AKTION: Gentechnik-Pflanzen in Europa verhindern
Unser Partner Thomas Baggeler hat mir heute die Mail geschickt, mit der Bitte diese weiterzuleiten. Mache ich doch!
Gentechnik-Pflanzen in Europa verhindern
“Die EU-Kommission und die interessierten Unternehmen haben eine massive Attacke auf die Gentechnikfreiheit in Europa gestartet: Erstmals seit 1998 sollen zwei neue Gentechnikmais-Sorten (bt 11 von Sygenta und 1507 von Pioneer/DuPont) neu zugelassen werden. Außerdem sollen die Regierungen von Ungarn, Österreich, Frankreich und Griechenland gezwungen werden, ihre nationalen Verbote für den Anbau der einzigen derzeit gelassenenGentechnik-Sorte, Mon810, aufzuheben.
Am kommenden Montag findet die erste Abstimmung im Ministerrat statt: Werden die Verbote von Mon 810 in Österreich und Ungarn per Ukas aus Brüssel aufgehoben oder nicht?
- Danach stehen die Mon 810Verbote in Frankreich und Griechenland zur Abstimmung
- Schließlich muss der Ministerrat entscheiden, ob erstmals wieder zwei neue Gentechnik-Sortenzugelassen werden (Bt 11 und 1507)
Wir bitten deshalb, unseren zuständigen Ministern, Ilse Aigner und Sigmar Gabriel zu schreiben und Sie aufzufordern, gegen den Zwangsanbau in anderen Ländern und gegen die Zulassung neuer Gentechnik-Sorten zu stimmen. Bisher scheint es so, als wolle sich die Bundesregierung bei diesen Abstimmungen der Stimme enthalten. Das käme allerdings einer Zustimmung gleich. Denn nur wenn die Vorschläge der EU-Kommission mit zwei Dritteln der Stimmen im Ministerrat abgelehnt werden,treten sie nicht in Kraft. Die 29 Stimmen von Deutschland sind dabei entscheidend.
Den Brief an die Ministerin und den Minister können Sie hier online unterschreiben.”
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Warum sollte man eine neue Technologie verhindern? Der Nutzen liegt auf der Hand, die Risiken sind unbekannt – wie bei allem, was wir Menschen anfassen, ich kenne kein Gegenbeispiel!
@lupus: weil neu nicht immer besser bedeutet. Gentechnik bzw. genmanipulierte Pflanzen haben mit “normalen Züchtungen” nicht viel gemeinsam, da hier keine Zufallsmutationen weiter verwendet werden sondern artfremde (!) DNA eingebaut wird. Die Langzeiteffekte sind daher schwer abzuschätzen. Es kann z.B. zu Verdrängung von Arten kommen. Solche Manipulationswirkungen bleiben also nicht auf eine Sorte beschränkt. Ganz generell kann es auch zu einer ungewollten Weitergabe des Erbmaterials an Wildpflanzen kommen, was nachhaltig die Balance des Ökosystems schädigt.
Wenn ich mir die bei Beiträge auf Innovativ-In so anschaue ist NEU immer BESSER – das ist doch hier Konzept. Aber ich finde es schön, wenn man sich jetzt Gedanken über das Thema macht nachdem wir tagtäglich die Gegend mit Umweltmutagenen vollrotzen.
Die Natur selbst vollführt sekündlich Spontanmutation die keinem uns bekannten Schema unterliegen und mit den Folgen müssen wir Leben (weil es nunmal so ist) – hier besteht aber die Chance durch gezielte Manipulation, bei der wir zur Abwechslung wissen, wie diese herbeigeführt wurde, u.U. Nahrung für alle auch in Gegenden zu produzieren, wo es bisher nicht möglich war. Deine Argumentation klingt stark nach “Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht” – sehr innovativ diese Einstellung.
@lupus den Unterschied zwischen Neumutationen bzw Spontanmutationen und dem Einbau von Fremd-DNA durch Verwendung von Plasmiden hatte ich angerissen. Sicher, mit Spontanmutationen müssen wir leben, können wir auch, das ganze nennt sich Evolution. Was eine gezielte Manipulation anrichten kann, habe ich auch beschrieben. Dazu hattest Du leider nichts zu sagen. Insofern kann ich eine “Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht”-Einstellung (die ich haben soll) nicht nachvollziehen. Deinen Satz “hier besteht aber die Chance durch gezielte Manipulation, bei der wir zur Abwechslung wissen, wie diese herbeigeführt wurde, u.U. Nahrung für alle auch in Gegenden zu produzieren, wo es bisher nicht möglich war” finde ich interessant. Dazu muss ich sagen, daß nicht alles, was man aus molekularbiologischer Sicht nachvollziehen kann, gleichbedeutend mit ungefährlich oder gar beherrschbar ist. Ich habe so ein wenig den Eindruck, daß man glaubt, nur weil man weiss, wie man von A nach B gekommen ist, diesselbe Strecke auch wieder von B nach A zurückgehen kann. Warum das nicht funktionieren kann, habe ich in meinem ersten Beitrag angedeutet.
Es ist nicht von der Hand zu weisen, daß der Nahrungsmittelbedarf sich in den nächsten 50 Jahren verdoppeln wird. Wir haben Nahrungsmittel im Überfluß, insofern bringt der Anbau von Genmais uns keine Vorteile. Interessant ist der Einsatz von Gentechnik allerdings für Länder, denen eben nicht genügend Nahrung zur Verfügung steht. Insgesamt ist das ein schwieriges Thema, da nicht nur aus umweltbiologischer Sicht argumentiert werden kann.
Aus Zeitgründen muss ich jetzt hier erst einmal abbrechen, aber ich hoffe, daß ich später noch etwas mehr dazu beitragen knn….
Da Du offenbar kein Interesse an einer Diskussion hast nehme ich Deine Beendigung derselben an.
Ihre Meinung!
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