Sieben Ursachen, warum man im Büro nicht arbeiten kann
2008-09-02, von Markus Albers
1) Ablenkung: Die verordnete Aufmerksamkeitspflicht, nach der im Büro das jeweils Neue immer am wichtigsten ist, wirkt desaströs. Eine aktuelle Studie zeigt: Büromenschen verbummeln im Durchschnitt 2,1 Stunden pro Tag durch Ablenkungen. Die University of California fand heraus, dass sich Wissensarbeiter im Schnitt elf Minuten mit einer Aufgabe beschäftigen, bevor ihre Aufmerksamkeit durch einen Anruf, eine Mail oder Kollegen einem anderen Thema zugeführt wird. »E-Mail verursacht heute die meisten Probleme in unserem Arbeitsalltag«, fasst Karen Renaud von der Universität Glasgow eine Studie zusammen, für die sie die Computer von 177 Menschen überwachte. Die Probanden checkten ihr elektronisches Postfach bis zu vierzigmal pro Stunde.
2) Meetings: Experten bestätigen, was wir eigentlich alle wissen. Gerd Gigerenzer vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung: »Zieht man eine Sitzung in die Länge, wird die Chance immer größer, dass zweitklassige Lösungen vorgeschlagen und am Ende gewählt werden.« 20 bis 30 Prozent der Besprechungen könnte man sich allein deshalb schenken, weil der Chef eigentlich schon vorher weiß, welches Ergebnis er erreichen will, hat die Kieler Managementberaterin Angelika Behnert herausgefunden. Bei einer Umfrage unter 800 leitenden Angestellten in Deutschland, Österreich und der Schweiz gaben 2006 61 Prozent der Befragten an, die meisten Meetings seien unproduktiv, wenn nicht ganz vergebens.
3) Mitarbeiter: Übereifrige Kollegen verschaffen allen anderen Extraarbeit, Sensible brauchen täglich Zuwendung und Streicheleinheiten, Klassenclowns verlangen nach Publikum, um von ihren Wochenendexzessen zu erzählen, Selbstverliebte lassen jeden im Großraumbüro noch am kleinsten Fortschritt ihres jeweiligen Projekts teilhaben. Den Luxus, sich vor diesem Kommunikations-Tsunami in ein Einzelbüro zurückzuziehen, genießen gerade mal 33 Prozent der deutschen Beschäftigten.
4) Atmosphäre: »Die graue, trostlose Umgebung, die Leute, die man sich als Kollegen nicht ausgesucht hat, die deprimierenden Kantinen, die Rauch- und Trinkverbote, die herablassenden ›Firmenleitsätze‹ an den Wänden.« Der britische Schriftsteller Tom Hodgkinson erinnerte sich 2007 in seinem Bestseller Anleitung zum Müßiggang an jene Zeit, als er für einen »richtigen Job« im Büro arbeitete: »Ich erfuhr, dass keineswegs Vergnügen, Zufriedenheit und Geld, sondern Miesepetrigkeit, Not und Groll der einzige Lohn für mein Sklavendasein waren.« Kurz: »Ich würde sagen, die ganze Erfahrung war reine Zeitverschwendung, außer, dass mir klar wurde, wie ätzend langweilig und freudlos ein Büro sein kann.«
5) Arbeitsweg: Der durchschnittliche deutsche Arbeitnehmer braucht zwischen 10 und 30 Minuten zur Arbeit und legt dabei eine Strecke von 20 Kilometern zurück. Mehr als die Hälfte benutzt den eigenen PKW. Auch wenn Sie kein dogmatischer Klimaschützer sind, dürfte Ihnen die Zahl von 1,7 Tonnen CO2 missfallen, die jeder Pendler dabei jährlich produziert. Der tägliche Weg zur Arbeit macht auch unglücklich. Daniel Kahnemann, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, wollte 2004 herausfinden, wie sich die Stimmung von Menschen im Lauf eines Tages verändert. Am unangenehmsten erschien den Befragten die tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz und zurück. Das Pendeln wurde mit nur 2,6 Punkten bewertet, nahm aber im Schnitt 1,6 Stunden in Anspruch.
6) Ausstattung: Auch wenn es natürlich lange Zeit viele gute Gründe gab, ins Büro zu gehen: Hier fanden wir die Arbeitsmittel, die wir uns zu Hause niemals hätten leisten, geschweige denn Platz für diese schaffen können. Hier gab es die Ablagen und Archive mit denen wir arbeiteten, und die Kollegen, mit denen wir den Tratsch vom Wochenende austauschen mussten. Heute klingt all das nach Schreibmaschine und Tageslichtprojektor, nach Linoleumboden und Kantine, also hoffnungslos altmodisch. Heute haben wir online Zugang zu den meisten Informationen und Archiven, sind Dokumente elektronisch, ist der Aktenlauf durch den digitalen Workflow ersetzt, die vielen großen Bürogeräte durch einen kleinen Computer und die Kollegen erreichen wir per Handy, Skype oder E-Mail besser als in der Kaffeeküche.
7) Langeweile: Interessanterweise ist es mindestens so auslaugend, zu wenig zu arbeiten wie zu viel. Komplementär zum klassischen Burn-out entdecken clevere Forscher neuerdings auch den Bore-out. Über dieses Phänomen haben die zwei Schweizer Unternehmensberater Philippe Rothlin und Peter Werder ein Buch mit dem Titel »Diagnose Boreout – Warum Unterforderung im Job krank macht« geschrieben. Drei Elemente kennzeichnen ihrer Einschätzung nach die Situation: Unterforderung, Desinteresse und Langeweile. »Wir gehen davon aus, dass rund 15 Prozent der im Dienstleistungssektor Beschäftigten betroffen sind«, so Werder.
Fallen Ihnen noch weitere Gründe ein? Oder ist das alles Unsinn und Sie gehen gerne ins Büro?
Edit: Mir war bei der Nummerierung der Gründe ein Fehler unterlaufen. Es gab den Punkt 3) zweimal (also: eigentlich waren es acht Gründe). Daher sind jetzt die alten Punkte 1) und 2) zu 1) zusammengefasst (macht auch Sinn, weil es bei E-Mail natürlich ebenfalls um “Ablenkung” geht). Außerdem ist so das offenbar irritierende Stichwort “Outlook” raus, auf das es ja auch nicht ankam.
Countdown zur Freianstellung bisher:
- Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen
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Dienstag 2. September 2008 um 09:21
Kürzlich noch von einem Vorstandsmitglied einer 100-Mann-Firma gehört: “Am besten rufen Sie mich nach 18 Uhr an. Vorher kann ich hier sowieso nicht vernünftig arbeiten.”
Dagegen bei einem anderen Mittelständler: “Unser neuer Vorstandsvorsitzender hat ein Leitungsteam von vier Leuten eingesetzt. Er selbst ist nur noch ca. zwei Tage die Woche hier.”
Dienstag 2. September 2008 um 10:36
Für mich bedeutet die Entwicklung der elektronischen Kommunikationsmittel eine enorme Steigerung meiner Lebensqualität. Ins Büro gehen können, aber nicht müssen ist die Erfüllung eines Traumes, den ich in den Achtziger Jahren noch träumte.
Telefonweiterleitung, E-Mails & Co. schenken mir wertvolle Freiräume, die noch vor 15 Jahren undenkbar gewesen wären. Wir mussten damals täglich von morgens bis abends im Büro am Telefon sitzen, auch wenn es aktuell gar nichts zu tun gab, aber ein Berg Überstunden aus dem letzten Projekt nach Abbau rief. Denn: es könnte ja ein Kunde anrufen.
Heute können mich die Kunden erreichen, auch wenn ich am Rhein jogge oder Freunde treffe. Dadurch kann ich nach anstrengenden Projektphasen, “mit gutem Gewissen” in die nötige Erholungsphase gehen.
Und nur so stabilisiert sich das erfolgsfreundliche Dreigespann aus Gesundheit, Glück und Gelassenheit.
Dienstag 2. September 2008 um 11:19
[...] innovativ.in – Business Blog » Sieben Ursachen, warum man im Büro nicht arbeiten kann Hier erscheint jeden Morgen von Montag bis Freitag ein ausgewählter Link zu einem gelungenen [...]
Dienstag 2. September 2008 um 13:33
@Sabine
Freut mich, dass Du das so siehst, denn das trifft ziemlich genau meine Meinung. Allerdings spreche ich auch immer wieder mit Menschen, die das Gegenteil behaupten: Zu Hause können sie nicht in Ruhe arbeiten (kann bei Kindern natürlich stimmen). Oder sie können sich im Heimbüro nicht konzentrieren, disziplinieren (siehe die Debatte über Prokrastination und das neue Buch von Passig/Lobo zum Thema). Oder sie wollen einfach jeden Tag ihre Kollegen sehen … Andere Meinungen dazu?
Gestern hat übrigens Holm Friebe, der Autor von “Wir nennen es Arbeit”, mein Buch rezensiert. Sein Fazit: “… quasi die Fortsetzung von WNEA mit den Mitteln der Appeasement-Politik: Ein Kompromissangebot an die Arbeitgeberseite, dem mit Händen zu greifenden Unbehagen im Angestelltenlager zumindest insoweit entgegenzuwirken, als wenigstens man die hanebüchensten Auswüchse des weit verbreiteten Präsentismus bekämpft. (…) Wenn man dem Buch aus doktrinärer Sicht etwas vorhalten wollte, dann seinen kompromisslerischen Reformismus. Aber das wollten wir uns mit Christian Rickens ja gerade abgewöhnen. Und es ist ja durchaus etwas gewonnen, wenn auch Käfighühner mal an der Freiheit schnuppern dürfen, oder etwa nicht?”
Was meint Ihr? Ist da was dran?
Dienstag 2. September 2008 um 14:31
Wer eMail mit Outlook und Rauchverbote mit schlechter Atmosphäre gleichsetzt hat irgendwas nicht verstanden…
Dienstag 2. September 2008 um 14:44
@Joachim
Tue ich ja gar nicht. Outlook ist ein pars pro toto. Apple Mail, Google Mail, Exchange, Entourage… welches Programm man benutzt, ändert ja nichts an der Tatsache, dass im Büro endlose cc:-Orgien stattfinden, weil sich jeder immer per Kopie absichert. Dass Memos die Runde machen, Einladungen kommen, die einen eigentlich nichts angehen, die man aber trotzdem lesen muss, etc.
Die ‘Rauchverbote’ sind nur Teil eines Zitates von Tom Hodkinson, das ich insgesamt nett fand. Ich bin Nichtraucher. Und nein – das Trinkverbot ist auch nicht, was mich am Büro stört.
Dienstag 2. September 2008 um 15:04
[...] Lesen Sie, was Markus Albers, der Autor von “Morgen komm ich später rein” dazu heute im innovativ.in-Business-Blog dazu sagt: Sieben Ursachen, warum man im Büro nicht arbeiten kann: [...]
Dienstag 2. September 2008 um 15:30
Früher verbrachte ich als Mitarbeiterin einer multinationalen Firma viel Zeit in ganz großen Büroräumen. Ich bin mit vielen von diesen Aussagen einverstanden, obwohl ich in meinem Arbeitskreis und unter meinen ausgesprochen toleranten Kollegen diese Phänomene nur in geringem Maß spürte. Auch damals freute ich mich darüber, dass meine Arbeitszeit flexibel war, und ich durfte oft von zu Hause arbeiten.
Das vielleicht größte Problem mit den Büros ist, dass man automatisch versucht, sich als beschäftigt zu zeigen. Viele würden nie so was sagen, wie „Jetzt habe ich keinen Lust zur Arbeit, ich brauche einige Stunden Pause.“ Home-Office allein wird Präsentismus nicht bekämpfen, in erster Linie sollen die Einstellung zur Arbeit und überhaupt die Definition der Arbeit verändern.
Einige von diesen störenden Phänomenen können auch zu Hause auftreten: zu viele E-mails und cc-Empfänger, unendliche Telefonkonferenzen statt unendliche Meetings, immer neue MSN-Pings statt immer neue „nur eine kurze Frage“-n.
Dienstag 2. September 2008 um 16:21
[...] dreht auf: Acht Gründe, nicht mehr ins Büro zu gehen und Sieben Ursachen, warum man im Büro nicht arbeiten kann – ich war ja bisher an meinen wenigen Home-Office-Tagen auch deutlich produktiver als an jedem Tag [...]
Dienstag 2. September 2008 um 17:08
@Réka
Vielen Dank, dass ich dank Dir endlich eine gute Übersetzung des englischen “Presenteeism” habe. “Präsentismus” kannte ich noch nicht, trifft aber natürlich den Kern des Problems: Im Büro beschäftigt tun, weil der Chef auch noch da ist und man eh nicht nach Hause gehen kann. Oder weil man die Kollegen mit extravielen Meetings und Überstunden beeindrucken will.
Dahinter steht natürlich die altmodische Maßeinheit der Anwesenheitszeit. Wird Leistung stattdessen nach Ergebnissen gemessen, gibt es auch keinen Präsentismus mehr. Bei Best Buy, die ja konsequent “Results Only” arbeiten, erzählten mir Cali Ressler und Jody Thompson, die dieses ROWE-System erfunden haben: Dank ROWE kann man Drückeberger, Faulenzer und “Präsentisten”, die vorher nur “busy” getan und damit alle genervt haben, viel leichter enttarnen.
Dienstag 2. September 2008 um 19:37
@Markus: Ich habe eine Frage und eine Beobachtung/Erfahrung, die ich gerade gemacht habe:
(1) Wie siehst Du den Einfluss von virtuellen Welten bzgl. des kollaborativen Arbeitens im Web der Zukunft?
(2) Ich habe versucht, einen Praktikant “zeitgemäß” in meine Arbeit einzubinden (d.h. wenige physische Meetings, Schwerpunkt bzgl. der Kommunikation auf Internet, E-Mail, Skype, Chat, Second Life-Meetings, ….). Es gibt also keinen klassischen betrieblichen Rahmen bei mir mit starken Strukturen, festen Arbeitszeiten usw. Ich habe aber festgestellt, dass dieser junge Mensch (18 Jahre) genau diese Strukturen bräuchte (Böse formuliert: feste Zügel bräuchte). Was also im professionellen Wissensarbeiterumfeld problemlos funktioniert (wir praktizieren das täglich und nur noch so), also selbstverantwortliches Zusammenarbeiten im Internet, klappt nicht immer und mit Jedem. Wie ist dazu Deine Einschätzung? Liegt das an unserem Schulsystem, das die Menschen so prägt/konditioniert oder einfach nur am Alter, indem man andere “Flöhe” (Parties, …) im Kopf hat? Die Frage läuft also darauf hinaus, welche Menschengruppe ist für die neue Art der Arbeit geeignet, welche weniger?
LG, Andreas
Mittwoch 3. September 2008 um 08:10
[...] hat Markus Albers, der Autor des hervorragenden Buches Morgen komm ich später rein im innovativ.in Blog aufgezählt. Recht hat er, alle sind sie [...]
Mittwoch 3. September 2008 um 09:19
@Andreas
zu 1) ein kurzer Auszug aus meinem Buch: In der Tat ist ein ungewöhnlicher aber vielleicht zukunftsweisender Weg der technikgestützten Kollaboration die Zusammenarbeit weltweit verstreuter Kollegen in virtuellen Umgebungen wie man sie aus der Online-Welt »Second Life« kennt. 2007 stellte IBM 20 000 neue Mitarbeiter ein, viele davon aus Ländern wie Brasilien, China, Indien oder Russland. Um geografische und kulturelle Entfernungen zu überbrücken, treffen sich diese neuen IBM-Angestellten zunehmend in 3D-Welten. »So wird es einfacher, Beziehungen zueinander zu entwickeln«, sagt Chuck Hamilton, der im Unternehmen für Neue Medien und Fortbildung zuständig ist. »Mitarbeiter, die weiter entfernt von der Zentrale sind, haben auf diese Weise das Gefühl, nicht so isoliert zu sein.« In anderen Unternehmen erledigen die Mitarbeiter sogar Teile des Tagesgeschäfts in Second Life und sparen so Reisekosten. Der Markengigant Unilever hat seit April 2007 einen eigenen Bereich der künstlichen Realität für sich reserviert, in dem sich über den ganzen Globus verteilte Teams austauschen können.
auch zu 2) zwei Zitate aus dem Buch: Ein leitender Mitarbeiter der deutschen Dependance der US-Firma Stryker, die sehr mobil und flexibel arbeitet, sagte mir im Interview, er sehe Grenzen dieser Arbeitsweise, wenn neue Kollegen im Unternehmen anfangen: »Dann sagen wir: Bitte die ersten sechs Monate sehr viel im Büro sein, weil die Leute euch kennen lernen müssen. Die müssen Vertrauen zu euch aufbauen, sehen, was für ein Mensch ihr seid. Danach könnt ihr häufiger im Homeoffice sitzen.« Andreas Schulte, Geschäftsführer der Berliner Agentur KircherBurkhardt, die auch viele Mitarbeiter von zu Hause aus oder arbeiten lässt, ergänzt: “Wir legen auf so eine Einarbeitungsphase großen Wert, aber im Grunde reicht eine Woche, dann sind die Leute fit.”
Mittwoch 3. September 2008 um 15:40
Trotz aller Technik ist ein direktes Gespräch immer noch am besten zum Informationsaustausch. So ganz ohne zentralen Treffpunkt kann Business nicht laufen denk ich.
Freitag 5. September 2008 um 18:46
[...] – Sieben Ursachen, warum man im Büro nicht arbeiten kann [...]
Freitag 5. September 2008 um 21:20
[...] ihre Arbeit zu lieben und darin einen befriedigenden Sinn zu finden. In seinem Beitrag “7 Ursachen, warum man im Büro nicht arbeiten kann” kommen doch scheinbar einfache, wie bewegende Fakten zu Tage, die allerdings im Einzelfall [...]
Freitag 5. September 2008 um 22:02
[...] ihre Arbeit zu lieben und darin einen befriedigenden Sinn zu finden. In seinem Beitrag “7 Ursachen, warum man im Büro nicht arbeiten kann” kommen doch scheinbar einfache, wie bewegende Fakten zu Tage, die allerdings im Einzelfall [...]
Freitag 5. September 2008 um 22:16
8.
Weil viele Arbeitsumgebungen nicht für den menschlichen Gebrauch gemacht wurden. Auch die härtesten Kerle werden massiv von ihrer Umgebung beeinflusst. Passt die nicht, kommt im Job auch keine Freude auf. Dagegen hilft auch kein noch so repräsentatives Büro, es muss einfach nur zum Benutzer passen.
Gerhard Zirkel
Samstag 6. September 2008 um 09:55
Ich bin kein klassischer Büro- und Wissensarbeiter, sondern verbringe den größten Teil meiner Arbeitszeit in meiner Werkstatt.
Aber in meiner Zeit als Konstruktionstechniker in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen hat mich am meisten dieser ewige Zwang zur Rechtfertigung gestört.
Es ging dabei nicht um das Ergebnis meiner Arbeit, sondern jeder Schritt und jeder Handgriff wurde von Kollegen und Chefs hinterfragt und musste begründet werden.
Das hat massiv genervt und den Arbeitsfluss fast völlig zum Erliegen gebracht.
Es gehört zu meinen großen Freuden meiner heutigen Selbstständigkeit, daß ich nur noch das Ergebnis meiner Arbeit “verkaufen” muss. Der Kunde hat bestellt und ich liefere und niemand fragt mich ständig, warum ich diese Werkzeug statt jenem nehme oder ob ich nicht lieber erst dies statt jenem machen sollte.
Schööööön!!
Michael Kieweg
Samstag 6. September 2008 um 20:48
aus dem selben grund arbeite ich als bauleiter meistens (zu 90%) draussen,da zählt das ergebniss und nicht die anweseheit
Sonntag 24. Januar 2010 um 15:39
[...] – Sieben Ursachen, warum man im Büro nicht arbeiten kann [...]