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Raus aus der Komfortzone

Elita Wiegand 8 Mai 2012 4 Kommentare

Der Wonnemonat Mai weckt Lust, ein Kribbeln. Etwas Neues erleben. Ja!  Der Neuanfang beginnt mit dem Ende. Wir müssen uns von einigen Gewohnheiten trennen und von unbequemen Wahrheiten. Zuerst räumen wir Bremsklötze aus dem Weg, beseitigen Hindernisse, überwinden Blockaden, springen über unseren Schatten und sagen “Adieu”. 

Immer noch Lust? Los geht’s…

 

Adieu Selbstbetrug! Wir haben dann eine Chance zu wachsen und uns zu verändern, wenn wir aufhören, uns selbst zu belügen, uns etwas vorzumachen oder die Realität zu verleugnen.

Adieu Energievampire! Das Leben ist zu kurz, um die Zeit mit Menschen zu verbringen, die Dir Energien rauben, die ständig jammern und Dir die Ohren vollheulen. Menschen, die Dir keine Wertschätzung entgegenbringen, sind es nicht Wert, dass Du mit ihnen Deine wertvolle Zeit vergeudest.

Adieu Mutter Theresa! Wenn wir jemanden zu sehr lieben, passen wir uns an, wollen es demjenigen Recht machen, sind nett und ganz brav.  Dabei vergessen wir unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche, vergessen uns selbst. Wir können den Partner, Freunde oder Kunden unterstützen, aber zuerst müssen wir dafür sorgen, dass es uns selbst gut geht.

Adieu Vergangenheit! Die Vergangenheit ist vergangen und nicht mehr zu ändern. Lebe heute, lebe jetzt und genieße jeden Moment in der Gegenwart.

Adieu Fassade! Sei Du selbst! Es gibt immer Menschen, die schöner, jünger, attraktiver, intelligenter oder erfolgreicher sind. Doch es ist sinnlos, in eine Rolle zu schlüpfen, um anderen zu gefallen. Wenn Du authentisch bist, wirst Du die Menschen anziehen, die Dich mögen, so wie Du bist.

Adieu Schuldgefühle! Ziele umsetzen, etwas machen, loslegen. Es ist immer besser, etwas Neues zu probieren, als nur davon zu träumen. Natürlich kann eine Idee floppen, machen wir Fehler, haben mal Misserfolge – so what?  Wer sich mit Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen plagt, sich den Fehler nicht verzeiht, versperrt sich den Weg, neue Erfahrungen zu sammeln.

Adieu Aufschieberits! Wir laufen oft weg, verdrängen, ignorieren die Dinge, die wir erledigen müssten. Und irgendwann holen uns die Probleme ein. Also: Unerledigtes schnell anpacken und den inneren Schweinehund überwinden. Wir fühlen uns danach befreit, handlungsfähig und strahlen Optimismus aus.

Adieu Frustkauf! Wenn wir deprimiert sind, kaufen wir oft Dinge, die wir eigentlich nicht brauchen. Frustkäufe sind teuer und danach plagt uns das schlechte Gewissen. Was uns aber wirklich glücklich macht, kostet kein Geld: Lachen, Liebe, Leidenschaft, Flow, ein Spaziergang, die Natur, sich über die kleinen Dinge freuen.

Adieu Rechtfertigung! Wir müssen uns nicht für alles und vor jedem rechtfertigen. Unsere Freunde verstehen uns und unsere Feinde glauben uns eh nicht.

Adieu negative Gedanken! Wir haben oft die Angewohnheit, uns etwas negativ auszumalen, das Verhalten eines anderen zu interpretieren, wir grübeln, dichten etwas in einen Menschen hinein und erzeugen eine Abwärtsspirale. Einfacher ist es, Ungeklärtes anzusprechen, zu fragen und negative Fehlinterpretationen aus dem Kopf zu verbannen.

Adieu Perfektionismus! Immer perfekt sein! Das ist anstrengend, erfordert viel Energien, macht krank. Es geht viel einfacher, leichter, besser, wenn wir den Perfektionszwang loslassen.

Adieu Chancen verpassen! Wir bekommen ein neues, ungewöhnliches Angebot, eine Herausforderung, sich zu beweisen und Grenzen zu überschreiten. Doch wir schrecken zurück, fühlen uns nicht gewachsen, auch, weil wir wissen, dass wir unser Komfortzone verlassen müssen. Bevor wir später bereuen, eine Chance verpasst zu haben, einfach ins kalte Wasser springen!

Adieu Neid! Neid frisst unsere Seele auf. Statt sich mit anderen zu vergleichen, eifersüchtig und neidisch zu sein, hilft es sich selbst zu fragen: „Was kann ich besonders gut, was andere gerne hätten?“

Adieu Opferrolle! Opfer sein bedeutet, dass man immer die Schuld auf andere schiebt. Die anderen sind schuld, dass es uns schlecht geht. Das Wetter, die Politiker, der Partner, der Chef, die Kinder. Die einfache Formel: Wir sind für unser Glück (oder Unglück ) selbstverantwortlich. Somit gibt es keinen Grund mehr Schuldige zu suchen.  Das Leben ist schön!

Wovon müssen wir uns für den Neubeginn noch verabschieden? Was fällt Euch ein?


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4 Kommentare »

  • Anton sagte:

    Hi,

    ein klasse Artikel, danke hierfür!
    Für mich persönlich war Punkt “Adieu Energievampire!” der wichtigste in meinem Leben, denn es ist schon verherend welchen Einfluss das Umfeld auf einen selbst hat. Siehe hierzu auch http://www.wwchdo.com/warum-sich-menschen-oft-wie-krebse-verhalten/

    Viele Grüße
    Anton

  • Elita Wiegand (author) sagte:

    Hi Anton,
    danke für Dein Feedback und Deinen Link. Habe
    Deinen Beitrag gelesen. Finde es toll, dass Du offen über Deine Erfahrungen berichtest.

  • Bernd Slaghuis sagte:

    Eine tolle Zusammenstellung von “Ausreden”, die uns allzu oft einfallen, etwas nicht zu tun oder einfach nur als Grund zum Jammern. Die Kombination aus “Perfektionismus” und “Aufschieberitis” ist wohl sehr häufig anzutreffen – passt ja auch zu gut zusammen. Nochmal Danke für diese sehr anschauliche Art und Weise, den Spiegel vorzuhalten.

  • Andre sagte:

    Was macht ein Mensch, der NIE Zeit mit “energieraubenden” Menschen verbringt, wenn er auf einmal selber in eine schwere, lange und unverschuldete Krise gerät, und (ohne dass er es will) beginnt den anderen Energie zu rauben?

    Müssten nicht alle Menschen, die diesen Ratschlag befolgen, sofort jeden Kontakt mit dieser Person beenden?

    Ich finde das sehr hart, besonders unter der Annahme, dass so ziemlich jeder Mensch in seinem Leben mal eine schwerere Krise durchlebt in der er die Hilfe (und damit die Energie) von anderen Menschen benötigt.

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