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Herzlichen Glückwunsch – Ihr habt die Verantwortung für das ganze Jahr 2009

Jörg Weisner 30 Dezember 2008 5 Kommentare

Hier kommt der zweite Teil meiner siebenteiligen Serie für ein erfolgereiches Jahr 2009. Den ersten Teil gab es gestern.

Viktor Frankl hat einmal gesagt: „Was den Amerikanern fehlt, ist – als Ergänzung zur Freiheitsstatue im Osten- eine Verantwortungsstatue im Westen“. Ich finde diesen Vorschlag brilliant. Denn er betont, wie stark diese beiden Begriffe zusammen gehören.

Wenn wir in großen wie kleinen Unternehmen die Mitarbeiter befragen „Wer von Euch möchte mehr Freiheit in seinem Job haben?“ , gehen alle Hände nach oben. Wenn wir aber fragen: „Und wer möchte mehr Verantwortung haben?“ Dann bekommen wir vielleicht ein verlegenes Lächeln, aber keine begeisterten Meldungen.

Das eine geht aber ohne das andere nicht. Es gibt keine Freiheit ohne die dazugehörige Verantwortung. Wenn wir uns allerdings einmal umschauen, dann kann man schon das Gefühl bekommen, dass sehr viele Menschen sich die Verantwortung nur zu gerne abnehmen lassen. Ja, sie benehmen sich so, als wenn sie keine Verantwortung haben. Sie geben der Regierung die Schuld, dem Wettbewerb, den Kunden oder im Moment ganz aktuell der Krise. Aber sie selbst? Nein sie trifft keine Verantwortung. Die haben andere …

Diese vermeintliche Verantwortungslosigkeit wird durch unsere Gesellschaft oft noch unterstützt. Statt den mündigen Bürger zu fordern und zu fördern, nimmt man ihm viele Entscheidungen ab. Und sorgt dafür, dass seine Verantwortungsmuskeln verkümmern.

Dabei kann man die Verantwortung für das eigene Tun eigentlich keinem Menschen nehmen. Jeder ist verantwortlich für das was er tut.  Und er ist genauso verantwortlich für das was er nicht tut. Freiheit ist die Möglichkeit zu wählen. Verantwortung ist die Möglichkeit, das Gewählte zu akzeptieren und anzunehmen.

Was heisst das jetzt für unsere Vorsätze für das kommende Jahr?
Wir, dass heisst jeder von uns, hat die Verantwortung die Fragen von gestern auch tatsächlich zu beantworten oder eben auch nicht, ganz wie sie (oder er) es will. Nehmen wir aber einmal an, wir würden sie beantworten. Dann hätten wir uns bewusst dafür entschieden:

  • Welche Art von Kunden wir gern bedienen wollen
  • Mit welchen Produkten
  • Mit welchen Serviceleistungen
  • und z.B. zu welchen Preisen.

Und jetzt heisst es diese Verantwortung in Taten umzusetzen. Doch dazu übermorgen mehr, denn morgen haben wir noch einen entscheidenden Schritt zu tun. Bevor es dann an die Umsetzung geht.

Natürlich sind die aufgezeigten Beispiele nur ein Teil unserer Verantwortungsbereiche. Wir sind genauso dafür verantwortlich, wie gesund wir uns ernähren, wie viel Sport wir treiben, was wir lesen, mit wem wir uns unterhalten usw. usf. Eine Menge Entscheidungen, die wir in den meisten Fällen unbewusst treffen. Manchmal hilft aber ein Rückblick auf das vergangene Jahr und ein Ausblick auf das kommende, um uns der Tragweite dieser Entscheidungen wieder bewusst zu werden.

In diesem Sinne meinen herzlichen Glückwunsch, Ihr habt die Verantwortung für das ganze Jahr 2009 – in Eurem Leben. Was werdet Ihr damit machen?


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5 Kommentare »

  • Wolff Horbach sagte:

    Liegt es am Thema “Verantwortung” oder am 31. Dez. dass bisher noch nicht kommentiert wurde?

    In dem Wort “Verantwortung” steckt ja auch “Antwort”. Antwort auf das, was wir tun bzw. nicht tun. Ich versuche mich gerade daran zu erinnern, ob so etwas in den Schulen gelehrt wurde, die ich besucht haben. Vielleicht habe ich ja ein schlechtes Gedächtnis, aber ich kann mich nicht erinnern. Wahrscheinlich stand “Verantwortung” nicht auf dem Lehrplan. Das Thema gehört aber unbedingt in die Schulen!

    Ich bin mir sicher: Wenn uns bewusst wird, dass wir immer Verantwortung tragen, dann wird das mit der Freiheit auch einfacher. Wenn ich mich vor Verantwortung drücke (nicht wählen gehen, keinen Posten im Verein übernehmen, schweige, wenn Unrecht geschieht, …) dann bekomme ich trotzdem die Quittung: eine Regierung, die ich nicht mag; einen schlecht geführten Verein; Dinge, die andere für mich vorgesehen oder übrig gelassen haben.

    Wenn ich dagegen Verantwortung übernehme, ist das zwar mit Arbeit und manchmal mit Verlusten verbunden, aber ich werde auch reich belohnt: ich kann die Dinge (mit)gestalten, ich gewinne Achtung und Ansehen, ich genieße das Glück des Handelns.

    Wenn ich Verantwortung für das eigene Leben übernehme, scheint mir das der einfachste Weg zu sein: Auf die Gesundheit zu achten (ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, sinnvolle Rhythmen von Aktivität und Ruhe) erfordern zwar Bemühen, Aneignen von Wissen und Fähigkeiten, auch einiges an Verzicht; sind aber immer noch einfacher und angenehmer als Krankheit, Beschwerden und die Abhängigkeit von einem Gesundheitsapparat. Und so ist es fast mit jedem Lebensbereich.

  • Jörg Weisner (author) sagte:

    In der Schule wurde bei uns das Thema “Verantwortung” ebenfalls kaum behandelt. Und in den Firmen herrschte lange Zeit der Ausspruch der Führungskräfte gegenüber ihren Mitarbeitern: “Du sollst arbeiten und nicht denken! Das Denken kannst Du dem Chef überlassen.” Auch eine Form von Entmündigung.

  • innovativ.in - Business Blog » Blog Archiv » Mut zu Fehlern - könnte man daraus eine Gewohnheit machen? sagte:

    [...] kleinen siebenteilige Serie für ein erfolgreiches Jahr 2009, die ersten drei Schritte gab es hier, hier und hier. Den fünften Schritt verrate ich Euch [...]

  • Biorevitalstudio sagte:

    Im Beruf Verantwortung übernehmen, ist oft nicht gerne gesehen, hebt derjenige sich doch von den anderen Mitarbeitern ab – wird als suspekt betrachtet – die will sich aufspielen – für was hält die sich usw.
    Und von den Chefs kommt”..jetzt tun sie das, was ich ihnen sage…”

    Verantwortung übernehmen heisst doch auch arbeitgeberisches denken verknüpft mit den Kunden in den Mittelpunkt stellen.

    Viele fühlen sich aber dadurch angegriffen, kritisiert, geschmälert.
    Unsere Gesellschaft hat wirklich nicht gelernt, Ressourcen der Mitarbeiter für sich zu nutzen – Positives darin zu sehen.

    Womit wir wieder bei der Entscheidung wären. Warum entscheiden wir nicht? Angst vor einer Fehl-Entscheidung? Entscheiden heisst Veränderung, Neues zulassen, aber Neues ist unbekannt, macht Angst, fordert – die Bequemlichkeit hört auf.

    Hier sind die Meisten gewohnt, dass ihnen alles abgenommen wird – erst von den Eltern, Lehrern und Arbeitgeber, später wird diese Verantwortung auf den Partner übertragen und letztendlich trägt der Staat die Verantwortung.
    Die Menschen betrachten sich als Opfer, verteilen Schuld auf alles und jeden – nur nicht bei sich selbst schauen.

    Wer sich vehement gegen Veränderung sträubt, der wird oft dazu “gezwungen” – zuletzt über Krankheit.

    Eine schöne und große Aufgabe, Menschen “Bewusstheit” näher zu bringen, mit allen 7 Schritten, die hier angesprochen werden. Danke für diesen Thread.

  • innovativ.in - Business Blog » Blog Archiv » Das ideale Mittel gegen die Krise … sagte:

    [...] der sieben Schritte zu einem erfolgreichen Jahr 2009 kennen gelernt. Die Freiheit zu wählen, die Verantwortung zu übernehmen, das Entwickeln unserer Vision und den Mut auch tatsächlich anzufangen. Was jetzt? Warum jetzt [...]

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