Unglaublich, aber wahr!
2010-01-25, von Elita Wiegand
Es reicht, mir reicht’s – ich habe die Nase voll. Ich setze mich unermüdlich dafür ein, Menschen zu vernetzen, die mutig sind, Unternehmer, die andere Wege gehen, Querdenker, die sich vom Mainstream verabschieden und Standpunkte vertreten, die Neues wagen. Verdammt, wir brauchen mehr Menschen in der Wirtschaft, der Kultur und Politik, die etwas anstoßen, die etwas bewegen, Vorreiter für Veränderungen – wir brauchen Querdenker! Deshalb bin ich angetreten und habe den „Business-Club für Innovatoren, Wertschöpfer und Querdenker” gegründet, engagiere ich mich für das neue Denken in der Wirtschaft, weg von der Konkurrenz hin zur Kooperation, zu Vertrauen, Wertschätzung und Werten.
“Querdenker” ist als Wortmarke geschützt
Und was ist passiert? Eine Firma steht im Markenregister beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eingetragen als Inhaberin der Wortmarke „Querdenker”. Die Firma monopolisiert das Wort „Querdenker” für Druckereierzeugnisse, Werbung und Ausbildung.
Es ist unfassbar, aber JEDER, der die markenmäßige Benutzung „Querdenker” wählt, könnte früher oder später abgemahnt werden. Unglaublich auch, dass das Wort „Querdenker” überhaupt als (Wort-)Marke geschützt werden kann, denn der Begriff steht im Duden, bei Google gibt dazu etwa 270.000 Einträge und darunter sind zahlreiche Blogs, Agenturen und Firmen aufgelistet.
Und wir, unser Business-Club steht im Fokus. Für uns hat das folgende Konsequenzen:
- Der „Business-Club für Innovatoren, Wertschöpfer und Querdenker”, der seit fünf Jahren! so heißt, muss umbenannt werden – gestern haben wir den Untertitel auf unserer Website und hier im Blog gelöscht
- Das Interview „Querdenker-Talk” mit dem Wirtschaftsministerium und Rainer Plempe zum Thema Elektroautos ist gelöscht
- Die erfolgreiche Veranstaltungsform des Business-Clubs “Querdenker-Forum” (haben wir das erste Mal unter dem Titel von vier Jahren veranstaltet) muss unbenannt werden
- Wir mussten die Firmenbroschüre ändern
- Wir haben sämtliche Beiträge im Blog und der Website löschen müssen, in dem das Wort „Querdenker” in der Überschrift aufgetaucht ist (darunter natürlich viele Beiträge, die verlinkt sind)
- Die Rubrik „Querdenker” in unserem Blog musste entfernt werden
Das alles kostet Nerven, Energien, Kraft, viel Zeit und vor allem Geld.
Querdenker überall
Für mich gehört das Wort “Querdenker” zum normalen Sprachgebrauch und offensichtlich sehen das vieler meiner Kollegen in den Medien genauso. Das geht auch aus dem Wortschatz-Lexikon der Uni Leipzig hervor, der zu dem Begriff “Querdenker” seitenlang Zitate veröffentlicht hat, die in der Presse erschienen sind.
“Es darf keine bürokratischen Einengungen geben, die Querdenker stoppen!”
Zum Beispiel das Zitat: „ Es darf keine bürokratischen Einengungen geben, die Querdenker stoppen. (Quelle: archiv.tagesspiegel.de ) Und Prof. Lothar Späth sagte: „ Ich bin sicher, dass wir zur Bewältigung der auf uns zukommenden Krisenprobleme noch mehr Querdenker brauchen, die nicht in festgefahrenen Gleisen Lösungen suchen, sondern bei neuen Einfällen und Innovationen.”
Freiheit für Querdenker
Genau wie Lothar Späth, verbinde ich mit Querdenkern die tiefe Überzeugung und Hoffnung für Veränderungen, die wir so dringend brauchen, um die Probleme in unserer Gesellschaft zu lösen. Wir müssen gemeinsam kämpfen, damit wieder jeder den Begriff Querdenker wann und wie er will, gebrauchen kann. Jetzt können wir beweisen, dass wir die wahren Querdenker sind.





















Montag 25. Januar 2010 um 15:22
Liebe Frau Wiegand,
liebe Querdenker:
Wer den Begriff Querdenker schützen lässst, entlarvt sich selbst als Mainstream-Denker: Das Patent wirkt abgrenzend. Es geht aus von einer Konkurrenzsituation, die die bisherige Wirtschaft geprägt hat. Was indes passiert und die Wirtschaft von morgen prägen wird, sind vollkommen neue Formen der Kooperation und Interaktion zwischen verschiedenen wirtschaftlichen Akteuren wie Unternehmen und Kunden. Nicht umsonst sprechen zum Beispiel die Autoren von “Wikonomics” von “Prosumern” – Kunden, die zu Produzenten werden.
Wer einen gängigen Ausdruck wie “Querdenker” schützt, gibt sich selbst der Lächerlichkeit preis und beweist kein Querdenken, sondern seinen ökonomischen Kleingeist, der sich dem Diktat der alleinigen Gewinnmaximierung unterwirft. Ein jämmerliches Bild.
Wer andere davon abhalten will, “Querdenker” und “Querdenken” zu nutzen, ist von ausgesucht egomanischer Gestalt. Da bleibt dann konsequenterweise nur noch eines:
Der Antrag zur “Querdenker-Polizei”.
Montag 25. Januar 2010 um 15:49
Es ist nicht zu fassen! Wer sich einen wichtigen Begriff der Deutschen Sprache schützen lässt und exklusiv für sich verwenden will, ist für mich kein Querdenker, sondern jemand, der – nach der Spirals Dynamics von Ken Wilber – auf dem roten Mem hängen geblieben ist. Rotes Mem bedeutet: “Macht, Abgrenzung, egozentrisch, …, täuschen und beherrschen, …
Das ist für mich GANZ ALTES DENKEN und das Gegenteil von dem, was man von einem Querdenker üblicherweise erwartet. Denken in geschützten Bereichen ist Old Business. Wir brauchen aber heute genau das Gegenteil: Offenheit, Verbundenheit, gegenseitige Unterstützung.
Da muss aber bei der Markenanmeldung beim DPMA einer ganz tief geschlafen haben. Kann man denn da nichts machen?
Montag 25. Januar 2010 um 16:25
Stellt euch vor, jeder von uns würde sich ein deutsches Wort patentrechtlich schützen lassen. Wir wären sprachlos. Denn es reichen schon 120 000 Menschen, um den gesamten Duden mit leeren Seiten erscheinen zu lassen.
Wie viele Worte sind denn schon geschützt? Muss ich bei jedem Satz, den ich schreibe, vorher das Patentamt checken, ob ich das Wort auch nutzen darf? Ab wann gehört es zum Allgemeingut? Ich finde, der Begriff “querdenken” sollte jedem Menschen gehören dürfen. Ich liebe es – oder darf ich das auch nicht mehr sagen?
Wir hatten übrigens in diesen Tagen ein ähnliches Erlebnis. Auch das alte, lateinische Wort für “handgemacht” darf nicht jeder verwenden. Da hat ein großes Unternehmen seine Finger drauf. Und wer es nutzt, bekommt Post.
Schade, aber manche Querdenker sollten einfach mal quer denken, oder?
Montag 25. Januar 2010 um 16:57
@Wolff Horbach
Dieses Unternehmen kann keinen Erfolg haben. Mit so einer Haltung bekommt man in diesen Zeiten sicher keinen Rückenwind mehr. Das ist nur eine Frage der Zeit.
Wir streben gerade den Sprung zum zweiten Rang-Bewußtsein an – in diesen Zeiten wird besonders deutlich wer seine Hausaufgaben gemacht hat und wer von gestern ist. “cross-level” Debatten zwischen den Ebenen sind bekanntlich aussichtslos.
@Elita Wiegand
Mich würde interessieren, seit wann die Wortmarke geschützt ist. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es zurzeit möglich ist, dieses Wort als Wortmarke schützen zu lassen. Abgesehen davon, dass ich entsetzt bin, dass es überhaupt möglich war.
Montag 25. Januar 2010 um 17:03
Wunderbar, lasst uns “Hochschulreform” schützen und dann ordentlich beim Kultusministerium absahnen!
Montag 25. Januar 2010 um 17:07
Ich bin ein Querdenker !
Vor zwei Jahren habe ich versucht, mir als Wortmarke “Competence Selling” eintragen zu lassen. Es wurde abgelehnt. Zuerst war ich verärgert, denn die Begründung lautete, es wären zwei “geläufige” Worte, die liessen sich nicht schützen. Das sah und sehe ich anders, denn diese zusammengefügten Begriffe haben eine spezielle Bedeutung. Aber zwischenzeitlich habe ich das nicht nur akzeptiert, sondern auch kapiert, dass es völlig wurscht ist, ob man ein Recht auf so was hat. Es gilt doch vielmehr, was sich als gut durchsetzt. Das wird dann eh zur Marke.
Heute macht es mich aktuell wütend, dass QUERDENKER als Wortmarke eingetragen wurde. Wie konnte das passieren. Arbeitet diese Amt unterschiedlich? Kommt es vielleicht darauf an, wer hier was beantragt?! Haben die wirklich gepennt?!
Ich schliesse mich also nicht nur dem Protest an, sondern auch allen Aktionen, die damit verbunden sind. Wir Querdenker wehren uns! Auf gehts!
Montag 25. Januar 2010 um 17:13
Querdenker als Wortmarke… da frage ich mich schon: IST DAS AN KLEINKARIERTER ENGSTIRNIGKEIT NOCH ZU ÜBERBIETEN? Ironischer Weise ist das so ziemlich das Gegenteil dessen, wofür ein Querdenker im echten Sinne des Wortes steht: Statt Abgrenzung, kleinlicher Angst vor potenzieller Konkurrenz und geistigem Kleingärtnertum steht ein Querdenker für integratives Denken, Offenheit und geistige Beweglichkeit.
@Elita: Klasse, dass Du Dich zu Wehr setzt. Du hast meine volle Unterstützung!!
Montag 25. Januar 2010 um 17:51
[...] … hier lang. [...]
Montag 25. Januar 2010 um 17:55
Wenn jemand eine Marke hat, dann darf man den Begriff ja verwenden, aber halt nicht danach etwas offiziell benennen. Jeder darf Coca-Cola verwenden wie er will, aber man darf nicht einfach so einen Coca-Cola-Kongress organisieren. Also ich denke man sollte bei allem Ärger, nicht alles in einen Topf werfen.
Bin auch Querdenker und werde mich wie viele andere auch weiterhin so nennen und da seh ich auch keinerlei Probleme.
Montag 25. Januar 2010 um 18:03
In der Tat ist das ein starkes Stück.
Ich hoffe, dass Sie bei der zuständigen Behörde einen Löschantrag stellen können. Bei Patenten geht das ja auch.
Letztlich müssen Menschen vor Ort entscheiden und sie machen auch Fehler.
Ganz grundsätzlich halte ich es nicht für falsch, wenn jemand ein Wort schöpft und daraus eine Marke kreirt, dass er sie gegen Missbrauch schützen kann.
In Twitter hat das Thema jedenfalls schon gezündet und das ist gut so!
Man stelle sich vor, jeder Hinterhofprogrammierer würde sein Produkt als “Microsoftware” bezeichnen können.
Anders ist es natürlich mit Worten des allgemeinen Sprachgebrauchs. Diese sollten nicht geschützt werden können.
Montag 25. Januar 2010 um 18:39
Der Twitter-Absatz sollte eigentlich am Ende erscheinen…
Montag 25. Januar 2010 um 18:49
Ich finde es ja schon toll, wenn hier jemand alle aufgebracht aufruft, sich zur Wehr zu setzen, dass sich jemand diesen Begriff hat schützen lassen, und seine volle Unterstützung für den Kampf gegen diese maßlose Ungerechtigkeit zusichert.
Aber wie unseriös ist das denn, wenn derjenige sich selbst die Marke querdenken hat schützen lassen. Das grenzt schon wirklich an Verarschung. Hier versuchen scheinbar einige einen Krieg anzuzetteln, wo nicht mal klar ist, was überhaupt Fakt ist.
Ich halte die ganze Show hier für reichlich übertrieben, wenn ihr mich fragt.
@Gerd und Kai-Jürgen: Sehe ich absolut genauso.
Montag 25. Januar 2010 um 18:52
Ich bin sprachlos….vielleicht dürfen wir bald auch die Sprache nicht mehr frei benutzen, weil die Wörter kapitalisiert werden?
Schöpfen wir nicht alle aus dem gleichen Universum? Gibt es wirklich etwas was nur mir gehört, über das nur ich verfügen darf?
Solche Entscheidungen zeigen in welchem Zustand wir uns befinden: Enge, Angst, Unsicherheit und vor allem Mangel…. und es ist ein Armutszeugnis für unsere Kultur und unser Gemeinwesen!
Montag 25. Januar 2010 um 19:06
Liebe Elita,
wie ich dir schon erzählt habe, war ich „Opfer“ zwei solcher „Wortmarken“ Zum einem hatte ich ein kräftige Abmahnung vom NOK wegen dem Wort „Oly..pia“, aber auch einem Kollegen durfte ich viel Geld überweisen, wegen einer im Volksmund gebräuchlichen Wurstmarke. Ich kenne das lähmende Gefühl der Ohnmacht, Deine Gedanken und Deinen Ärger. Das bedrückt ungemein.
Wir sind alle Längs- und Querdenker, dass kann uns keiner nehmen! Zu Deinen Veranstaltungen kommen immer sehr viele besondere Menschen. Sehe es als ein Zeichen, dass [sogenannte] „Querdenker“ neidisch nach Düsseldorf blicken. Sei stolz auf das erreichte Elita, sei stolz auf so viel „Längs und Querdenker!“ Was ich dieser Firma (die dich abgemacht hat) wünsche, möchte ich hier nicht schreiben…
Montag 25. Januar 2010 um 19:31
@ Gerd: #9
Hier geht es ja nicht darum, den Namen Querdenker irgendwie zu verwenden, sondern dieser “Businessclub für Innovatoren, Wertschöpfer und Querdenker” besteht seit einigen Jahren. Jetzt kommt jemand nach vielen Jahren, hält sich für besonders clever und lässt sich einen Begriff schützen, der essentieller Bestandteil der Deutschen Sprache ist.
Das wäre ja eventuell noch tragbar. Aber das jetzt verlangt wird, dass es hier weder den Businessclub für Querdenker geben darf, noch ein Querdenker-Forum oder einen Querdenker-Talk, finde ich schon von bemerkenswertem kleinkariertem Denken. Querdenken geht anders.
Was mich an der ganzen Sache so ärgert: Jeder von uns, der normale Worte der Deutschen Sprache verwendet, läuft bei so einem Verhalten Gefahr, abgemahnt zu werden. Allmählich bekommen wir amerikanische Verhältnisse.
@ Marcel #6
Das gleiche habe ich vor einigen Jahren auch erlebt. Ich wollte mal eine Software-Lösung unter dem Namen “BluSky” eintragen lassen. Das wurde auch abgelehnt. Äußerst seltsam, nach welchen Kriterien das DPMA entscheidet.
Montag 25. Januar 2010 um 19:35
das ist das ultimtive “no go” – also wenn das titelschutz und markenamt das ernsthaft durchgewunken hat (für wieviel geld?! an wen?!) gehört es abgeschafft.
ich seh schon den titel in der bild: “markenamt verbietet querdenken”…
werden demnächst noch alle substantive, adjektive, verben, pronomina und artikel geschützt?!
müssen wir dann auf skype emoticons zurückgreifen?!
und wer schützt die dann obendrein?!
volksverstummung oder redefreiheit?!
ich bin ein querdenker – und eine querdenkerin – das werde ich immer so sagen. und querdenker haben in einem freien land ein recht auf querdenkerforen oder was immer mit dem begriff querdenker verknüpfen.
wer sich so einen begriff schützen lässt, ist das gegenteil davon.
meine “healing concepts” wurden seinerzeit übrigens nicht geschützt – musste für den abschlägigen bescheid genauso zahlen, wie für die neuanmeldung in verbindung mit meinem namen “healing concepts by dr. sarah schons”. und nur so sei ein schützen eines allgemeinen begriffs laut deutschem recht möglich.
wieso heißt diese fragwürdige unternehmung dann nicht “querdenker by XY” nach ihrem offenbar so gar nicht querdenkenden gründer?!
wenn ich er wär, ich würd mich schämen – oder mal über wortsinn und freiheit nachdenken.
aber vielleicht ist sein business modell ja querdenken beim geldverdienen über abmahnungen. ist ja neuerdings auch recht beliebt in deutschland..
Montag 25. Januar 2010 um 19:40
Das ist eine schaurige Entwicklung und ich finde es wichtig, daß dieses Thema angesprochen wird! Eine Markenanmeldung darf nicht dazu führen, daß man ein Wort gar nicht mehr benutzen darf – es darf nur nicht für die angemeldeten Bereiche verwendet werden – man darf unter dieser Bezeichnung also keine Werbedienstleistungen, Unternehmensberatungsdienstleistungen etc. anbieten. Das erlaubt aber noch nicht, die Nutzung des Begriffes allgemein abzumahnen! Dies ist von der Markenanmeldung nicht umfaßt!!
Die Marke stammt leider schon aus 2004.
http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/2204363/304221503/DE
Aber: was ich wirklich spannend fände, dies in der entsprechenden Xing-Gruppe anzusprechen, denn Querdenker, die anderen Querdenkern den Begriff “streitig” machen, sind ja nun wirklich keine Querdenker.
Und hier wäre ein möglicher Diskussionsort:
https://www.xing.com/app/network?op=latest_articles;netid=21736
Gruß aus Wuppertal
Astrid Christofori
Montag 25. Januar 2010 um 19:43
Vielleicht ist das Genannte eher die Marke “Verquerdenker”? Sieht ganz so aus.
Montag 25. Januar 2010 um 19:51
hu – da hat denn der titelschutz anzeiger gleich gegen sich selbst verstossen und am 12.09.2008 das unwort querdenker unrechtmässig auf einen der ihren angewandt: http://www.titelschutzanzeiger.de/medienundrecht/detail.php?nr=55649&rubric=Medien+%26+Recht … sollte man dem herrn unterlassungskläger doch gleich mal übermitteln… und auch dem amt – sollen sie sich doch miteinader beschäftigen und uns in ruhe querdenken lassen…ach so: und wikipedia dann bitte auch noch mal tüchtig durchmahnen… http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spezial:Suche&search=querdenker – und auch die erben von albert einstein et al – es gibt so viele als quednker konnotierte geistesgrössen.. mir deucht allmaählich, es könne sich wirklich um das geschäftsmodell des herrn XY handeln.. querverdienst sozusagen…
Montag 25. Januar 2010 um 19:55
Vorsicht: querdenken ist auch geschützt:
http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/1945741/304511862/DE
Echt lustig, dass sich hier jemand mächtig aufregt und sich selbst das Wort hat schützen lassen
Montag 25. Januar 2010 um 19:59
@ Dagmar:
Vielleicht ist “Verquerdenker” ja auch auch schon geschützt?!
Montag 25. Januar 2010 um 20:01
@dagmar
hört sich gut an, also am besten gleich schützen lassen
Montag 25. Januar 2010 um 20:05
also mich macht das einfach sprachlos. ich hätte ja eher gedacht das querdenker ein eigenname ist wie hugo schmidt oder wörter wie fenster, haus, flugzeug etc. aber das man sich sowas doch tatsächlich schützen lassen kann wow. #Fail
Montag 25. Januar 2010 um 20:08
@wolff horbach: amerikanische verhältnisse…das trifft es.
einem Menschen, der nicht Autofahren fahren kann, hilft auch der schönste Porsche nichts ;o)
in diesem Sinne, lasst uns kwer-denken …
Montag 25. Januar 2010 um 20:13
@just me
geht nicht ist auch schon geschützt
http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/1573930/302377514/DE
Montag 25. Januar 2010 um 20:13
@ Angela von Greben:
Könnte es sein, dass Sie nur in der Phantasie existieren? Erstaunlich, dass so ein schöner Name bei der Google-Suche 0 Treffer verursacht. Geheimer Adel oder Angst vor dem Outing?
Montag 25. Januar 2010 um 20:13
@Maik Thomas: Man darf grundsätzlich fast jedes Wort als Marke verwenden, es gibt aber Regeln. Beispiel: Das Wort darf nicht beschreibend sein und es muß unterscheidungskräftig sein
- z.B. nicht Apfel für einen Apfel (aber: Apfel/Apple für einen Computer, ein Telefon). Man kann da natürlich tausend Beispiele bilden …..
Montag 25. Januar 2010 um 20:14
Hallo liebe Elita Wiegand, wie schon am Telefon geäußert, war auch ich sprachlos. Dass man sich das Wort “Querdenker” schützen lassen kann … wow! Da sollte ich wohl mal mit “Lebenstempo” beginnen. Da gibt es noch keine Einträge
…
@ Marcel Klotz: Kann ich gut verstehen Ihren Unmut … Competence Selling war nicht möglich … nun aber Querdenker. Versteht das jemand. Ich nicht.
@ Dagmar, hallo Wort-spielerin … ver-quer-denken … das ist eine Gabe und das kannst nur Du.
Ich bin Kreuz- und Quer-Denkerin und drücke die Daumen.
Gruß aus Frankfurt. Petra Schuseil
Montag 25. Januar 2010 um 20:15
Einfach abartig sich üblich verwendete Worte schützen zu lassen.
Übrigens gibt es eine hübsche Geschichte von SF-Autor Andreas Eschbach: “Al-Quaida (TM)”
Montag 25. Januar 2010 um 20:19
@WH
die Frage ist doch, weshalb haben Sie nach mir gegoogelt?
Wollten Sie mir 77 Tipps zum Glück geben ?
Montag 25. Januar 2010 um 20:25
@ Angela von Greben:
Ich habe nach Ihnen gegoogelt, weil ich erstens ein neugieriger Mensch bin und immer gerne wisse, wer mit welchen Interessen kommentiert. Zweitens schätze ich Offenheit. Wenn jemand nicht mit seinem richtigen Namen kommentiert, muss ich davon ausgehen, dass er etwas zu verbergen hat. Und das macht mich nicht glücklich.
Montag 25. Januar 2010 um 20:27
@Astrid Christofori
also ich kenn mich auf diesem pflaster des markenschutzes nicht so doll aus
. aber ist es denn nicht auch so das wenn 2 parteien zwar den gleichen begriff nutzen, aber dennoch unterschiedliche zusammenhänge gegeben sind, dass es da rechlich keine unbedingte beantstandungen gibt ? der eine hat um bei ihrem beispiel zu bleiben apple für elektronikgeräte und software. der andere hingegen nutzt apple als vieleicht automarke mit diversen zusätzen “apple speedcar” ? aber warscheinlich wird dann wohl noch die presents am markt und die bekanntheit der marke eine rolle spielen um auch verwechslung auszuschliesen. wobei ich für diesen oben geschilderten fall eigentlich keine verwechslungsgefahr sehe da das in der klägerpartei als einzelwort steht und für den club im zusammenhang einer erklärenden wortgruppe steht. ich glaube das is sicher rechtlich ganz schöner hickhack sowas.
Montag 25. Januar 2010 um 20:30
@WH
ich mag leider keine neugierigen Menschen und vor allem keine neugierigen Männer. Und mal ehrlich unter uns Frauen wissen wir doch beide, dass nicht um meine Interessen geht.
Na wenn das so ist mit der Offenheit ist, dann reden wir doch gleich mal über Ihr Jahreseinkommen, wenn Sie nichts zu verbergen haben
Netter Versuch
Montag 25. Januar 2010 um 20:36
@ angela von greben: nettiquette meint auch beim topic des threads zu bleiben… das hier ist kein chatroom – just in case you didn’t notice
Montag 25. Januar 2010 um 20:37
Um was geht es denn in der Geschichte von SF-Autor Andreas Eschbach: “Al-Quaida (TM)”
Kenn ich nicht. Kann mich mal jemand aufklären
Montag 25. Januar 2010 um 20:39
Entschuldigung, wollte WH ja nur glücklich machen
Bin dann mal weg
Montag 25. Januar 2010 um 20:40
@ AvG
Netter Versuch von dem eigentlichen Punkt abzulenken: Was haben Sie zu verbergen? Warum trauen Sie sich nicht mit Ihrem richtigen Namen ans Licht?
Montag 25. Januar 2010 um 21:16
Das passt doch gut: Herbert Grönemeyer in “Mit Gott“:
…
die paar aufrechten querdenker
in den eigenen reih’n
sind gut für’s gesicht nach außen
intern ebnen wir sie ein
Übrigens die 2. Strophe heißt:
wir kontrollieren jeden sender
alles wird vorgedacht
erst wenn der fernseher aufhört zu denken
tut er was man ihm sagt
wir bespitzeln jeden unserer gegner
speichern jedes schwarze schaf
den, der zu dumm ist sich zu vermummen
kriegen wir umso eher brav
Montag 25. Januar 2010 um 21:21
WH: selten so gewiehert
Montag 25. Januar 2010 um 21:36
Aha, Angela von Greben ist jetzt zu Rita M. mutiert. Sehr kreativ!
Montag 25. Januar 2010 um 21:44
Querdenken steht für Freiheit schlechthin. Das dann in den Ketten des Markenschutzes zu sehen ist ein Widerspruch in sich – vor allem aber traurig.
Anne M. Schüller
Montag 25. Januar 2010 um 22:08
ist ja cool – wir werden gespammed von wesen, die sich nicht mit klarnamen rübertrauen. so macht das also der markeninhaber der querdenker- via angela von greben, rita m, gerd schallhammer, – wie arm.. wie peinlich.. traut euch doch mit klarnamen und weblinks raus –
wie gesagt: dieser business-club von querdenkern und innovatoren ist eine sehr lebendige gemeinschaft. anonoyme spam attacken gehen hier nicht durch. see http://www.innovativ-in.de/blog/blog-netiquette/
Montag 25. Januar 2010 um 22:16
Was versteht man unter “Cooler”??? Selbst der Begriff ist geschützt und der Gebrauch (nur noch im Google-Cache zu sehen) kostet mich wohl € 3000,00.
Montag 25. Januar 2010 um 22:17
@ Sarah;
” ist ja cool” Vorsicht, der Abmahnanwalt liest mit
Montag 25. Januar 2010 um 23:41
Pech gehabt. Das ist doch hier ein Business-Club, oder? Zum Business gehört heute auch der Markenschutz. Beim Markenschutz gibt es 45 Klassen. Querdenker wurde für Seminare, Druckerzeugnisse, Werbung eingetragen.
Also Frau Dr. Schons: Soweit ich sehe ist der Begriff “Querdenker” für “Medizinische und veterinärmedizinische Dienstleistungen” (Klasse 44) noch frei.
Was den Titelschutzanzeiger angeht. Der bietet keinen endgültigen Schutz und berücksichtigt keine übergeordnete Rechte wie Eintragung ins Markenregister, Persönlichkeitsrechte usw.
Dienstag 26. Januar 2010 um 07:57
[...] Weil sich jemand das Wort “Querdenker” als Marke hat schützen lassen. Siehe “Unglaublich, aber wahr!“.Daraus ergeben sich für mich ein paar [...]
Dienstag 26. Januar 2010 um 08:34
„Sich in kein Schema pressen lassen“, „Dinge anders sehen“, „keinen Respekt vor dem Status Quo zu haben“: Das zeichnet Querdenker aus. GROTESK, sich gerade diesen Begriff als Wortmarke schützen zu lassen. LÄCHERLICH, sich mit diesen Federn „exklusiv“ schmücken zu wollen. ÄRGERLICH, weil der blanke Kommerz, all die Menschen behindert, die die Welt zumindest ein kleines Stück nach Vorne bringen wollen!
Dienstag 26. Januar 2010 um 09:26
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Dienstag 26. Januar 2010 um 09:34
Noch’n Gedicht:
Die Rechteinhaberin wirbt mit einer “Referenz” von Klaus-Peter Müller. Angegeben als “Vorsitzender des Vorstandes der Commerzbank AG”. Er ist inzwischen Vorsitzender des Aufsichtsrats:
“Unbestritten ist es ein wichtiges Ziel, Querdenker miteinander zu vernetzen und gleichzeitig Querdenken bei jungen Menschen zu fördern.”
Und wie macht man die Vernetzung am besten? Indem man andere Querdenker wenige Tage vor einer Veranstaltung abmahnt, sie mit Kosten überzieht, ihnen die Verwendung des Namens Querdenker untersagt und sie bei ihrer Arbeit behindert.
Ist ja interessant! Ob Herr Müller schon von dem Missbrauch seines Namens weiß?
Dienstag 26. Januar 2010 um 09:35
@all
Danke für die vielen Reaktionen und die engagierte Diskussion. Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht auf jeden Kommentar reagieren kann und erst heute dazu komme, überhaupt zu antworten.
Die Querdenker haben einigen Staub aufgewirbelt – unzählige Mails, Anrufe – gestern war ein stressiger Tag und neben den Querdenkern läuft mein normales Business weiter.
Ich möchte aus meiner Sicht gerne noch einmal einige Punkte klarstellen:
Markenschutz: Es ist unumstritten, dass ein Markenschutz im Business wichtig ist. Markenschutz hat es immer gegeben, doch es hat sich durch das Internet in den letzen Jahren vieles verändert und die Abmahnungen nehmen drastisch zu. Es scheint, als ob Rechtsanwälte für ihre Mandanten nur noch im Web unterwegs sind, um „Sünder“ aufzuspüren und oft trifft es kleine und mittelständische Unternehmen, die abgemahnt werden. Ich erfahre gerade, wie viel Zeit, Ärger und Geld das alles kostet und frage mich, warum wir uns im Business gegenseitig das Leben eigentlich immer schwerer machen, anstatt zu kooperieren, gemeinsam etwas zu bewegen und gemeinsam anzupacken.
Kommentare: Ich finde es wichtig, dass wir hier im Blog offen und fair miteinander diskutieren. Persönliche Angriffe haben hier nichts zu suchen und es ist bedauerlich, dass sich einige Kommentatoren hinter einem Pseudonym verstecken. Querdenker stehen zu ihrer Meinung, vertreten einen Standpunkt und stellen sich.
Ein kleines „Denk-mal!“ zum Schluss: Wie würden Sie einem Haitianer erklären, dass wir uns in Deutschland um den Begriff „Querdenker“ streiten, weil eine Firma ein Alleinstellungsmerkmal für sich beansprucht?
Dienstag 26. Januar 2010 um 10:14
Liebe Elita,
wir brauchen dieses “Querdenker”-Forum. Kämpfe dafür. Meine Unterstützung ist Dir sicher.
Hier mein Vorschlag zur Umgehung der engstirnigen “Querdenker” beim DPMA:
Wir “Querdenker” sind anders, also können wir Querdenker auch anders schreiben, als es vorgesehen ist.
Warum nennen wir es nicht “Queerdenker”?
Dienstag 26. Januar 2010 um 13:50
@Elita
“und frage mich, warum wir uns im Business gegenseitig das Leben eigentlich immer schwerer machen…”
Die Antwort ist doch ganz einfach: weil in den meisten Fällen der Anstand fehlt.
Dienstag 26. Januar 2010 um 14:09
@ Michael
Oh ja, der Anstand…Die gute Nachricht: Doch durch das Web 2.0 wird immer Transparenz geschaffen… und wie es funktioniert, haben alle Kommentatoren hier im Blog bewiesen.
Ich freue mich darüber, dass wir uns wehren, verbünden und uns für Querdenker einsetzen. Weiter so!
Dienstag 26. Januar 2010 um 16:12
Guten Tag,
bitte erlauben Sie mir folgende persönliche Hinweise:
1. Ich bin fest davon überzeugt, dass Querdenker dringend gebraucht werden. Sie müssen sich frei entfalten und ihre Meinung frei äußern können. Und es stünde gut an, Querdenkern zuzuhören und zu überlegen, ob ihre Ideen sinnvoll und umsetzbar sind.
2. Die freie Entfaltung hat da ihre Grenzen, wo die Rechte von Anderen berührt werden. Auch ein Querdenker muss die Rechte anderer Personen respektieren. Und wenn diese in einem Markenrecht, Patentrecht oder dergleichen begründet sind, darf man meiner Abnsicht nach nicht so tun, als exisitierten sie nicht. Wenn ein Querdenker ein business aufbauen möchte, dann hat er die Möglichkeit, vorab Recherchen in allen Richtungen zu unternehmen, so beispielsweise auch in den Marken- und Patentdatenbanken. Dies gilt selbstverständlich auch für “konventionelle” Denker, denn diese müssen auch die Rechte von Querdenkern respektieren; auf die Geisteshaltung kommt es schließlich nicht an.
3. Und was den konkreten Fall angeht: Es ist schon interessant zu sehen, was hier vom DPMA registriert worden ist. Das hätte ich in der Tat nicht erwartet. Sehr geehrte Frau Wiegand, haben Sie schon einmal ein Löschungsverfahren gegen die Sie störende Marke in Erwägung gezogen?
Dienstag 26. Januar 2010 um 16:59
ich wollte noch mal kurz melden. Das Problem liegt für mich weniger in der Tatsache, daß das DPMA die Anmeldung eingetragen hat, sondern vielmehr in der Tatsache, ob bzw. wie die Eintragung genutzt wird.
Beispiel: Nehmen wir an es gäbe einen Schokoriegel namens “Querdenker” – dann ist das ein grundsätzlich phantasievoller Begriff für einen Schokoriegel und durchaus ok.
Auch für die Bereiche Werbung, Unternehmensberatung etc. kann ich das noch nachvollziehen – das heißt aber nicht ohne weiteres, daß niemand mehr den Begriff “Querdenker” benutzen darf, sondern daß man unter diesem Begriff keine Werbedienstleistungen, keine Unternehmensberatung etc. anbieten darf. Natürlich sind die Grenzen oftmals fließend.
Hier kommt jetzt die Frage herein: macht es Sinn, sich gegen diese Art der Nutzung durch den Markeninhaber bzw. gegen die Eintragung selbst zu wehren. Das ist vor allem eine Zeit- und Kostenfrage.
Vielleicht läßt sich ja über einen Protest der existierenden “Querdenker” auch etwas erreichen (gerade in Zeiten von Social Media).
Dienstag 26. Januar 2010 um 17:38
@ Markus Bedenbecker #54:
Natürlich müssen auch Querdenker bestehende Rechte achten. Was m.E. fehlt, ist so etwas wie Bestandsschutz. Was nützt Ihnen die gründlichste Recherche, wenn Sie heute nichts finden, Sie Ihr Geschäft gründen und nächste Woche jemand eine Marke eintragen lässt, die Sie verdrängt? Sind wir hier im wilden Westen oder in einem Rechtsstaat?
Bei echten Markennamen wie Nike, CocaCola, Tchibo, … kann ich das ja noch verstehen. Aber bei Allerweltsnamen wie Querdenker? Nächste Morgen lässt sich einer “Unternehmensberatung” oder “Reinigung” schützen und kassiert dann bei allen Kollegen ab. Ein Unding.
@ Astrid Christofori #55:
Die Solidarität und der Protest der Web 2.0 Gemeinde ist sicherlich richtig und wichtig. Aber es wird m.E. höchste Zeit, das Recht wieder herzustellen. Von daher ist ein Antrag auf Lösung der Marke “Querdenker” für den angegebenen Bereich sicherlich die beste Maßnahme. Spätestens jetzt müsste das DPMA doch erkennen, was sie da für einen Unsinn genehmigt haben.
Wer querdenkerisch wirken will, sollte das durch Kreativität und Esprit tun und nicht durch das Ziehen von Zäunen.
Dienstag 26. Januar 2010 um 19:05
[...] und belastendes Ärgernis. Elita hat in Ihrem Blog das ganze sehr anschaulich erklärt – unglaublich, aber wahr! Foto von Rainer Prüm: Treffen mit Elita Wiegand in [...]
Dienstag 26. Januar 2010 um 23:31
Die Marken der ICCOM International GmbH, 80335 München aus dem Jahr 2004 könnten mit hoher Wahrscheinlichkeit löschungsreif sein.
Momentan sind die Marken:
Querdenker, Reg.Nr. 30422150
in den Klassen 16, 35, 41:
Druckereierzeugnisse; Werbung, Unternehmensberatung, Marketingberatung; Seminare, Ausbildungs- und Fortbildungsberatung
bzw.
Business Querdenken, Reg.Nr.: 30451186
Klasse 16:
Veröffentlichungen (Schriften); Broschüren, Bücher, Lehr- und Unterrichtsmittel (ausgenommen Apparate); Magazine (Zeitschriften)
Klasse 35:
Unternehmensberatung; betriebswirtschaftliche Beratung; Erstellung von betriebswirtschaftlichen Gutachten
Klasse 41:
Veranstaltung und Durchführung von Workshops (Ausbildung); Coaching; Organisation und Veranstaltung von Konferenzen, Kongressen, Symposien, Veranstaltung und Durchführung von Seminaren; Veröffentlichung von Büchern; Herausgabe von Texten (ausgenommen Werbetexte); Online Publikation von elektronischen Büchern und Zeitschriften
für die ICCOM GmbH geschützt. Dann gibt es auch noch “Querdenkologe”.
Im Jahr 2008 ist die ICCOM GmbH mit einigen wortlautidentischen Anmeldungen gescheitert.
Die Marken könnten für die oben genannten Marken beschreibend sein. Darüber hinaus soll die ICCOM doch bitte im Rahmen einer Löschungsklage einmal beweisen, dass sie die Marken rechtserhaltend benutzt. Die Marken wurden 2004 angemeldet und dürften bereits außerhalb der Benutzungsschonfrist liegen.
Ein Anwalt, der sich mit der Materie auskennt kann sich die Marken ja einmal näher ansehen. Ich würde an meiner eigenen Benutzung angesichts dieser schwachen Marken nichts ändern. Wenn ICCOM sich daran stört, sollen sie doch einmal abmahnen / EV beantragen / klagen. Ich würde keinem Mandanten raten, aus diesen Marken einen Angriff zu fahren.
Mittwoch 27. Januar 2010 um 08:58
Ich fasse es nicht….
Mittwoch 27. Januar 2010 um 10:58
Das liegt selbst mir als Querdenker völlig quer. Ich gehöre auch zu denen, die das Querdenken pflegen und als persönliches Markenzeichen in ihrem Geist und Körper mit sich führen. Das jemand ernsthaft dies für sich zu monopolisieren versucht ist ungeheuerlich. Nicht nur widerspricht es dem queren Geist, es verkehrt freies und queres Denken geradezu in sein Gegenteil. Ich freue mich, diese Fähigkeit mit vielen zu teilen und hoffe, dass die eigentumsrechtliche Privatisierung einer Fähigkeitenbeschreibung scheitert und die Querdenker sich durch diesen Versuch noch besser vernetzen.
Die Gedanken sind frei, quere Gedanken noch viel mehr. Und die lassen sich auch durch Mauern und Zäune nicht aufhalten.
Mittwoch 27. Januar 2010 um 12:23
Sehr geehrte ungeschützten Querdenker, sehr geehrter Querdenker-Kondom,
kann es sein, dass in dieser Diskussion Hamster mit Meerschweinchen verwechselt werden, eben, jene Tierchen, die im Laufrad die Welt bewegen, und jenen anderen, die nur durch ihre Ähnlichkeit im Namen an die chinesische Küche erinnern? Und liegt in dem “Quer” nicht die eigentliche Ursache dieser völlig desolaten Diskussion? Nun will ich mich nicht mit dem Querdenker-Patent beschmutzen, bleibe folglich jenseits dieser Logik. Denn, das kennen alle, selbst in der gelebten nummerierten Rechthaberei beliebt immer ein klebriger Flecken auf der Wendeweste. Also, Flecken auf beiden Seiten. Wer kennt nicht jene Menschen, die KREUZ und QUER argumentieren, Fussbal spielen oder in diesem Stil Autofahren oder sogar Texte schreiben? Wer sich auf das Kreuz der Quermacht konzentriert, ist immer fein raus, weil dann die Schuld bei den anderen liegt, bringt uns im Moment auch unser Obama bei.
Doch beim Quer ist jenem Herrn, der diese Quer Nummer auf der Stirn trägt und sich in der partnerschaftlichen Quererei mit Patenten aus Latex schützen muss, eigentlich zu danken. Denn mit seiner stürmischen Attacke hat er doch endlich jenes patentierte Verhüterli zum Platzen gebracht. Und, wer aus einer solchen Tüte die Ideen verspritzt, wird doch auf den Sturm der Entrüstung gehofft haben, oder? Ist diese so gut gemeinte Verhinderungstüte vielleicht auf dem falschen Organ gelandet? Ist diese Verhütung nicht die Rettung gegen das Quere im Denken, das nicht wirklich intelligent ist? Wird hier nicht sogar Sozialarbeit geleistet, in dem mindere IO`s da landen, wo sie hingehören? Vielleicht in der Politik? In der Gier? Oder im Sondermüll? Fragen über Fragen, die, und da sei dem Patent dank, ohne jenes gar nicht das Licht der Öffentlichkeit erblickt hätten. An dieser Stelle kann der BILD Zeitung gar nicht genug gedankt werden.
Anstand ist keine Frage der Erkenntnis, sondern der Moral. Und die ist so beliebig wie das Amen in den Kirchen. Ein Amen in patentiertem Querdenken ist die frömmelnde Erkenntnis,
dem Herrn des Glaubens noch näher zu sein, als selbst jener Gott sich das vorstellen kann. (Wunschdenken!) Darum ist diese Intelligenz konsequente Verhütung, wie bewiesen. Nix mehr kreuz und quer, sondern eindeutig Lusttod. Ich schlage in diese Richtung eine neue Metapher vor: Leerdenken, bei gleicher Patentnummer. Die Zahl der Bewunderer stiege damit ins Unermessliche. Und so wie man nur aus Besserwisserei keine Pudel und Dackel treten sollte, sollten die Leerdenker – gut, ein wenig Kläffen darf sein – die Querdenker einfach ignorieren. Die Beschäftigung mit wahrer Leere ist anstrengend genug, um noch das Bein wiederholt an der falschen Stelle zu heben.
Dieser Kommentar basiert auf meinen ureigenen Vorstellungen von “Querdenken”, in langen Jahren mit den falschen Büchern angelesen. Ähnlichkeit mit lebenden Denkern ist weder gemeint noch beabsichtigt. Denn Freies Denken hat mit KREUZ und QUER so gar nichts zu tun. Wer dies überprüfen will, sollte sich diesen Büchern von Thomas Müller, Polizeipsychologe, widmen: Gierige Bestie und Bestie Mensch, Ecowin Verlag.
Mittwoch 27. Januar 2010 um 13:15
@ Elita
ich bin noch nicht so lange Partnerin im Business-Club und erlebe hier gerade, worum es bei innovativen Sichtweisen natürlich auch geht: Gesetze + Regeln, Macht + Manipulation, Revierkämpfe + Auseinandersetzungen über Themen, die vor 10 Jahren noch keine Rolle gespielt haben…
Ich spüre deinen Kampfgeist, staune über die rege Diskussion um den deutschen Markenschutz und ich bin beeindruckt davon, wie viel Unterstützung und Rückendeckung du bekommst. Es gibt inzwischen wirklich viele gesetzliche Regelungen in Deutschland, die überdacht, entsorgt oder neu kalibriert werden müssten.
Bei alledem stelle ich aber auch fest, dass es mich sehr inspiriert, dass der Querdenker nun nicht mehr so plakativ vorne an der Tür steht. Mir gefällt das neu Schlichte: Innovativ.in – Der Business Club. Es zeugt von einer gewachsenen Professionalität und von klarer Kompetenz. Der Begriff innovativ hat für mich noch einmal mehr Sinn + Bedeutung gewonnen, schließlich steht er eh für quer denken. Manchmal wächst unser Wert gerade, wenn wir aufhören über das zu sprechen, was selbstverständlich geworden ist…
Du bist für mich die Verkörperung einer Querdenkerin – ganz egal, ob das an unserer Tür steht oder nicht. Inzwischen stehst du dafür eh mit deinem Namen. Du hast in den letzten Jahren mit viele Zeit und Leidenschaft dafür gekämpft, dass du zu einer eigenen Marke geworden bist. Und die schmeckt nach querdenken und kwerdenken (wie Wolff es so schön ausdrückt). Gerade, weil sie sich in Taten ausdrückt – und daher nicht mehr so viel Worte braucht.
Ganz egal, wie der Rechtsstreit ausgehen wird – ich bin mir sicher, das innovativ.in gewinnen wird: nämlich Kompetenz, Glaubwürdigkeit und Vertrauen.
Mittwoch 27. Januar 2010 um 13:19
STELLUNGNAHMNE
Da Frau Wiegand nicht bereit ist, hier eine Richtigstellung vorzunehmen und es wissentlich zulässt, dass uns böswillige Absichten unterstellt werden, möchte ich hiermit zur Aufklärung beitragen. Auch das gestrige wohlwollende Telefonat konnte Frau Wiegand zu unseren großen Bedauern nicht dazu bewegen, den irreführenden Ausführungen im Rahmen eines angemessenen Verhaltens zu entgegnen:
1. Frau Wiegand wurde nicht von uns abgemahnt, sondern hat uns angerufen, um eine weitere
Verwendung des Begriffs als Titel bzw. Headline für Ihre Veranstaltungen und Ihre Talk-Reihe
abzustimmen. Dieses Gespräch war äußerst kollegial.
2. Wir freuen uns unheimlich darüber, dass sich soviele mit dem Begriff QUERDENKER
indentifizieren und ihn als Bezeichnung für sich benutzen. Diesen Begriff kann auch jeder
für sich persönlich ohne Einschränkungen weiterhin verwenden. Dies hat mit unserer Marke
auch in keinster Weise etwas zu tun, wie hier irrtümlich suggeriert wird.
3. Wir veranstalten in 2010 über 100 QUERDENKER-Events und mussten feststellen, dass seit
Mitte letzten Jahres viele Veranstalter Ihre Events auch unter dem Titel bzw. der Headline
QUERDENKER-… platziert haben. Aufgrund dessen erreichen uns inzwischen laufend
Beschwerden von verärgerten und irritierten Teilnehmern, die uns hierfür verantwortlich
machen bzw. uns als Veranstalter wahrnehmen. Deshalb können wir es nicht zulassen, dass
dieser Begriff für Veranstaltungs-Formate im Titel bzw. oder in der Headline benutzt wird
und deshalb zu einer Verwechslungsgefahr mit unseren Veranstaltungen führt.
4. Mit über 150.000 Mitgliedern und Freunden des QUERDENKER-Clubs wurde in den letzten Jahren
das größte QUERDENKER-Netzwerk geschaffen. Es ist irritierend, wenn nun viele Unternehmen,
so sehr wir dessen Leistungen respektieren und schätzen, nun den Begriff QUERDENKER für sich
gewerblich nutzen.
5. Wir haben eine QUERDENKER-Stiftung gegründet und unterstützen damit Kinder, Schüler und
Studierende, um die wichtigste Ressource in unserem Land zu fördern. Dies finanzieren wir aus
all unseren Aktivitäten. Wir wollen das Querdenken fördern und nicht blockieren.
6. Wir sind auch kein “abmahnwütiges” Unternehmen, sondern müssen lediglich unsere Interessen
schützen, wenn jemand unsere Initiative oder unsere Aktivitäten für eigene Zwecke oder
Geschäftsmodelle nutzt.
7. Wir sind lediglich Markeninhaber der Marke “Querdenker” seit 2004. Die Marke Querdenken
wurde von Dr. Peter Kreuz (der Partner von Anja Förster) ebenfalls in 2004 geschützt.
Wir betonen nochmals, wie wir es auch gegenüber Frau Wiegand getan haben, unsere höchste Wertschätzung und Respekt für Ihre Aktivitäten.
Viele quer-gedachte Grüße
Otmar Ehrl
Mittwoch 27. Januar 2010 um 13:37
Wer auf ein solches Ansinnen POSITIV reagiert und Untertitel, Talks und andere Ressourcen gemäß dem Wunsch des Möchtegern-Wortmarken-Inhabers unsichtbar macht oder TATSÄCHLICH entfernt, der ist a) wohl nicht besonders helle und b) ganz sicher kein Querdenker! Ich höre bei Fällen wie diesen immer: “Aber es kostet doch Geld!” – so auch hier. Doch wie schwachsinnig ist das eigentlich, sich selbst einzureden, dass es Geld koste??? Wer nichts bezahlt, dem entstehen doch auch keine Kosten! Im Gegenteil: Querdenker, die sich dadurch auszeichnen, dass sie den Streit bis zum Ende durchziehen und gewinnen, wälzen alle Kosten auf den Gegner – hier dem penetranten Möchtegern-Wortmarken-Inhaber – ab, denn der Verlierer muss zahlen! Wenn man bedenkt, dass das Gute IMMER siegt, kann man sich auf so ein Wagnis doch einlassen, oder?!!
Ist der “Möchtegern” eigentlich auch als Wortmarke eingetragen? LOL
Nur mal so am Rande: Ich fahre seit einem Jahr “schwarz” aus Protest gegen das dreifach überteuerte Wucher-Sozialticket der Mainzer Verkehrsgesellschaft (ÜBER FÜNFZIG EURO bei nicht mal 17 Euro Budget für Mobilität ALLER ART!) – und es kostete mich bislang NICHTS und es wird mich auch NIE etwas kosten! Klar, irgendwelche Rechtanwälte schicken mir immer wieder lustige Briefe, in denen horrende Geldsummen genannt werden – aber was juckt das den Querdenker, der diese Briefe schlicht ignoriert, ja, ignorieren MUSS, weil jede Form der Kontaktaufnahme (Brief, kostenpflichtige Hotline) Geld kostet, was ich als Hartz-IV-Leistungsberechtigter doch gar nicht habe?! Ich habe ein Recht auf Mobilität (gemäß soziokulturellem Teilhabeminimum!) und nehme es in Anspruch! Fertig! Wer könnte mir JEMALS daraus einen Strick drehen, dass ich den ÖPNV auf die einzige Weise in Anspruch nehme, die mir die faschistoide Gesellschaft noch lässt?! Solange ich selbst nichts bezahle, kostet es mich auch nichts. Und dasselbe gilt natürlich auch für Euch!
Leute, das Rechtssystem der BRD existiert seit Hartz IV nicht mehr als der gewohnte Rechtsstaat. Ihr folgt einem Abbild dieses Rechtsstaates, der länsgt nicht mehr existiert! Es herrscht Krieg! Wehrt Euch gefälligst wie im Krieg – sonst geht Ihr unter!
Mittwoch 27. Januar 2010 um 13:44
@Herr Ehrl:
Die Marke “Querdenker” ist (wie oben angeführt) für folgende Bereiche eingetragen:
in den Klassen 16, 35, 41:
Druckereierzeugnisse; Werbung, Unternehmensberatung, Marketingberatung; Seminare, Ausbildungs- und Fortbildungsberatung
Nur soweit Unternehmen in diesen Bereichen den Begriff gewerblich nutzen wäre nach meinem Verständnis überhaupt eine Abmahnung oder andere rechtliche Vorgehensweise möglich. Der Begriff ist auch für Sie nur in diesen Bereichen geschützt. Interessanterweise veranstalten Sie aber viele Termine, die aus meiner Sicht nichts mit Werbung, Unternehmensberatung, Seminaren etc. zu tun haben. So habe ich z.B. gerade eine Einladung zum Querdenker-Private-Dining gefunden. Selbstverständlich dürfen Sie den Begriff so nutzen – wir alle aber auch! Es handelt sich dabei nicht um eine unter den Markenschutz fallende Nutzung. Hier erwecken Sie in Ziffer 3 einen meiner Ansicht nach völlig falschen Eindruck.
Ganz klar: wenn Menschen Ihre Initiative mit anderen Veranstaltungen verwechseln, dann liegt es daran, daß Sie schlicht und einfach eine sehr schwache Marke haben, die nicht wirklich unterscheidungskräftig ist. Das spricht nicht für Sie!
Ganz klar: Natürlich dürfen Sie Ihre Initiative schützen. Aber auch ganz klar: Sie schießen nach meinem Verständnis über das Ziel hinaus und stellen damit auch klar, daß Sie gerade keine Querdenker fördern sondern verhindern!
Schade!
Mittwoch 27. Januar 2010 um 13:45
Querdenker-Abmahnung:
Lohnt es sich, soviel Energie auf den Protest zu verwenden?
Letztlich wird die Person, die sich “Querdenker” in mehreren Gebinden hat patentieren lassen, damit doch nicht mehr so hip sein, weil es einfach nur peinlich ist. Es entspricht nicht mehr dem aktuellsten Zeitgeist, sich derartig abzugrenzen und wichtig machen zu müssen.
Ist nicht vielleicht eher die gegenseitige Unterstützung gefragt, auch unsere eigene Flexibilität und Kreativität, und im Übrigen spannender oder sogar erfolgreicher? Sollten wir nicht eher mit dem Strom schwimmen und Strudel geschickt zum Fortkommen nutzen?
Nichts desto trotz: Wie wär’s denn mit “out-of-the-box”- business, -denken, -handeln, -Veranstaltung? oder “Hyper” – …
Mittwoch 27. Januar 2010 um 13:47
Wie wär´s mit Unterschriftenaktion?
Mittwoch 27. Januar 2010 um 13:53
@ Otmar Ehrl:
Es ist Ihr gutes Recht, hier zu kommentieren. Aber ein Kommentar ist nicht als Werbefläche gedacht. Mit Ihrem Kommentar missachten und verletzen Sie die hier geltende Netiquette. Siehe: “Missbrauch als Werbefläche für Webseiten oder Dienste”.
Ihre Begründung unter 3. halte ich für an den Haaren herbeigezogen: Wenn ich bei einer Veranstaltung war, weiß ich doch genau, wo und bei wem ich war. Wieso sollte sich da jemand irgendwo anders beschweren? Gehe ich bei Rewe einkaufen und beschwere mich anschließend bei Aldi? Wem wollen Sie denn dieses Märchen verkaufen?
Zu dem einleitenden Absatz und dem ersten Punkt will ich hier nichts sagen, hoffe jedoch inständig, dass Frau Wiegand nach Abstimmung mit ihrem Anwalt hier Passagen oder vielleicht ihre kompletten Mails veröffentlicht. Dann wird man ja sehen, wer hier “richtig darstellt”.
Mittwoch 27. Januar 2010 um 14:04
Stellungnahme zur Stellungnahme von Herrn Ehrl (#63) auf das Posting von Elita Wiegand. Das erlaube ich mir quergedacht einfach mal, auch wenn ich keiner der beiden bin.
zu 1: Meines Wissens nach ging die Initiative nicht, wie von Herrn Ehrl suggeriert, von Frau Wiegand aus.
zu 2: Das sehen die Abgemahnten naturgemäß anders.
zu 3: Suggieriert, dass Herr Ehrl der Urheber des Begriffs Querdenker ist oder er der erste war, der geschäftsmäßig Veranstaltungen mit diesem Begriff im Titel oder Untertitel angeboten hat.
zu 4: Ach kommen Sie, Herr Ehrl.
zu 5: Lobenswert. Hat aber trotzdem nichts mit der hier diskutierten Sache und Geschäftspraxis zu tun.
zu 6: Hm. Wenn die Förderung von Querdenkern das Ziel von Herrn Ehrl ist, dann wiederspricht er sich. Abgesehen davon ist das Querdenken nicht “eine Initiative” sondern eine angenehme Charaktereigenschaft von einzelnen Menschen.
zu 7: Nicht “Querdenken” ist geschützt, sondern “Business Querdenken”. Wir wollen schon genau bleiben, nicht wahr. Um noch genauer zu werden: Anmeldetag von beiden war Mitte 2004 (Querdenker im April, Business Querdenken im September). Offensichtlich war das Markenamt 2004 nicht wirklich auf Zack. Wichtiger aber: das Ergebnis zählt. Der eine nutzt die Anmeldung zu Abmahnungen der andere nicht.
Mittwoch 27. Januar 2010 um 15:20
@Herr Ehrl #58
Nun haben Sie bei uns eine Stellungnahme im Blog abgegeben. Damit kein falscher Eindruck entsteht, ist es mir wichtig, dass die Leser und Partner des Business-Clubs umfassend informiert werden. Darf ich die Mails, die Sie mir geschrieben haben, veröffentlichen?
Mittwoch 27. Januar 2010 um 17:27
Herr Ehrl, was ist denn los?
Sie haben angefangen, sich hier im Blog nackig zu machen. Jetzt lassen Sie doch Frau Wiegand Ihre Hosen ausziehen und die Mails, die sie ihr geschrieben haben, hier veröffentlichen.
Dann wissen wir alle, ob Sie Frau Wiegand abgemahnt haben und wie wohlwollend Sie sind.
The Show must go on…
Mittwoch 27. Januar 2010 um 17:36
@Mehrdenker
Ich habe inzwischen von Herrn Ehrl eine weitere Mail bekommen, in der er mir die Veröffentlichung oder Weitergabe seines Schriftverkehrs ausdrücklich untersagt. Dem werde ich natürlich entsprechen.
Daraus wird wohl nichts
Mittwoch 27. Januar 2010 um 17:55
@elita:
– wie, was jetzt?! ich fass es nicht…
@ all:
ich hab den ganzen zinnober von anfang an live mitbekommen. erst die abmahnung und einforderung einer unterlassungserklärung mit fristsetzung seitens dieses “wohlwollenden” herrn, dann den verstoss gegen die netiquette unseres business blogs durch seine chergen (wir kennen die IPs, folks) bis hin zu einer völlig die tatsachen verdrehenden “richtigstellung” durch herrn ehrl, in der er a) dieses forum als eigenwerbeplattform nutzt und b) elita wiegand verunglimpft und c) uns querdenker hier versucht, in die irre zu führen.
wen wundert es da, dass er die veröffentlichung des mail-schriftwechsels untersagt?! da würde er ganz schön alt aussehen, der markengeschützte…
evident ist für mich die frage, wie das DPMA solchen unsinn überhaupt erst möglich macht – es wird zeit für aufklärung… siehe meine comments weiter oben.
Mittwoch 27. Januar 2010 um 18:13
Jetzt wird es einfach nur noch grotesk!
Ist es nicht an der Zeit intensiv darüber nachzudenken endlich tradierte Denkmuster abzulegen und konkurrierende Interessen ad acta zu legen?
Schönen Gruss nach München
Mittwoch 27. Januar 2010 um 18:29
Die folgenden Ausführungen passen ganz gut hierein:
Nur in richtungslosen, verwirrten Gesellschaften und Organisationen können Querdenker per se einen positiven Ruf geniessen und ihre Queren als positiven Wachstumsbeitrag verhökern. Jede Firma, jedes Grossunternehmen, jede Partei müsste aufhorchen und sofort analysieren, was falsch läuft, wenn ihre Manager, Führer und Vertreter Querdenker preisen, suchen und an- oder einstellen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Das Denken und Handeln der Organisation ist falsch, der Querdenker, also jener, der abweicht oder mit Systemfremden konfrontiert, hat recht. Das ruft nach Änderung, Richtungswechsel. Oder, was viel wahrscheinlicher ist, der Querdenker denkt nicht wirklich quer, sondern erscheint nur im schrägen Licht, so dass die Organisation, das System, sich billig den Anschein von Änderung, Innovation etc. geben kann, indem sie den ein- und angepassten Querdenker als Ausweis für ihre offene, kritische, innovative, verändernde, lernende Organisation gebrauchen kann. Die meisten Querdenker werden gebraucht als Gebrauchsartikel. Treibstoff.
Wirkliche Querdenker wären so quer, dass sie entweder kaum Aufträge erhielten oder, wenn doch, zu tatsächlichen Änderungen beitrügen. Ich kenne in der jüngsten Vergangenheit keine solchen Fälle.
Nachdem aber Werbeagenturen, Consultingfirmen und Coaches sich als Querdenkfabriken und querdenkerische Dienstleistungen anpreisen ist nicht zu erwarten oder zu befürchten, dass quer gedacht wird. It’s labelling.
Es bleibt auch nicht beim Querdenken der Querdenker. Wir haben immer mehr Quereinsteiger. Nur die Aussteiger werden nicht quer genannt. Ist doch auffällig, nicht?
http://www.kultur-online.net/?q=node/4965
Mittwoch 27. Januar 2010 um 18:58
[...] greift nun wiederum – unglaublich, aber wahr – unseren Innovativ-in Business Club an, weil wir bis dato als “Innovativ-in – [...]
Mittwoch 27. Januar 2010 um 19:26
schade. eine veröffentlichung der emails hätte zur transparenz beigetragen. aber mal ehrlich: wirklich überrascht hat mich diese verweigerungshaltung jetzt nicht ;o)
Mittwoch 27. Januar 2010 um 21:15
@Otmar Ehrl:
“Wir betonen nochmals, wie wir es auch gegenüber Frau Wiegand getan haben, unsere höchste Wertschätzung und Respekt für Ihre Aktivitäten.”
Mir kommen die Tränen!
Mittwoch 27. Januar 2010 um 22:38
Nachdem ich mehr nachgedacht habe, möchte ich die Brücke vom Querdenker zum Querulanten schlagen, da ich dieses Wortspiel in diesem Zusammenhang für sehr passend halte.
Mittwoch 27. Januar 2010 um 22:46
Schade, Herr Ehrl dass Sie die Chance zur Aufklärung vertan haben, indem Sie Frau Wiegand untersagt haben, die Dinge hier offen zu legen. Damit haben Sie auch uns allen die Möglichkeit genommen, sich ein objektives Bild vom Sachstand zu machen. Jetzt behaupten Sie, Frau Wiegand würde die Dinge hier falsch darstellen, weigern sich aber gleichzeitig, dies zu belegen bzw. nehmen Frau Wiegand die Möglichkeit zu beweisen, dass sie die Dinge doch richtig darstellt hat.
Geheimnistuerei und Verbote passen so gar nicht zu einem Querdenker.
Jetzt muss doch jeder annehmen, Sie hätten etwas zu verbergen. Das kann doch nicht in Ihrem Sinne sein!?
Mittwoch 27. Januar 2010 um 23:02
Ich würde es am liebsten sehen, wenn – anstatt hier weiter zu eskalieren – nach einer Möglickeit gesucht würde, eine Brücke zwischen ‘München’ und ‘Düsseldorf’ zu bauen.
Ist es das, lieber Mehrdenker, was Sie auch sagen wollten?
Anne Schüller
Mittwoch 27. Januar 2010 um 23:11
…und Ihren Textbeitrag, Sie nennen ihn Stellungnahme, Herr Ehrl wortwörtlich in weiteren Blogs zu veröffentlichen macht es nicht gerade transparenter. Was soll hiermit verdeutlicht werden?
Mittwoch 27. Januar 2010 um 23:23
ist ja hier schon eine seltsame FAN-Gemeinde …
Aber das ist doch echt lächerlich, hier jetzt irgendwelche Schriftwechsel sehen und diskutieren zu wollen, um Beweise sicherzustellen.
Wenn etwas peinlich ist, dass hier alle zu Anwälten motieren und Abmahnungen ohne Ende verschicken. Also das hätte ich gerade in einem Business-Club nicht erwartet.
Die Trittbrettfahrer sind es doch, die wirkliche Innovationen, weil sie gute Ideen nur abschöpfen und nichts eigenes erfinden. Unter kreativ verstehe ich etwas anderes. Statt einfach einen anderen Begriff zu nehmen, wie Impulsgeber oder Zukunftmacher verschwendet man alle Energie darauf, einen anderen schlecht zu machen.
Das einzig richtige war es, hier den Namen abzuerkennen.
Sorry, aber ich hoffe man darf hier auch ehrlich seine Meinung äussern.
Ich hätte doch gern mal einen
Mittwoch 27. Januar 2010 um 23:28
HJ Schmidt
“Statt einfach einen anderen Begriff zu nehmen, wie Impulsgeber oder Zukunftmacher…”
Das ist ja wirklich sehr kreativ!
Mittwoch 27. Januar 2010 um 23:36
@georg müller
und dann auch noch eine Stellungnahme in anderen Blogs verbieten zu wollen, das grenzt ja schon fast an Zensur … Selbst Inhalte ohne Kenntnisse des Sachverhalts über alle Kanäle verbreiten und dann auch noch beschweren.
Und alle waren hier bei den Gesprächen live dabei oder haben mitgehört.
Ich für meinen Teil würde jetzt Schadensersatz wegen Rufschädigung in Höhe von einigen 100.000 Euro fordern. Denn an die Spielregeln im Business hat man sich zu halten oder sind wir hier im Kleintierzüchterverein …
Mittwoch 27. Januar 2010 um 23:36
dieser herr ehrl hat nunmehr auch mein blog mit seiner als “richtigstellung” getarnten selbstdartellung, eigenwerbung und falsifizierung der mir bekannten sachverhalte mißbraucht – ein echter querdenker… ich behalte mir die löschung seiner unwahren behauptungen auf meinem blog vor – übrigens 1:1 copy paste von seinem statement hier.. er folgt allen twitter accounts, der hier kommentierenden unter @querdenkerclub – einige von uns haben ihn schon geblockt…
Mittwoch 27. Januar 2010 um 23:40
Michael
Na dann machen Sie doch einen besseren Vorschlag als angeblicher Querdenker, statt ständig andere als Attentäter zu verurteilen
Mittwoch 27. Januar 2010 um 23:46
doc
also eine Stellungnahme nun auch noch zu löschen, das ist Zensur.
Ich bin zutiefst erschüttert. Unfassbar …
Vermutlich werden hier auch gleich meine Kommentare unter irgendeinem Vorwand gelöscht.
Hab sie deshalb mal schnell noch archiviert …
Mittwoch 27. Januar 2010 um 23:57
Hallo Herr Schmidt,
hab hier eine Weile mitgelesen und wollte mich eigentlich dazu nicht äussern, aber Sie sind der erste, der hier genau meine Wahrnehmung zum Ausdruck bringt.
Das Niveau, das ich hier vorgefunden habe, ist einem Business-Club nicht würdig und angemessen.
Mit Verlaub, ich werde meine Mitgliedschaft hier beenden.
Ich greife selten in Kommentare ein, aber hier bedarf es einer Richtigstellung:
Lieber Herr Abel,
ich weiß sehr wohl, wer bei uns Mitglied ist und Sie sind definitiv kein Partner des Business-Clubs innovativ.in.
Elita Wiegand
Hochachtungsvoll
Ihr Jan Abel
Donnerstag 28. Januar 2010 um 00:06
Liebe Frau Schüller,
ich durfte einem Vortrag in Stuttgart von Ihnen beiwohnen.
Bitte sehen Sie es mir nach, dass es mich irritiert, Sie hier in dieser Diskussionsrunde wieder zu treffen. Es überrascht mich doch sehr, gerade Sie hier zu finden.
Dies wollte ich lediglich noch zum Ausdruck bringen.
Ihr Jan Abel
Donnerstag 28. Januar 2010 um 00:16
@hj schmidt:
lesen hilft… ich schrieb über mein recht auf vorbehalt… ich halte netiquette hoch … und zensiere nicht… dieser deasvouriende kommentar des querdenkers ehrl möge in allen blogs des www. erhalten bleiben… colorandis causa…
Donnerstag 28. Januar 2010 um 00:34
@ Jan Abel:
Oder sollte ich lieber sagen Herr Kain? Für wie blöd halten Sie uns eigentlich? Ich betreue hier das Blog und kann daher technische Einzelheiten einsehen. Ist doch schon eigenartig, dass Sie genau die gleiche IP-Adresse haben wie Herr “HJ Schmidt”, dem Sie jetzt so zupflichten.
Könnte es sein, dass Sie nebeneinander sitzen? Könnte es sein, dass Sie die gleiche Person sind?
Es ist schon eigenartig, dass sich diese Dinge immer wieder bei Kommentaren häufen, die nicht verlinkt sind. Zufällig hatten auch “Gerd Schallhammer” (#9), “Angela Von Greben” (#20) und – welch ein Wunder – kurze Zeit später auch “Rita M.” (#39) die gleiche IP-Nummer.
Einem Querdenker hätte ich mehr Phantasie zugetraut – alleine schon in der Namensfindung. Und etwas bessere Kenntnisse in Internet-Technologie. Ist manchmal ganz nützlich.
Das Ganze ist an Ober-Peinlichkeit kaum zu übertreffen!
Übrigens: Seit wann sind Sie hier Mitglied? Was soll das?
Donnerstag 28. Januar 2010 um 00:46
doc
Ihren Blog habe ich gerade gelesen und kann nur noch den Kopf schütteln …
Scheinbar merkt hier keiner, zu welcher Hetz-Kampagne hier sich alle hinreissen haben lassen und versuchen jemanden kaputt zu machen. Ich bin wirklich fassungslos …
Es ist beschämend, auf welche Art und Weise hier vorgegangen wird. Alleine die Androhung der Löschung dieser Stellungnahme ist nach dem hier geschriebenem besorgniserregend. Ich zweifle daher die Seriosität entschieden an.
Hier wurde weit über das Ziel hinaus geschossen und jeglicher Weitblick verloren. Ich kann nur Frau Wiegan raten, hier so schnellstens einzugreifen und gegenzusteuern, denn das hier wird richtig richtig teuer.
Also ich könnte nicht mehr ruhig nachts schlafen. Möchte jetzt nicht in Ihrer Haut stecken, ganz ehrlich.
Und alle die hier fleissig bei der Hetzjagd mitgemacht haben, haben ihr mit Sicherheit keinen Gefallen getan, denn sie darf das jetzt ausbaden. Das wird sie ganz schön viel Kohle kosten. In einem ähnlichen Fall war das ein höherer sechsstelliger Betrag.
Naja, aber das ist ja allen im Business sicherlich klar.
Allen dann noch ein gurts Nächtle
HJ
Dann mal allen a gurts Nächtle
HJ
So jetzt noch a gurts Nächtle
HJ
Sollten Sie hier Zensur
Donnerstag 28. Januar 2010 um 01:24
Trotz Wiederholung: Es ist unfassbar!
Es müsste für den Blog doch eine rechtliche Möglichkeit geben, existieren Kommentare die nachweislich von einer IP-Adresse in der hier abgelaufenen Reihenfolge mit Phantasienamen erfolgten zu löschen, damit kein falsches Bild entsteht.
Es freut mich, wenn dahingehend ein Weg zur Löschung gefunden wird, damit für Gastleser kein falsches Bild erzeugt wird.
Ich freue mich für alle, wenn wir bald wieder ein “bereinigtes” Blog hätten. Wie kann ich von Zensur sprechen, wenn mit Phantasienamen gearbeitet wird? – Das kann KEINE Zensur sein!
mit späten Grüssen
Klemens Kolberg
Donnerstag 28. Januar 2010 um 07:45
@ an den Jan Abel, der Sie in Wirklichkeit sind:
In #81 plädiere ich dafür, Brücken zu bauen, anstatt einen Rosenkrieg anzuzetteln. Das, was hier und hinter den Kulissn abläuft, ist für BEIDE Parteien zerstörerisch. In Kriegen sind bekanntlich ALLE Verlierer.
Nicht zu vergessen: Wir leben in einer neuen Business-Welt (darüber habe ich, Sie erinnern sich, auch in Stuttgart gesprochen). Diese wird von der “Net Generation” angetrieben (siehe u. a.”Wikinomics”) und sie impliziert Kooperation statt Konfrontation.
Ich zitiere mich mal selbst: “In den neuen Geschäftsmodellen wird es um Kooperation statt Konfrontation gehen, und um sinnvolles Teilen an Stelle von einseitigem Abschöpfen. Der ewige Männertraum von Eroberung und Unterwerfung funktioniert nicht mehr. Die These vom ‚Social Brain‘ setzt sich immer mehr durch. Sie besagt, dass Menschen nicht primär auf Egoismus und Konkurrenz ausgerichtet sind, sondern auf Zuwendung und gelingende zwischenmenschliche Beziehungen. Erst wenn diese enttäuscht werden, reagieren wir mit Angriff. Aggression ist also ein Notfallprogramm. Und vorauseilende Aggressivität ist pathologisch. Ein dauerkompetitives Umfeld macht nicht nur die Mitarbeiter, sondern schließlich ganze Unternehmen krank. Man kann auch erfolgreich sein, ohne zu zerstören.”
Ich würde mich freuen, wenn das ein wenig zur Beruhigung und zu einem vernünftigen Miteinander beitragen hilft. Jede weitere Eskalation an dieser und anderer Stelle versperrt einen gangbaren Weg zurück.
Anne Schüller
Donnerstag 28. Januar 2010 um 09:07
Liebe Frau Schüller,
Sie sprechen mir aus der Seele. Ich sehe das mit der Konfrontation und den daraus wachsenden Gefahren genau so. Es geht im Kern auch nicht um ein Gegeneinander. Sondern es geht um ein FÜR etwas. Nämlich dafür, dass so ein allgemeiner, gebräuchlicher und gerade heute so wichtiger Name wie “Querdenker” nicht monopolisiert wird.
“Querdenker” ausschließlich für sich ein Anspruch zu nehmen ist so, als wenn ein Bäcker sich den Namen “Brot” schützen ließe und dann all den anderen Bäckern im Land nur noch zugesteht, “Backerzeugnisse” oder “Sonstiges aus Getreide” zu verkaufen.
Helfen würde hier eine eindeutige und verbindliche Erklärung aus München, ob denn in Zukunft auch andere “Brot” verkaufen dürfen. Kommt diese Erklärung nicht oder ist sie zu restriktiv oder fällt sie zu schwammig aus, bleibt m.E. nur noch eins: die Löschung der Marke “Querdenker” zu beantragen, um damit Rechtssicherheit und Freiheit für die vielen Querdenker im Land zu schaffen.
Donnerstag 28. Januar 2010 um 10:07
Ich habe jetzt auf meiner Seite auch eine Kategorie “Querdenker”. So geht es ja nicht.
Donnerstag 28. Januar 2010 um 10:34
Guten Tag Zusammen!
Ich gehe einfach mal davon aus, dass hier einige Kommentare gefaked sind und aus der Feder ein und derselben Person stammen.
Warum auf Frau Wiegand Schadensersatzforderungen in einem hohen sechsstelligen Bereich zukommen sollten, bedarf der Erläuterung.
Ist der Club von Herrn Erhl ein Millionärsclub, der Umsätze im acht- oder neunsselligen Bereich macht? Dann wäre die Schadensersatzforderung der Höhe nach möglich.
Allerdings kann ich nicht ansatzweise erkennen, warum Frau Wiegand dem Grunde nach schadensersatzpflichtig sein soll. Ich kann bislang keine Unwahrheiten erkennen. Frau Wiegand stellt dar, was von ihr verlangt wurde: den Namen Querdenker nicht mehr markenmäßig zu benutzen.
Das hat sie getan und sich von dem Namen Querdenker verabschiedet. Frau Wiegand hat einen Namen verloren auf die Initiative von Herrn Ehrl. Darüber darf Frau Wiegand berichten. Dieser Bericht ist kein Krieg.
Die Sache ist doch beendet. Ehrl hat sein Monopol auf Querdenker. Dass Frau Wiegand nicht erkennen kann, dass Her Ehrl wohlwollend ist, liegt sicher nicht an den Empfindungen von Frau Wiegand.
Konnte Herr Ehrl erwarten, dass Frau Wiegand am Ende den Ehrl als rettenden König sieht, der sie aus dem Kerker der Querdenker befreit hat.
Donnerstag 28. Januar 2010 um 10:59
[...] Kommentare (RSS) « Unglaublich, aber wahr! [...]
Donnerstag 28. Januar 2010 um 11:51
[...] Marketingberatung; Seminare, Ausbildungs- und Fortbildungsberatung” geht. Das wissen nun auch die Macher des Business-Club innovativ.in. Die Kommentare zum Blogeintrag sind recht interessant, wie auch mal [...]
Donnerstag 28. Januar 2010 um 13:53
Mit großer Spannung und Neugier verfolge ich gerade diese Diskussion. Im Grunde kann ich mich nur @Jana Schütze anschließen: wenn jeder ein Wort durch ein Patent schützen lassen würde, gäbe es bald keine Sprache mehr. Ein Wort kann doch nicht einfach “Privat” geschützt werden, besser gesagt, privatisiert werden!
Wie soll da Austausch und eine Kommunikation entstehen? Dafür sind Worte und die Sprache doch da… Gerade in all dem Geblogge, in der sogenannten “Blogosphäre”, mit der Wirkung, was Web 2.0 wirklich bedeutet, geht es um Austausch, um Geben und Nehmen. Und diese Diskussion hier macht mir sehr deutlich, welche Bedeutung dabei die “Lizenz” des Creative Commons (CC, und übersetzt: SCHÖPERISCHES GEMEINGUT!!!!) hat. Dabei geht es um eine Haltung, dass Worte, Informationen und was auch immer, die ich ins Internet stelle, gemeinnützig genutzt werden können. Ohne einen kommerziellen Zweck zu verfolgen, sondern regelrecht mit meiner Transparenz und Offenheit den Austausch, die Vernetzung und die gegenseitige Inspiration zu unterstützen und einfach zu leben.
Donnerstag 28. Januar 2010 um 16:06
Ich möchte noch auf einen Beitrag hinweisen, der den Sachverhalt verständlich widergibt:
http://www.internet-law.de/2010/01/abmahnung-aus-marke-querdenker-sorgt.html
Donnerstag 28. Januar 2010 um 16:08
habe mir gerade den Begriff “und” schützen lassen.
Donnerstag 28. Januar 2010 um 16:11
@Alexander
Würde gerne Gesellschafterin in Deiner “und-Firma”, und möchte mir Dir kräftig absahnen.
Donnerstag 28. Januar 2010 um 16:19
Und noch ein guter Beitrag mit einem PDF- Löschungsantrag beim Patent-und Markenamt (DPMA) für die Wortmarke Querdenker.
http://sewoma.de/berlinblawg/querdenker/
Donnerstag 28. Januar 2010 um 16:44
@Elita: Aufgrund der steigenden Zahl der Anfragen habe ich mich für eine Einstiegsgebühr entschieden
Donnerstag 28. Januar 2010 um 22:07
[...] Keule durch die Lande zu ziehen und anderen das Querdenken zu verbieten (die juristischen Details entnehmen sie bitte dem folgenden Thread, insbesondere die Kommentare: das reinste [...]
Freitag 29. Januar 2010 um 00:08
[...] hat sich ganz bewusst das Wort “Querdenker” heraus gepickt. Nicht, weil mir dadurch eine gigantische Abmahnwelle deutsche Anwälte droht [...]
Freitag 29. Januar 2010 um 11:09
lesenswert, daher trackback händisch:
http://www.internet-law.de/2010/01/abmahnung-aus-marke-querdenker-sorgt.html
Samstag 30. Januar 2010 um 14:04
Hallo zusammen, ich war diese Woche kaum im Netz unterwegs und habe die Wellen der berechtigten Empörung daher gerade erst mitbekommen. Mensch, das ist ja wirklich unfassbar! Ich drücke sämtliche Daumen, dass der Löschungsantrag Erfolg hat. Jeder mit gesundem Menschenverstand versehene Mensch kann eigentlich nur den Kopf schütteln, sowohl über den Versuch, “Querdenker” schützen lassen zu wollen, als auch über das beschämende Verhalten dieses Unternehmens, das sich hier offenbart hat.
Mich würde ja mal interessieren, wie die angeblich 150.000 Mitglieder dieses Clubs das ganze peinliche Thema bewerten? Ich würde ja wetten, dass die Mitgliederzahl inzwischen stark rückläufig ist … Sollte sie jedenfalls sein, wenn sich tatsächlich der ein oder andere echte Querdenker dorthin verirrt haben sollte.
Samstag 30. Januar 2010 um 15:13
Ich habe mich nicht um alle 108 Kommentare gekämpft, nur kurz meine Meinung:
Dass jemand sich die Marke “Querdenker-Club” versucht zu schützen, um seine bundesweiten Events von denen anderer abzugrenzen (die dann auch das Label “Querdenker-Club” nutzen könnten), kann ich sogar noch nachvollziehen.
Aber dass tatsächlich jetzt andere abgemahnt werden, die Veranstaltungen für Querdenker machen, finde ich asozial!
Mich würden die Umstände der Markenübertragung von der Querdenker GmhH zur Iccom interessieren. Vielleicht mag sich der aktuelle Markeninhaber dazu äußern.
Dass es damals (2004) keinen Widerspruch gegen die Marke gegeben hat, wundert mich auch …
Sonntag 31. Januar 2010 um 05:09
Querdenker geschützt…
Ich wollte es ja nicht glauben, was ich beim Freese im Blog gelesen habe: “Querdenker” soll nun ein eingetragener Begriff sein.
Weitere Info gibt es dann bei innovativ.in — dem „Business-Club für Innovatoren, Wertschöpfer und Querdenker…
Sonntag 31. Januar 2010 um 05:48
Querdenker, die Zweite…
Interessant sind ja nun — wie ich gerade eben erst entdeckte — die Kommentare im innovatin.in-Blog und bei Freese.
Außerdem würd mich ja dann doch schon interessieren, ob der jetzige Inhaber der Wortmarke “Querdenker”, der ja erst nach einer …
Freitag 5. Februar 2010 um 13:36
[...] Querdenker-Diskussion um den Wort- Markenschutz hat viel Staub aufgewirbelt. Doch wir haben dabei Spuren hinterlassen, gezeigt, dass wir eine [...]
Mittwoch 17. Februar 2010 um 10:04
[...] 2010-02-17, von Elita Wiegand Liebe ist nur ein Wort. Tannenbaum oder Querdenker sind auch einfach nur Wörter. Nun assoziieren wir Begriffe mit Bildern. Das Foto mit dem Konterfei Albert Einsteins, auf dem er uns die Zunge herausstreckt, ist symbolträchtig: Querdenker tanzen nun mal aus der Reihe, schwimmen gegen den Strom und sind herrlich unangepasst. Querdenker sind also nicht massentauglich. Kleingeistig, dass sich eine Münchner Firma das Wort beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) schützen ließ und somit den Begriff konterkariert. Was wir davon halten, hat die Diskussion im Blog gezeigt. [...]
Samstag 27. Februar 2010 um 15:54
[...] aber sieht die Wirklichkeit aus? Nehmen wir das Beispiel Markenrecht “Querdenker“, wie es hier im Blog gerade erst diskutiert wurde. Natürlich hat der Besitzer einer [...]
Samstag 6. März 2010 um 14:15
Ich stelle fest: Der Begriff “Querdenker” ist als Marke geschützt.
Ich stelle fest: Der Begriff “Arschloch” ist NICHT als Marke geschützt und wohl in Zukunft auch nicht schützbar.
http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/302545220/DE
Daraus folgt für mich, daß alle Menschen die sich gerne Querdenker nennen würden sich selbst als “Arschloch” bezeichen und in Foren, Blogs, der Öffentlichkeit etc. als ein solches aufführen dürfen, ohne gegen Markenrecht zu verstoßen.
Denn seien wir doch mal ehrlich: Quer-zu-denken ist bloß relativ zur (Ab-)Neigung gegen ein vermeintlich identifiziertes “Einheitsdenken in eine Hauptrichtung”. Wer dem Mainstream Denken folgt, denkt also in einem Winkel quer zu einem nicht in der Hauptrichtung verlaufenden Denken, was den Mainstream-Denkenden damit, von einer anderen Denkrichtung relativ aus gesehen, zu einem Querdenkenden macht, was in Folge bedeutet, daß die gesamte Menschheit verquerdenkt
Ein Arschloch hingegen sch§§§§§ auf alle Denk-Richtungen, ihre Ursprünge und ihre (vorgeblichen) Ziele erlaubt sich eine Meinung aus sich selbst heraus und setzt sie mithin immer dorthin wo es will, idealerweise dort wo sich viele aus vielen Richtungen kommende Denkströme treffen, um den Fluß vor sich selbst erschrecken zu lassen und wenn auch nur für Sekundenbruchteile.
Arschlöchern gehört die Zukunft! (denn sie sind unschützbar)
)
P.S.: Danke für alle Antworten auf diesen Beitrag, aber ich werd nicht zurückkommen, um sie zu lesen
Mittwoch 10. März 2010 um 16:26
Preskriptum: Ich schreibe im Internet *nie* unter meinem echten Namen. Das Internet vergisst nichts.
Preskriptum 2: IP-Adressen dürfen laut Datenschutzgesetz auf Webservern nicht mitgeschrieben werden, auch wenn sie in diesem Fall geholfen haben, Trolle zu identifizieren.
Ich verfolge die Diskussion schon länger, und bin das erste Mal über die Abmahnungen wegen der Kringel zu den vierjährlichen Sportveranstaltungen griechischen Ursprungs zu diesem Thema gekommen.
Jedes Mal ärgere ich mich sehr darüber.
Dass wertvolle Ideen geschützt werden sollen, halte ich für ein gutes Prinzip. Aber nicht jede Idee ist gleich wertvoll. Wir erleben das in der Comuterbranche, wo das Klicken auf einen Knopf einen Einkauf bewirkt und per Patent geschützt ist — obwohl in der Definition von der Websprache HTML hinterlegt ist, dass das Klicken auf einen Knopf etwas bewirken soll.
Und so trifft es tausende triviale “Erfindungen”, die nichts weiter sind als ein ganz kleiner Schritt von etwas bestehendem.
Mit dem Markenrecht ist es genauso. Welcher Depp (verzeiht die harte Wortwahl) lässt es zu, dass man Farben oder Buchstaben schützen lassen kann? Welcher Depp lässt es zu, dass Gebrauchswörter geschützt werden können?
Es gibt auf http://wortschatz.uni-leipzig.de eine recht gute Wörterliste, inklusive Synonymen und Häufigkeit der der Wörter. “Querdenker” ist nicht besonders häufig, kommt aber öfter vor als einige andere Wörter wie zum Beispiel “Siebensitzer”. Leider gibt es keine Synonym zu “Querdenker”, auch für “quer” fallen weder dem Internet noch mir gute Ersatzwörter ein.
Ich finde, dass wir eine Reform im Patent- und Markenrecht brauchen. Triviale Ideen, Umsetzungen von Spezifikationen und Wörter aus dem normalen Wörterbuch sollten keinen besonderen Schutz genießen dürfen, wenn sie normal angewandt werden. “Apple” für einen Computer? Kein Problem. “Querdenker” für Leute, die Ideen haben? Das ist nicht schützenswert.