Archiv für Januar, 2010

Markus Albers: Meconomy

2010-01-31, von Wolff Horbach

MecononyMarkus Albers, der Author des sehr erfolgreichen Buches “Morgen komm ich später rein“, hat ein neues Buch geschrieben, welches thematisch an das erste Buch anknüpft. Der Titel verrät uns gleich, warum es geht: um die Ich-Wirtschaft (Me + Econony = Meconomy).

Spätestens seit der Wirtschaftskrise, die ja noch nicht zu Ende ist, dürfte auch dem Letzten klar geworden sein, dass die alten Spielregeln nicht mehr gelten. Es gibt keine Garantie mehr auf sichere Arbeitsplätze, die Spielräume werden enger und die Jobs immer frustiger.

Genau hier setzt Meconomy an: Weiterlesen »

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Danach

2010-01-28, von Elita Wiegand

Ich war gestern Abend unterwegs, bin erst spät nach Hause gekommen, sonst hätte ich früher reagiert und eingegriffen. Die Diskussion hier im Blog zum Thema “Querdenker” hat eine unerfreuliche Entwicklung genommen – ein Schlagabtausch, ein Kampf, geschürt durch Kommentare, die zwangsläufig Empörung  hervorrufen müssen.   

Noch mal zu den Fakten: Ich habe mich dagegen gewehrt, dass  es möglich ist, die markenmäßige Wortmarke “Querdenker” zu schützen, dazu stehe ich und dafür engagiere ich mich.  

Weil ich inzwischen eine Unterlassungserklärung abgegeben habe, werde ich den Begriff  “Querdenker” für den Business-Club innovativ.in nicht mehr nutzen und somit ist die Angelegeheit von der Seite  für mich erledigt.

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Unglaublich, aber wahr!

2010-01-25, von Elita Wiegand

Es reicht, mir reicht’s – ich habe die Nase voll. Ich setze mich unermüdlich dafür ein, Menschen zu vernetzen, die mutig sind, Unternehmer, die andere Wege gehen, Querdenker, die sich vom Mainstream verabschieden und Standpunkte vertreten, die Neues wagen. Verdammt, wir brauchen mehr Menschen in der Wirtschaft, der Kultur und Politik, die etwas anstoßen, die etwas bewegen, Vorreiter für Veränderungen – wir brauchen Querdenker! Deshalb bin ich angetreten und habe den „Business-Club für Innovatoren, Wertschöpfer und Querdenker” gegründet, engagiere ich mich für das neue Denken in der Wirtschaft, weg von der Konkurrenz hin zur Kooperation, zu Vertrauen, Wertschätzung und Werten.

“Querdenker” ist als Wortmarke geschützt 
Und was ist passiert? Eine Firma steht im Markenregister beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eingetragen als Inhaberin der Wortmarke „Querdenker”. Die Firma monopolisiert das Wort „Querdenker” für Druckereierzeugnisse, Werbung und Ausbildung.

Es ist unfassbar, aber JEDER, der die markenmäßige Benutzung „Querdenker” wählt, könnte früher oder später abgemahnt werden. Unglaublich auch, dass das Wort „Querdenker” überhaupt als (Wort-)Marke geschützt werden kann, denn der Begriff steht im Duden, bei Google gibt dazu etwa 270.000 Einträge und darunter sind zahlreiche Blogs, Agenturen und Firmen aufgelistet.

Und wir, unser Business-Club steht im Fokus. Für uns hat das folgende Konsequenzen:

  • Der „Business-Club für Innovatoren, Wertschöpfer und Querdenker”, der seit fünf Jahren! so heißt, muss umbenannt werden – gestern haben wir den Untertitel auf unserer Website und hier im Blog gelöscht
  • Das Interview „Querdenker-Talk” mit dem Wirtschaftsministerium und Rainer Plempe zum Thema Elektroautos ist gelöscht
  • Die erfolgreiche Veranstaltungsform des Business-Clubs “Querdenker-Forum” (haben wir das erste Mal unter dem Titel von vier Jahren veranstaltet)  muss unbenannt werden
  • Wir mussten die Firmenbroschüre ändern 
  • Wir haben sämtliche Beiträge im Blog und der Website löschen müssen, in dem das Wort „Querdenker”  in der Überschrift aufgetaucht ist (darunter natürlich viele Beiträge, die verlinkt sind)
  • Die Rubrik „Querdenker” in unserem Blog musste entfernt werden

Das alles kostet Nerven, Energien, Kraft, viel Zeit und vor allem Geld.

Querdenker überall
Für mich gehört das Wort “Querdenker” zum normalen Sprachgebrauch und offensichtlich sehen das vieler meiner Kollegen in den Medien genauso. Das geht auch aus dem Wortschatz-Lexikon der Uni Leipzig hervor, der zu dem Begriff  “Querdenker” seitenlang Zitate veröffentlicht hat, die in der Presse erschienen sind.

“Es darf keine bürokratischen Einengungen geben, die  Querdenker stoppen!”
Zum Beispiel das Zitat: „ Es darf keine bürokratischen Einengungen geben, die Querdenker stoppen. (Quelle: archiv.tagesspiegel.de ) Und Prof. Lothar Späth sagte: „ Ich bin sicher, dass wir zur Bewältigung der auf uns zukommenden Krisenprobleme noch mehr Querdenker brauchen, die nicht in festgefahrenen Gleisen Lösungen suchen, sondern bei neuen Einfällen und Innovationen.”

Freiheit für Querdenker
Genau wie Lothar Späth, verbinde ich mit Querdenkern die tiefe Überzeugung und Hoffnung für Veränderungen, die wir so dringend brauchen, um die Probleme in unserer Gesellschaft zu lösen. Wir müssen gemeinsam kämpfen, damit wieder jeder den Begriff Querdenker wann und wie er will, gebrauchen kann. Jetzt können wir beweisen, dass wir die wahren Querdenker sind.

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DLD (Digital, Life, Design) – Konferenz vom Feinsten

2010-01-24, von Wolff Horbach

Heute beginnt die DLD10 in München. So stellt sich die Konferenz selbst vor:

DLD (Digital, Life, Design) ist eine dreitägige Innovationskonferenz, die die wichtigsten Themen des 21. Jahrhunderts auf der Agenda hat. Die Konferenz gilt als eine wichtige Vernetzungs- und Inspirationsplattform im Vorfeld des Weltwirtschaftsgipfels in Davos für rund 800 ausgewählte Gäste aus digitaler Industrie, Medien, Wissenschaft, Politik sowie Kunst und Kultur.

Kürzlich fand ich bei iTunes sämtliche Videos der letztjährigen Konferenz. Frei verfügbar für jeden! Bitte nach DLD suchen.

DLD iPhone AppDieses Jahr scheint die Konferenz in Punkto Offenheit und digitaler Vernetzung noch einen Schritt weiterzugehen:

  • Selbstverständlich gibt es eine Website zur Konferenz.
  • Es wird ein LiveBlog geben
  • Es gibt eine kostenlose iPhone App. Mehr dazu weiter unten.
  • Die Videos können auf allen Smartphones betrachtet werden. Momentan weiß ich noch nicht, ob das auch live geschieht.

Die iPhone App ist gut durchdacht und liefert all das, was ich mir schon immer bei einer Konferenz gewünscht habe:

  • Das gesamt Konferenzprogramm ist enthalten: Zeitplan, Sessions, Infos über Speaker, …
  • Man kann einzelne Veranstaltungen als Favoriten markieren und behält so den Überblick, was man wo anhören möchte.
  • Integration mit Twitter, Facebook und Email. So kann man leicht den sozialen Netzwerken mitteilen, was man gerade macht, was man toll findet usw.
  • Via Twitter können Fragen gestellt werden (“Tweet your question”), die dann während der Session vom Moderator und Redner behandelt und eventuell beantwortet werden können.
  • Sämtliche Mitwirkenden (Sprecher, Moderatoren, …) sind einen Verzeichnis aufgeführt, so dass man in iPhone typischer Manier blitzschnell jeden finden kann.
  • Die Blogbeiträge werden aktuell angezeigt
  • Alle die DLD betreffenden Twitter-Tweets werden angezeigt. Ich nehme an, dass die App an die Fragen automatisch ein Hashtag anhängt, nach dem gefiltert werden kann.

Gibt es demnächst zu jeder Konferenz eine iPhone App?

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Hand in Hand mit dem Körper

2010-01-15, von Christiane Windhausen

Jeder von uns weiß aus eigener Erfahrung: Veränderungen sind mit vielen Gefühlen verbunden – und meistens nicht nur mit angenehmen. Sobald Veränderungen neue Verhaltensweisen von uns fordern, lösen sie Unsicherheit aus. Wenn sie uns dann auch noch ungefragt zugemutet werden und wir sie nicht freiwillig gewählt haben, sind sie oft mit Stress und Angst verbunden – und mit Abwehrstrategien und Verweigerungen.

Wer in seinem Körper zuhause ist, hat es dann leichter. Sich im eigenen Körper zuhause zu fühlen bedeutet nämlich auch, ein Gefühl für die eigene Kraft zu haben, sich in konflikthaften Situationen entspannen zu können und Lust auf neue Bewegungen zu verspüren. Das nimmt uns die Gefühle zwar nicht ab, vereinfacht aber den Umgang mit ihnen.

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Im SONNOS Institut unterstützen wir Menschen, die andere beraten oder führen (z.B. Berater, Lehrer, Mediziner, Führungskräfte in der Wirtschaft), mit Veränderungsprozessen kreativ umzugehen. Die Relevanz des Körpers wird dabei in der Regel völlig unterschätzt. Wir erleiden zwar seine Symptome (in Krisen sind das vor allen Dingen Unruhe, Schlaflosigkeit, Sucht, Angstattacken und Depression), wissen aber nicht, wie wir auf seine Körpersprache antworten sollen, sodass ein heilsamer Dialog entstehen kann.

In diesem Jahr werden wir vier Impulstage zum Körper anzubieten. Jeder dieser Tage umfasst einen Mini-Vortrag, die erfahrungsorientierte Vermittlung neuer Sichtweisen, einen dialogischen Austausch und Tipps für die Selbstführung im Alltag. Unsere erster Impulstag findet am 30.01.2010 im Gut Keuchhof in Köln-Lövenich stattfinden. Wer Lust und Interesse hat, mit dabei zu sein, kann sich hier informieren und hier anmelden.

Mich würde sehr interessieren, was Sie in Krisenzeiten mit Ihrem Körpererlebt haben.
Wie hat sich der Stress körperlich ausgewirkt und was waren für Sie hilfreiche Strategien?

Wer darüber hinaus mehr über die Sprache des Körpers hören möchte, findet in diesem Vortrag von Dr. Rüdiger Dahlke viele Inspirationen.

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Warum eigentlich Wachstum?

2010-01-12, von Marcel Klotz

Ständig hören wir, wir müssen wachsen. Die Wirtschaft, die Umsätze, der Gewinn. Aber geht es auch ohne? Wir messen Wachstum immer nach numerischen und relativen Steigerungen. Gibt es auch andere Kriterien, qualitative Kriterien? Wir denken immer in BIP (Bruttoinlandprodukt) und rufen die Krise aus, wenn dieses BIP nicht wächst. Gibt es auch andere Betrachtungen, andere Perspektiven?

Monitor hat am 7.1.2010 einen Beitrag gesendet, der diese Fragen gründlich untersucht. Und siehe da, es gibt sie, die andere Seite, die andere Perspektive. Wie wäre es z.B. mit “besser” werden. Mit “qualitativer” werden? Wie wäre es, wenn wir die Lebensqualität messen würden, oder die Arbeitsqualität und vor allem auch die Zufriedenheit? Und wie wäre es, wenn wir mal ein Anhalten nicht als Krise betrachten würden? Solche und weitere Fragen greift der Beitrag von Monitor auf und lässt Fachleute wie Prof. Miegel und den Zukunftsforscher Dennis L. Meadows zu Wort kommen.

Sind wir nicht längst an der Stelle, an dem sich Wachstum kaum noch realisieren lässt, aber Verbesserungen oder Einsparungen deutlich mehr Potential bieten? Ich meine ja und finde solche Antworten auch im Beitrag. In meinem Buch (“Competence Selling“)  habe ich eine Methode dargestellt, neue Geschäftchancen bei Kunden zu finden. Es geht dabei um die Kosten- und/oder Umsatzfokusierung der Kunden. Beim Ausarbeiten habe ich festgestellt, wie schwer es ist, den Umsatz hochzubringen. Es geht eigentlich fast nur noch durch massive Innnovation (was Wettbewerbsvorsprung bringt) oder durch Verdrängung (was sehr sehr schwer ist). Doch Kosten einzusparen ist (noch) recht leicht. Da steckt das Potential der Zukunft drin.

Ich glaube daher, wir können in zig Feldern “besser” werden. Auch ohne mehr Umsatz oder ein höheres BIP ließe sich dadurch mehr Qualität erreichen. Ein kleines Beispiel liefert doch die IT. Obwohl ein Unternehmen weniger Umsatz macht, oder stagniert, kann es bestehen, weil es Kosten einspart. Z.B. durch deutlich optimierte Stromnutzung. Oder wir können Energie sparen (und damit Geld) in dem wir kleinere, sparsamere Autos fahren. Dann kann ich auch ein Umsatz- oder Einkommens-Minus oder -Stillstand verkraften. Ich muss nur bereit sein, in diese Richtung zu denken. Ein solches Denken hat zudem noch die Chance auf mehr Qualität. Warum tun wir es also nicht? Liegt es in der Natur der Menschen? Sicher auch. Aber vor allem liegt es daran, dass einfach keiner anfängt und zu wenig andere Wege geht. Schon gar nicht unsere Regierungen.

Wir brauchen also neue Kriterien!

Der Monitor Beitrag schliesst mit:

“Grenzenloses Wachstum – eine historische Ausnahme. Sie geht jetzt zu Ende. Und gerade wir in den reichen Industrienationen können Wohlstand künftig neu bewerten. Wie hoch sind die Durchschnittslöhne bei uns? Die Bildungschancen? Die Gesundheitsstandards? Hält unsere Gesellschaft zusammen? Schonen wir unsere Umwelt? Das Ziel: Besser statt mehr!”

Absolut sehenswert ! Hier gehts hin

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STOFF UND STORY: Die nächsten Traum-Lieferungen sind da

2010-01-11, von Anke Trischler

scissors icon. (with clipping path)Trotz Schneechaos und Winterurlaub erreichen uns die ersten Lieferungen mit Stoffen, aus denen Ihre Träume gemacht sind. DANKE.

Und wir freuen uns auf mehr!

Wir werden berichten an gleicher Stelle. Und geben bald auch Einblick in das Geschehen über YouTube.

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Prävention vor Krankheit aus dem Web

2010-01-09, von Doc Sarah Schons

Ihr lieben innovativen, querdenkenden und wertschöpfenden Businessclub-PartnerInnen und SympathisantInnen!
Als ganzheitliche Ärztin aus Leidenschaft mit Schwerpunkt Prävention möchte ich Euch zum neuen Jahr vor einer fiesen Krankheit schützen: der Cyberchondrie.

Die greift nämlich immer rasanter um sich und treibt gar sonderliche Blüten – die aktuelle Hitliste der 2009 in Deutschland favorisierten Netz-Infektionen findet Ihr hier bei mir im Blog (dort gern bitte die Diskussion zum Thema weiterführen). Und obendrein ist sie hochgradig ansteckend.

So manche/r googelt sich mit Schrecken durch die Nacht und ist dann vielleicht um eine selbstgestellte (und zu über 90% ohnehin falsche) Diagnose reicher – aber mit der Angst allein. Das muss nicht sein.
Gute ÄrtzInnen studieren mindestens 6 Jahre Medizin und machen dann noch mal mindestens 5-7 Jahre Weiterbildung. In aller Regel seht Ihr also mindestens 12 Lehrjahre Wissen und Kompetenz vor Euch. Kann Google das ersetzen? Und die Laien-Foren?

Zugegeben: dem bundesdeutschen Krankheitswesen kann und darf mensch nicht vertrauen.
Hab ich ja schon hier im Interview gesagt und dann auch hier beim Business-Forum live.
Aber den wenigen verbliebenen ÄrztInnen.
Mein Rat: bevor Ihr Euch mit selbstergoogelten Krankheiten geisselt – konsultiert den Arzt / die Ärztin Eures Vertrauens.

(Ja, darum geht es: um das Vertrauen.. und Anerkennung wirklicher Kompetenz. Das hat die Politik uns schwer gemacht und treibt es munter so weiter… Aber das ist ein ganz anderes Thema…)

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Von Mut und Leidenschaft

2010-01-09, von Elita Wiegand

Wenn ich daran denke, pocht das Herz: Freude ist es und mein Herz hängt an unserer neuen Veranstaltungsform: Mit den Foren wollen wir Themen der Veränderungen in unserer Gesellschaft transportieren. Wir wollen anregen, bewegen, inspirieren, aktivieren und wir wollen positive Beispiele von Unternehmen vorstellen, die erfolgreich sind und mutig ihren Weg gehen.

Die Kraft der Sonne
Zu unserem nächsten Business-Forum am 14. Januar 2010 haben wir Unternehmen eingeladen, die ihre Vision umsetzen: Michael Viktor Kamp zum Beispiel hat vor fünf Jahren die Düsseldorfer Systaic AG gegründet. Ein engagierter Unternehmen, der auf einer Reise in die Sahara  beschlossen hat: „Ich will die Kraft der Sonne zur Energiegewinnung nutzen“. Inzwischen ist die Systaic AG Innovationsführer in den Geschäftszweigen Energiedachsysteme, Automotive und Solarkraftwerke, verfügt über 12 Niederlassungen in sechs Ländern und beschäftigt 250 Mitarbeiter. Im letzten Jahr hat Systaic die größte europäische Solarstromanlage in Spanien eröffnet. Hier ein Bericht, der auf RTL gesendet wurde: 

Energie von Autodächern
Systaic hat sich aber auch auf die Herstellung von Solargeneratoren für Pkw-Dächer spezialisiert. Beispielsweise wurde der Mercedes BlueZERO mit einem von SYSTAIC Automotive entwickelten Solardach ausgestattet. Und hier kommt unser Partner Rainer Plempe ins Spiel, der Elektoautos vertreibt.  Auf dem letzten Business-Forum im Oktober haben die Gäste für ihn Marketing- Ideen entwickelt, um den Verkauf seiner Elektroautos anzukurbeln. Nach unserer Veranstaltung war er zu einem Interview bei Center TV mit der NRW Wirtschaftsministerin Christa Thoben eingeladen, die “Welt”  hat über ihn berichtet und ich habe mit ihm und dem Ministerialdirigent des Wirtschaftsministeriums NRW Karl-Uwe Bütof ein Studio-Interview geführt. Die Autosolardächer von Systaic sind vor allem auch für Elektroautos interessant. Stoff für den 14. Januar.

Weg mit dm Plastik!
Der Zukunftsforscher Klaus Burmeister hatte im letzten Jahr einen Vortrag bei der Schweizer Napac AG gehalten und damals den Business-Club innovativ.in empfohlen. Danke! Jetzt wollen wir der Napac AG die Zusammenarbeit verstärken und somit ist die Napac AG auch Gast am 14. Januar 2010.  Der Gründer der Schweizer AG ist eigentlich Wirtschaftsanwalt. Seine Vision: Weg mit dem Plastik! Inzwischen produziert die Napac AG viele umweltfreundliche  Produkte. Der größte Verkaufsschlager: Blumentöpfe aus Reisspelzen. Die Blumentöpfe können bedenkenlos mit den  Pflanzen in den Boden gesetzt werden und bauen sich dort innerhalb weniger Monate biologisch ab.
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Freimaurer?

2010-01-06, von Michael Lalk

bild-120.jpgDu bist doch Freimaurer, dann schreibe darüber mal im Blog, sagte vor Weihnachten Elita zu mir. In der Tat, Dan Browns Bestseller, “Das Symbol” hat das Thema für viele interessant gemacht. Sogar zur besten Sendezeit wurde am 1. Weihnachtstag auf N24 über die Freimaurer berichtet. Auch verzeichnen wir einen verstärkten Zulauf an Interessierten, nicht zuletzt, weil sich viele Mythen und Gerüchte um den angeblichen „Geheimbund“ ranken. Natürlich bietet ein Blog nur die Möglichkeit, ein so komplexes Thema anzureißen. Deshalb habe ich die Frage-Antwort Form gewählt.
Weiterführende Informationen bietet das Internet in Hülle und Fülle und wer mag, kann mich gerne direkt ansprechen.
Was ist Freimaurerei?
Freimaurerei, auch “königliche Kunst” genannt, hat ein ehemaliger „Meister vom Stuhl“ (so nennen wir den Vorsitzenden einer Loge) so beschrieben:
„Die Freimaurerei ist eine königliche Kunst, bei der ein Weisheit Suchender in überlieferter Weise das, was er in der Welt in und um sich erlebt, auf eine andere Stufe seines Bewußtseins hebt, um daraus für sich eine individuelle Maxime zu erarbeiten.“
Ausführlicher hat es ein Bruder meiner Loge „Theodor Vogel“ formuliert.

Was ist der Ursprung der Freimaurer?
Ursprung der Freimaurerei sind die mittelalterlichen Dombauhütten der Steinmetze, deren überlieferte Erkennungszeichen, Rituale und Symbole Einzug in die Freimaurerei gehalten haben. Als im 17. Jahrhundert die große Zeit der Dom- und Kathedralbauten ausklang, wurden in die Bauhütten, die Logen, „Profane“ aufgenommen, Intellektuelle, Adelige, Musiker, Schriftsteller usw. Die Logen wurden so zu einem Sammelplatz frei denkender “angenommener Maurer”.

Ist der Bund der Freimaurer ein Geheimbund?
Gibt es im Zeitalter des Internets überhaupt noch Geheimnisse?
Nein, Freimaurer bilden keinen Geheimbund, sondern einen diskreten, einen geschlossenen Bund. Wir Freimaurer schätzen allerdings Verschwiegenheit als eine besondere Tugend. Goethe, selbst Freimaurer, schreibt in seinem Gedicht „Verschwiegenheit“:
„Niemand soll und wird es schauen,
was einander anvertraut,
denn auf Schweigen und Vertrauen
ist der Tempel aufgebaut“
Diese Verschwiegenheit ist unabdingbar. Nur durch Verschwiegenheit kann Vertrauen entstehen, nur durch Vertrauen kann eine Loge existieren. Dass wir Rituale und Erkennungszeichen nicht veröffentlichen, unsere Brüder nicht ohne deren Genehmigung als Freimaurer outen, hat nichts mit Geheimnissen, sondern mit Verschwiegenheit zu tun.

Gibt es überhaupt ein Geheimnis?
Ja. Das jeweilige persönliche Erleben, das nicht mit Worten erklärt werden kann.

Was bedeute „freimaurerische Arbeit“?
Freimaurer sehen sich als „rauen Stein“, dem Symbol der Unvollkommenheit.
Das Freimaurerlexikon definiert das so:
“Wer nicht nur rein äußerlich Freimaurer sein will, muss darum bemüht sein, die Kanten und Ecken zu beseitigen, die seine Schwächen und Leidenschaften und üblen Gewohnheiten darstellen. Wer zur Freimaurerei kommt, ist noch keineswegs ein vollkommener Mensch. Die Erziehung in der Loge soll dazu dienen, den rauen – zum behauenen, zum kubischen Stein zu gestalten, an den erst das Winkelmaß angelegt werden kann.”
Diese Arbeit an unserem rauen Stein geschieht in drei Graden:
Lehrlingsgrad: Schau in dich! (Erkenne dich selbst)
Gesellengrad: Schau um dich! (Auf die Einbindung in die Gesellschaft, die sozialen Verpflichtungen, aber auch auf das Leben schlechthin mit allen seinen Höhen und Tiefen).
Meistergrad: Schau über dich (Erkenne die Endlichkeit deines Lebens und Schaffens und berücksichtige es in deiner Lebensführung).
Die Bedeutung dieser Grade ist für das Erleben und die Entwicklung des Freimaurers wesentlich wichtiger als ihre Rollen im Logenleben.
Und gearbeitet wird nur am eigenen rauen Stein, nicht am Stein eines Bruders.

Welchen Sinn machen Symbole, Rituale und Tempelarbeiten?
Die freimaurerisch Symbole erinnern an die ethischen Verpflichtungen des Menschen, die Verbundenheit mit unseren Mitmenschen und bilden auch einen Bezug zur Transzendenz.
Sie haben keinen religiösen oder dogmatischen Sinn, mit Ausnahme des „Großen Baumeisters aller Welten“, ein Symbol in dem jeder Freimaurer seine übergeordnete Existenz sieht.
Der hier abgebildete Arbeitsteppich meiner Loge zeigt eine Vielzahl unserer Symbole.
So wie die Symbole stammen auch die Rituale von den alten Steinmetzzünften, aber sie beziehen sich auch auf alte Mysterienbünde der Gnostiker und der Kabbala.
Die rituelle Tempelarbeit spricht die emotionale und die rationale Seite des Menschen an, sie verschafft ihm die Möglichkeit der Einkehr und Kontemplation, wobei ihn Musik, Worte und Handlungen unterstützen. So dienen diese rituellen Tempelarbeiten der feierlichen Einführung neuer Brüder in den Bund, der Vertiefung menschlicher Bindungen innerhalb der Bruderschaft, der Besinnung auf die moralischen Normen des Freimaurerbundes, sowie der Sammlung und Erbauung des einzelnen Bruders.

Wer kann Freimaurer werden und wie wird man Freimaurer?
Jeder (von Vorurteilen) freie Mann von gutem Ruf kann Freimaurer werden.
Aber jeder, der mit dem Gedanken spielt, beizutreten, sollte wissen, dass er einen Bund fürs Leben schließt. Er soll bereit sein, regelmäßig an den wöchentlichen Zusammenkünften teilzunehmen und sich mit den Inhalten der Freimaurerei vertraut machen. Vorrangig sind jedoch Familie und Beruf. Vom ersten Kontakt mit einer Loge bis zur Initiation dauert es meist schon einige Monate, damit man sich gegenseitig kennenlernen kann.

Was bedeutet Freimaurerei für mich?
Ich stamme aus einem humanistisch geprägten Elternhaus, das mir Werte wie Humanität, Toleranz und gesellschaftliche Verantwortung vermittelt hat. Die Freimaurerei hilft mir, diese Werte nicht nur zu erinnern, sondern immer wieder zu lernen, um sie auch leben zu können, sowohl in meinem privaten, aber auch in meinem geschäftlichen Umfeld. Werte, die zwar bekannt, aber nicht gelebt werden, vergleiche ich gerne mit schönen Bildern in einem dunklen Zimmer. Sie sind vorhanden, aber erst nach nach dem Einschalten des Lichts offenbaren sie sich uns in ihrer ganzen Schönheit.

Schließen möchte ich mit einem kleinen Auszug aus Lessings „Ernst und Falk“:
FALK: Die Freimaurerei ist nichts Willkürliches, nichts Entbehrliches: sondern etwas Notwendiges, das in dem Wesen des Menschen und der bürgerlichen Gesellschaft gegründet ist. Folglich muss man auch durch eignes Nachdenken ebensowohl darauf verfallen können, als man durch Anleitung darauf geführet wird.
ERNST: Die Freimaurerei wäre nichts Willkürliches? – Hat sie nicht Worte und Zeichen und Gebräuche, welche alle anders sein können und folglich willkürlich sind?
FALK: Das hat sie. Aber diese Worte und Zeichen und diese Gebräuche sind nicht die Freimaurerei.
ERNST: Die Freimaurerei wäre nichts Entbehrliches? – Wie machten es denn die Menschen, als die Freimaurerei noch nicht war?
FALK: Die Freimaurerei war immer.

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