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	<title>Kommentare zu: Wenn Schw&#228;chen zu St&#228;rken werden</title>
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		<title>Von: SONNOS &#187; Blog Archiv &#187; Robert Enke wirkt auf dem Schulhof</title>
		<link>http://www.innovativ-in.de/blog/2009/11/23/wenn-schwachen-zu-starken-werden/comment-page-1/#comment-156883</link>
		<dc:creator>SONNOS &#187; Blog Archiv &#187; Robert Enke wirkt auf dem Schulhof</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 06:25:56 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Sie hat ihm am Selbstmord eines Fu&#223;ballers deutlich gemacht, wie wichtig ein respektvoller Umgang mit Schw&#228;chen ist&#8230; Sie hat f&#252;r diesen Jungen mal kurz die Welt auf den Kopf gestellt, indem sie ihm [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Sie hat ihm am Selbstmord eines Fu&#223;ballers deutlich gemacht, wie wichtig ein respektvoller Umgang mit Schw&#228;chen ist&#8230; Sie hat f&#252;r diesen Jungen mal kurz die Welt auf den Kopf gestellt, indem sie ihm [...]</p>
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		<title>Von: Christiane Windhausen</title>
		<link>http://www.innovativ-in.de/blog/2009/11/23/wenn-schwachen-zu-starken-werden/comment-page-1/#comment-155910</link>
		<dc:creator>Christiane Windhausen</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 07:00:33 +0000</pubDate>
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		<description>@ Wolff Horbach
Die Idee mit der Nachbarschaft und dem Kaffee gef&#228;llt mir richtig gut. Ich melde mich...

Irgendwie scheint die alleinige Konzentration auf unsere St&#228;rken nicht automatisch zu einem erf&#252;llten Leben zu f&#252;hren. Immerhin kannte Robert Enke seine Signaturst&#228;rke; er wusste, dass er ein exzellenter Torwart ist...

Ich glaube, dass wir uns in Deutschland besonders schwer damit tun, einen mitmenschlichen und mitf&#252;hlenden Umgang mit unseren eigenen Schw&#228;chen zu finden. Zweimal haben wir im letzten Jahrhundert einen Weltkrieg angezettelt – und ihn jedesmal haushoch verloren. Ein grandios aufgebl&#228;htes Ego hat versucht, Wertlosigkeit durch Hass und Egoismus zu kaschieren. In der Menschenverachtung des Naziregimes sind wir den dunkelsten Schattenthemen unserer Kollektivseele begegnet. Am Ende blieben Scham und Schuld – und &#252;ber die wollte niemand sprechen. 

Ich werde im Ausland oft gefragt, warum wir Deutschen immer so viel an uns selber zweifeln… Unter bemerkenswerten Kompetenzen und einem ausgepr&#228;gten Leistungswillen befindet sich in oftmals ein Gef&#252;hl tiefer Wertlosigkeit. Sie ist zum einen biographisch bedingt (wenn wir zum Beispiel in unserer Familie mehr Kritik als St&#228;rkung erhalten haben). Sie ist aber auch Teil unseres historischen emotionalen Erbes. So wirkt Geschichte in uns weiter, auch wenn wir sie selber gar nicht erlebt haben – bis in die n&#228;chsten Generationen hinein. 

Oftmals wird das Gef&#252;hl der eigenen Wertlosigkeit innerlich abgespalten. Das f&#252;hrt dazu, dass die Anerkennung f&#252;r unsere Leistung keine Auswirkungen auf unser inneres Selbstwertgef&#252;hl hat. Wir hungern nach Best&#228;tigung und Anerkennung. Aber wenn wir sie bekommen, wirkt sie nicht bis dorthin, wo der Selbstzweifel beginnt. 

Ich glaube, dass es um Gleichzeitigkeit geht. Wenn wir die Spaltung zwischen St&#228;rken und Schw&#228;chen aufheben wollen, m&#252;ssen wir das Vertrauen in unsere F&#228;higkeiten st&#228;rken. Aber gleichzeitig ist es auch wichtig zu erkennen, dass im das Eingestehen von Schw&#228;chen eine St&#228;rke liegt. Ohne das Gef&#252;hl f&#252;r unsere eigenen Schw&#228;chen und die Scham &#252;ber unsere ‚Unzul&#228;nglichkeiten‘, ist wirkliches Mitgef&#252;hl nicht m&#246;glich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Wolff Horbach<br />
Die Idee mit der Nachbarschaft und dem Kaffee gef&#228;llt mir richtig gut. Ich melde mich&#8230;</p>
<p>Irgendwie scheint die alleinige Konzentration auf unsere St&#228;rken nicht automatisch zu einem erf&#252;llten Leben zu f&#252;hren. Immerhin kannte Robert Enke seine Signaturst&#228;rke; er wusste, dass er ein exzellenter Torwart ist&#8230;</p>
<p>Ich glaube, dass wir uns in Deutschland besonders schwer damit tun, einen mitmenschlichen und mitf&#252;hlenden Umgang mit unseren eigenen Schw&#228;chen zu finden. Zweimal haben wir im letzten Jahrhundert einen Weltkrieg angezettelt – und ihn jedesmal haushoch verloren. Ein grandios aufgebl&#228;htes Ego hat versucht, Wertlosigkeit durch Hass und Egoismus zu kaschieren. In der Menschenverachtung des Naziregimes sind wir den dunkelsten Schattenthemen unserer Kollektivseele begegnet. Am Ende blieben Scham und Schuld – und &#252;ber die wollte niemand sprechen. </p>
<p>Ich werde im Ausland oft gefragt, warum wir Deutschen immer so viel an uns selber zweifeln… Unter bemerkenswerten Kompetenzen und einem ausgepr&#228;gten Leistungswillen befindet sich in oftmals ein Gef&#252;hl tiefer Wertlosigkeit. Sie ist zum einen biographisch bedingt (wenn wir zum Beispiel in unserer Familie mehr Kritik als St&#228;rkung erhalten haben). Sie ist aber auch Teil unseres historischen emotionalen Erbes. So wirkt Geschichte in uns weiter, auch wenn wir sie selber gar nicht erlebt haben – bis in die n&#228;chsten Generationen hinein. </p>
<p>Oftmals wird das Gef&#252;hl der eigenen Wertlosigkeit innerlich abgespalten. Das f&#252;hrt dazu, dass die Anerkennung f&#252;r unsere Leistung keine Auswirkungen auf unser inneres Selbstwertgef&#252;hl hat. Wir hungern nach Best&#228;tigung und Anerkennung. Aber wenn wir sie bekommen, wirkt sie nicht bis dorthin, wo der Selbstzweifel beginnt. </p>
<p>Ich glaube, dass es um Gleichzeitigkeit geht. Wenn wir die Spaltung zwischen St&#228;rken und Schw&#228;chen aufheben wollen, m&#252;ssen wir das Vertrauen in unsere F&#228;higkeiten st&#228;rken. Aber gleichzeitig ist es auch wichtig zu erkennen, dass im das Eingestehen von Schw&#228;chen eine St&#228;rke liegt. Ohne das Gef&#252;hl f&#252;r unsere eigenen Schw&#228;chen und die Scham &#252;ber unsere ‚Unzul&#228;nglichkeiten‘, ist wirkliches Mitgef&#252;hl nicht m&#246;glich.</p>
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		<title>Von: Wolff Horbach</title>
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		<dc:creator>Wolff Horbach</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 11:02:30 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Frau Windhausen, willkommen im Club. Jetzt wird es aber Zeit, dass wir mal einen Kaffee oder Tee miteinander trinken ;-) . Wir sind ja fast Nachbarn. Wenn ich aus meinem Fenster schaue, kann ich bis zum Gut Kistemacherhof schauen.

Sch&#246;n, dass Sie St&#228;rken/Schw&#228;chen hier thematisieren. Wir haben bezgl. der angeblichen St&#228;rken von Menschen in unserer Gesellschaft einen eigenartigen Blick, der zu Angst, Minderwertigkeitsgef&#252;hlen, Depressionen, Burnout etc. f&#252;hrt. Das liegt daran, dass wir St&#228;rke als absolutes Ma&#223; definieren.

Das Beispiel Robert Enke mag das verdeutlichen: Wer Fu&#223;ballfan ist, kennt die unleidliche Diskussion um die &quot;Nr. 1 im Tor&quot; der Nationalmannschaft seit Jahren und wahrscheinlich Jahrzehnten. Vor der letzten WM hatten wir das gleiche Thema. Schon die Nr. 2 wird als Versager abgestempelt, obwohl er wahrscheinlich auch ein Torwart von Weltrang ist.

Alle schauen nur auf den Sieger. Das wird durch ein sensationsgeiles Publikum und eine entsprechende Presse angeheizt. TV-Shows wie &quot;Deutschland sucht den Superstar&quot; oder &quot;German next Top Model&quot; sind die Kr&#246;nung. The winner takes it all. F&#252;r den Zweiten und den Rest bleibt nur Spott und Hohn.

Aus der Gl&#252;cksforschung ist bekannt, dass Vergleiche eines der besten Mittel sind, sich ungl&#252;cklich zu machen. Vergleiche dich mit Leuten die reicher, sch&#246;ner und gesunder sind, und schon f&#252;hlst du dich mies.

Die Gl&#252;cksforschung zeigt uns gleichzeitig aber auch einen Weg, wie wir mit unseren pers&#246;nlichen St&#228;rken ein sehr viel erf&#252;llteres Leben f&#252;hren k&#246;nnen. Es geht dabei nicht darum, Schw&#228;chen zu &#252;berwinden, sondern &lt;a href=&quot;http://www.77-wege-zum-glueck.de/2008/08/was-sind-meine-staerken/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;herauszufinden, was die pers&#246;nlichen St&#228;rken sind&lt;/a&gt; und sein Leben m&#246;glichst danach auszurichten.

Von daher sehe ich es auch etwas anders als Sie: Es geht m.E. nicht darum, Schw&#228;chen zu teilen, zuzugeben, ..., sondern sich auf die eigenen St&#228;rken zu konzentrieren. JEDER Mensch hat St&#228;rken. Nur leider kennen die wenigsten Menschen ihre eigene Signaturst&#228;rken. Ein &lt;a href=&quot;http://www.77-wege-zum-glueck.de/2008/08/was-sind-meine-staerken/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Test&lt;/a&gt; kann dabei sehr hilfreich sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Frau Windhausen, willkommen im Club. Jetzt wird es aber Zeit, dass wir mal einen Kaffee oder Tee miteinander trinken <img src='http://www.innovativ-in.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  . Wir sind ja fast Nachbarn. Wenn ich aus meinem Fenster schaue, kann ich bis zum Gut Kistemacherhof schauen.</p>
<p>Sch&#246;n, dass Sie St&#228;rken/Schw&#228;chen hier thematisieren. Wir haben bezgl. der angeblichen St&#228;rken von Menschen in unserer Gesellschaft einen eigenartigen Blick, der zu Angst, Minderwertigkeitsgef&#252;hlen, Depressionen, Burnout etc. f&#252;hrt. Das liegt daran, dass wir St&#228;rke als absolutes Ma&#223; definieren.</p>
<p>Das Beispiel Robert Enke mag das verdeutlichen: Wer Fu&#223;ballfan ist, kennt die unleidliche Diskussion um die &#8220;Nr. 1 im Tor&#8221; der Nationalmannschaft seit Jahren und wahrscheinlich Jahrzehnten. Vor der letzten WM hatten wir das gleiche Thema. Schon die Nr. 2 wird als Versager abgestempelt, obwohl er wahrscheinlich auch ein Torwart von Weltrang ist.</p>
<p>Alle schauen nur auf den Sieger. Das wird durch ein sensationsgeiles Publikum und eine entsprechende Presse angeheizt. TV-Shows wie &#8220;Deutschland sucht den Superstar&#8221; oder &#8220;German next Top Model&#8221; sind die Kr&#246;nung. The winner takes it all. F&#252;r den Zweiten und den Rest bleibt nur Spott und Hohn.</p>
<p>Aus der Gl&#252;cksforschung ist bekannt, dass Vergleiche eines der besten Mittel sind, sich ungl&#252;cklich zu machen. Vergleiche dich mit Leuten die reicher, sch&#246;ner und gesunder sind, und schon f&#252;hlst du dich mies.</p>
<p>Die Gl&#252;cksforschung zeigt uns gleichzeitig aber auch einen Weg, wie wir mit unseren pers&#246;nlichen St&#228;rken ein sehr viel erf&#252;llteres Leben f&#252;hren k&#246;nnen. Es geht dabei nicht darum, Schw&#228;chen zu &#252;berwinden, sondern <a href="http://www.77-wege-zum-glueck.de/2008/08/was-sind-meine-staerken/" rel="nofollow">herauszufinden, was die pers&#246;nlichen St&#228;rken sind</a> und sein Leben m&#246;glichst danach auszurichten.</p>
<p>Von daher sehe ich es auch etwas anders als Sie: Es geht m.E. nicht darum, Schw&#228;chen zu teilen, zuzugeben, &#8230;, sondern sich auf die eigenen St&#228;rken zu konzentrieren. JEDER Mensch hat St&#228;rken. Nur leider kennen die wenigsten Menschen ihre eigene Signaturst&#228;rken. Ein <a href="http://www.77-wege-zum-glueck.de/2008/08/was-sind-meine-staerken/" rel="nofollow">Test</a> kann dabei sehr hilfreich sein.</p>
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