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Zeitfresser Web 2.0

Elita Wiegand 12 Februar 2009 7 Kommentare

Neugier ist eigentlich eine positive Eigenschaft. Die Stärke verwandelt sich im Web zur Schwäche, weil wir willensschwach von einer Seite zur nächsten hüpfen, in Blogs wichtige Infos entdecken, Artikel überfliegen und uns an anderer Stelle festbeißen. Es gibt so viel Lesenswertes, so viele Neuigkeiten, so viel Interessantes im Web zu entdecken – zu viel von allem. Die Informationen machen immer hungriger, gieriger, dabei sein ist alles, mitreden, Angst etwas zu verpassen. „Was hast Du heute eigentlich gemacht?“ Achselzucken. Das Web hat die Zeit gefressen, Ratzfatz verschlungen.

Und noch mehr…
Freaks verfolgen die Twitterwelt, huschen über die 140 Zeichen, klicken hier eine URL an, ah- interessant- und sind wieder weg! Viele bloggen, (muss unbedingt mal wieder was schreiben – aber was?), andere lesen unzählige RSS-Feeds, überfliegen sie oder lassen sie im Postfach schmoren. Zwischendurch poppt Skype hoch. Und so telefonieren wir, während wir skypen, bestätigen brav einige XING-Kontakte, schreiben in XING Gruppen, aktualisieren die Website, (die gibt es ja auch noch) beantworten Mails, (viele, viele Mails), veröffentlichen Fotos auf flickr oder Videos auf youtube. Das alles verlangt Präsens und irgendetwas kommt immer zu kurz.

Ökonomie der Aufmerksamkeit
Unsere Aufmerksamkeit ist das Wertvollste, was wir geben, aber gleichzeitig auch das Wichtigste, was wir von anderen Menschen erhalten. Über Blogs oder Twitter erhaschen wir das wertvolle Gut und obendrein belegt die nackte Statistik, ob und wie viele User den Blog-Beitrag anklicken und wie viele uns „verfolgen“. Und so buhlen wir um die Gunst des Lesers und um ihre Aufmerksamkeit. Qualität und kritische Auseinandersetzungen bleiben bei dem Eigen-PR Rummel auf der Strecke. „“Ich schreibe über Dich und Du über mich“- das ungeschriebene „Geben und Nehmen Gesetz“ funktioniert prächtig in Twitterland und in der Blogosphäre.

Augenwischerei?
Wer es wagt, zu zweifeln, ob sich die Mühen und der Einsatz lohnen, wer sich fragt, ob unsere Kommunikation auf 140 Zeichen verkümmert und wir uns an belanglosen Alltagstrivialitäten ergötzen, hört treffende Argumente dagegen: Twittern macht Spaß, das Blog ist das beste Akquisitionstool, man lernt über XING und Twitter Leute kennen, die man sonst nie kennen gelernt hätte und bekommt Aufträge und neue Kunden. Augenwischerei oder ein Körnchen Wahrheit?

Und wie managen wir die alltägliche Informationsflut? “Da die Aufnahmekapazität des Gehirns begrenzt ist, reagieren wir zwangsläufig mit Erschöpfungsanzeichen”, sagen Fachleute und haben dafür bereits einen Begriff geprägt: Informationsasthenie = Informationserschöpfung.

Damit wir uns richtig verstehen: Ich skype, blogge, twittere etc., aber manchmal tut es einfach gut, die Web-Aktivitäten zu hinterfragen. Innehalten. Nicht auf alles und jeden reagieren. Einfach mal Web 2.0 pausieren oder die Möglichkeiten gezielt einsetzen und nutzen. Hat was, denn damit habe ich die Zeit der eigentlichen Arbeit nachzugehen. Aber wie lebt es sich mit dem “Entzug”?


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7 Kommentare »

  • Daniel sagte:

    Elita,
    wie wahr, wie wahr. Ich für meinen Teil mache jetzt erst mal eine Informationsdiät. Schaden, soviel ist klar, kann es auf keine Fall.
    Gruss
    Daniel

  • Doc Sarah sagte:

    es gilt wie immer: in der dosis liegt die wirkung…. und oft bringt weniger mehr…. ;-)

  • Klaus Burmeister sagte:

    Ich bin erstaunt, wie wenig Reflektion es hier in der “Szene” über den Zwischenruf von Elita gibt. Ich fühle mich eher als Beobachter, bin kein aktiver Blogger und kein Twitterer. “Free Flow of Information”, Gegenöffentlichkeit, das Cluetrain Manifest, Demokratisierung der Medien, jeder User als Sender überall auf der Welt und als Bollwerk gegen Regime und Medienkonzerne, so und so ähnlich lauteten die Statements sozialer Bewegungen, die das Netz erst zu dieser Kraft haben haben, die die Wirklichkeit verändern und gestalten woll(t)en. Das Web 2.0 galt und gilt vielen als das zentrale Instrument, das die Weisheit der Massen entfaltet. Aber kann eine Technik dies überhaupt leisten? Ich denke: nein!

    Es bedarf mehr und es geht um mehr. Es geht m. E. um die Zukunft der Demokratie. Wer bestimmt die Inhalte? Woher kommen die Informationen? Auf welche Informationen kann man sich warum verlassen? Der kritische, investigative Journalismus hat es schwer. Die gesamte Medien- und Verlegerlandschaft ist international im Wandel und Medien werden immer mehr, was sie eigentlich auch immer waren, eine Ware…

    Aber wie sehe eine Gesellschaft ohne kritische Journalisten und Zeitungen/Sender aus? Spiegel- oder Flick-Affäre, Watergate, Umweltskandale, Datenschutz-Debatten, rechte Gewalttaten, Kritik von Großprojekten, internationale Konflikte, Hunger, Folter, Unterdrückung, totalitäre Regierungen und und und

    Medien müssen mehr sein als eine Ware. Das Internet und Web. 2.0 beinhalten sicher Ansätze für eine Demokratisierung der Informationszugänge, m. E. fehlen aber Strukturen und Organisationsformen für die neuen Formen der Öffentlichkeit. Es bedarf einer neuen globalen Informations- und Wissensarchitektur (oh, oh, ich weiß). Und es bedarf einer selbstkritischen Reflektion des eigenen Umgangs und der Nutzungsformen mit der Medienwirklichkeit.

    Wenn die Süddeutsche nach dem Verlagswechsel kaputt saniert würde und Spiegel Online zu einem zweiten Focus würde, was würde ich dann machen? Woher würde ich meine Informationen beziehen? Auf was könnte ich mich verlassen?

    Müssen wir nicht weiterdenken? Klar, die Antwort lautet ja! Wie können wir die Netze dafür nutzen? Zahlt jemand dafür? Oder wird es das Web 2.0 eh schon richten? Ich würde gerne erfahren, wie ihr das draußen die Dinge seht.

    Gruss

    Klaus

  • Matthias Rückel sagte:

    Hallo,

    eine kritische Überprüfung der eigenen Medien-Web2.0-Aktivitäten ab und an tut sicher gut und ist notwendig.

    Nach einen Jahr Pause habe ich das Twittern wieder begonnen. Mal sehen ob ich jetzt nach einer Testphase einen Sinn finden kann.

    Wenn innovativ auch bedeutet, Bestehendes kritisch zu Hinterfragen gilt das auch für Web 2.0.

    Grüße
    Matthias

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    @Matthias

    Ja, teile ich: Es geht um nichts anderes, als die Aktivitäten hin und wieder kritisch auf den Prüfstand zu stellen, sich mal von außen zu betrachten und die “Sinnfrage” zu stellen.

    Mich würde interessieren, wieso Du aufgehört hast und jetzt wieder anfängst zu twittern?

  • Alexander Greisle sagte:

    Ja, Elita, da siehst Du mal. Dass ich erst heute deinen Artikel lese ist doch ein gutes Zeichen, oder?

    Viele interessante Aspekte in Deinem Beitrag und dem Kommentar von Klaus. Ich greife einfach mal ein paar raus

    > Das Web hat die Zeit gefressen, Ratzfatz verschlungen.

    Öhm, nein. Das Netz kann viel, das aber nicht. Da muss man sich schon an die eigene Nase fassen. Wobei, war neulich auch beim Obi, nen neuen Hammer kaufen. Der alte hat mir immer auf den Daumen gehauen….

    Ob jetzt allerdings “Informationsdiäten” helfen? Ein tolles Modewort. Da das Internet reales Leben ist, ist das auch wie im realen Leben. Die Diät als solches bringt zwei Effekte: Jo-jo und eine Menge Heilsbringer. Was wirklich hilft ist die gesunde Umstellung der eigenen Verhaltensweisen und Gewohnheiten und mehr Sport.

    > muss unbedingt mal wieder was schreiben – aber was?

    Ja, das Gefühl kennt wohl jeder Web 2.0-aktive. Das schlechte Gewissen, wenn man mal länger nichts gemacht hat. Hat zwei Aspekte: Zum einen den von vorher, das Web 2.0 kann da relativ wenig für.

    Zum anderen, und das ist nicht nur für diese Frage entscheidend, ist es die Frage nach dem Ziel. Warum mache ich das alles? Bringt es was? Erreiche ich meine Ziele dadurch besser? Bekomme ich für meine zeitliche Investiton – ich schreibe bewußt “Investition” – den richtigen Gegenwert? Wie passt sich das in meine Prioritäten ein (generell und ad hoc)?

    Für mich stimmt das alles. Viele Dinge wären ohne nicht möglich bzw. nicht entstanden. Vielleicht habe ich andere Sachen verpasst, wer weiß. Das sind die Opportunitätskosten jedes Engagements.

    Regelmäßig innezuhalten und sich die Frage zu stellen, ob “es für mich noch stimmt”. Und wenn ja: Was kann ich vielleicht noch anders/besser machen? Und wenn nein: Was kann (und will) ich anders machen um die Möglichkeiten zu nutzen.

    Für mich habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir beispielsweise Xing-Gruppen nichts bringen ausser Zeitverlust. Also mache ich kaum Xing-Gruppen. Anders sieht es mit der Xing-Gruppe aus, bei ich Co-Moderator bin. Würde ich nicht wissen, wenn ich es nicht ausprobiert hätte…

    > Unsere Aufmerksamkeit ist das Wertvollste, was wir geben,
    > aber gleichzeitig auch das Wichtigste, was wir von anderen
    > Menschen erhalten.

    Definitiv. Es ist eine Frage des Respekts gegenüber dem anderen Menschen. Geben wir aber nicht dem Medium die Schuld, wenn wir neben dem Telefonat noch in Skype chatten, schnell die Mails kontrollieren und den Twitter-Stream verfolgen. Sagen wir, das sind schlechte Gewohnheiten, die jetzt aufgrund vorhandener Möglichkeiten durchbrechen…

    > Das alles verlangt Präsens und irgendetwas kommt immer zu kurz.

    So ist das im Leben. Gehe ich abends auf eine Offline-Veranstaltung, kommt das Internet zu kurz oder die Couch. Lese ich zum Frühstück gemütlich in der Tageszeitung, kommt das Gespräch mit der Familie zu kurz. Keine Frage des Mediums, sondern eine Frage der Aufmerksamkeit, siehe oben ;-)

    > Qualität und kritische Auseinandersetzungen bleiben bei
    > dem Eigen-PR Rummel auf der Strecke.

    Das ist ein Problem. Ich löse das selektiv: Bringt das Angebotene einen Nutzen oder mag ich die Person, dann wird es abonniert bzw. gefollowed (schönes Wort ;-) ), sonst halt nicht. Auch hier gilt: Übermässige Eigen-PR fällt da durch das Raster, wer es damit in Beiträgen und Kommentaren übertreibt, der erreicht genau das Gegenteil des erhofften Effekts.

    Oder um es anders zu sagen: Je größer das Informationsrauschen, desto eher siegt Qualität über Quantität.

    > Und wie managen wir die alltägliche Informationsflut? “Da
    > die Aufnahmekapazität des Gehirns begrenzt ist, reagieren
    > wir zwangsläufig mit Erschöpfungsanzeichen”

    Das sind verschiedene Fragen. Unterstellt man mal, dass die Informationsaufnahme nicht zur

    Auslastungsbedingt lese ich zur Zeit wenig, filtere sehr stark, es fehlt nichts. Dabei spielt übrigens die Quelle bzw. die Person eine zentrale Rolle: Wer positiv aufgefallen ist, der bekommt mehr Aufmerksamkeit. Letztlich ist das ein mehrstufiger Wahrnehmungsfilter.

    Letztlich ist es eine Frage der Informationsbalance. Die gerät aus den Fugen, wenn man das Gefühl bekommt, dass man “abgeschnitten” ist oder dass man etwas verpasst oder dass man der Flut nicht mehr Herr wird. Ja, sicher, je mehr Möglichkeiten dazu, je größer die Gefahr. Aber es ist ja nicht so, dass man da völlig machtlos wäre. Aber vielleicht ist es ein bischen so, als wenn man mit dem Rauchen aufhören möchte.

    Ganz bewußt lasse ich Abends das Notebook aus. War nicht immer so. Wenn ich dann Abende habe, an denen ich eigentlich fernsehen wollte, schalte ich das Notebook parallel dazu immer öfter wieder ein und bin dann schnell im Netz versunken, der Fernseher ist Geräuschkulisse, der ebenfalls um Aufmerksamkeit buhlt. Schlimm? Nein, höchstens für die Fernsehmacher.

    Es gilt die Balance zu finden und darum komme ich jetzt auch zum Kommentar von Klaus (was für eine Überleitung… ;-)

    > Das Web 2.0 galt und gilt vielen als das zentrale Instrument,
    > das die Weisheit der Massen entfaltet. Aber kann eine Technik
    > dies überhaupt leisten? Ich denke: nein!

    Das Werkzeug als solches ermöglicht zumindes mehr, als es die traditionellen Medien tun. Ansonsten gilt auch hier: Ziel => Methode => Werkzeug. Das Web 2.0 ist sicher noch nicht der Weisheit letzter Schluß. Aber es entwickelt sich in diese Richtung.

    Traditionelle Medien sind reine Sendemedien, egal auf welchem Medium. Sie haben dieses Prinzip ja auch nahtlos auf ihre Online-Auftritte übertragen, was ja Deine Aussage, Klaus, dass es keine Frage des Medium ist unterstützt. Es ist eine Frage der Denkhaltung und Nutzung.

    > Strukturen und Organisationsformen für die neuen Formen
    > der Öffentlichkeit

    Um Gottes willen, bloß nicht. Der Charme – und der Nutzen – liegt gerade in der Freiheit der Information. Wenn ich strukturiertes und organisiertes will, dann finde ich das bei den “traditionellen Medien”, incl. GEZ.

    Abgesehen davon wird es nicht gelingen, dem Internet eine Struktur zu verpassen. Das werden nicht mal Herr Schäuble und Frau von der Leyen schaffen, auch wenn das Jetzt der Albtraum ihrer schlaflosen Nächte ist.

    > Aber wie sehe eine Gesellschaft ohne kritische Journalisten
    > und Zeitungen/Sender aus?

    Schlecht. Allerdings macht sich das Attribut “kritischer Journalist” nicht am Medium fest, sondern an den Inhalten. Und den Inhalten ist es egal, auf welchem Medium sie erscheinen (mal von Aufbereitungsfragen abgesehen).

    Ich frage mich schon lange, was einen Journalisten, dessen Wertschöpfung ja der Text, der hervorragende Inhalt ist, so beharrlich am Papier, der Druckerschwärze und dem TV/Radio festhalten lässt. Warum?

    Mit Stefan List habe ich auf Twitter drüber diskutiert, er meinte, dass es daran liegt, dass Papier bisher Macht bedeutete. Wer also seine Texte auf Papier brachte, der hatte die (Deutungs-)Macht.

    Heute ist das anders, dieses Monopol ist durchbrochen. Gut so. Es wird sich häufen, dass Skandale nicht mehr nur durch traditionelle Medien, die ja schon noch (!) einen gewissen Kompetenzvorsprung haben, zumindest einige wenige, aufgedeckt werden.

    > Der kritische, investigative Journalismus hat es schwer.

    Er hat ein neues Spielfeld. Das hat er nur noch nicht entdeckt.

    > Wenn die Süddeutsche nach dem Verlagswechsel kaputt saniert
    > würde und Spiegel Online zu einem zweiten Focus würde, was
    > würde ich dann machen? Woher würde ich meine Informationen
    > beziehen? Auf was könnte ich mich verlassen?

    Gute Fragen.

    Die Kompetenz im Web ist nicht, sich zu verlassen sondern das Bewerten und Zusammentragen von Informationen. Nicht zu jedem Thema, sicher. Aber zu den persönlich wichtigen. Und da empfinde ich es als großen Vorteil, dass ich pro und kontra selbst abwägen kann, weil ich an die Informationen dazu kommen, dass ich unterschiedliche Meinungen, bis hin zu kruden Verschwörungstheorien habe.

    Ich muß mich nicht mehr auf ein meinungsmachendes Blatt verlassen. Um es mal überspitzt zu formulieren: In dem Moment wo es meinungsmachend ist, ist es nicht mehr neutral und ich müsste die Informationen sowieso nochmal bewerten bzw. verifizieren. Bei Blogs und vielen Web 2.0-Angeboten ist das genauso, nur offener, da deren Inhalte immer persönlich gefärbt sind. Warum soll das was schlechtes sein? Warum sollen die Inhalte schlechter sein?

    Noch dazu, wo gerade die traditonellen Massenmedien aufgrund Sparwahn und einer Portion Unverständnis immer mehr voneinander abschreiben, über Agenturmeldungen gerade noch eine anderslautende Überschrift zustandebringen und sich zu schade sind, auf weitergehende Informationen zu verweisen. Gerade so, als würden sie fürchten, dadurch angreifbar zu werden.

    Habe jetzt mal ganz bewußt die Gegenposition bezogen.

    Ich finde, es gibt online und offline sehr wenige Perlen und sehr viel schlechtes Grundrauschen. Zu letzterem hat sich meiner Meinung nach auch der Mainstream der traditionellen Medien hin entwickelt, Spiegel und SZ leider oft genug eingeschlossen. Von TV und Radio, mit Ausnahme weniger öffentlich-rechtlichen Spartenkanäle, mal ganz zu schweigen.

    Die guten habe ich abonniert (ja, ich habe mehr Papierabos als nur die TV-Zeitung und die Motorwelt ;-) , Cicero und National Geographic bieten Lese- und Informationsspaß, die c’t liefert richtig gute Informationen. Das bekomme ich halt in diesen Medien, darum nutze ich sie. Aber nicht, weil es ein bestimmtes Medium ist, sondern weil sich sich durch Qualität von der Masse der anderen Print-Produkte abheben. Genauso ist es online.

    Die Kunst ist zu selektieren. Und da bin ich mit meinen Zeitungsabos genauso wählerisch wie mit Online-Abos. Meiner Meinung nach geht die Diskussion über “Medien” ist die falsche Richtung. Auch eine Verweigerung bestimmter Kanäle wegen Reiz- und sonstiger Überflutung. Der Hammer kann nichts dafür, dass ich damit den Finger und nicht den Nagel treffe.

    Um den Bogen zu schliessen: Die Lektüre der genannten Zeitungen braucht auch ganz ordentlich Zeit, die mir dann fürs Blog und Twitter abgehen.

  • Patrick Fritz sagte:

    Ich unterstütze deinen Aufruf über die Sinnhaftigkeit der eigenen Web2.0 Aktivitäten nach zu denken 100%ig. Womit ich nicht einverstanden bin “Qualität und kritische Auseinandersetzungen bleiben bei dem Eigen-PR Rummel auf der Strecke”. Gerade durch das bloggen habe ich das Gefühl mich kritischer mit den eigenen Inhalten auseinander zu setzten. Schließlich sollte man ja DENKEN bevor man SCHREIBT. Außerdem bin ich mir nicht sicher ob das eigentlich Ziel die Eigen-PR ist. Vielleicht ist es der tiefere Wunsch sich mit zu teilen und Wissen weiter zu geben?!

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