Napac: Aus Liebe zur Natur – weg mit dem Plastik!
Plastik ist ein Teufelszeug und wird für unsere Umwelt zu einer wachsenden Gefahr. (Der preisgekrönte Dokumentarfilm „Plastik über alles“, der im Januar auf ARTE gesendet wurde, verdeutlicht, was der Kunststoff anrichtet) Doch der Kunststoff ist billig. Das macht Plastik attraktiv und führt zu der Einstellung „nach uns die Sintflut!“ Denn 20 Cent, ja 20 Cent entscheiden darüber, dass weder Handel noch Kunden bereit sind, für umweltfreundliche Blumentöpfe tiefer in die Tasche zu greifen. Kann das wahr sein?
Umweltfreundliche Blumentöpfe
Topfpflanzen werden massenweise gekauft. Keine Ahnung, wie viele Blumentöpfe aus Plastik von mir bereits im Abfall gelandet sind. Erst vor kurzem hat sich mein Bewusstsein für die Blumentöpfe verändert. Schuld ist Napac. Das Schweizer Unternehmen hat ein innovatives Verfahren entwickelt: Napac produziert umweltfreundliche, kompostierbare Blumentöpfe, die sich im Boden absetzen. Die Blumentöpfe werden aus Reisspeizen hergestellt. (Reisspeizen ist ein Abfallstoff aus der Reisaufbereitung)
Während in Frankreich, den Niederlanden oder gar in Australien die umweltfreundlichen Blumentöpfe boomen, zeigt sich der deutsche Markt verhalten. „Die Geiz ist geil Mentalität“ ist in Deutschland weit verbreitet. Deshalb läuft der Vertrieb auch nur schleppend,” betonte Napac Gründer Beda Murer bei unserem vorletzten Business Querdenken LIVE.
Natürlicher Kreislauf
„Aus Liebe zur Natur will ich die Blumentöpfe jetzt in mein Sortiment aufnehmen,“ erzählte mir letzte Woche René Bakker, Chef des Neusser Blumenhofes Bakker. Er sucht seit Jahren nach Blumentöpfen, die einen natürlichen Kreislauf bilden und hat jetzt endlich den Napac Topf entdeckt. Trotz der Freude befürchtet er, dass die Kunden und der Handel nicht bereit sind, 20 Cent mehr zu zahlen. „Die Kunden fahren zig Kilometer, um in einem Baumarkt oder Discounter die Pflanzen billiger zu kaufen“, sagte er mir.
Er setzt trotzdem auf die Napac Blumentöpfe, weil die Qualität hervorragend sei. Zudem habe er festgestellt, dass die Pflanzen in dem umweltfreundlichen Blumentopf besser gedeihen. Mehr Triebe, mehr Blüten! Jetzt kommt es auf die Nachfrage an. Am 24. April 2010 von 10 bis 16 und am 25. April von 9 bis 14 Uhr ist im Neusser Blumenhof Bakker, Lanzerather Str. 29 „Tag der offenen Tür.“ Dann wird sich entscheiden, ob tatsächlich Nachhaltigkeit bei den Verbrauchern angekommen ist. Würde mich freuen, wenn am Samstag einige von uns kommen. Ich bin auf jeden Fall da und Beda Murer, Chef der Napac AG hat auch zugesagt.
Fände es toll, wenn wir vom Business-Club die innovative Idee der umweltfreundlichen Blumentöpfe unterstützen. Was haltet Ihr davon? Würdet Ihr 20 Cent mehr bezahlen?
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Hallo Gärtner! Ich habe davon heute gerade einmal im Radio gehört und stolpere gleich über Euren Blog. Das kann kein Zufall sein! Werde mir die auch leisten. Der Umwelt zu Liebe! Tolle Idee, weiter so!
@Reini
Du bist aus Österreich, oder? Da bietet sogar REWE die Ökoblumentöpfe an, aber hier in Deutschland verhält man sich abwartend. Der Preis ist immer wieder das Killer-Argument. Ich habe die Töpfe getestet- sind einfach richtig gut. Toll, dass Du etwas für die Umwelt tust. Wir brauchen mehr kritische Konsumenten wie Dich…
ha! das wurd aber auch zeit!
grosses lob an den rené bakker!
in ganz europa laufen die napac produkte zig mal besser, als bisher in deutschland. erst in wenigen gärtnereien haben sich wenigstens schon mal rosenstöcke in jutesäckchen finden lassen…
als leidenschaftliche gärtnerin, klimaschützerin und künftige permakultur designerin werde ich auf jeden fall am samstag mit den doc blog dogs dabei sein! und herr bakker: sie haben so eben eine neue kundin gewonnen
gerne werd ich sie allen meinen gartenverrückten freunden und patienten weiterempfehlen.
Tolle Idee, welche zur Serienreife weiterentwickelt wurde. Die Nachfrage steigt stetig – leider nur ausserhalb von Deutschland.
Herzlichen Dank an Herrn Bakker. Nur durch eine Umsetzung der Idee, sprich Einsatz des Produktes und somit Schaffung einer Verbreitung und sichtbaren Verfügbarkeit kann darauf aufmerksam gemacht werden, welche Vorteile und echter Mehrwert darin steckt. Langfristig und zwar für Alle! Weg von kurzfristigem, ausschließlich rein monetären Entscheidungen.
Ein weiteres von vielen Beispiele dafür, dass in Deutschland kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem besteht.
Meine Empfehlung: Den Film Plastic Planet ansehen. Wer danach Plastik immer noch sexy findet und mit Preisvorteilen argumentiert, dem ist nicht mehr zu helfen.
[...] kosten so die Blumentöpfe ca. 20 Cent mehr als Plastikblumentöpfe. Elita Weigand erläutert im innovativ-in-Blog die Folgen für die Vermarktung in Deutschland: “Während in Frankreich, den Niederlanden [...]
Aus Liebe zur Natur würde ich auf so etwas auch gern verzichten. Wir müssen auch an unsere kommenden Generationen denken.
Da frage ich mich nur noch eines:
Wo kann man das im Online Shop kaufen? Oder gibs das überhaupt im Online Shop zu kaufen?
Ihre Meinung!
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