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Ai Weiwei ist frei: Was passiert mit unseren Querdenkern?

Joachim Maier 23 Juni 2011 Ein Kommentar

Querdenker gehen … in China meist hinter Gitter oder ins Exil. Und bei ‘uns’? Beim vielleicht prominentesten chinesischen Dissidenten Ai Weiwei ist ‘Querdenken’ mehr als nur eine Karrierestrategie. Der chinesische Architekt, Blogger und Künstler Ai Weiwei ist spätestens seit seiner Verschleppung durch die Behörden seines Landes in aller Munde. Warum er kaum anders als Dissident – also abweichend denken, handeln, fühlen und bloggen kann, vermittelt mein Artikel ‘Ai Weiweis soziale Plastik’ in der aktuellen Ausgabe der Schweizer Kulturzeitschrift DU. Weiterführendes zu DU finden Sie hier…

Wie gehen Unternehmen mit Querdenkern um?
Ai Weiwei kommt in meiner Collage aus O-Tönen (seiner eigenen Interviews, Blog-& Twittereinträgen) als Bilderbuch-Querdenker rüber – beim Zusammenstellen habe ich mich mitunter gefragt, wie ‘unsere’ Unternehmen mit ihren Dissidenten und Querdenkern umgehen. Wer ist Ai Weiwei bei BMW, der Telekom, Roche, SwissRe oder Nestlé? Wo sind die Geschichten von mutigen MitarbeiterInnen, die sich getrauen abzuweichen? Wer hört Querdenker in Organisationen – mit welcher Resonanz? Was haben Sie erlebt und beobachtet – das mag ich gerne hören, sehen und lesen. Schreiben Sie bitte Ihre Erfahrungen, posten Sie einen Kommentar hier im Blog oder bei Facebook oder senden Sie mir eine Mail an:  j.maier@filmreifberaten.ch

Eine Freundin aus der Automobilindustrie schreibt mir gerade folgende Zeilen:

“Was passiert mit Querdenkern!!??? “Diese Frage stelle ich mir auch hin und wieder… jedenfalls scheinen sie zu Beginn als Spinner mies gemacht zu werden und dann werden sie ‘ausgespuckt’, wenn sie ihre Meinung ‘veröffentlichen’ – in der Firma verlagern die Menschen ihre Ideen, ihr Wissen und Können in ‘ungefährliche’ Bereiche ( Sport, Vereine, freiwilligen Dienste…) und machen im Job Dienst nach Vorschrift, wenn sie bleiben…

Wie viele Mitarbeiter befinden sich im inneren oder äusseren Exil – ausgeschlossen von wichtigen Besprechungen, bei uninteressanten Tätigkeiten, degradiert zu sogenannt wichtigen Sonderaufgaben… Vergleichbar mit einer ‘Schläfergranate’, auf  die man(n) besser nicht drauf tritt, sie könnte losgehen und schlimme Dinge zutage befördern… unangenehme Wahrheiten, wie Fehlentscheidungen von Führungskräften, die mühsam unter dem Teppich gehalten werden, aufdecken… die Potemkinschen Dörfer mit ein paar offenen Aussagen zum Einsturz bringen…”"


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