Wie erfolgreich soll Euer Jahr 2009 werden? (Schritt 1 von 7)
Was verbindet die meisten Menschen in der Silvesternacht? Ich meine neben dem Anstoßen auf ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr? Richtig, die üblichen Vorsätze, die sich viele für das neue Jahr fassen. Wer noch keine Ahnung hat, was sie (oder er) sich vornehmen könnte, dem bieten verschiedene Blogbeiträge bereits jetzt die Möglichkeit der Information und Inspiration, (hier, hier, hier oder z.B. hier).
Wie hoch stehen die Chancen, dass diese Vorsätze auch tatsächlich in Taten umgesetzt werden?
Dazu brauchen wir doch nur an unsere eigenen Vorsätze vom letzten Jahr denken. Was ist aus ihnen geworden? Wie lange hat es gedauert, bis wir aufgegeben haben? Zwei Wochen? Vier Wochen oder haben wir es sogar über sechs Wochen ausgehalten. Die allermeisten, die ich gefragt habe, sind über zwei Monate nicht hinaus gekommen. Die Gründe dafür mögen natürlich sehr vielfältig sein. Und ich glaube es würde uns auch wenig nützen, jetzt zu erforschen, warum es bei dem- oder derjenigen nicht funktioniert hat.
Ich möchte Euch vielmehr 7 Schritte vorschlagen, die Euch helfen werden, nicht nur die ersten Wochen «zu überstehen» sondern das ganz Jahr hindurch wesentlich mehr Freude an Eurem(n) Job(s) zu haben. Und diese Schritte funktionieren unabhängig davon, ob wir uns in einem Wirtschaftshoch oder in einer wirtschaftlichen Krise befinden. In der Krise ist dieser Schritt sogar noch viel wichtiger, weil sich hier die unternehmerische Spreu vom Weizen trennt.
Los geht es heute mit dem ersten Schritt.
Und dieser erste Schritt hört sich zunächst einmal vollkommen banal an. Er liefert aber die entscheidende Grundlage für alle weiteren Schritte. Der legendäre Multi-Unternehmer Richard Branson meint: «Business is Rock’n Roll». Aber Hand aufs Herz, wie viele von Euch haben nicht häufiger das Gefühl in einem eintönigen «Working Blues» gefangen zu sein?
Working Blues oder Rocking Life – Ihr habt die Wahl. Jeder von uns hat die Freiheit zu wählen. Jeden Tag wieder neu. Zu wählen, was wir tun und wie wir es tun. Diese Entscheidung läuft nicht immer bewusst ab, aber sie wird getroffen. Wenn wir uns diese Entscheidung ganz klar und immer wieder bewusst machen, dann haben wir die ersten Schritt zu einem Jahr voller Job&Joy getan.
Also:
- Für welche Art von Arbeit werdet Ihr Euch im neuen Jahr entscheiden?
- Welche Art von Kunden wollt Ihr gerne bedienen?
- Mit welchen Produkten?
- Mit welchen Serviceleistungen?
- Zu welchen Preisen?
Ihr habt die Wahl! Trefft sie!!!
Wenn Ihr Eure Antworten als Kommentar eintragt, habt Ihr schon heute die Möglichkeit andere über Eure Entscheidungen zu informieren. Wer weiß, vielleicht sind unter den Lesern bereits die Kunden von morgen. Wie erfolgreich soll Euer Jahr 2009 werden? Ich bin gespannt, welche Wahl Ihr trefft.
Den zweiten Schritt verrate ich Euch morgen.
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Jörg, kann es sein, dass sich das alles nur auf Selbstständige bezieht? Wenn ich meinem Mann z.B. diesen Blogeintrag von dir zeigen würde, würde ihn das sicher ziemlich aufregen. Denn er ist angestellt und hat NICHT die Möglichkeit sich für eine Arbeit innerhalb seines Jobs zu entscheiden, sondern muss tun, was Cheffe sagt. Und er hat auch keinen Einfluss darauf, welche Kunden er bedient. Er hat schlicht nicht das Gefühl, innerhalb seines Jobs eine Wahl zu haben.
Sicher sagst du jetzt: Doch er hat. Er kann sich ja die Arbeit suchen, die ihm Spaß macht. Oder den Arbeitgeber, der Kunden hat, die auch ihm gefallen. ABER das ist natürlich wirklich nicht immer möglich und schon gar nicht einfach. Dazu kommt – ganz jenseits von Verantwortung und finanziellen Notwendigkeiten – es ist einfach nicht jeder der Typ dafür, es so zu machen, wie z.B. du es gemacht hast, also einfach sichere Stellung gegen unsicherere Selbstständigkeit, dafür aber auch Selbstbestimmung zu tauschen. Das bitte ich bei deiner Antwort zu berücksichtigen.
Das ist jetzt also eine sehr ernst gemeinte Frage – bist du der Meinung, dass auch angestellte Arbeitnehmer im Hamsterrad von deinen Büchern und ihren Inhalten profitieren können? Und zwar dann profitieren können, wenn man eine Alternative mal ausschließt: Kündigen.
Ich bin sehr gespannt auf deine Antwort.
@ biggi: die freiheit hab ja nicht mal mehr ich als selbstständige… ärztin ist dank governement auch kein freier beruf mehr… ich muss schließlich meine angestellten bezahlen….
@ jörg: was sind denn freie berufe?! also wir freiberufler mit den 3 großen A’s ( Anwälte, Architekten, Aertze ) sicher nicht mehr… wer ist deine zielgruppe?!
Und jetzt noch zu mir selbst:
* Für welche Art von Arbeit werdet Ihr Euch im neuen Jahr entscheiden?
Ich mache weiter wie bisher – seit ca. 2 Jahren versuche ich nur noch die Jobs zu machen, die mir wirklich Spaß machen. Oder anders gesagt: Jobs, bei denen der Bauch “Ja” sagt. Das klappt nicht immer, manchmal falle ich noch aufs Geld rein, weil ich denke: Ach komm, das nimmste noch mit. Aber eine solche Haltung rächt sich meistens.
* Welche Art von Kunden wollt Ihr gerne bedienen?
Ich möchte gerne meine bisherigen Kunden weiter bedienen, denn das sind die allerallerbesten.
Und dann hätte ich gerne noch den ein oder anderen Kunden an interessanten Orten in der Welt. Damit ich auf dessen Kosten nach NY, London oder Buenos Aires fliegen kann.
Und ich würde schrecklich gerne ein Blog eines Schokoladenproduzenten betreuen. Aber Zotter hat auf meine Bemühungen nicht reagiert, dabei wären die wie geschaffen fürs Bloggen. Gummibären wären auch nicht schlecht.
* Mit welchen Produkten?
Mit hervorragenden, aufmerksamkeitsstarken Texten und mit Ideen, die meine Kunden weiter bringen. Was anderes kann ich nicht.
* Mit welchen Serviceleistungen?
Unterm Strich mehr als Text. Und das ist immer auch Beratung, prompte Reaktionen, manchmal ein Nein zu meinen finanziellen Ungunsten, aber zu Gunsten des Kunden, Partnerschaft und Loyalität. Und: Schonungslose Offenheit. Ich sag meinen Kunden immer, was ich denke. Ich glaub, dass zu viele Dienstleister ihren Kunden “nach dem Mund” reden. Ich sehe die alle eher als Menschen, nicht als Kunden. Überhaupt ist Kunde ein seltsames Wort. Für mich ist ein Kundenkontakt immer auch eine Beziehung. Und wie in einer privaten Partnerschaft auch kann das nur funktionieren, wenn die Chemie stimmt.
* Zu welchen Preisen?
Neukunden können mich buchen für 80 €/h.
Biggi ich könnte Dich knutschen für diese beiden Kommentare. Vielen Dank dafür. Das sind genau die Kommentare, die ich mir wünsche. Und Dich natürlich auch Sarah, denn auch Dein Kommentar gibt mir ein sehr schöne Vorlage, um das zu erläutern, was ich mit meinem Job&Joy Ansatz meine.
Ich habe nur ein Problem: Eure Fragen Biggi und Sarah werden mir sehr oft auch in meinen Seminaren gestellt. Und dann nehmen wir uns schon etwas Zeit für die ausführliche Diskussion. Das geht hier natürlich nicht ganz so spontan. Und könnte auch etwas lang werden. Ich überlege auch schon, ob ich daraus nicht einen eigenen Beitrag mache. Aber auch das kostet Zeit, die ich heute wohl nicht mehr habe. Also hier mein erster Versuch:
“Jörg, kann es sein, dass sich das alles nur auf Selbstständige bezieht?” Nein, absolut nicht. Ich arbeite zwar sehr gern mit Selbstständigen und Unternehmern, weil die es gewohnt sind, eigene Entscheidungen auf eigenes Risiko zu treffen. Meine Ansätze gelten aber ausdrücklich auch für alle Angestellten. Denn auch diese haben wir mehr Freiheit als sie oft meinen. Klar müssen Angestellte zunächst einmal tun, was Cheffe sagt. Ich habe aber bisher nur ganz wenige Chefs erlebt, die nicht für konstruktive Vorschläge offen sind. Zeigt mir einen Chef, der nicht Geld verdienen will. Zeigt mir einen, der nicht daran interessiert ist, die Kunden zufrieden zu stellen und möglichst auch noch zu begeistern. Und zeigt mir den Chef, der nicht begreift, dass beides nur mit zufriedenen und motivierten Mitarbeitern möglich ist.
Klar es gibt auch unter den Chefs Idioten, die das nicht schnallen. Aber will man für die auf Dauer arbeiten??? In diesem Fall wäre das Gehalt dann doch nur noch Schmerzensgeld. Aber selbst wenn es so wäre, auch dann wäre es die freie Entscheidung jedes Einzelnen, sich dieses zuzumuten oder eben nicht.
Biggi, Du erwähnst die Verantwortung für die Finanzen der Familie, die Dein Mann z.B. hat. Klar, jeder von uns hat diese Veranwortung. Und ich habe vollen Respekt vor jedem Menschen, der sagt, ich nehme diesen (evtl. auch ungeliebten) Job auf mich, um meine Familie abzusichern. Dann tut er das aber aus seiner freien Entscheidung. Die ich voll respektiere. Es zwingt ihn keiner dazu. Und das ist für mich der große Unterschied.
Für mich fühlt es sich viel besser an, zu sagen: “Ich will das tun” als “Ich muß das tun”. Wir müssen nur sehr, sehr wenig. Oft verwenden wir dieses Wort aber aus lauter Gewohnheit.
Kommen wir zur Arbeit die oft keinen Spaß macht. Klar, es ist natürlich nicht immer einfach, so einen Job zu finden. Viele schauen aber auch in die falsche Richtung. Der erste Blick könnte z.B. auf die vorhandene Arbeit mit den vorhandenen Kunden gerichtet sein. Was könnte denn an dieser Arbeit faszinierend sein? Was könnte an diesen Kunden so interessant sein, dass ich gern für sie arbeite. Wenn wir uns diese Fragen offe stellen, ist es erstaunlich, wieviele Antworten wir erhalten.
Ich lasse in meinen Seminaren gern die Teilnehmer 50 oder sogar 100 Punkte formulieren, die sie an der jetzigen Arbeit faszinierend finden könnten. Testet es selbst, es funktioniert.
Und erst dann, wenn alles Suchen nach neuen Blickwinkeln auf vorhandene Tätigkeiten und bestehende Kunden nichts bringt, erst dann könnte man sich umschauen, nach anderen Jobs. Und auch hier gibt es wieder viel mehr Möglichkeiten, als die meisten auf den ersten Blick meinen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Biggi, ich bin absolut überzeugt davon, dass die Tipps auch Angestellten helfen. Das Feedback von vielen Lesern und Seminarteilnehmern bestätigt mich darin.
Nun zu den “freien Berufen”. Sarah, ich gebe Dir absolut Recht, die Freiheit von Euch Ärzten wird in Deutschland immer mehr beschnitten. Ich persönlich halte das gesamte Gesundheitssystem für ein krankes System. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass dennoch auch jeder Freiberufler, egal ob Arzt, Architekt, Apotheker, Steuerberater usw., die freie Entscheidung hat, was er wo tun will. Klar gibt es die einen oder anderen Beschränkungen. Aber es stellt sich doch die Frage, will ich dann in diesem System arbeiten oder nicht. Auch hier gibt es viel mehr Möglichkeiten, als auf den ersten Blick erkennbar. Ich würde diese Diskussion aber gern an anderer Stelle fortsetzen, da sie sonst den Rahmen hier endgültig sprengen würde.
Euch beiden noch einmal ein riesiges Dankeschön für Eure Kommentare. Ich bin gern bereit, auch in persönlichen Gesprächen hier weiter Stellung zu nehmen und noch viel lieber gemeinsam Alternativen zu entwickeln.
Biggi zu Deinem zweiten Kommentar:
Super geschrieben. Das sind genau die Antworten, die ich mir vorstellte. Wenn ich mir einen Unternehmer vorstelle, der jemanden zum Texten sucht, wen wird er wohl nehmen, den der schöne Hochglanzprospekte hat oder die, die ihre Wunschkunden und Wunschprojekte so beschrieben hat, wie Du?
Und was den Schokoladenhersteller angeht, den finden wir auch noch
.
@ Jörg: Ich finde es toll, du du zum Jahreswechsel eine kleine Serie startest. Das hilft zur Reflexion.
@ Biggi #1: Ich bin mir sicher, dass die allermeisten Angestellten sich selbst zu sehr einschränken. Sie glauben, sie dürften dies und jenes nicht. Die Einschränkung ist aber nur im Kopf. Viele Chefs schimpfen ja darüber, dass die Mitarbeiter für jeden Sch** nachfragen (“Können die den nicht endlich mal was alleine machen”).
Mich erinnert das an meinen letzten Job als Angestellter (ist jetzt schon über 25 Jahre her). Ich fragte meinen neuen Chef (Prof. Institutsleiter eines Forschungsinstitutes): “Welche Kompetenzen habe ich denn hier?”. Seine Antwort: “Kompetenzen hat man nicht, Kompetenzen nimmt man sich”. Ich habe nie mehr gefragt. Habe mir unglaublich viele Freiräume geschaffen. Trotzdem gab es nie Probleme.
Jetzt kannst du natürlich wieder sagen: Ja, in einem Forschungsinstitut, im öffentlichen Dienst … Ich halte das alles für Ausreden. Man hat IMMER die Freiheit zu entscheiden. Nur: man muss dann auch die Konsequenzen tragen. Und davor scheuen sich die meisten. Sie wollen die Konsequenzen nicht tragen und schieben das Ich-kann-nichts-ändern als Ausrede vor sich her. Ist ja auch bequem: Man braucht nichts zu ändern und der Chef ist Schuld.
hier meine antworten:
* Für welche Art von Arbeit werdet Ihr Euch im neuen Jahr entscheiden?
schwerpunkt weg von der praxis hin zum institut: statt rationierter mainstream medizin konsequent ganzheitlich mit HEALING CONCEPTS. motto: qualität kennt keinen kompromiss.
deswegen hab ich ja das institut gegründet – um frei zu sein von den restriktionen des krankheitssystems und der recht engen denkweise der evidenzbasierten reparaturmedizin. prävention ist das hauptthema.
* Welche Art von Kunden wollt Ihr gerne bedienen?
die menschen, die seit jahren schon zu mir kommen und mit denen mich gegenseitige wertschätzung verbindet. als neue kontakte wünsche ich mir menschen, die die eigenverantwortung für sich übernehmen (wollen) und mich als “tourguide” zu gesundheit, mein wissen als datenbank und mein können als helfende hände zur seite möchten.
* Mit welchen Produkten?
habe im letzten jahr mit viel sorgfalt gute produkte “herausgefiltert”, die ich weiterempfehlen werde, weil sie gut sind. die range geht von büchern über nahrungs(ergänzungs)mittel bis hin zu ergonomischen einrichtungen. mit viel glück wird auch mein buch fertig….
* Mit welchen Serviceleistungen?
service ist ganzheitliche rund-um-beratung. oder auch einzelne definierte leistungspakete zu festpreisen (beispiel: das RückenFrei paket). mehr davon gibts bald auf der HEALING CONCEPTS website zu lesen. als überzeugte web 2.0 erin biete ich natürlich auch online sprechstunde etc. – und fürs real life u.a. eine outdoor-sprechstunde. und ein ganz neues behandlungskonzept in kooperation mit den doc blog dogs..
* Zu welchen Preisen?
die preise sind klar gestaffelt – je nach leistungs paket von 50€ aufwärts.so weiß jede/r vorher genau, welche kosten entstehen.das gilt auch für fremdkosten wie zb labor. wer meinen online service für kurzberatungen in anspruch nehmen möchte, kann sich für €10,-/monat “einschreiben”.
Sarah, so eine Ärtzin würde ich glatt mit einem Dauerauftrag versehen: Sorgen Sie mit mir zusammen dafür, dass ich so gesund und fit bleibe, wie ich im Moment bin!
Und ich glaube, von solchen Menschen wir mir gibt es noch eine ganze Menge mehr. Menschen, die bereit wären, die Prävention in die eigenen Hände zu nehmen und den Arzt (oder die Ärztin) als Berater und nicht nur als Tablettenverschreiber zu sehen.
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