Catering ist wie ein Büffet. Und die Locations sind wie Platzteller.

2008-09-17, von Philipp Wichert

Manchmal setze ich unser Business mit einem seiner Kernbereiche gleich: Dem Angebot an Speisen. Gestern und heute bilden an den großen Stockheim-Standorten (Düsseldorf, Hamburg, Karlsruhe) Messe- und Kongressveranstaltungen den Schwerpunkt unserer Arbeit – das ist für uns Caterer das (höchst gesunde!) Schwarzbrot. Oft auch mit interessanten Beilagen. Zu den eher exotischen Appetizern (wenn man so will) gehörte am letzten Wochenende übrigens Brigitte Nielsen, die frisch renoviert bei der After Shoe Party der Düsseldorfer Schuhmesse GDS  über die Tanzfläche tobte… Aber ich schweife ab.

Catering mit all seinen Facetten ist wie ein üppiges, appetitlich angerichtetes Büffet. Zum Schwarzbrot der Messen und Kongresse gibt es immer wieder die Appetithappen in Form von Ausstellerpartys, Get-together-Veranstaltungen, Special Events. Kundenveranstaltungen und Firmenfeiern können kernig-knackig gestaltet sein, fordern gelegentlich aber auch die kleinen Raffinessen und Geschmacksexperimente. Je nach Kundenwunsch gestalten wir die Events à la carte oder als individuell auf den Anlass komponierte Kreation. 

Zurück zum Schwarzbrot. Meine Kollegen, die bei der Messe in Hamburg catern, haben derzeit sozusagen die Zukunft der Menschheit als Verpflegungsaufgabe. Beim viertägigen Kongress der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe sind über 140 Aussteller und täglich mehrere tausend Besucher zu versorgen. Ähnlich die (Catering-)Aufgabenstellung an meinem Heimatstandort, wo seit gestern im ccd Congress Center Düsseldorf der DGTI-Kongress u.a. aktuelle wissenschaftliche Themen der Transfusionsmedizin berät. Und in Karlsruhe schließlich wollen die Teilnehmer des ebenfalls mehrtägigen Deutschen Naturschutztags mit Essen und Trinken bedacht sein. Stand-Catering, Konferenz- und Seminarbewirtung, Firmen-Meetings stehen dort überall auf dem Programm. Kongresse und Messen sind für uns Caterer in der Regel wie ein eingedeckter Speisesaal mit Sitzordnung und Platzkärtchen.

Aber wir haben auch in diesem Bereich die Chance der freien Kür – ich nenne es mal den individuellen Platzteller. Wo sag ich’s meinem Kinde? Mal wieder im Caterer-Deutsch: Die Location ist mehr als eine Spielwiese, sie kann den Charakter eines Events prägen oder  unterstreichen, kann auf Themen einstimmen oder einfach nur gute Laune machen. Catering ist eben mehr als nur die Vorsorge für Essen und Trinken, wir kümmern uns ums Ganze, um Ambiente und Umgebung, um Atmosphäre, Stimmung und Stimmigkeit. 

Ich bemühe einmal mehr Wikipedia:Location (engl. Stelle, Örtlichkeit, Lageort) ist ein heute gängiger Ausdruck im Mediengeschäft für einen Drehort oder Schauplatz für Veranstaltungen.

tw100_bahn_300.jpgIch finde die Möglichkeiten für uns Caterer, unseren Kunden ihren individuellen Platzteller anzubieten, heutzutage einfach überwältigend und überwältigend gut. Meine Stockheim-Kollegen in Karlsruhe beispielsweise haben die Oldtimer-Straßenbahn, die als rollender Partysaal genutzt wird; dazu das Barockschloss (gleich in mehrfacher Auswahl, so ist es nun  mal in Baden), die historische Papiermühle oder ein ehemaliges Bahn-Ausbesserungswerk. 

hhtropenhausmg_6826.jpgWollen Sie vielleicht (statt Schlange zu essen) inmitten von Schlangen und Krokodilen (abgeschirmt, versteht sich) mit bis zu 750 Gästen zu feiern und tafeln? Unser Catering-Team in Hamburg ist exklusiver Partner des neuen Tropenhauses im Tierpark Hagenbeck. Eine hochspannende und einmalige Umgebung für eine Veranstaltung mit Prickel-Effekt.

Oder möchten Sie in einem Düsseldorfer Brauhaus den Tag ausklingen lassen? Dann kommen Sie an Bord des Schiffchen in der berühmten Altstadt!

Die «heiligen» Hallen eines Museums, eines Konzertsaals? Alte Industrie-Immobilien mit Montan-Ambiente? Ehrwürdige Bürgersäle oder moderne Sporthallen? Wir Event-Caterer waren schon immer Scouts auf der Suche nach dem passenden Platzteller. Trüffelschweine…

Zu guter letzt, helfen Sie mir bei meiner Marktforschung? Meine Frage an Sie, denn manchmal, ich gebe es zu, werde ich unsicher: Stets etwas ganz Neues, noch nie da Gewesenes; das Ungewöhnliche, das Ungewöhnlichste; das Exklusive, das Exklusivste – Brauchen wir das? Brauchen Sie das?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

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