Do you speak english ? Zweisprachigkeit ist gefragt !
2009-05-20, von Brigitte Goebel
Müssen Sie heute auch wieder in´s „Meeting“? … Da haben wir ihn schon, den Anglizismus…
Auch die Kleinsten kommen schon früh mit vielen englischen Bezeichnungen in Berührung, man denke z.B. an die „Play Station“ (oder würde ein Kind fragen, ob es auf der „Spielekonsole“ spielen darf ?)
Fakt ist in jedem Fall, dass gute bzw. immer mehr noch verhandlungssichere Englischkenntnisse für eine spätere berufliche Karriere unverzichtbar sind.
Wirklich Frühenglisch?
In der Schule, in der ich lange Jahre unterrichtet habe, wurde und wird das sog. Frühenglisch erst ab der dritten Klasse angeboten. Der reguläre Englischunterricht findet sogar erst ab dem fünften Schuljahr statt. Das “Frühenglisch”-Angebot ist zudem längst nicht bei allen Grundschulen gang und gäbe.
Auch die Methode, wie die „Fremdsprache“ meistens an die Kinder herangetragen wird, löst meines Erachtens nach nur bedingt Begeisterungsstürme bei diesen aus. Reines Vokabelpauken und Grammatikregeln lernen (vielfach auch das noch auf Deutsch!) lässt diese Sprache auch wirklich als Fremdsprache erscheinen. Trotz allem müssen diese natürlich erlernt werden.
Immersion
Auf der Suche nach einer effektiveren Methode für meine Schule, die PbG, bin ich auf die Immersionsmethode gestoßen. Immersion meint „Eintauchen“, sinngemäß übersetzt „Sprachbad“.
Die neue Sprache – Englisch - ist bei uns praktisch die zweite Schulsprache. Das setzt voraus, dass – bei uns unterrichten pro Lerngruppe immer zwei Pädagogen – eine Person nur Deutsch und die andere nur Englisch spricht. Alles was der fremdsprachliche Pädagoge sagt, verstärkt er durch Mimik, Gestik oder Zeigen. Den Kindern ist es relativ schnell möglich diese Sprache eigenständig Stück für Stück aus dem Zusammenhang der Situation zu erschließen. So wie sie es auch bei der Muttersprache gelernt haben (Sie erinnern sich vielleicht?).
Sie lernen die Fremdsprache praktisch nebenbei, spielerisch, kindgerecht, auf natürliche Art, aber gleichzeitig effektiv und vor allem nachhaltig ! Ein Gerüst von Grundbegriffen ist schnell entwickelt, mit dessen Hilfe die Schülerinnen und Schüler die englische Sprache und damit auch Anweisungen und Aufgabenstellungen immer besser verstehen. Entsprechende Studien belegen, dass gegen Ende der zweiten Klasse die Kinder bereits relativ komplexe englische Texte vortragen können.
Würde Sie es nicht ein bisschen stolz machen, wenn ihr Nachwuchs nachmittags nach Hause kommt und eine Kostprobe seines Könnens darbietet…z.B.:
Little Miss Muffet
Little Miss Muffet sat on a tuffet,
Eating her curds and whey.
Down came a big spider
And sat down beside her.
And frightened Miss Muffet away!
Glaubt man Forschern, scheint eines auch sicher: Im Kindergarten und in den ersten Grundschuljahren lassen sich Fremdsprachen so spielerisch leicht lernen, wie es in späteren Jahren nicht mehr gelingt. Außerdem würden zweisprachig aufgewachsene Kinder deutlich besser entwickelte intellektuelle Fähigkeiten zeigen.
Herzlichst
Brigitte Göbel





















Mittwoch 20. Mai 2009 um 15:48
Das echter bilingualer Unterricht/Immersion der richtige Weg ist, um den Kindern in frühem Alter die Fremdsprachen nachhaltig beizubringen, zeigen Untersuchungen zu den Erfahrungen mit dem derzeit in vielen Bundesländern angebotenen Grundschulenglisch. Auszüge dazu auf Spiegel Online unter:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,601836,00.html
Mathias Gundlach