Mittelstand ist nachhaltig – wieso eigentlich?
Ich möchte einmal auf die mittelständischen Unternehmen zu sprechen kommen.
Im Vergleich zu den Konzernen genießen sie einen Vertrauensbonus. Ist der gerechtfertigt? Sind mittelständische Unternehmen wirklich offener, ehrlicher und nachhaltiger?
Zumindest verfolgen viele mittelständische, inhabergeführte Unternehmen traditionell Handlungsansätze nachhaltigen Wirtschaftens. Auf der anderen Seite ist es nur eine überschaubare Zahl mittelständischer Unternehmen die damit auch an die breite Öffentlichkeit gehen und z.B. dies mittels eines Nachhaltigkeitsberichts kommunizieren.
Mittelständler berichten freiwillig
Wir haben in Rahmen der Vorbereitung unseres KMU Rankings eine Umfrage bei berichterstattenden Mittelständlern gemacht. Eine zentrale Aussage, die sich aus den Antworten ableiten lässt ist, dass das treibende Motiv zur Nachhaltigkeitskommunikation zumeist aus dem Unternehmen selbst kommt. D.h. KMU sind keine Getriebenen, die aufgrund öffentlichen Drucks – einer de facto Pflicht gehorchend – berichten, sondern sie haben etwas zu erzählen. Sie berichten über eine bereits vollzogene Nachhaltigkeitsleistung, über nachhaltige Produktkonzepte, die Nutzung erneuerbarer Energieträger oder einen kooperativen Umgang mit ihren MitarbeiterInnen.
Mittelständler handeln auf eigene Rechnung
Und: in der aktuellen Diskussion um die Risikobereitschaft der Fremdmanager scheint es so zu sein, dass der Umgang mit dem eigenen Kapital diese Risikobereitschaft in einem vernünftigen Rahmen begrenzt.
Aber sind inhabergeführte mittelständische Unternehmen deshalb nachhaltiger?
Ich denke, in der Spitze schon. Es gibt sie, die KMU mit innovativen Führungs- und Managementstrukturen, die hier auch eine hohe Durchdringungskraft entwickelt haben.
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