Home » BC inside, Bizztipps

Redeangst überwinden

Elita Wiegand 3 März 2010 11 Kommentare

Haben Sie Angst vor Reden?  Zumindest sind viele Menschen unsicher, nervös, beginnen ihre Rede mit einer zittrigen Stimme. Muss nicht sein. „Keine Angst vor Reden: Wie Sie authentisch und überzeugend auftreten“, so hieß unsere Veranstaltung der Kölner innovativ.in Business-Club Dependance gestern Abend. 

Vertrauen zu dem Publikum aufbauen
Wie jeder Redner überzeugend, authentisch und unbefangen auftritt, hat der Partner des Business-Clubs Franz Lauterbach im Kölner Hotel „The New Yorker“ (das ungewöhnliche  Design-Hotel ist natürlich auch Partner des Business-Clubs) auf eine wunderbare Weise vermittelt. Das Rezept für eine gute Rede ist eigentlich frappierend einfach: Bauen Sie eine Beziehung zu dem Publikum auf, reden Sie mit Ihnen, erzählen Sie Ihre Geschichte, treten Sie in den Dialog und das Wichtigste: Ausgenkontakt, Augenkontakt, Augenkontakt.

Schau mir in die Augen…
Den intensiven Augenkontakt haben wir dann gestern Abend auch gleich geübt: Erst 30 Sekunden, dann 1 Minute dem Gegenüber in die Augen schauen, ohne ein Wort zu reden. Ja, durch den Blickkontakt entsteht Nähe und Vertrauen. Doch der Blick hinter die Fassade kann auch peinlich berühren, ist vielleicht ungewohnt, nicht auszuhalten. Doch gestern Abend führte genau diese Übung zu dem Aha-Erlebnis überhaupt.

Wollen Sie langweile Reden hören?
Sie kennen die allseits beliebte Begrüßung „Guten Abend meine Damen und Herren, wir freuen uns, dass Sie so zahlreich erschienen sind“ – (gähn!) Das Publikum schaltet ab und wenn der Redner dann noch über die Gäste hinweg blickt, sich hinter dem Rednerpult verschanzt, von seinem Manuskript oder die Folien seiner Power Point Präsentation abliest, ist der Vortrag gelaufen…

So gewinnen Sie das Publikum
Ganz anders, wenn Sie Sekunden vor Beginn Ihrer Rede nichts sagen, den Blickkontakt suchen, vielleicht lächeln, Ihre Person wirken lassen und dann erst die ersten Worte sagen. Sie gewinnen die Zuhörer schnell, wenn Sie ungewöhnlich anfangen, mit einer kleinen Geschichte, die Sie erzählen über sich oder einem Erlebnis – und danach können Sie Ihre Begrüßung einbauen.

Unsere freiwilligen “Gastredner” haben uns gestern Abend nach den Übungen verblüfft, begeistert, wir haben gebannt zugehört und festgestellt: Es kommt viel weniger auf den Inhalt einer Rede an, als wir annehmen. Vielmehr geht es um die Persönlichkeit, um den Menschen auf der Bühne, der Vertrauen zum Publikum aufbaut, der Emotionen transportiert, Begeisterung rüberbringt und im  „stillen“ Dialog die Zuhörer für sich gewinnt.  

Ein dickes Dankeschön an unseren Referenten Franz Lauterbach – das war ein grandioser Abend mit positiven Nachwirkungen und einem tollen Lerneffekt. Gut gemacht! Danke an unseren Leiter der Kölner Dependance Martin Müller und an Johannes Adams, dem Chef des Hotels „The New Yorker” und Sylvia Kircher für die Gastfreundschaft in Ihrem Haus.

Was haben unsere Gäste mitgenommen? Wie hat es Ihnen gefallen? Haben Sie weitere Tipps, die Sie gerne weitergeben möchten?


Bookmark and Share

Das könnte Sie auch interessieren:

  1. Einen Vortrag halten – Schluss mit der Horrorvorstellung
  2. Redeangst muss nicht sein – dagegen gibt es jetzt RedeApp für iPhone
  3. Kosmetischer Eingriff auf der “le flair”-Website!
  4. Wandel-Werkzeug 25: Sagen statt reden
  5. Garage²: Magie und Begeisterung

11 Kommentare »

  • Palumbo sagte:

    vielen Dank für den anregenden Abend. Nicht alles war neu, jedoch erscheint vielens nun in einem neuen Licht mit der Betrachtung aus einer ganz neuen Perspektive. DANKE. A.Palumbo

  • Heidi Wernecke-Keller sagte:

    Es war ein super interessanter Vortrag, der Referent Herr Lauterbach hat durch seine kompetente Erscheinung sehr viel Informationen in so kurzer Zeit vermittelt-
    Da ich auch die Chance der Selbsterfahrung nutzen konnte, habe ich an diesem Abend sehr viel mitgenommen!
    Auch von mir ein Dankeschön an das Team The New Yorker! Frau Kircher hat uns noch die Highlights des Hotels gezeigt – Wohlfühlen pur!
    Freue mich schon auf das nächste Event!

    Liebe Gruesse Heidi Wernecke-Keller

  • Beatrice Legien-Flandergan sagte:

    Es war ein fantastischer, kurzweiliger Abend, an dem ich viel mitnehmen konnte. Da ich auch oft vor Publikum stehe und zu den lebhaften, redseligen Menschen zähle, war es für mich beeindruckend, dass man auch ohne Reden und nur mit Augenkontakt richtig viel bewegen und vor allem Vertrauen schaffen kann.

    Faszinierend fand ich, wie Herr Lauterbach mit seinem anregenden Vortrag in kurzer Zeit so viel aktivieren und eine so tolle Atmosphäre schaffen konnte.

    Vielen Dank an alle, die zu dieser gelungene Veranstaltung beigetragen haben.

    Herzliche Grüße

    Beatrice Legien-Flandergan

  • Johannes Adams sagte:

    Vielen Dank für einen solch inspirierenden Abend! Schön das dieser in unserem Hause “THE NEW YORKER” stattgefunden hat – denn gerade Kommunikation ist nicht nur ein wichtiger Teil im zwischenmenschlichen Leben, sondern auch für das Hotel The New Yorker ein ganz wichtiger Aspekt. Es gehört zu der Kultur für die wir stehen – daher veranstalten wir ja auch regelmäßig Lesungen, Ausstellungen oder kleine Hauskonzerte.
    Ich persönlich durfte auch viel lernen – und das fand ich natürlich sehr spannend und hat mich auch wieder etwas weiter gebracht! Vielen Dank hierfür.

    Ich freue mich auf die nächste Veranstaltung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Johannes Adams

  • Astrid-Beate Oberdorf sagte:

    Vielen Dank für den schönen Abend,

    der lebendige Vortragsstil von Franz Lauterbach hat mich begeistert und motiviert – weniger ist auch hier mehr…
    Sehr deutlich wurde gestern, es sind nicht die Worte die berühren. Es ist die Mission, die Ehrlichkeit, die Herzenswärme, die Authentizität die hinter den Worten steht. Aufgesetzte Masken, antrainierte Verhaltensmuster und reine Strategie sind Gott-sei-Dank Schnee von gestern.

    Vielen Dank auch an das Hotel für die schöne Atmosphäre. Das Ambiente hat sicher sehr dazu beigetragen, dass der Abend lang wurde und die Nacht viel zu kurz war.

    Vielen Dank an alle für den schönen Abend
    Astrid-Beate Oberdorf

  • Matin Müller sagte:

    Danke für das tolle Feedback und nochmals Danke an den Referenten und den erstklassigen Service im Hotel. Wir werden bald wieder eine innovativ.in Veranstaltung in Köln anbieten.
    Martin Müller

  • Erhard Golla sagte:

    Vielen Dank für den inspirierenden Abend.
    Ich habe viel Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl für das Mögliche von Herrn Herr Lauterbach gesehen. Es hat einfach Spaß gemacht mitzuerleben, welche Fortschritt im Präsentieren erreicht werden können, wenn verständnisvolle, kompetente und empathische Anleitung mit Untersützung gegeben wird.

    Herzlichen Glückwunsch, sowohl an den Referenten als auch an die Veranstalter. Es war einfach ein gelungene runde Veranstaltung.

    Ich freue mich schon auf die Nächste.

    Herzliche Grüße
    Erhard Golla

  • Wolff Horbach sagte:

    Kompetent, auf den Punkt, äußerst wirkungsvoll !!!

    Ach würden doch viele Mensch so reden bzw. von Franz Lauterbach das Reden lernen. Dann könnten wir uns jede Menge langweiliger Reden ersparen und uns statt dessen inspirieren lassen.

  • Atmen Sie tief durch ® » Blog Archiv » Vom ersten Blick sagte:

    [...] Wohin mit dem Blick? Da wird jede Geste (von mir selbst) kontrolliert, die Körperhaltung kleinlich kommentiert und aufs genaueste reguliert. Hände, Beine, Hals und Brust – alles soll nach festen Regeln funktionieren, zwischen ängstlicher Enge und angestrengtem Einsatz sollte ich den maßvollen Pfad wählen, welcher die Technik hinter mir lässt im Selbstverständnis, spielerisch voranzukommen. Doch wohin mit den Augen? Sie sprechen mehr, als mir lieb ist, verraten Unsicherheit und Furcht, erzählen einen Subtext zum Vortrag, der oft genug bei mir im Widerstreit zu den laut vernehmbaren Wörtern und meinen (zumindest gefühlt) sicher plazierten Körperbewegungen steht. Sie sollen ruhen, heißt es in den Handbüchern der Profis schlicht, möglichst von Zeit zu Zeit auf einem der Zuhörer im Vortragssaal. Aber was tun, wenn meine Augen ausplaudern, was in mir vor sich geht: wenn sie flattern wie meine Nerven oder schweifen wie meine strapazierte Fantasie? Auch wenn meine Rede technisch perfekt anmutet, meinen Augen ist stets abzulesen, ob ich auch frei bin, wenn ich sprechen. Sie sind Fenster, die anderen offenstehen, aber auch Fenster, durch die man hinausspricht, was sich mit Worten allein nicht sagen lässt. Weniger mit Argumenten als mit den Augen fesselt man nämlich als Redner sein Publikum. [...]

  • Max W sagte:

    An dem Seminar häte ich auch gerne teilgenommen. Wird es vielleicht noch einmal wiederholt? Habe hier auch noch einen Artikel gefunden, der sich mit dem Thema Redeangst beschäftigt.

    herzlichste Grüße,
    Maximilian W.

  • Uwe Hampel sagte:

    Redeangst, Prüfungsangst und Lampenfieber sind Empfindungen, die unbewusst entstehen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass prozessorientiertes systemisches Coaching bereits nach 2 bis 3 Sitzungen sehr gute Ergebnisse in der Veränderungsarbeit erzielt werden können.

    Wenn der unbewusste Prozess bekannt ist, kann der Coach intervenieren.

    Die gute Nachricht: Der Veränderungsprozess geht wahnsinnig schnell.

    Viele Grüße
    Uwe Hampel

Ihre Meinung!

Schreiben Sie Ihren Kommentar, oder setzen Sie einen Trackback von Ihrer eigenen Seite. Sie können auch hier das Kommentar RSS-Feed abonnieren.

Be nice. Keep it clean. Stay on topic. No spam.

Sie können diese Tags benutzen:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Dies ist ein Gravatar-aktivierter Blog. Um Ihren eigenen global verwendbaren Avatar anzulegen, registrieren Sie sich unter Gravatar.