Gastblogger: Die Optimisten dahinter
2009-06-08, von Monika Hamrozi
Schönen guten Morgen
vor einigen Tagen flatterte eine Email in mein Postfach „Post von Anke Trischler“. Die IHK Wiesbaden hatte über unsere Kampagne berichtet. Optimismus schadet nicht, dachten wir uns, und so sind wir diese Woche Gastblogger und werden wir über unsere Kampagne Optimismushoch1000 – Tausend Gründe optimistisch zu sein exklusiv im innovativ.in Blog berichten.
Wir, das sind Judith Radtke, Murat Cakmakci und Monika Hamrozi. Über mich wissen Sie aus der Ankündigung von Anke Trischler schon einiges. Meine Mitoptimisten stelle ich Ihnen hier vor. Judith Radtke, 1981 in Bad Homburg im Taunus geboren, stieg nach ihrem Fachabitur bei einem renommierten Makler ins Immobiliengeschäft ein. Über weitere Stationen kam sie zum größten Onlineanbieter für Personalrekrutierung und war dort als Senior Representative verantwortlich für eine anspruchsvolle Klientel. In dieser Funktion lernte sie auch Murat Cakmakci kennen. Als Team Manager verantwortlich für die Teams der Agenturkundenbetreuung und das Service-Center-Team war er ihr Chef. Murat wurde 1971 in Istanbul geboren, ist gelernter Datenverarbeitungskaufmann und Marketing- und Vertriebsökonomen.
Wir kannten uns also bevor wir zu professionellen Optimisten wurden. Und wir beschlossen, gemeinsam den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, um uns intensiv mit dem Thema Optimismus zu beschäftigen. Optimismus, das ist schließlich das starke Thema, zu dem jeder Mensch seine eigene Meinung hat und auch seine eigenen Erfahrungen gemacht hat.
Wie gehen wir dieses Thema an? Wie kommunizieren wir dieses Thema, ohne gleichgesetzt zu werden, dass wir uns „mitten in der Krise“ befinden und diese zur Seite schieben? Nein, wir sind uns sehr bewusst. Es gibt die Krise. Und was machen wir jetzt damit? Wie geht jeder für sich damit um? Wie wichtig ist Motivation? Wie wichtig sind Mut und Zuversicht für jeden einzelnen, für jeden von uns? Wie wichtig ist es, positiv zu denken? Wir wissen gerade aus eigener Erfahrung, wie entscheidend der positive Blick in die Zukunft ist. Und wie lebenswichtig, den eigenen Glauben an sich zu pflegen. Aber wie gehen die Menschen in unserem Land damit um? Wie können wir die Menschen erreichen, um diese Fragen beantwortet zu bekommen?
Wie gehen Sie damit um? Was ist Ihr Rezept? Schreiben Sie uns; wir freuen uns über Ihre Kommentare und Berichte. Wie wir drei das Thema angegangen sind – dazu werde ich morgen mehr berichten!
Ihnen allen einen spannenden und interessanten Montag!
Herzliche Grüße Monika Hamrozi
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Montag 8. Juni 2009 um 09:50
Hallo Frau Hamrozi,
Optimismus ist gut ! Und es gibt allen Grund dazu. Auch wenn ich kein Rezept habe, aber ich sehe viele Anzeichen für eine positive Richtung. Hier ein paar davon:
- Es gibt (gerade in Deutschland) hohe Privatvermögen, wir sind also noch lange nicht arm – jedenfalls nicht volkswirtschaftlich.
- Wir leben in einer Innovationsgesellschaft, die ist nicht mehr zu stoppen, es wird also weiterhin geforscht und entwickelt und dadurch gibt es neue, interessante Produkte, die gekauft werden.
- Innovationen und Wettbewerb sorgen auch weiter für eine stabile Währung und stabile Preise. Und auch der Staat ist in kräftige Kontrollmechanismen zur Vermeidung zu hoher Schulden eingebunden. Bill Clinton hat gezeigt, wie man in 8 Jahren einen ausgeglichenen Haushalt erreichen kann.
- Wir sind zu “braven” Konsumententen erzogen worden, nicht nur in Deutschland. Das sorgt für eine konstante Grundlage der jeweiligen Inlandsnachfrage.
- Alleine in China werden 300 Mio Menschen in den nächsten 10 Jahren in die “Mittelschicht” vorstossen. Und die wollen auf den gleichen Konsumstandard kommen, den wir längst haben.
- Die Krise ist eine Finanz- und Konzernkrise, keine des Mittelstandes, auch wenn sie dort zu spüren ist. Generell ist ein Downsizing angesagt (früher hiess das mal “gesundschrumpfen”. Das ist nichts negatives und war überfällig.
- Wir besinnen uns durch die Krise auf das Wesentliche, Krisen bereinigen und das ist gut so.
Sorge bereiten mir andere Punkte:
1. Vernachlässigung der Umweltthemen zugunsten der schnellen Überwindung der Krise und 2. Die grosse Unlust, endlich das Bildungsthema massiv anzugehen. Aufklärung ist nicht nur in der Krise wichtig!
Aber vielleicht sieht jemand der anderen Leser hier positive Anzeichen.
Montag 8. Juni 2009 um 13:51
Ja, die meisten von uns haben allen Grund zum Optimismus, liebe Frau Hamrozi.
Und ich freue mich, dass Sie mit Ihrem Team explizit daran erinnern. Scheinbar müssen wir daran erinnert werden.
In den 60 Jahren Bundesrepublik konnten sich noch nie so viele Bürgerinnen und Bürger so viel leisten für den Ertrag einer Arbeitsstunde. Und selbst, wer keine Arbeit hat, steht heute auf einem Fundament, das zumindest vor dem Schlimmsten schützen kann. Wer will, und es damit ernst meint, hat die Möglichkeit, ein hohes Maß an Freizeit zu genießen. Hierzu gab es in den letzten Wochen zahlreiche Studien und Zahlenbeispiele.
Was mich besonders optimistisch stimmt, ist die Vielzahl neuer und wertstiftender Initiativen. Sie kommen aus unterschiedlichen sozialen Kontexten und gehen unterschiedliche Wege. Einig sind sie sich in dem Ziel, das Wirtschaftsleben nicht nur profitorientiert, sondern auch werteorientiert zu gestalten. Ob das groß angelegte Projekte sind, wie das von Dr. Peter Spiegel gegründete genisis Institut, das eindrucksvolle „Social Business“ Prozesse in Gang bringt, die Internetplattformen, utopia.de, lohas.de, die über nachhaltigen Konsum informieren oder kleine regionale Veranstaltungen wie die Düsseldorfer 3 Jahreszeiten – Wirtschaft im Wandel, die engagierten Freigeistern dafür ein Forum bieten.
In diesem Sinne – Glück Auf!
Sabine Raiser
Dienstag 9. Juni 2009 um 19:09
@Marcel Klotz:
Schönen guten Abend Herr Klotz,
vielen Dank für Ihr Kommentar und die vielen positiven Zeichen, die Sie aufführen. Diese Woche ist die Studie “„Vision Deutschland“ der BAT Stiftung für Zukunftsfragen erschienen, in der repräsentativ 2.000 Personen ab 14 Jahren nach ihren Zukunftsvorstellungen gefragt wurden. Ganz obenan stehen die Wünsche nach kostenloser Kinder-, Familien- und Altenbetreuung (92%), nach Therapien schwerer Krankheiten von Alzheimer bis Aids (96%) sowie nach vorrangiger Förderung der Wind und Solarenergienutzung (87%). Zu dem Thema Wind und Solarenergienutzung fällt mir Barack Obama ein und seine Ankündigung, 150 Milliarden Dollar für die Öko-Industrien auszugeben. Ein Vorteil auch für die deutschen Solar-, Wind- oder Wasserstoff-Unternehmen. Sie könnten zu den Gewinnern einer ökologischen Weltrevolution zählen und Arbeitsplätze schaffen.
Blicken wir optimistisch in die Zukunft und vertrauen auf die Umsetzung der Ankündigungen von Barack Obama.
Herzliche Grüße
Monika Hamrozi
Dienstag 9. Juni 2009 um 19:22
@Sabine Raiser:
Liebe Frau Raiser,
vielen Dank für Ihr Kommentar! Wir werden weiter daran arbeiten, den Optimismus auch in den letzten Winkel von Deutschland zu tragen. Wie Sie bereits aufgeführt haben, sind eine Vielzahl wertstiftender Initiativen entstanden. Das stimmt mich nicht nur optimistisch, sondern gibt mir (und bestimmt nicht nur mir) Hoffnung für die Zukunft. Es ist schön zu sehen, das viele Menschen gerade in dieser Zeit zeigen, wie mutig sie sind und gemeinsam in verschiedenen Initiativen anpacken! Spannend würde ich es finden, wenn es dafür eine eigene Plattform geben würde, nicht nur für einzelne Kampagnen, sondern eine Plattform, welche die einzelnen Kampagnen und Initiativen mit ihren Schwerpunkten vorstellt, unabhängig davon ob groß oder klein. Aber wer weiß, was noch nicht ist, kann noch kommen!
Herzliche Grüße
Monika Hamrozi