Geld verdienen beginnt im Kopf

2009-03-04, von Elita Wiegand

“Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser, in einem Taxi zu weinen als in der Straßenbahn.” Sagt Marcel Reich-Ranicki. Na, noch lieber würden wir doch im Porsche oder Ferrari unsere Tränen vergießen. Doch inzwischen geht ganz Deutschland zu Fuß durch das Tränental. Es ist zum heulen!
Die verantwortungslosen Akteure des Finanzdramas haben schließlich massenweise unser Geld verhökert und hinterlassen uns den Schuldenberg. Fast täglich höre ich von Unternehmern, dass Aufträge storniert werden, Kunden abspringen oder Projekte verschoben werden.

Wozu die Aufregung? 
Viele haben Angst, stehen unter Druck und haben Engpässe. Wozu die Aufregung? Geld ist doch eigentlich nur ein Stückchen bedrucktes Papier. Doch das liebe Geld ist auch emotional besetzt und bedeutet Macht, Erfolg und Anerkennung. Und letztlich erzeugt der schöne Schein auch Neid, Hass und Bewunderung. Habe dazu einen guten Artikel  gefunden, den ich hier aufgreife.

Hindernisse für den finanziellen Erfolg
Unsere Einstellung zu Geld wird in unserer Kindheit geprägt. Früher habe ich oft meiner Mutter gehört, dass Geld stinkt. Kennen Sie auch? Was haben Ihre Eltern Ihnen beigebracht? Hier ne kleine Übung. Schreiben Sie einmal spontan auf, was Ihnen zu den Satzanfängen einfällt:

  • Geld ist…
  • Geld macht mich…
  • Reiche Menschen sind…
  • Reich zu sein, heißt…
  • Wer Geld hat, …

Erkennen Sie hier ein Muster?

Sie wollen natürlich finanziell erfolgreich sein. Da hilft die Einstellung Geld, als das sehen, was es ist: Die Moneten, Asche, Moos (oder was sagt man sonst noch dazu?) sind eigentlich ein Tauschmittel. Mit den Euros können wir uns Dinge kaufen (auch den Ferrari oder Porsche :-) , können investieren, uns Träume erfüllen oder Gutes tun. Was erwarten Sie davon?

  • Geld macht (mich)…
  • Wenn ich reich bin, kann ich…
  • Geld würde mir dabei helfen,…
  • Ich möchte reich sein, damit…
  • Von viel Geld verspreche ich mir…

Aber: Geld kann nicht glücklich machen. (Dieser Satz freut sicherlich unseren Glücksexperten Wolff Horbach). Durch Geld werden Sie weder Ihre Ehe retten noch Ihren Traummann oder Ihre Traumfrau finden. Und Sie werden auch nicht mehr geliebt oder anerkannt.

Was verdienen Sie?
So genau wollen wir es hier nicht wissen. Damit ist auch nicht Ihr Einkommen gemeint, sondern Ihr Selbstwertgefühl, Ihre Fähigkeiten und Stärken. ( siehe Beitrag hier im Blog von Karmen Kunc-Schultze: “Kennen Sie Ihre Stärken?”)

Unser Selbstwertgefühl
1. Lernen Sie sich wertschätzen. Leicht gesagt, oder? Karmen Kunc-Schultze hat hier im Bog viele Beispiele von Stärken vorgestellt, die Sie einfach mal auflisten. Und jetzt müssen Sie nur noch die Liste in folgende Kategorien einteilen:

  • Durchschnittlich gut
  • Überdurchschnittlich gut
  •  Exzellent

2. Erfragen Sie nun auf der Grundlage Ihrer Stärken Ihren Marktwert. Was wäre eine angemessene Bezahlung für Ihre Fähigkeiten? Erkundigen Sie sich, was andere in Ihrer Branche oder mit Ihren Qualitäten verdienen.

3. Üben Sie, zu verlangen, was Sie Wert sind. Vielen Menschen fällt es sehr schwer, einen Preis zu nennen, sei es für die eigene Arbeitskraft, aber auch für Produkte oder Leistungen. (Frauen tappen oft in die Falle!)  Trainieren Sie es, von anderen das zu verlangen, was Sie haben möchten und Wert sind.
Wenn wir uns nämlich unseres Wertes bewusst sind, steigern wir unser Selbstbewusstsein. Und das strahlt auf  unsere Umgebung aus.

Und strahlen Sie schon?

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10 Kommentare zu “Geld verdienen beginnt im Kopf”

  1. Klemens Kolberg sagt:

    Ein sehr interessantes Thema!

    Die hypnotischen Kindheitsbefehle sind leider zu vielen unbewusst – und genau dort ist der Ansatzpunkt. Die unendlichen Weiten des Unterbewusstseins! Prägende Aussagen in der Kindheit haben einen grösseren Einfluss auf unsere Entscheidungen, als es manchem lieb ist.

    Dabei dürfen wir denen, die uns damals prägten wenig Vorhaltungen machen, weil es eine Zeit mit anderer Wertigkeit war; Nachkriegszeit, Aufbau, Improvisation, Mangel an Waren und die bedingungslose geforderte Flexibilität, weil wenig monetäre Möglichkeiten gegeben waren – das prägte!

    Heute sollte jeder überlegen: Was ist Geld?
    Geld ist etwas Gutes. Ein Tauschversprechen für eine Leistung oder Ware!

    Wir müssen gegen die zu weit verbreitete Meinung arbeiten, dass wir aufgrund der Vergangenheit Anspruch auf Geld (Vergütung) haben, weil wir z.B. studierten oder Seit xJahren in einem Betrieb arbeiten oder eine Titel unser eigen nennen!

    In einem Markt haben wir nur Anspruch auf das Geld, für das wir AKTUELL eine Gegenleistung in den Markt einbringen!!!
    In anderem Zusammenhang wies ich schon einmal darauf hin, dass viele Ihre Arbeitsverträg noch einmal durchlesen sollten. Dort steht neben der Verpflichtung des Arbeitgebers zu einer monatlichen Zahlung auch so etwas wie eine Verpflichtung des Arbeitnehmers zu einer gewissen Leistung (nicht Anwesenheit…)!!!

    Mein Votum an alle:
    Prägen Sie Ihr Selbstbewusstsein und prüfen Sie Selbst- und Fremdwertgefühl, dann können Sie selbst zu Geld werden…

    Freundliche Grüsse aus der Eifel
    Klemens Kolberg

  2. Elita Wiegand sagt:

    @Klemens Kolberg
    “Über Geld spricht man nicht!” Da ist auch so ein weit verbreiteter Spruch und deshalb habe ich gar nicht erwartet, dass hier ein Kommentar eingeht. Danke für die Anregungen. Nun rätsele ich, welche Botschaften Sie über das Geld aus Ihrem Elterhaus gehört haben. Werden wir doch in unserer Kindheit geprägt und offensichtlich haben Sie darüber nachgedacht und sind den Ursachen auf den Grund gegangen. Das zeugt von einem guten SelbstWERTgefühl.

  3. Doc Sarah sagt:

    hu ja – mit geld haben wir ja fast alle recht eigentümliche muster-verknüpfungen…
    aber geht es eigentlich um geld ?! oder vielleicht doch eher um wachstum?!
    und die monetäre ausdrucksformel ist halt eher symbolisch?!
    ich denke immer noch an die prophezeiung des kanadischen stammes der cree:

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet,
    der letzte Fluss vergiftet,
    der letzte Fisch gefangen ist,
    werden die Menschen feststellen,
    dass man Geld nicht essen kann.“

    nachdenkliche grüße doc sarah

  4. Klemens Kolberg sagt:

    @Elita Wiegand
    Meine Eltern haben gute Werte vermitelt! Sie prägten meinen Gerechtigkeitssinn, ob und wann ich welchen Anspruch auf Geld habe. Glücklicherweise hat die Selbständigkeit meiner Eltern dazu beigetragen zu lernen, wann ich Geldforderungen stellen kann – wenn ich Gegenleistungen erbrachte.

    @Doc Sarah
    Natürlich geht es um Geld. Zu beachten ist jedoch, dass damit weniger das gemeint ist, was viele “sammeln” wollen, sondern mehr das, was wir in den Markt einbringen um Leistungen oder Waren zu erhalten.

    Ein sehr aktuelles Beispiel aus der Praxis über Leistung und Geld:
    Ein Kunde fordert und erhält vertragliche Leistungen – verweigert aber jetzt die Zahlung.
    Der RA teilt mir mit, dass ich nicht “nur” meine Forderung gerichtlich anmelden kann, sondern basierend auf existenten Gesetzen nun “fast das doppelte” fordern MUSS – laut Gesetz!!!
    Das soll vielleicht verdeutlichen, niemals Leistungen ohne Zahlung zu fordern…

  5. Gabriele Glänzel sagt:

    “Über Geld spricht man nicht”.
    Schön, dass Sie hier so offen über Geld sprechen.

    Es stimmt, Geld verdienen beginnt im Kopf.

    “Alles, was wir sind, ist ein Resultat dessen,
    was wir gedacht haben”. Buddah (563-483 v.Chr.)

    Unsere Gedanken bestimmen unser Leben. Dazu gehört auch unser Geldverhalten und unser Umgang mit Geld.
    Wir haben die Einstellung und Glaubenssätze zu Geld von den Eltern, von Freunden, Bekannten, der Umgebung und eigenen Erfahrungen übernommen.

    Hinzu kommen noch die Emotionen, die wir mit Geld verbinden und die fahren zur Zeit mit fast allen Menschen Achterbahn.
    Die Energien der Unsicherheit und der Ängste sind überall vertreten.

    Dies erlebe ich jeden Tag in meinem Business. Ich gebe Beratungen, Einzeltrainings und Kurse im energetischen Umgang mit Geld.
    Gerade jetzt ist es wichtig, sich das eigene Geldverhalten, den eigenen Umgang mit Geld und die Gedanken dazu anzuschauen.

    Geld ist pure Energie, auch Lebensenergie. Wenn kein Geld da ist, ist meist auch die Energie weg. Wir müssen lernen wieder auf die Energien zu achten und auch die Geldenergie zu spüren und mit ihr zu arbeiten.

  6. Klemens Kolberg sagt:

    @Gabriele Glänzel
    …wenn kein Geld da ist, ist meist auch die Energie weg.

    Kommt diese Situation vorrangig bei denen auf, die mehr Leistungsbwusstsein als Selbstbewusstsein haben?
    Wenn ich mich nur an meinen Leistungen messe (und Geld als Ergebnis), muss ich zusammenbrechen, wenn meine Leistungen (von anderen gewertet) nicht mehr gut sind. Damit begebe ich mich in die Abhängigkeit der Meinung anderer!
    …und die Meinung anderer ist oft das Billigste – und keinen Cent wert!

    Darum ist vorrangig zum Leistungsbewusstsein doch das Selbstbewusstsein zu festigen, um auch wirtschaftliche Schwankungen überstehen zu können.

    Mit optimistischen Wirtschaftsgrüssen
    Klemens Kolberg

  7. Elita Wiegand sagt:

    Liebe Frau Gänzel,
    Sie sind bestimmt als Coach derzeit viel gefragt.Die Wirtschaftskrise führt dazu, dass Geld festgehalten wird, Rechnungen spät bezahlt werden und viele “geiziger” sind. Damit ist der Geldfluss gestoppt bzw. unterbrochen und natürlich können keine Engergien mehr fließen. Was raten Sie Ihren Klienten?

  8. Michael (Baudax) sagt:

    @Elita:
    Steht nicht in in der Bibel (bei Abraham?), dass der Mensch nach Reichtum streben muß? Was ist darn verwerflich? Es kommt doch einzig darauf an, was wir dem dem Geld machen. Da
    @Sarah:
    Hat der Anwalt auch gesagt,worauf er sich beruft? HGB § ?????? Interessante Aussage.

  9. Michael (Baudax) sagt:

    @Elita:
    Steht nicht in in der Bibel (bei Abraham?), dass der Mensch nach Reichtum streben muß? Was ist darn verwerflich? Es kommt doch einzig darauf an, was wir dem dem Geld machen. Da wird es doch erst spannend.
    @Sarah:
    Hat der Anwalt auch gesagt,worauf er sich beruft? HGB § ?????? Interessante Aussage.

  10. Elita Wiegand sagt:

    @Michael
    Oh ja, habe deshalb den Beitrag geschrieben, damit wir alle mehr Geld verdienen und unsere Blockaden auflösen, die uns daran hindern. Ich liebe Geld, weil ich damit die Freiheit genieße, das zu tun, was mir Spaß macht.

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