Archiv für Mai, 2009

“Entscheidungsmaschine” Bing kommt

2009-05-31, von Elita Wiegand

bingOh, oh Microsoft startet mal wieder eine Offensive, um Google vom Platz zu verweisen. Ob es mit Bing gelingt? Der neue Microsoft Suchdienst geht am Mittwoch an den Start. (In Deutschland wird Bing jedoch erst in einer abgespeckten Betaversion gestartet) 

Entscheidungsmaschine
Bing verspricht, dass jeder Nutzer Informationen schneller als bei anderen Suchmaschinen findet und bezeichnet sich als „Entscheidungsmaschine”. Das kündigte zumindest Microsoft-Chef Steve Ballmer an. Der weltgrößte Softwarekonzern will mit einem recht herkömmlichen Konzept Google überholen und investiert 100 Millionen Dollar für die Werbekampagne.

Und wofür? Auf der Startseite von Bing (an den Namen muss ich mich erst noch gewöhnen), kann der User zwischen verschiedenen Suchkategorien wählen: Ob News, Videos, Bilder, oder Shopping oder Maps -„Instant Answers” liefern einen schnellen Überblick und erspart uns, Treffer mehrfach anzuklicken, wie jetzt bei Google üblich. (Bei Spiegel online gibt es eine gute Übersicht der Fuktionen)  Das Video zeigt auch, wie Bing funktioniert.

Durch das Netz geistert inzwischen, dass „Bing” als Abkürzung für „But it’s not Google” steht, schreibt die FAZ. Noch schöner ein Kommentar auf youtube: “What is Bing? Just google it… :-)

Weitere Links: Bing twitter,  Discover Bing

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Transparenz braucht eine Netzwerkgesellschaft (Nachlese 28.05.09)

2009-05-29, von Anke Trischler

“Man kann sich heute nicht mehr verstecken, alles kommt heraus, alles wird transparent und wir sind viel mehr voneinander abhängig. Eine Netzwerkgesellschaft braucht Menschen, die glaubwürdig sind.” (Prof. Dr. Norbert Bolz)

Dieses Zitat ist Einstieg zum Mai-Forum innovativ.in Rhein Main, das am 28.05. im Uferatelier des Glasbildners Nabo Gaß stattfand. Um 19 Uhr füllte sich das Atelier am Rhein mit erwartungsvollen Gästen und aufgeregten Referenten: eine Versammlung von Querdenkern, Innovatoren und Wertschöpfern, die zum Thema Transparenz gemeinsam den Bogen vom Individuum (wo liegt meine eigene Klarheit und Wahrheit) über den Einfluß des Einzelnen auf Umwelt und Natur hin zu Fluch und Segen transparenter Prozesse in Unternehmen spannte. Eine integre Gesellschaft benötigt Transparenz. Aber: Wie weit lassen wir sie wirklich zu? Wo endet die Moral? Ab wann bin ich korrumpierbar? Und warum passiert eigentlich nichts, selbst wenn wir Transparenz haben? Daniela Schwan/TRANSPARENZ und Partnerin des Business Clubs, Katja Wiese/Naturefund, Manuela Kaps/inspiration! und Daniel Willam/Transparency Int. berichteten über ihre Erfahrungen mit dem Thema und stellten sich den Fragen der Gäste. Die Zeit verflog. Schon zu Beginn und zwischen den Vorträgen wurde angeregt diskutiert, wurden Gespräche aufgenommen und Kontakte entwickelt.  Mit der Fragen nach den nächsten Veranstaltungen dieser Art verabschiedeten sich die Gäste – bis zum nächsten Mal.

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Transparenz mit Daniela Schwan; BC-Forum am 28.5.

2009-05-25, von Anke Trischler

daniela-schwan“Der zu werden, der ich bin …, kongruent sein von innen und außen …”, das ist die Maxime von Daniela Schwan. Transparenz ist ihr Unternehmensname und gleichzeitig auch Motto und Grundlage für ihre professionelle Begleitung auf dem Weg zum Menschwerden, zur Persönlichkeitsentwicklung: Daniela Schwan ist Partnerin von innovativ.in und Referentin auf dem Business Club-Forum am 28.05.09 in Wiesbaden.

Die weiteren Referenten: Katja Wiese, Naturefund; Manuela Kaps, inspiration!; Daniel Willam, Transparency Int. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr und findet im Uferatelier von Nabo Gaß statt.

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Slide.com: Fotos präsentieren

2009-05-25, von Elita Wiegand

Fotos sind ein Blickfang im Blog. Um die Fotos aufzupeppen, mit Effekten zu versehen und sie als Slideshow zu zeigen, bietet Slide.com jede Menge Möglichkeiten. Sie können die Fotos mit Herzen, als Zeitungsüberschriften oder Mosaik gestalten, können Farben individuell wählen und sich dazu passende Musik aussuchen. SlideShow ist einfach zu bedienen und dazu kostenlos. Und das Ergebnis? Hier ein kleiner Vorgeschmack mit einigen Fotos der Business-Club Partner (leider nicht alle).

Und wer zeigt hier die nächste Slideshow? Einfach mal probieren – macht Spaß!

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Trainieren Sie Ihren Fokus-Muskel

2009-05-25, von Ivan Blatter

Zeitmanagement ist ein irreführender Begriff. Zeit lässt sich nicht managen. Sie ist immer und für jede/n genau gleich. Der Begriff lenkt von den beiden wirklichen Herausforderungen ab, nämlich von Fokus und Energie. Das sind die beiden Schlüssel zu einer erhöhten Produktivität.

Bleiben wir einen Moment beim Fokus. Das Paradebeispiel für unfokussiertes Arbeiten ist für mich Multitasking. Unsere Aufmerksamkeit ist begrenzt und limitiert. Wir können uns nur auf eine Sache bewusst fokussieren. Wir können zwar mehrere Dinge gleichzeitig tun, wenn diese Dinge nicht alle unsere Aufmerksamkeit benötigen. Etwa joggen und ein Hörbuch hören oder bügeln und fernsehen. Sobald eine Aufgabe unsere ganze Aufmerksamkeit verlangt, hat daneben keine andere Platz. Deshalb kann ich nicht gleichzeitig telefonieren und eine E-Mail schreiben. Ich meine nur, ich könnte das, aber ich werde weder das eine noch das andere richtig erledigen.

Ich durfte das mal bei einer Kollegin live miterleben: Sie hat mit mir über die letzte Sitzung diskutiert und gleichzeitig die E-Mail mit der Einladung für die nächste Sitzung geschrieben. Leider hat sie aber Datum und Zeit der neuen Sitzung vergessen… Das ist ganz typisch. Zugehört hat sie mir nämlich auch nicht richtig.

Vielleicht gehören Sie ja zu den Menschen, denen es leicht fällt, sich auf ein einzige Sache zu fokussieren. Sie haben das von Kindesbeinen an gelernt und kennen es gar nicht anders. Bei uns sagt man: Eines nach dem anderen wie in Paris. Ich bin leider kein Franzose, sondern gehöre zur Multitasking-Generation. Deshalb muss ich meine Fähigkeit, mich zu fokussieren, trainieren. Je mehr man das tut, desto stärker wird er. Vielleicht haben Sie ja auch Lust, Ihren Fokus-Muskel täglich zu trainieren. Wie? Ganz einfach.

Das Fokus-Training

Suchen Sie sich zunächst ein positives Ziel, auf das Sie sich in den kommenden 1-2 Wochen fokussieren möchten. Es muss unbedingt ein positives Ziel sein! Also nicht: Ich will aufhören zu… Sondern: Ich will … erreichen.

Das Ziel sollte abseits des Tagesgeschäfts und Ihnen enorm wichtig sein. Nehmen Sie ein Ziel, welches eine immense Wirkung hätte, wenn Sie sich ihm täglich über ein Jahr, drei Jahre, fünf Jahre widmen würden. Das kann etwas mit Ihrer Arbeit zu tun haben (z.B. das Entwickeln neuer Produkte vom Brainstorming bis zum Konzept) oder es kann etwas Privates sein (z.B. mehr Familienzeit oder Spanisch lernen). Haben Sie sich ein Ziel ausgesucht? Gut.

Jetzt verfolgen Sie zwei Wochen lang jeden Tag während 45 Minuten dieses Ziel. Nehmen Sie dazu eine Eier-Uhr, Ihr Handy oder einen Wecker und stellen Sie 45 Minuten darauf ein. In dieser Zeit fokussieren Sie sich einzig und allein auf Ihr Ziel. Alles andere blenden Sie aus Ihrem Kopf aus. Sie werden wieder rechtzeitig von Ihrem Wecker zurück geholt, also brauchen Sie nicht einmal an die Zeit zu denken. Sehr wichtig: Schalten Sie auch alle Ablenkungen aus. Kein E-Mail-Programm, kein Telefon, geschlossene Türe.

45 Minuten scheinen lange zu sein. Da haben Sie recht. Denken Sie aber an die Wirkung, die diese Übung bereits nach zwei Wochen entfaltet. Stellen Sie sich vor, wie sich Ihre Beziehung zu Ihren Kindern positiv verändert, wenn Sie mit Ihnen zwei Wochen lang täglich zusätzlich 45 Minuten spielen. Oder stellen Sie sich vor, wie sich Ihre Position im Büro verbessert, wenn Sie täglich 45 Minuten lang über neue Produkte nachdenken. Verzichten Sie dafür auf die vielen Zeitfresser, denen wir uns täglich aussetzen wie Fernsehen, im Internet surfen oder an den falschen Dingen arbeiten. Versuchen Sie es, es lohnt sich!

Falls Sie es tatsächlich nicht schaffen, 45 Minuten frei zu schaufeln, dann beginnen Sie mir 20 Minuten. Diese liegen bestimmt drin, oder?

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Manuela Kaps: inspiration! und Transparenz am 28.05.09

2009-05-22, von Anke Trischler

Manuela Kaps - über Baustoff und Hardware zu Softskills und Softfacts. Ihre Biographie spiegelt den Wandel in unserer Gesellschaft. Sie verbindet Themen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Und gerade deshalb das querdenken anregen. Manuela  Kaps ist Mitglied des Erfolgsteams Frankfurt und ist am 28.5.09 Referentin beim nächsten innovativ.in Business Club-Forum in Wiesbaden.

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PbG: Schule in Bewegung

2009-05-22, von Brigitte Goebel

Tobias spielt am liebsten Tennis, im Verein, mit großer Begeisterung! Lara reitet zweimal die Woche und ist mit Leidenschaft dabei. Das ist doch super… genauso soll es sein.

Kinder sollten den Sport machen, für den sie Begeisterung und vielleicht sogar Talent zeigen. Deshalb findet Sport bei uns in der PbG in Kooperation nach außen mit den Sportvereinen statt. Das heißt aber nicht, dass es innerhalb der Schule keine Bewegung gibt – im Gegenteil, denn Kinder haben ein enormes Bewegungsbedürfnis.
Flexibles Mobiliar, offen gestaltete Unterrichtsformen, z.B. mit Medienecke und verschiedenen Lernstationen und die in den Tagesablauf eingebauten Bewegungselemente tragen diesem Rechnung. So kann frische Aufmerksamkeit für den nächsten Unterrichtsblock gesammelt werden.

Man ist was man isst
Unser Konzept der „Schule in Bewegung“ hat dabei natürlich auch den gesundheitlichen Aspekt im Visier.
Wie ich während meiner Tätigkeit als Lehrerin eigens erfahren durfte, haben sich immer wieder Kinder vor dem Sportunterricht „gedrückt“. Und das nicht etwa, weil sie die Sportangebote generell nicht gut fanden, nein, sie waren schlichtweg übergewichtig und kamen schnell aus der Puste. Das Bewegungspotential war sehr eingeschränkt und außerdem kam die Angst dazu, eventuell beim Mannschaftsspiel als Letzte oder Letzter einer Gruppe zugeteilt zu werden, weil keiner sie gewählt hatte! (Der Spiegel: “Generation XXL”)
Deshalb wird es in der PbG nicht nur ein viel größeres Bewegungs-, Spiel- und Sportangebot, sondern auch in Ergänzung dazu eine ausgewogenen und bedarfsgerechte Ernährung geben. Einmal, um die Gesundheit langfristig zu erhalten und zum Zweiten, um die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit der Kinder zu sichern.
Mithilfe einer Ernährungsberaterin wird gesundheitsförderndes Essverhalten im Unterricht erlernt und gefestigt, welches dann beim gemeinsamen Frühstück und Mittagessen in der Mensa sogleich auf den Prüfstand kommt. Schmackhafte, gesunde Ernäh- rungsangebote und Abwechslung auf dem Speiseplan gehören zu unserem ganzheitlichen Schulkonzept. Natürlich dürfen dabei auch Eltern-Kind-Kochkurse nicht fehlen!
Interessante Studien und auch kindgerechte Rezepttipps bietet u.a. das Forschungsinstitut für Kinderernährung.

Diese Woche hatte ich Gelegenheit, Ihnen einen Bruchteil unseres speziellen Schulangebotes näher zu bringen und hoffe damit ein wenig Ihr Interesse an einer anderen Art von Schule  und an einem vielseitigen Weg guter Bildung geweckt zu haben. Wenn Sie mehr wissen möchten, schauen Sie doch einmal auf unserer Homepage unter www.pbg-wiesbaden.de nach oder nehmen Sie Kontakt mit meinem Team oder mir auf.
Wir freuen uns über Anregungen, Kritik und natürlich jede Art von positiver Unterstützung!

Herzlichst
Brigitte Göbel

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Pickeldi fragt Frederick…

2009-05-21, von Brigitte Goebel

….sag´ mal, was ist eigentlich ein…
Kennen Sie noch die kleine Trickfilm-Serie mit den zwei Schweinchen, die durch den Wald spazieren? Das große Schwein „Frederick“ erklärte dem kleinen „Pickeldi“ immer gerne, was der ihn so alles fragte….ein Geben und Nehmen.
Ein simples Prinzip und es funktioniert durch die Methode der Altersmischung ebenso gut – die Kleinen lernen von den Großen. Und diese festigen und verstehen den Stoff dadurch nachhaltig, indem sie es den Kleinen erklären. Beide profitieren davon!

Kooperation statt Konkurrenz
Bei uns in der PbG werden die Kinder schon ab der ersten Jahrgangsstufe in sog. Stammgruppen und Kursgruppen unterrichtet. Neuen Stoff – die sogenannten Grundtechniken -  lernen sie innerhalb ihrer Kursgruppen (Gleichaltrige); hier werden die Bildungsziele der einzelnen Jahrgansstufen umgesetzt. In den Stammgruppen (altersgemischt) festigen sie gemeinsam mit anderen das Gelernte und haben darüber hinaus z.B. die Möglichkeit, dieses im Team, zusammen mit Jüngeren und Älteren in Projekten und Experimenten zu erproben…und das ist für alle spannend! Selbsttätigkeit und Kommunikationsfähigkeit mit größerem Lernerfolg, statt nur „Berieselung“ durch eine Lehrkraft vorne am Pult sind das Ziel.
Ebenso kommen durch die integrative Jahrgangsmischung in den Lerngruppen auch hochbegabte und lernschwächere Kinder besser zum Zuge, was wiederum eine Weiterentwicklung der sozialen Kompetenzen innerhalb der Gruppe zur Folge hat. Durch die individuellen Lernpläne und offenen Unterrichtsformen, wie z.B. Wochenplan und Freiarbeit, ist zudem gleichzeitig in den kleinen Gruppen die Förderung des Einzelnen im Umfang seiner Möglichkeiten optimal gegeben.

Wasser kann vielseitig sein…
es ist ein Element der Natur mit seinen bestimmten Eigenschaften. Aber wie schreibt man „Wasser“ überhaupt oder auch seine Eigenschaft „nass“… Wieviel Liter habe ich in meinem „Eimer“, wenn ich zu einem Liter noch fünf dazuschütte…und was heißt Wasser auf Englisch?
Das Thema „Wasser“ beispielsweise kann so viel spannender sein, wenn man es als zentrale und fächerübergreifende Lerneinheit vermittelt. Fanden Sie es nicht auch zu Ihrer Schulzeit vielleicht manchmal schwierig, sich von Fach zu Fach immer wieder umzustellen, weil in jedem ein anderes Thema behandelt wurde? Dabei werden durch die fächerübergreifenden Themenstellungen die Grenzen zwischen Deutsch, Mathe und z.B. auch unserer zweiten PbG-Schulsprache Englisch viel fließender und der Stoff leichter erlernbar. Und Wissbegierigkeit von Kindern zu einem Thema hat ja bekanntermaßen meist kaum Grenzen.

Herzlichst
Brigitte Göbel

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Do you speak english ? Zweisprachigkeit ist gefragt !

2009-05-20, von Brigitte Goebel

Müssen Sie heute auch wieder in´s  „Meeting“? … Da haben wir ihn schon, den Anglizismus…
Auch die Kleinsten kommen schon früh mit vielen englischen Bezeichnungen in Berührung, man denke z.B. an die „Play Station“ (oder würde ein Kind fragen, ob es auf der „Spielekonsole“ spielen darf ?)
Fakt ist in jedem Fall, dass gute bzw. immer mehr noch verhandlungssichere Englischkenntnisse für eine spätere berufliche Karriere unverzichtbar sind.

Wirklich Frühenglisch?
In der Schule, in der ich lange Jahre unterrichtet habe, wurde und wird das sog. Frühenglisch erst ab der dritten Klasse angeboten. Der reguläre Englischunterricht findet sogar erst ab dem fünften Schuljahr statt. Das “Frühenglisch”-Angebot ist zudem längst nicht bei allen Grundschulen gang und gäbe.
Auch die Methode, wie die „Fremdsprache“ meistens an die Kinder herangetragen wird, löst meines Erachtens nach nur bedingt Begeisterungsstürme bei diesen aus. Reines Vokabelpauken und Grammatikregeln lernen (vielfach auch das noch auf Deutsch!) lässt diese Sprache auch wirklich als Fremdsprache erscheinen. Trotz allem müssen diese natürlich erlernt werden.

Immersion
Auf der Suche nach einer effektiveren Methode für meine Schule, die PbG, bin ich auf die Immersionsmethode gestoßen. Immersion meint „Eintauchen“, sinngemäß übersetzt „Sprachbad“.
Die neue Sprache – Englisch -  ist bei uns praktisch die zweite Schulsprache. Das setzt voraus, dass – bei uns unterrichten pro Lerngruppe immer zwei Pädagogen – eine Person nur Deutsch und die andere nur Englisch spricht. Alles was der fremdsprachliche Pädagoge sagt, verstärkt er durch Mimik, Gestik oder Zeigen. Den Kindern ist es relativ schnell möglich diese Sprache eigenständig Stück für Stück aus dem Zusammenhang der Situation zu erschließen. So wie sie es auch bei der Muttersprache gelernt haben (Sie erinnern sich vielleicht?).

Sie lernen die Fremdsprache praktisch nebenbei, spielerisch, kindgerecht, auf natürliche Art, aber gleichzeitig  effektiv und vor allem nachhaltig ! Ein Gerüst von Grundbegriffen ist schnell entwickelt, mit dessen Hilfe die Schülerinnen und Schüler die englische Sprache und damit auch Anweisungen und Aufgabenstellungen immer besser verstehen. Entsprechende Studien belegen, dass gegen Ende der zweiten Klasse die Kinder bereits relativ komplexe englische Texte vortragen können.
Würde Sie es nicht ein bisschen stolz machen, wenn ihr Nachwuchs nachmittags nach Hause kommt und eine Kostprobe seines Könnens darbietet…z.B.:

spiderLittle Miss Muffet
Little Miss Muffet sat on a tuffet,
Eating her curds and whey.

Down came a big spider
And sat down beside her.
And frightened Miss Muffet away!

Glaubt man Forschern, scheint eines auch sicher: Im Kindergarten und in den ersten Grundschuljahren lassen sich Fremdsprachen so spielerisch leicht lernen, wie es in späteren Jahren nicht mehr gelingt. Außerdem würden zweisprachig aufgewachsene Kinder deutlich besser entwickelte intellektuelle Fähigkeiten zeigen.

Herzlichst
Brigitte Göbel

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Sechs Jahre Grundschule – Hop oder top ?

2009-05-19, von Brigitte Goebel

brigitte-bild2 Jetzt ist es wieder soweit – vor allem Eltern unterliegen einem ungemeinen Druck  durch die Frage : Auf welche weiterführende Schule wird mein Kind gehen? In Berlin stellt sich zudem die Frage, ob nach der vierten oder nach der sechsten Klasse Grundschule.
Lehrer machen es sich – meistens jedenfalls – nicht leicht mit der Entscheidung, welche weiterführende Schulform sie den Eltern für ihr Kind empfehlen. (Der Spiegel: “Maurer oder Manager”)
Dabei ist eine 100%ig sichere Prognose für eine bestimmte Schulart meines Erachtens noch weniger nach der vierten als nach der sechsten Klasse geeignet!

Und die Kinder ? Sie sind den Entscheidungen der Erwachsenen quasi „ausgeliefert“, dabei ist für sie nur wichtig, dass sie mit ihren Freundinnen und Freunden zusammen in die gleiche Schule gehen ! So ist es doch, nicht wahr?
Jedenfalls habe ich das Jahr für Jahr erlebt, die Dramen und die Ungewissheit, die das Familienleben manchmal komplett für Wochen lahmlegen !

Skandinavien macht es uns vor:
„Das kann es doch nicht sein“ war für mich klar und deshalb habe ich mich entschlossen, bei meiner Schulgründung das längere, gemeinsame Lernen – ähnlich dem skandinavischen Vorbild -  als einen der Eckpfeiler meines Konzeptes aufzubauen.
In internationalen Bildungssystemen lernen alle Kinder mindestens sechs Jahre gemeinsam. Gründe, die dafür sprechen, hat jüngst eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung belegt.
Zudem ist es einfach unerlässlich, den Kindern Sicherheit und Geborgenheit in ihrem sozialen Beziehungsfeld zu geben, ihr Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein zu stärken  und sie damit zu befähigen, eine eventuelle Neuorientierung z.B. für eine andere Schule und neue Freunde unproblematischer zu verkraften.
Wir sollten den Kindern Zeit lassen, sich und ihre Fähigkeiten zu entfalten, zu erproben, zu forschen und zu experimentieren, um selbständig  Denkansätze und Lösungswege zu finden und umzusetzen.
Wäre es nicht beruhigend zu wissen, dass unsere Kinder lange genug darauf vorbereitet werden, ihre Stärken zu erkennen und ihre Schwächen zu akzeptieren, damit sie mit diesem
Wissen eigenverantwortliche Entscheidungen treffen können – auch die, auf welche Schule sie gerne gehen möchten?

Sorgen der Eltern:
Eine Mutter fragte mich kürzlich: „Wenn mein Kind erst in der siebten Klasse auf eine andere Schule wechselt, hat es dann nicht viel größere Probleme Anschluss zu finden, da sich bis dahin bereits die ganzen Cliquen und Freundschaften gebildet haben ?“ – Eine sehr interessante und durchaus berechtigte Frage wie ich fand… Da ihr Kind bei uns aber frühzeitig gelernt hätte, seine sozialen Kompetenzen zu entwickeln und auszubauen, könnte es den neuen Klassenkameraden ein ganzes Stück toleranter und selbstbewusster gegenüber treten. Wer gelernt hat, teamfähig zu sein, der findet sich sehr schnell in seine neue Umgebung ein – das gilt für Kinder in noch schnellerem Maße als für Erwachsene.

Sechs Jahre Grundschulzeit auch in der PbG:
Die sechsjährige Schulzeit ist nur eine Besonderheit unseres PbG-Modells und ist nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit den weiteren zu sehen.
Ich persönlich postuliere die sechsjährige Grundschule nicht als DIE bessere Schulform. Es ist völlig in Ordnung und gut, wenn es in Deutschland, wie derzeit in Berlin, beide Formen gibt. Ich sehe in ihr aber klare Vorteile und in Zusammenhang mit dem Gesamtkonzept der PbG eine sehr gute Ergänzung unserer Schullandschaft. Und ich denke, auch gerade darum geht es – Eltern gute Alternativen und eine größere Vielfalt im Bildungsangebot für ihre Kinder zu geben. Sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung – was meinen Sie ?

Herzlichst
Brigitte Göbel

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