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Jede Krise birgt auch Chancen in sich…

Hans-Georg Nelles 13 Januar 2009 Kein Kommentar

…und manchmal sind Krisen Katalysatoren für eine nachhaltige Veränderung. Über die aktuelle Finanzkrise ist lange geredet worden, inzwischen ist sie real und hat auch den Arbeitsmarkt erreicht.
In den vergangenen Jahren ist oft betont worden, dass der Boom und die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften die Umsetzung von Väter- und familienbewusster Personalpolitik und die Entwicklung entsprechender Unternehmenskulturen erleichtert. Wie wird es also weiter gehen? Wird sich das Anliegen als ‚Schönwetter-Thema’ erweisen? ‚Nice to have’ aber im Moment nicht bezahlbar. Ich denke, das Gegenteil ist der Fall!

Glaubwürdigskeitsprobe
Die vor uns liegenden Monate werden Unternehmen vor eine Glaubwürdigkeitsprobe stellen. Es kommt für sie ja nicht nur darauf an, die Krise zu überstehen, sondern sich auch mit motivierten Beschäftigten auf die Zeit danach vor zu bereiten. Die aktuelle Krise wird die Unternehmen verändern, der sich aber schon seit langem vollziehende demografische Wandel und die Einstellungsänderungen in Bezug auf Familie und Karriere werden sehr viel nachhaltiger wirken. Unternehmen, die sich jetzt richtig aufstellen und die Wünsche und Vorstellungen ihrer Beschäftigten in der strategischen Planung berücksichtigen, werden gestärkt aus der Krise hervorgehen und eine Pole Position einnehmen: Und was geht in den Köpfen von Männern und angehenden Vätern vor, die beruflich erfolgreich sein wollen, über Familienplanung nachdenken und sich diese nur als aktiver Vater vorstellen können?

Drei Dinge braucht der Mann
In einer jüngst veröffentlichte Studie sind drei Dinge formuliert worden, die Mann braucht, um Vater werden zu wollen: Eine feste Partnerschaft, ein ausreichendes Einkommen und einen sicheren Arbeitsplatz. Die real erlebten Krisenszenarien mit angekündigten Fusionen im Bankensektor oder Kurzarbeit in der Automobilbranche vermitteln demgegenüber alles andere als Sicherheit. Diese Wirkungen der wirtschaftlichen Entwicklung zum Beispiel auf Väter in Banken, die ihren Job bereits verloren haben oder im Anbetracht von angekündigten Einsparungen und Fusionen um ihn fürchten, wird hierzulande, im Gegensatz zu den USA, nicht öffentlich angesprochen geschweige denn diskutiert.
Dort schreibt zum Beispiel Spencer Cutter, ein ehemaliger Senior Vice President von Lehman Brothers, im Wall Street Journal offen über seine Gedanken nach dem Jobverlust und den Auswirkungen auf sein väterliches Engagement.

Aus der Tabuzone holen
Es ist an der Zeit, dieses Thema auch hierzulande aus dem Privaten und der Tabuzone heraus zu holen und Männern und Vätern in Unternehmen Raum zu geben, diese Gedanken und Ängste zu thematisieren und bei Bedarf Beratung und Coaching anzubieten.
Väter & Karriere berät Unternehmen und Väter bereits seit mehreren Jahren, kann diese Themen in Ihrem Betrieb auf die Tagesordnung setzen und die eingeleiteten Prozesse begleiten und steuern.
Dazu gibt es alle Informationen zu Elternzeit und innovativen Gestaltungsmöglichkeiten von Arbeitszeiten sowie den ergänzenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Wie denken Sie über das Thema? Was können Unternehmen, Politik und Gesellschaft noch bewegen, damit Unternehmen und Familien von den Potenzialen aktiver Vaterschaft profitieren können?


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