Meatless Monday: Google steht bei Google ganz oben
Google Deutschland hat an einem Tag in der Woche Fleisch und Wurst komplett von der Speisekarte gestrichen. In der Hamburger Google Kantine gibt es stattdessen jeden Montag Gemüsegerichte, Obst und vegetarische Snacks. Doch der „Meatless Monday“ ist auch umstritten und für Google kein Thema, das in der Veröffentlichkeit verbreitet werden sollte.
Google geht mit gutem Beispiel voran
Was steckt dahinter? Vor einigen Tagen stolperte ich über eine Pressemitteilung der „Vier Pfoten“. Darin begrüßt die internationale Tierschutzorganisation, dass Google Deutschland mit gutem Beispiel voran geht und den „Meatless Monday“ eingeführt hat. Jetzt steht Google mit den Suchbegriffen “Meatless Monday und Google” bei Google ganz oben.

Kein Thema für die Veröffentlichkeit
“Wer seinen Konsum tierischer Produkte verringert oder einstellt, erspart Tierleid und tut gleichzeitig Gutes für die Gesundheit und die Umwelt“, schreibt ”Vier Pfoten“ in der Pressemitteilung und fordert darin auf, dass sich auch andere Unternehmen in Deutschland der Aktion anschließen. Um mehr zu erfahren, rufe ich bei der Google Pressestelle an. Wie haben die Mitarbeiter auf den „Meatless Monday” reagiert? Wie hat sich die Küche darauf vorbereitet? Wie kommt die Aktion generell an? Schweigen. Google kennt zwar über Google die Pressemitteilung der „Vier Pfoten“, wusste aber vorher nichts von der Veröffentlichung. Und ansonsten möchte das Unternehmen dem Thema auch keine öffentliche Aufmerksamkeit schenken - keine weiteren Informationen.
In Amerika haben sich inzwischen einige Firmen, Restaurants, Schulen und Universitäten der Bewegung “Meatless Monday“ angeschlossen, über 12.000 Mitglieder verzeichnet die Facebook-Gruppe und Vegetarier Paul Mc Cartney warb für einen fleischlosen Tag in der Woche.
Und in Gent wurde 2009 zum Beispiel mit großem Erfolg der fleischlose “Veggie-Dag“ ausgerufen, den die Vegetarierorganisation EVA unterstützt. Ziel des Genter Vizebürgermeisters Tom Balthazar: „Wenn alle Bürger von Gent am Veggie-Dag teilnehmen würden, könnten sie die CO2-Emissionen von 18.000 Autos einsparen“, berichtete Quarks & Co. „Immerhin essen inzwischen die Genter doppelt so viele vegetarische Gerichte als noch vor Einführung des Veggie-Dags“, heißt es in dem WDR Text.
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Also, bei uns gab es früher mindestens drei fleischlose Tage die Woche. Pellkartoffeln mit Schnittlauchquark, Reibekuchen mit Apfelmus, Backfisch mit Kartoffelsalat, Breite Nudeln mit Brotrösti, Dibbelabbes, Geheiratene, Bratkartoffeln mit Ei, Eier in Senfsoße mit Püree und Spinat, Rohe Klöße mit Sauerkraut, und eine Menge Eintöpfe, von der Graupensuppe, über Bohnen-, Linsen- oder Erbseneintopf bis hin zu “Quer durch den Garten”. Auch ohne Bockwurst darin. Das hat uns nix ausgemacht. Im Gegenteil!
Wir wollten das auch essen und “mussten” nicht. Und sind trotzdem groß und stark geworden. Und am Geld hing`s auch nicht. Deshalb kann ich die Aufregung um einen fleischlosen Tag in der Woche überhaupt nicht verstehen. 
Gruß Rainer
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