Das mit dem Internet …
Kürzlich sah ich im Café einen freundlichen Herrn sitzen, der genüsslich seinen Kaffee trank und in aller Ruhe Zeitung las. Der Mann hatte viel Zeit, denn er ist pensioniert. Ich habe ihn noch in seiner aktiven Zeit als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung kennengelernt. Er sagte mal einen Satz, den ich nie vergessen werde. Und das kam so …
So um das Jahr 1997 / 1998 herum sprach ich bei einer Veranstaltung den hiesigen Bundestagsabgeordneten an, um ihn dazu zu bewegen, im Kreis eine Veranstaltung für Unternehmer durchzuführen. Thema: “Chancen durch das Internet”. Das MdB verband mich sofort mit dem GF der Wirtschaftsförderung, dem oben erwähnten Herrn. Wir vereinbarten einen Termin und ein paar Tage später kam er in mein Büro. Ich legte ihm meine Idee vor, sprach begeistert von den gewaltigen Chancen durch das Internet. Er dagegen war eher skeptisch:
“Das mit dem Internet soll ja schon wieder vorbei sein.“
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ja, ja, die ewig gestrigen
aber es stimmt schon nachdenklich, daß ein solcher mal gf der wirtschaftsföderung war…
erinnert mich an das berühmte interview der kinderreporter “politiker und das internet”….
Ist schon urkomisch, wie etwa: «Ich habe Gott sei Dank Leute, die für mich das Internet bedienen.»
Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie (a. D.), im März 2007; Quelle Handelsblatt.
1984, ich hatte mich gerade vor zwei Jahren selbständig gemacht, kamen zwei junge Mitarbeiter und sagten: “Wir brauchen einen Computer, dann geht alles schneller, besser und einfacher.”
Meine Antwort war kurz und knapp: “Genehmigt, aber um meinen Schreibtisch herum befindet sich eine fünf Meter Bannmeile für diese Dinger.”
Errare humanum est.
P.S. Für die, die ihn noch kennen: Es wurde ein echter “Wang-Computer, unkaputtbar sogar von mir”
@ Sarah
@ Christian
So ist das leider: Management by Jeans: an den entscheidenden Stellen sitzen Nieten. Zurzeit versucht sich Frau Aigner zu profilieren, indem sie Google und Facebook angreift. Fern jeder Sachkenntnis.
@ Michael
Das ist der entscheidende Unterschied zwischen Dir und den MinisterInnen: Du bist lernbereit.
1985 habe ich bei Vertragsverhandlungen als Korrespondentin eines deutschen Machrichtenmagazins darauf bestanden, mit einem Computer arbeiten zu dürfen (Toshiba T 1100, alles auf 1 Diskette). Das war Flurgespräch in einem Laden, in dem Edelfedern ihren Sekretärinnen die Artikel ins Blöckchen diktierten. Heute passiert etwas Ähnliches: Das Buch wird bleiben und das E-Book hat keine Zukunft, rufen sie alle. Das eine stimmt gewiß, das andere gewiß nicht.
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