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Innovation findet im Umkreis von 50 Metern statt

Anke Meyer-Grashorn 2 September 2009 4 Kommentare

Was sind die Voraussetzungen in einem Unternehmen, um erfolgreiche Innovationen hervorzubringen?

1. Innovation ist Teil der Unternehmensphilosophie
Am besten schriftlich fixiert im Zielekanon, im Mission Statement oder Leitbild und damit die Basis für eine gelebte Innovationskultur.
2. Hinter dem Begriff Innovation steckt eine Strategie und ein System
Z.B. in Form eines definierten und nachvollziehbaren Innovationsprozesses und Möglichkeiten der Messbarkeit.
3. Es gibt Kümmerer und Vorbilder
Innovation ist Chefsache.
4. Es werden Raum, Zeit und Ressourcen zur Verfügung gestellt.
Innovation ist kein Zufall und benötigt dieselben Voraussetzungen wie jeder andere Produktionsprozess. Hier geht es auch um die Motivation der Mitarbeiter innovativ zu sein, um machen lassen und die Möglichkeit von Versuch und Irrtum.
5. Die Parole lautet: Aktives Sammeln und Jagen
Alle Ideen sind willkommen, je mehr Rohideen umso besser, es gibt ein Ideenmanagement und alle Quellen werden angezapft.
6. Im Unternehmen ist Leben und Bewegung
Routine und Stillstand sind Innovationskiller. Innovation braucht Austausch, frisches Blut, Kommunikation und persönliches Engagament.
7. Die Arbeitsstruktur sind Netzwerke und Partnerschaften
Das bedeutet Offenheit, Austausch und den Verlust von totaler Kontrolle.

Die meisten dieser Punkte haben eines gemeinsam: Es menschelt. Innovationsfähigkeit hat mit Personen zu tun. Nicht Unternehmen sind innovativ, es sind deren Mitarbeiter.

„Kreativität findet in einem Umkreis von 50 Metern statt.”, hat der bekannte Münchner Psychologe und Hirnforscher Prof. Dr. Ernst Pöppel gesagt. Und damit bestätigt, was ich aus vielen Workshops und Seminaren weiß. Kreatives Denken und die daraus realisierte Innovation braucht physische Nähe, den direkten Austausch und persönlichen Kontakt, das Gespräch zwischen Menschen, den Blick in die Augen, das Anfassbare und das Spüren der Energie, die der Prozess freisetzt.

ankevortragAuch meine Kreativität, Inspiration und Innovationsfähigkeit lebt vom Austausch und von professioneller Neugierde. Deswegen stelle ich mich auch immer wieder auf Bühnen und versuche andere Menschen zum Spinnen und Querdenken zu bewegen.

Ich spreche zum Beispiel am kommenden Samstag, den 5.9.2009, im Festspielhaus in Bregenz anläßlich der 16. Bundestagung für Jungunternehmer und Führungskräfte. Thema meines Vortrages ist „Spinnen ist Pflicht – Jetzt erst recht!”. Ich freue mich auf den direkten Austausch und die Diskussionen mit jungen, mutigen Menschen, die sich ans Unternehmertum wagen, Risiken eingehen, sich im Wettbewerb behaupten müssen und dafür Ideen brauchen, um ihre persönlichen Differenzierungs- und Erfolgspotenziale herauszuarbeiten.

Ich spreche auch beim ersten Fachkongress für Businessfrauen, der am 17. Oktober 2009 in München stattfinden wird. Eine außergewöhnliche Plattform für Frauen im Business, um zu Netzwerken, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Zukunft zu denken. Mehr dazu gibt es auch in dieser Talkrunde. Das Ganze ist die Idee einer Frau, die immer wieder für Überraschungen gut ist und ihre Spinnereien in die Tat umsetzt: Monika Scheddin, die Gründerin der Woman’s Business Akademie, des Woman’s Business Clubs München und Frankfurt und die Expertin für Netzwerken. Empfehlenswert ist auch ihr Buch “Erfolgsstrategie Networking. Business-Kontakte knüpfen, organisieren und pflegen.”

Frohes Netzwerken, kommunizieren und viele Innovationerlebnisse im Umkreis von 50 Metern wünscht Ihnen
Anke Meyer-Grashorn


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4 Kommentare »

  • Wolff Horbach sagte:

    Der Punkt 3 (“Innovation ist Chefsache”) könnte leicht missverstanden werden. Gemeint ist sicherlich, dass der Chef / die Chefin in Sachen Innovation eindeutige Signale geben und vorangehen soll.

    Aber Innovation ist Sache von allen, und nicht nur des Chefs oder der Entwicklungsabteilung. Innovation bedeutet ja nicht nur neue Produkte, sondern das ständige Überprüfen und Verbessern von alltäglichen Prozessen. Und das geht alle an: vom Pförtner bis zum CEO.

  • Jörg Walter sagte:

    Schön auf den Punkt gebracht! Es steht und fällt mit der Kultur und den Menschen im Unternehmen.
    Gute Innovationsprozesse, eine an das Unternehmen angepasste Organisation und eine gut funktionierende Softwareumgebung können dann als Katalysatoren und Beschleuniger wirken. Dann können Innovationen entstehen und erfolgreich sein.

  • Anke Meyer-Grashorn (author) sagte:

    Lieber Herr Horbach,
    dammit der Punkt “Innovation ist Chefsache” nicht mißverstanden wird, beschäftige ich mich im nächsten Beitrag ausführlich damit. Sie haben völlig Recht: Innovation ist Sache von allen.

  • Anke Meyer-Grashorn (author) sagte:

    Lieber Herr Walter,
    ja, genau. Eigentlich ganz einfach, oder!? Jetzt müssen wir es nur noch tun und mit uns ein paar Unternehmen, die Deutschland wieder nach vorn bringen.

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