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Wandel-Werkzeug 9: Was sind Normen für mich?

C.P. Seibt 13 Juli 2010 2 Kommentare

Unser Leben wandelt sich. Immer. Jeden Augenblick. Bleiben wir starr, dann formt uns der Wandel, plötzlich, gegen unseren Willen.

Wandeln wir uns, dann sind wir fähig, den Wandel zu gestalten – den Wandel in uns und um uns herum.

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Weil Wandel Spass macht: Let’s go to the movies!

Einer flog übers Kuckucksnest

Erinnern Sie sich?

Ein Mann in einer Irrenanstalt – ein normaler Mann. Das einzig Irre an ihm ist, dass er sich nicht immer den gesellschaftlichen Gepflogenheiten entsprechend verhält. Wirklich irr ist er erst, als sie ihn auf dem Operationstisch dazu machen. Ein herausragender Jack Nicolson. Ein Mann, der nicht ins Normative passt.
Und das wird auch unser Werkzeug für den heutigen Tag:

Was sind Normen für mich?

  1. 30 Sekunden für eine Liste:
    • Welchen Normen, Zwängen, Gittern unterwerfe ich mich?
    • Welche davon schränken mich in meiner Persönlichkeit am meisten / stark / erheblich ein?
  2. 60 Sekunden für:
    • Welche Norm breche ich heute genussvoll und freue mich darauf, es zu tun?

Und? Wie war das Drüberfliegen?


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2 Kommentare »

  • Beatrice Legien-Flandergan sagte:

    Lieber Herr Seibt,

    so schnell kann man in ein Muster gepresst werden. Und gerade die Regeln und Normen, die wir durch Erziehung, unser Umfeld und die Gesellschaft mit uns schleppen, haben einen großen Einfluss darauf, wie wir unser Leben leben und wer wir meinen sein zu müssen.

    Wenn wir nicht in das allgemein akzeptierte Muster passen, können wir uns versuchen anzupassen, um nicht aufzufallen oder um dazu zu gehören. Oder wir können uns so annehmen wie wir sind auf die Gefahr, dass wir an einigen Stellen anecken.

    Ich selbst habe dazu schon viele gute und unangenehme Erfahrungen hinter mir und habe festgestellt, dass sie mich auf einen guten Weg gebracht haben. Die gelebten Normen, Zwänge und Regeln zu hinterfragen und sie nicht als unumstößlich zu anzunehmen, lässt das Leben in ganz neuen Facetten erscheinen.

    Vielen Dank für Ihre tollen Anregungen und herzliche Grüße,

    Beatrice Legien-Flandergan

  • C.P. Seibt (author) sagte:

    Liebe Frau Legien-Flandergan

    ja, immer wieder eine fragile Balance. Und stets Versuch und Irrtum.
    (Das fand ich eine der schwierigsten Haltungen während des Aufwachsens diverser Söhne. Wie weit müssen sie lernen, sich anzupassen, wann und wie oft sollten sie das nie.)

    Glückwunsch zu allen Ihren Erfahrungen,
    Ihr C.P.Seibt

    PS:
    Graucho Marx tobt in einem seiner Filme über die Bänke einer High School und schmettert: “I’m against it.” Keine schlechte Prophylaxe.

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