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Flip-Flops im Trend: myVale sind der Renner

Elita Wiegand 26 Januar 2011 Ein Kommentar

Manch eine Geschäftsidee ist so cool und “abwegig”, dass man weit weg muss, um darauf zu kommen.  Unsere handelt von einem ganz normalen orthopädischen Schuhtechniker aus Homberg, der auszog seinen Bruder in Australien zu besuchen. So weit die Füße tragen eben…. Doch auf dem Kontinent laufen viele Menschen in bequemen Flip-Flops herum.  Und was bemerkt der Handwerker aus Deutschland? In den Sandalen hat man keinen optimalen Halt. Er denkt nach und eines Tages kommt er drauf: ”Mix it, baby!“. Er kombiniert sein Können auf dem Gebiet der Orthopädie mit Design und Lifestyle und zaubert daraus eine maßgefertigte Sandale, die inzwischen weltweit reißenden Absatz findet.

Fußabdruck  der Kunden
MyVale heißt das „Schuh-Werk“ von Markus Schott – und es ist erklärungsbedürftig. Warum? Na ja, die Flip-Flops werden für jeden individuell angefertigt. Nach der Bestellung im Onlineshop erhält der Kunde eine Trittschaumbox. Er hinterlässt Spuren in Form seines Fußabdrucks und schickt das Paket an myVale zurück. Der Schuh wird dann je nach Wunsch auf die Farbe und das Material abgestimmt und in seiner Homberger Werkstatt in Handarbeit hergestellt.

Bunt, trendy – damit kann man sich doch sehen lassen, oder? Und obendrein tut man den Füßen etwas Gutes. Das überzeugt viele (übrigens auch bei Facebook) und die Flip-Flops „Handmade in Germany“ sind inzwischen ein Rennner. Seine Sandalen sind ausgezeichnet - als Produkt des Jahres 2010 und myVale ist für den Designerpreis Deutschland 2011 nominiert.

Weltweit gefragt
„Qualität hat seinen Preis. Obwohl die Flip-Flops teuer sind, (kosten zwischen 100 und 300 Euro) läuft die Mundpropaganda auf Hochtouren“, erzählt mir Markus Schott. Seine Erfindung verkauft sich über seinen Onlineshop weltweit, hat ihm hohe Umsatzzahlen und zehn neue Mitarbeiter beschert. Jetzt will er sogar einen Standort in den USA aufbauen, um auf dem amerikanischen Markt Fuß zu fassen.

Die Orthopädie Schuhtechnik GmbH, die einst der Urgroßvater 1888 gründete, hat sich neu erfunden. Und damit beweist Markus Schott, dass ein traditionelles Handwerk sehr wohl eine Überlebenschance hat, wenn man Altes mit Neuem kombiniert und ein Produkt auf die Bedürfnisse der Kunden anpasst. Chapeau!

Danke an Johannes Borgard, der in unserem Adventskalender die Flip-Flops verschenkt hat und mich damit auf die Erfolgsstory aufmerksam gemacht hat.)

 

Kleiner Nachtrag: Christiane Amini hat  hier im Business-Blog die Flip-Flops gewonnen und gleich ein Foto auf Facebook gepostet. Müssen wir natürlich auch hier veröffentlichen, damit jeder sieht,  dass myVale ein Blickfang sind und Christiane sich bereits auf den Sommer eingestellt hast.  


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