und 30 Minuten zur Arbeit und legt dabei eine Strecke von 20 Kilometern zurück. Mehr als die Hälfte benutzt den eigenen PKW. Jeder Pendler produziert 1,7 Tonnen CO2 jährlich. Studien zeigen, dass zehn Millionen Menschen, die pro Woche ein bis zwei Tage von zu Hause aus arbeiten, elf Millionen Tonnen CO2 pro Jahr weniger verbrauchen würden.
@Lutz Das waren natürlich die Anfänge und solche Pioniermodelle sind sehr wichtig gewesen. Aber alle Experten und Manager, mit denen ich gesprochen habe, sagen, dass es erst seit ein bis zwei Jahren wirklich spannend wird.
Zum Beispiel Uwe Schimanski, der bei IBM 1998 das “e-place”-Modell erfunden hat, meint: “Früher hat man Telearbeit für eine bestimmte Gruppe von Mitarbeitern eingeführt, der man helfen wollte: Heimarbeit für Mütter, denen man die Möglichkeit gibt, weiterzuarbeiten, ohne jeden Tag ins Büro zu kommen. Oder Kollegen mit einem Pflegefall in der Familie. Das hat aber mit dem, was wir heute unter Mobilität verstehen, eigentlich nichts zu tun. Heute kann ich jederzeit arbeiten, an jedem Ort, wie und mit wem ich will.”
Oder Hermann Hartenthaler, Entwicklungschef der Telekom, der meint: Es geht nicht um die starre Telearbeit der achtziger und neunziger Jahre mit großer Infrastruktur zu Hause, sondern flexibel und klein: “Ich habe meinen Laptop und da ist alles drauf.” Er erklärt, dass mobiles Arbeiten erst dann wirklich funktioniert, wenn alle Büroabläufe komplett digital und auf Internet umgestellt sind. Hartenthaler: “Das war vor drei, vier Jahren erst in Ansätzen erkennbar – jetzt ist das kein Problem mehr.”
Oder die britische Future Foundation, die sagt: “Wir stellen fest, dass die eigentlich zugrunde liegende Idee von ›Telearbeit‹ zunehmend veraltet ist, beruht sie doch auf einem Konzept aus der Industriegesellschaft, dass nämlich Arbeit und Zuhause zwei unterschiedliche Orte sind.” Die Foundation schlägt für die vielen unterschiedlichen und neuen Arbeitsformen, die künftig massiv zunehmen werden, den Begriff “FreE-Working” vor. Er bezeichnet die große Anzahl von Arbeitnehmern, “die Technologie nutzen, um an einer Vielzahl von Orten außerhalb ihres eigentlichen Arbeitsplatzes zu arbeiten – wenn sie denn überhaupt noch einen solchen haben.” Ich spreche im Buch von den neuen “Freiangestellten”, um die aktuelle Entwicklung von der “guten alten” Telearbeit zu unterscheiden.
Zahlen zeigen, dass es durch die neue Qualität der Entwicklung auch eine eindeutige Tendenz in der Quantität gibt: Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft wurden Telearbeit und mobiles Arbeiten 2006 von 18,5 Prozent der deutschen Unternehmen angeboten – 2003 waren es noch 7,8 Prozent, 2000 erst 4 Prozent.
Montag 1. September 2008 um 12:04
Zwei Fragen, zwei Antworten: Ja.
Wir werden zunehmend freier arbeiten, wir werden weiter in Büros gehen. Wir werden aber nicht mehr unsere Zeit an Schreibtischen absitzen, sondern wir werden verschiedenste Module nutzen, die gerade sinnvoll sind.
Denn natürlich ist auch “das Büro” sehr sinnvoll. Allerdings nicht als mehr oder weniger symmetrische Anordnung von Schreibtischen oder von der Aussenwelt abgeschotteten Einzelbüros, sondern als Ort für persönliche Kommunikation, für gemeinsames Kreativitätssitzungen, zwischenrein auch mal zurückgezogen für konzentrierte Arbeit und, und, und. Klar, kann man auch alles virtuell und anderswo machen, wird man auch. Manchmal ist’s persönlich am einem gemeinsamen, Identität stiftenden Ort aber auch nicht schlecht.
Ich bin überzeugt, dass es zukünftig die Mischung machen wird. Ein Arbeitsplatzmenü mit Home-Office und UMTS-Anbindung unterwegs genauso wie mit verschiedenen Arbeitsplätzen und -modulen im Büro oder eben im Straßencafé. Da gehe ich jetzt hin.
Ach so, die Beharrungskräfte. Ein drittes Ja, die gibt’s, in Projekten zum Teil ganz massiv. Oft lassen sie sich aber auch von den Argumenten und von eigenen Pilotversuchen überzeugen. Dann zeigt es sich, dass sich der erste Schritt immer lohnt.
Montag 1. September 2008 um 12:06
@Markus: Toll finde ich die ganzen Links zu detaillierten Informationen. Das ist ein echter Mehrwert. Dazu zwei Fragen:
1) Wie machst du das mit der Link-Verwaltung?
2) Sind in dem E-Book auch solche Links enthalten?
Montag 1. September 2008 um 14:01
a) Zukunft der Arbeit
Ja, aber Arbeit wird auch anders aussehen. Der Begriff “Arbeit” an sich ist für mich mit zielgerichteter Tätigkeit für jemand (natürliche oder juristische Person) verbunden – unabhängig davon, ob
- ich eine monetäre Vergütung erhalte, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen
- ich zur selben Zeit nur für einen Partner eine solche Tätigkeit ausübe
- der andere ich selbst bin
Das führt dann dazu, dass Jobbiografien nicht nur nichtlinear sein werden sondern dass auch die Jobs fragmentieren und parallelisieren, d.h. man wird vermehrt im Zeitablauf mehrfach denselben Arbeitgeber haben und zur selben Zeit mehrere Arbeitgeber haben. Die Arbeit wird ergebnisorientiert und nicht zeitorientiert erbracht, und ich als Arbeitnehmer entscheide möglicherweise, ob ich noch Luft habe, ein oder mehrere Ergebnisse zu erbringen (auch unter dem Kriterium Zeit).
b) Beharrungskräfte in der Wirtschaft
Ich vermute, dass es sie vermutlich noch geben wird genauso wie die 5-Tage Woche – aber wesentlich seltener als heutzutage. Aber ich tue mich schwer mit der Festlegung, einer Prozentzahl oder eines Zeitpunktes. Ich befürchte jedoch, dass es länger dauern wird als viele es sich wünschen / vorstellen.
c) Der Faktor Neun
Ich sehe noch einen weiteren Faktor, der das Freiangestelltentum möglich macht – sozusagen einen Metafaktor: Spaß
Denn immer mehr Arbeitnehmer werden ihre Entscheidung, eine Arbeit zu nehmen, bewusst danach treffen, ob die Tätigkeit ihnen Spaß verspricht (d.h. ob sie sie gerne machen). Der Spaßfaktor verlangt nach einer Entzerrung der Arbeit von Zeit und Ort, denn der Spaßfaktor erfordert persönliche Freiheit und die Möglichkeit zu Spontaneität und Kreativität.
BTW: kleines Augenzwinkern an Job & Joy http://team-success.de/blog/
Montag 1. September 2008 um 15:39
@Frank: Den Faktor Neun sehe ich auch. Ich würde ihn allerdings nicht “Spaß” nennen, sondern “Glück“: Ein Zuwachs an positiven Emotionen und Zufriedenheit. Dazu tragen drei Sub-Faktoren bei:
1. Wachsende Autonomie
Autonomie ist nach der Glücksforschung ein zentraler Aspekt für positive Gefühle: Ich kann die Dinge tun, die mir wichtig sind. Ich kann sie auf eine Weise erledigen, die ich für die beste halte. Die Easy Economy führt automatisch zu mehr Autonomie.
2. Führen nach dem Flow-Prinzip
Wenn Mitarbeiter nach dem Flow-Prinzip geführt werden, dann erleben sie vielmehr gute Zeiten. Und die Unternehmen bekommen die beste Leistung des Mitarbeiters. Heute sind Mitarbeiter vielfach unterfordert oder überfordert. Bei beidem kann kein Flow entstehen. Ist der Mitarbeiter unterfordert, dann langweilt er sich und bringt weniger Leistung, als möglich wäre. Ist er überfordert, dann ist der Mitarbeiter gestresst und bringt nicht die Leistung, die von ihm erwartet wird. Beides ist sowohl für die Mitarbeiter als auch das Unternehmen schlecht. Nur im Flow entstehen Spitzenleistungen für das Unternehmen und gute Gefühle für den Mitarbeiter.
3. Bessere Zielabstimmungen
Wenn die Mitarbeiter verstreut arbeiten, ist eine sehr viel bessere Absprache über Ziele notwendig, als dies der Fall wäre, wenn “eh alle da sind”. Bessere Zielabsprachen führen dazu, dass die Ziele eher und präziser erreicht werden. Das gibt schon mal ein gutes Gefühl. Darüber hinaus wird der ganze Ärger vermieden, der sonst so losbricht, wenn die Ziele nicht oder nicht gut genug erreicht werden.
Montag 1. September 2008 um 16:29
Frank, mit Deiner Befürchtung zu den Beharrungskräften könntest Du schon recht haben. Es ist Kopfsache – im doppelten Wortsinn.
Montag 1. September 2008 um 17:39
[...] Innovativ-In auf deren Website als Gastblogger vertreten. Ich schreibe jeden Tag einen Beitrag zu den Thesen meines Buches, diese werden von Nutzern kommentiert / diskutiert, und ich antworte [...]
Montag 1. September 2008 um 18:00
@Wolff: Im E-Book sind leider keine weitergehenden Links – das ist einfach die PDF-Version des gedruckten Buches. Dafür ist es etwas günstiger als die Papiervariante (16 Euro statt 18.90).
Was meine persönliche Linkverwaltung angeht: Im Browser speichere ich nur Bookmarks, die ich regelmäßig verwende: E-Mailkonten, Blogs, Newsseiten, Bank, Service (wie Lexika, Wörterbücher oder den Stadtplandienst, Zugänge zu Google Docs, Google Analytics oder Basecamp), Shopping (z.B. Amazon, Yoox), sowie Quellen, in die ich nahezu täglich schaue (z.B. aldaily.com).
Diese Links habe ich immer mit .Mac beziehungsweise zuletzt MobileMe über alle meine Geräte synchronisiert. Jetzt bin ich spät aber doch noch von Safari auf Firefox gewechselt, da funktioniert die Synchronisation mit z.B. dem iPhone meines Wissens nicht (oder hat jemand einen Tipp? Foxmarks scheint kein rechter Ersatz.).
Links, die ich sozusagen als Archiv ablege, weil ich sie selten wieder verwende aber doch nicht löschen will (so wie Material aus der Buchrecherche), speichere ich in thematisch sortierten Ordnern auf meine iDisk, sodass ich bei Bedarf von überall aus darauf zugreifen kann – auch wenn ich nicht an meinem eigenen Rechner / Laptop sitze.
In diesen Ordnern sind dann nicht nur Bookmarks, sondern das gesamte Material zu einem Thema, z.B. ‘Work-Life-Balance’ oder ‘Kreativität’ (in diesem Fall: nach Buchkapiteln geordnet). Da finden sich dann PDFs neben Word-Dokumenten, Mails neben JPGs oder eben – Links.
Montag 1. September 2008 um 18:05
@Wolff: In allen drei Punkten versenkt
Zu Punkt 3: Oft wird bei 5-Tage-Wochen und Anwesenheit tatsächlich mit impliziten Zielen “gerudert”, die als vorhanden und klar vorausgesetzt werden. Das Problem dabei ist, dass jeder sich etwas anderes vorstellt und so auch in eine andere Richtung rudert
@Alexander meistens aber nicht immer: je höher desto beharrlicher desto “gefährlicher”
Montag 1. September 2008 um 18:08
@Markus Ich arbeite mit Firefox und Foxmarks. Die Synchronisierung klappt wunderbar über fünf Rechner hinweg. Ich benutze den Foxmarks Server zum Ablegen, man kann allerdings auch einen eigenen Webspace benutzen.
Montag 1. September 2008 um 18:39
@Frank: Nicht mal. Oben die Visionen, unten die Bereitschaft, es besser als jetzt zu haben. Mittendrin die eine oder andere Lehmschicht.
Montag 1. September 2008 um 18:59
@ Markus #12: Danke für die Infos. Also bei E-Books ist in Zukunft noch Luft nach oben, was den Nutzwert angeht. Aber noch haben Sony’s PRS-505 und Amazon’s Kindle ja noch keinen Browser integriert.
Danke auch für Anregungen zur Link-Organisation. Ich habe Hunderte Links zur Glücksforschung. Gute Idee, diese nach Buchkapiteln zu organisieren.
Dienstag 2. September 2008 um 06:46
[...] – Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen [...]
Dienstag 2. September 2008 um 11:18
[...] innovativ.in – Business Blog » Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen (via [...]
Dienstag 2. September 2008 um 16:20
[...] dreht auf: Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen und Sieben Ursachen, warum man im Büro nicht arbeiten kann – ich war ja bisher an meinen wenigen [...]
Dienstag 2. September 2008 um 17:15
Darf ich hier mal kurz den destruktiven Part der konstruktiven Diskussion einnehmen?
Bei dem Begriff “Arbeit” kann ich nach wie vor nicht die Vorstellung eines körperlich hart arbeitenden Menschen aus meinem Kopf verbannen (ohne dabei die Tatsache zu vergessen, daß auch vermeintlich wenig belastende Arbeit physisch belastend sein kann).
Aber bleiben wir beim Arbeiter, der irgendwo einen Knochenjob verrichtet. Dem wird es irgendwie komisch vorkommen, wenn sich hier eine Gruppe von Büroarbeitern über die Zukunft der Arbeit austauscht, ohne dabei ein einziges Wort über “echte Arbeit” zu verlieren.
An anderen Ende des Glasfaserkabels wird vielerorts noch “Staub geschluckt”, während in den Büros die Luft meist gefiltert ankommt
Dienstag 2. September 2008 um 23:17
@ Christoph:
Es wäre mal interessant zu wissen, wie viele Menschen denn zu dem Arbeitsbereich zählen, den wir hier diskutieren. Nach der Drei-Sektoren-Hypothese müssten inzwischen ca. 90% der Arbeitnehmer im Tertiär-Sektor, Quartär-Sektor usw. arbeiten. Ich schätze mal, dass davon weit über die Hälfte in Büros arbeiten.
Weiß jemand genauere Zahlen? Markus? Alexander?
Mittwoch 3. September 2008 um 07:36
[...] – Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen [...]
Mittwoch 3. September 2008 um 08:45
[...] Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen [...]
Mittwoch 3. September 2008 um 09:27
@Wolff, Christoph:
Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) von 2006 wird Telearbeit von 18,5 Prozent der deutschen Unternehmen angeboten – 2003 waren es noch 7,8 Prozent, 2000 erst 4 Prozent.
Dr. Wilhelm Bauer vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation sagtd dazu Folgendes: “Prognosen gehen davon aus, dass sich in den nächsten vier bis fünf Jahren die Anzahl der Beschäftigten, die regelmäßig Telearbeit durchführen, etwa verdoppeln wird. In einzelnen Ländern Europas – wie Schweden oder den Niederlanden – wird bis dahin schon jeder Vierte eine solche Arbeitsform wählen. Eine globale McKinsey-Studie von 2006 zeigt, dass so genannte komplexe Tätigkeiten – also keine Sachbearbeitung – in entwickelten Ländern wie Deutschland, den USA oder Großbritannien bereits jetzt 35 bis 45 Prozent aller Jobs ausmachen und dass ihr Anteil wächst. Wir sprechen also von bald der Hälfte aller Beschäftigten, die so flexibel arbeiten können. Beispiele wären Vertrieb, Softwareentwicklung, Marketing, Strategieabteilungen, Forschung und Entwicklung. Sogar öffentliche Verwaltungen denken über mehr Bürgernähe durch Flexibilisierung nach. Der klassische Sachbearbeiter wird immer weniger gebraucht, weil Prozesse rationalisiert, durch Technologie ersetzt oder beschleunigt werden.”
Donnerstag 4. September 2008 um 06:25
[...] – Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen [...]
Freitag 5. September 2008 um 07:28
[...] gelten dürfte – nicht in einem der wenigen vorbildlichen Unternehmen arbeitet, in denen die Easy Economy bereits mehr oder weniger funktioniert, gibt es eine zentrale Erkenntnis: Der wichtigste Schritt [...]
Freitag 5. September 2008 um 18:42
[...] – Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen [...]
Sonntag 7. September 2008 um 18:03
Nach dem ersten Reinschnuppern und Bedenken ist mir noch nicht klar, wie das Dilemma von mehr Leistung in weniger Zeit zu bewältigen ist.
Wenn ich in einer für mich besseren Umgebung mehr Arbeit bewältige, also z.B. nach 5 Stunden mein Pensum erledigt habe, wofür ich im Büro wegen häufiger Störungen 8 bräuchte oder wo ich die drei Stunden zu Kaffeetrinken und Kollegenplausch nutze – sind dann die 3 eingesparten Stunden für mich oder arbeite ich in der Zeit an anderen Firmendingen?
Wenn für mich: Warum sollte die Firma mich dann für 8 Stunden bezahlen? Wenn für die Firma: Rationalisiere ich damit nicht KollegInnen (oder mich) weg? Und wie sieht es mit Phasen aus, in denen in der Firma weniger zu tun ist. Gehe ich dann offensiv in die Freizeit und signalisiere damit: “Gerade zahlen Sie mir Gehalt, für das ich nicht arbeite”? Hmm?
Gut ist es natürlich, wenn ich daurch in 8 Stunden das schaffe, wofür ich sonst 12 – 14 Stunden bräuchte, weil ich dann Überstunden vermeide. Aber auch da stellt sich das Probleme, wenn Überstunden “erwartet” werden.
Sonntag 7. September 2008 um 20:36
die unternehmen messen die Zeit gar nicht mehr, sondern nur Ergebnisse. in deutschland ist in der regel die arbeitszeit grundlage der entlohnung, darum wird dann oft getrickst: entweder lässt man den arbeitnehmer selbst messen oder man führt Listen, die keiner kontrolliert. im Ergebnis kann ich entscheiden: lasse ich mich von Kollegen oder Mails, etc. ablenken (was nett sein kann) oder nutze ich den produktivitätsgewinn des konzentriert durcharbeitens. und dann habe ich garantiert früher frei.
via mobile
Montag 8. September 2008 um 00:46
Hallo, Herr Albers, das löst für mich aber noch nicht ganz die Frage (oder ich hänge noch zu sehr in alten Denkmustern). Wenn ich bisher in einer kleinen Firma ohne Bummelei meine 40-Stunden-Woche arbeite und dabei die anfallenden Aufgaben erfülle: Warum sollte dann bei (m)einer Produktivitätssteigerung mein Arbeitgeber darauf verzichten, entweder die zu bewältigende Menge höher zu setzen oder aber mir weniger zu zahlen? Im erste Fall kann ja, wenn ich mal die fiktiven 3 gesparten Stunden nehme, die verbesserte Leistung von 4 Leuten die Arbeitsleistung von 1,5 Leuten auffangen und diese entlassen werden.
Bei einer verbesserten Maschine wird diese ja auch nicht gedrosselt (ja, ich weiß, daß das Bild vermutlich etwas schief ist).
Aber jetzt lese ich besser erst mal Ihr Buch, bevor ich weiter ins Blaue spekuliere
Montag 8. September 2008 um 07:21
[...] Logik der Easy Economy lautet ja, dass man ohne die permanente Ablenkung von E-Mails, Meetings, Kollegen und Chefs viel [...]
Montag 8. September 2008 um 22:37
[...] Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen [...]
Freitag 12. September 2008 um 08:06
[...] Auf seinem Blog erklärt das dann alles noch, aber ich finde, das ist nicht nötig. Auf Arbeit zu verkünden, man komme in den nächsten Wochen wegen der Globalisierung nicht mehr auf Arbeit, klingt nach einem sehr lustigen Unterfangen. Und was soll der Chef schon machen? Schließlich ist auch sonst an fast allem die Globalisierung schuld. Nichtlineare Jobbiografien sind auch besonders im Recruiter-Alltag ein absolut nachvollziehbarer Grund, lieber zu Hause zu bleiben. [...]
Samstag 13. September 2008 um 06:47
[...] innovativ.in – Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen Weiter mit dem Thema Job und Information…. (tags: blog gesellschaft arbeit blogging Web2.0) [...]
Freitag 26. September 2008 um 14:28
“Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen,” richtig ich stimme dir zu. Wir als Menschen bzw Gesellschaft schaffen unsere Welt.Allerdings ist vieles noch im Argen …in der Gesellschaft & Bewußtsein vieler Menschen.
Es ist nicht möglich neues Land zu entdecken,wenn man nicht bereit ist das Ufer aus den Augen zu lassen.
Herzliche Grüße & viel Erfolg
Frank Gerloff
Freitag 22. Januar 2010 um 11:44
[...] – Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen [...]