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Do it yourself: Videos selber drehen, Teil 2

Ivan Blatter 20 Oktober 2010 Kein Kommentar

Vor einigen Monaten habe ich hier im Blog darüber berichtet, wie ich mein Pre-Launch-Video zu einem neuen Produkt gedreht und was ich daraus gelernt habe. Damit war für mich die Geschichte natürlich noch nicht beendet, sondern ich habe ein paar Wochen später meinen Videokurs “endlich erledigt – Aufschieberitis im Griff” veröffentlicht. In genau diesen Videokurs sind meine Erfahrungen aus dem letzten Artikel eingeflossen. Heute möchte ich beschreiben, was ich gegenüber dem Pre-Launch-Video verändert habe und wie ich die Videos mit einfachen Mitteln verbessern konnte.

Damit Sie den Unterschied sehen können, öffnen Sie am Besten das Pre-Launch-Video und als Vergleich ein kurzes Video mit Originalszenen aus dem Videokurs.

Was habe ich im Videokurs aus dem Pre-Launch-Video beibehalten? Eigentlich nur die Hardware. Immer noch habe ich meine Logitech QuickvisionPro 9000 eingesetzt, da die Qualität für Videos, die ausschliesslich im Web gezeigt werden, mehr als genügend ist. Als Mikrofon habe ich wiederum mein Yeti von Blue Microphones genutzt, dieses Mal sieht man es im Bild. Ein schönes, stylisches Mikrofon, finden Sie nicht auch?

Im Pre-Launch-Video haben mir drei Dinge nicht gefallen: Der hallende Ton, das Mischlicht und meine Blicke auf den Teleprompter. Ausserdem habe ich mein “Studio” verändert: Neu stehe ich nicht mehr vor einer weissen Wand, sondern ich sitze an meinem Schreibtisch.

  • Ton: Dadurch, dass ich am Schreibtisch sitze, kann ich das Mikrofon viel näher zu mir ziehen und der Ton wird deutlich besser.
  • Licht: Um das Mischlicht zu verhindern, habe ich einfach die Rolländen in meinem Büro geschlossen und drei Baustrahler aufgestellt. Die Baustrahler sind gegen die Decke gerichtet (indirektes Licht), um Schlagschatten zu vermeiden.
  • Software: Nach wie vor habe ich die Videos mit Quicktime gedreht und in Final Cut Express geschnitten. Das Pre-Launch-Video war etwas in die Länge gezogen. Das fiel nicht besonders auf, wenn man mich nicht in natura kennt. Für den Videokurs habe ich aber die Export-Einstellungen in Final Cut Express durchgetestet und heraus gefunden, wo der Fehler lag. Ich habe auch die optimale Mischung herausgefunden, dass die Videos nicht zu gross werden – sie sollen ja schliesslich im Web laufen -, ohne dass die Qualität zu sehr leidet.
  • Teleprompter: Ich konnte nicht auf den Teleprompter verzichten. Aber ich habe eine bessere Lösung gefunden. Und zwar steht direkt hinter der Webcam – die übrigens auf einem Stativ steht – mein iPad, auf dem der Text vorbei läuft. Steuern konnte ich diesen Teleprompter mit meinem iPhone. Wenn also der Text zu schnell/langsam war oder wenn ich eine Passage wiederholen, weil ich mich verhaspelt habe, konnte ich das alles von meinem Platz aus machen. Die App, die ich dafür verwendet habe, heisst Teleprompt+. So konnte ich sicherstellen, dass ich die Zeit, die ich pro Video geplant habe, nicht über- oder unterschreite.
  • Abwechslung: Da die Videos für Webvideos relativ lang sind – 30-60 Minuten – habe ich viel Abwechslung eingebaut: Alle 3-4 Minuten wechselt das Video auf Zoom, eine Präsentation oder eine Übung. Fast alle Übungen sind direkt in das Video eingebaut: Ich stelle die Übung vor und gebe dem Zuschauer je nachdem 1-5 Minuten Zeit, die Übung zu lösen. Während dieser Zeit läuft das Video mit Musik weiter und zeigt die Aufgabenstellung permanent an. Nach der vorgegebenen Zeit melde ich mich dann wieder.

Mit diesem Setup konnte ich meine Videos recht einfach erstellen ohne teures Equipment oder aufwändige Installationen. Natürlich erreicht man damit keine Studioproduktion, aber doch ansprechende Videos, die sich sehen lassen können.

Was meinen Sie? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.


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