Retten Frauen die Welt?
Retten Frauen die Welt? Die Trainerin Sabine Asgodom hat auf der Hannover-Messe vor knapp tausend Frauen und Männern diese Frage gestellt und mit einem „Ja!“ beantwortet. Jetzt ruft sie in ihrem neuen Blog Frauen auf, ihren Zorn, ihre Enttäuschung, ihre Ängste bezüglich der Krise, aber mehr noch ihre Ideen, Vorstellungen, Visionen und Träume zur Zukunft unserer Gesellschaft, unserer Wirtschaft, ja der Welt zu formulieren. Sie fordert:
Frauen, werdet laut!
Frauen, mischt euch ein!
Frauen, seid kreativ!
Ja, ja, das unterschreibe ich, aber ich sehe mich um Himmels Willen nicht als Retterin und schon gar nicht als Retterin der Welt. Mit dem Business-Club will ich dazu beitragen, dass die Wirtschaft “menschlicher” wird, dass Frauen ihre Kompetenzen einbringen, dass Frauen Stellung beziehen.
Feindbilder?
Mein Erfahrung der letzten Jahre: Es war für mich nicht immer einfach, die Spielregeln der Männer zu durchschauen und mich durchzusetzen. Ihr Imponier-Gehabe, die Machtkämpfe, männliche Rituale, Siegerposen und Statusdenken – wie soll eine Frau damit umgehen, wie verstehen? Trotzdem, liebe Frau Asgodom, keine Männer-Feindbilder aufbauen – das bringt nichts!
Denn heute weiß ich, dass sich hinter mancher Fassade Angst verbirgt und ich weiß, dass Männer auf die weiblichen Fähigkeiten angewiesen sind. (auch wenn es kaum einer zugeben mag). Doch! Einer hat es sogar mal bekundet. Der Trainer Edgar Geffroy hat mir eine Widmung in sein Buch geschrieben: “Die Zukunft ist weiblich – Sie wissen das.”
Aber wissen wir Frauen es wirklich? Wie steht Ihr dazu? Was ist Eure Meinung zu der Aktion von Sabine Asgodom?
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Meine Meinung: Ob die Zukunft nun weiblich oder männlich sein wird, ist doch völlig egal. Nur mit einer aufrichtigen gegenseitigen Anerkennung kommen wir gemeinsam weiter. Das es nicht immer klappt, dass nennt sich “Leben” – und das ist gut so. Mir gefällt es jedenfalls, dass wir so sind – Männlein wie Weiblein.
Liebe Elita Wiegand, das ist eine interessante Widmung an Sie und diese Meinung steht nicht allein, dass die Zukunft weiblich ist. Wenn ich richtig zuhöre, dann werden Männer ihre weibliche und weiche Seite offener zeigen und lernen, über ihre Gefühle zu sprechen. Das wäre schon mal ein wesentlicher Schritt. Ob die Zukunft deshalb weiblich wird? So wirklich glaube ich nicht daran und was würde das bedeuten? Weibliche Politikerinnen im EU-Parlament? Mehr weibliche Führungskräfte? Ich mag nicht laut werden, wie es Frau Asgodom fordert. Kreativ bin ich und einmischen will ich mich immer mehr. In meinem Tempo und in leisen Tönen. Gerne hier bei Ihnen. Eine Senior-Trainerin meinte zu mir: Du hast eine starke und eine weiche Seite – beides. Sonnige Gedanken aus Hong Kong. Petra Schuseil
Liebe Elita Wiegand,
DAS Thema der Zeit! Das Weibliche – in aller Form – welches seit Jahrhunderten ein Schatten und UnterdrückungsdaSEIN geführt hat, will geeehrt, beachtet und integriert werden.
So werden alle Einseitigkeiten, hier die männliche, analytische Seite, mit ihrem anderen Pol herausgefordert. Nicht um wieder einseitig zu dominieren, sondern um in die Einheit zu gelangen. Und dies gilt sowohl für den einzelnen Menschen (männlich/ weiblich, rechts/links, Denken/Fühlen, …) als auch für Unternehmen(sKörper) und die Menschheit.
Jeder Pol hatte bereits seine Zeit! Wir haben in unendlicher Vielfalt die Unterschiede herausgestellt, gekämpft und blockiert – mit entsprechenden Ergebnissen. Nun ist es Zeit das ‘Sowohl-Als auch’ statt das ‘entweder-oder’ zu leben; aus der Erfahrung der Trennung der Pole in die Erfahrung der Vereinigung zu gehen. Das Fühlen(weiblich) wird uns den Weg zeigen: egal ob bei Mann oder Frau! Es geht nicht mehr um das Geschlecht, es geht um den Menschen, der beide Seiten in sich vereint und danach lebt.
Mit besten Grüßen zu einem wundervollen Wochenende
Sabine Mühlisch
@Ludger
Deiner Meinung schließe ich mich insofern an, dass es heute um gemischte Teams geht, dass wir männliche und weibliche Stärken verbinden und uns respektieren. Finde es natürlich gut, dass sich zu dem Thema ein Mann einbringt.
@Petra Schuseil
Danke für Ihren Kommentar. Ich bin allerdings immer ein wenig skeptisch, wenn wir (und damit meine ich Frauen) Männer in Richtung Gefühle bewegen wollen. Männer werden anders erzogen, müssen stark sein, denn schließlich zeigt ein Indianer keinen Schmerz.
Die Zukunft wird deshalb weiblicher, weil unsere Fähigkeiten mehr denn je gefragt sind. Kommunikation, emotionale Kompetenz und Teamfähigkeit sind in der neuen Wirtschaft und vor allem Im Webzeitalter Schlüsselfaktoren und da sind Frauen einfach besser als Männer.
Und ich wünsche mir, dass mehr Frauen Führungspositionen übernehmen, aus ihrer Opferrolle rauskommen und ihre Bescheidenheit begraben.
Das “laut werden” verstehe ich bei Sabine Asgodom so, dass
Frauen Meinung bekennen und sich aus ihrem Schneckenhäuschen trauen. Sie sind doch auf dem Weg, liebe Frau Schuseil, mischen sich ein, sind kreativ und nutzen das Web.
Liebe Frau Mühlisch,
Ihr Satz “Das Weibliche – in aller Form – welches seit Jahrhunderten ein Schatten und UnterdrückungsdaSEIN geführt hat, will geeehrt, beachtet und integriert werden”, ist auf den Punkt formuliert und spricht mich besonders an.
Einheit, da müssen wir hinkommen, ja!
Danke,dass Sie Ihre Gedanken eingebracht haben.
Ihre Meinung!
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