Archiv für die 'Bizztipps' Kategorie

iPhone-Neuheit: Mit Körpersprache präsentieren und verhandeln

2010-03-08, von Wolff Horbach

Im Jahre 2004 lernte ich via Elita Wiegand die Körpersprache-Spezialistin Sabine Mühlisch kennen. Sabine Mühlisch war langjährige Schülerin von Samy Molcho, hat Körpersprache für Unternehmen (VitaC) weiterentwickelt und gilt heute als die “Grande Dame” der Körpersprache im deutschsprachigen Raum.

Sabine Mühlisch kam auf uns zu, weil sie eine neue Website wollte. Den Job habe ich seinerzeit mit der wunderbaren Innovationsmanagerin, Ingenieurin und Designerin Siegrun Reis erledigt. Vorletztes Jahr habe ich die Website zum Blog weiterentwickelt. Das gab mir die Möglichkeit, die Arbeiten von Sabine Mühlisch näher kennen und schätzen zu lernen.

Aus dieser Zusammenarbeit ist eine Freundschaft und intensive Zusammenarbeit entstanden. Und jetzt sind wir ganz stolz, unser jüngstes Baby zu präsentieren: BodyLanguage, die weltweit erste iPhone App, mit der man Körpersprache “just in time” trainieren kann.

Das erst drei Tage alte Baby BodyLanguage war allerdings eine schwere Geburt:

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Gut entscheiden mit dem iPhone – Optismo

2010-03-07, von Wolff Horbach

Zusammen mit dem Ideenberater, Prozessgestalter und Spieleentwickler Joachim Zischke habe ich die iPhone App Optismo entwickelt, die das intuitiv richtige Entscheiden unterstützt.

Vielfach tun wir uns mit Entscheidungen schwer. Dutzende Kriterien werden gewichtet, bewertet, hin und her geschoben. Je mehr man in die Details geht (umfangreiche Exceltabelle!), um so schwieriger wird die Entscheidung.  Am Ende steht da zwar eine Zahl, die uns eine eindeutige Entscheidung suggeriert. Aber es bleibt das ungute Gefühl, sich vielleicht doch falsch zu entscheiden.

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Redeangst überwinden

2010-03-03, von Elita Wiegand

Haben Sie Angst vor Reden?  Zumindest sind viele Menschen unsicher, nervös, beginnen ihre Rede mit einer zittrigen Stimme. Muss nicht sein. „Keine Angst vor Reden: Wie Sie authentisch und überzeugend auftreten“, so hieß unsere Veranstaltung der Kölner innovativ.in Business-Club Dependance gestern Abend. 

Vertrauen zu dem Publikum aufbauen
Wie jeder Redner überzeugend, authentisch und unbefangen auftritt, hat der Partner des Business-Clubs Franz Lauterbach im Kölner Hotel „The New Yorker“ (das ungewöhnliche  Design-Hotel ist natürlich auch Partner des Business-Clubs) auf eine wunderbare Weise vermittelt. Das Rezept für eine gute Rede ist eigentlich frappierend einfach: Bauen Sie eine Beziehung zu dem Publikum auf, reden Sie mit Ihnen, erzählen Sie Ihre Geschichte, treten Sie in den Dialog und das Wichtigste: Ausgenkontakt, Augenkontakt, Augenkontakt.

Schau mir in die Augen…
Den intensiven Augenkontakt haben wir dann gestern Abend auch gleich geübt: Erst 30 Sekunden, dann 1 Minute dem Gegenüber in die Augen schauen, ohne ein Wort zu reden. Ja, durch den Blickkontakt entsteht Nähe und Vertrauen. Doch der Blick hinter die Fassade kann auch peinlich berühren, ist vielleicht ungewohnt, nicht auszuhalten. Doch gestern Abend führte genau diese Übung zu dem Aha-Erlebnis überhaupt.

Wollen Sie langweile Reden hören?
Sie kennen die allseits beliebte Begrüßung „Guten Abend meine Damen und Herren, wir freuen uns, dass Sie so zahlreich erschienen sind“ – (gähn!) Das Publikum schaltet ab und wenn der Redner dann noch über die Gäste hinweg blickt, sich hinter dem Rednerpult verschanzt, von seinem Manuskript oder die Folien seiner Power Point Präsentation abliest, ist der Vortrag gelaufen…

So gewinnen Sie das Publikum
Ganz anders, wenn Sie Sekunden vor Beginn Ihrer Rede nichts sagen, den Blickkontakt suchen, vielleicht lächeln, Ihre Person wirken lassen und dann erst die ersten Worte sagen. Sie gewinnen die Zuhörer schnell, wenn Sie ungewöhnlich anfangen, mit einer kleinen Geschichte, die Sie erzählen über sich oder einem Erlebnis – und danach können Sie Ihre Begrüßung einbauen.

Unsere freiwilligen “Gastredner” haben uns gestern Abend nach den Übungen verblüfft, begeistert, wir haben gebannt zugehört und festgestellt: Es kommt viel weniger auf den Inhalt einer Rede an, als wir annehmen. Vielmehr geht es um die Persönlichkeit, um den Menschen auf der Bühne, der Vertrauen zum Publikum aufbaut, der Emotionen transportiert, Begeisterung rüberbringt und im  „stillen“ Dialog die Zuhörer für sich gewinnt.  

Ein dickes Dankeschön an unseren Referenten Franz Lauterbach – das war ein grandioser Abend mit positiven Nachwirkungen und einem tollen Lerneffekt. Gut gemacht! Danke an unseren Leiter der Kölner Dependance Martin Müller und an Johannes Adams, dem Chef des Hotels „The New Yorker” und Sylvia Kircher für die Gastfreundschaft in Ihrem Haus.

Was haben unsere Gäste mitgenommen? Wie hat es Ihnen gefallen? Haben Sie weitere Tipps, die Sie gerne weitergeben möchten?

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Honorare kalkulieren und verhandeln

2010-02-09, von Elita Wiegand

Einzel-und Kleinunternehmer tun sich oft schwer, einen angemessenen Stundensatz zu kalkulieren, zu berechnen und auch noch Überschüsse zu erwirtschaften. Ihr seid es Wert! Und damit sich die Wertschätzung in bare Münze auszahlt, habe ich eine gute Hilfestellung von Elke Fleinig entdeckt. Ist zwar schon ein bisschen älter, hat aber an Aktualität nichts verloren.

View more presentations from Elke Fleing.

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Markus Albers: Meconomy

2010-01-31, von Wolff Horbach

MecononyMarkus Albers, der Author des sehr erfolgreichen Buches “Morgen komm ich später rein“, hat ein neues Buch geschrieben, welches thematisch an das erste Buch anknüpft. Der Titel verrät uns gleich, warum es geht: um die Ich-Wirtschaft (Me + Econony = Meconomy).

Spätestens seit der Wirtschaftskrise, die ja noch nicht zu Ende ist, dürfte auch dem Letzten klar geworden sein, dass die alten Spielregeln nicht mehr gelten. Es gibt keine Garantie mehr auf sichere Arbeitsplätze, die Spielräume werden enger und die Jobs immer frustiger.

Genau hier setzt Meconomy an: Weiterlesen »

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Angst vorm Reden – und wie man sie überwindet

2009-11-13, von Wolff Horbach

Anteil der Menschen, die Angst vor dem Tod haben: 67 Prozent.
Anteil der Menschen, die Angst vor einer öffentlichen Rede haben: 93 Prozent.

Gestern Abend war ich Gast bei www.cliq.fm zum Thema “Angst vorm Reden”. Der CLIQ TALK steht jetzt als Podcast zur Verfügung: www.cliq.fm/podcast/2009/11/13/cliq-talk-angst-vorm-reden.html

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Fair bringt mehr

2009-11-13, von Wolff Horbach

Sehr lesenswerter Artikel bei Spiegel Online: Neue Erkenntnisse zur Wirtschaftsethik: Warum Egoismus im Geschäftsleben schadet.

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Der Chef zwischen sämtlichen Stühlen – oder der Louis-van-Gaal-Effekt

2009-11-10, von Wolff Horbach

Führungskräfte haben es in der letzten Zeit nicht leicht. Einige korrupte, gierige Spitzenmanager haben die ganze Klasse in Mißkredit gebracht. Einige angebliche Spitzenmanager haben durch gigantische Fehlentscheidungen unglaubliche Firmenwerte vernichtet und ganze Konzerne ruiniert. Darunter leiden jetzt (fast) alle Manager, Chefs und Führungskräfte.

Unter Angestellten ist es schon lange ein beliebtes Spiel, ihren Chef mit den übelsten Schimpfworten zu assozieren.

Wie schlimm die Lage inzwischen ist, zeigt das Erscheinen von einigen neuen Büchern zu dem Thema:

Ohne Chef ist auch keine Lösung” von Volker Kitz und Manuel Tusch verspricht dem Angestellten im Untertitel “Wie Sie endlich mit ihm klarkommen”. Passend dazu gibt es die Website “www.wenn-der-chef-nervt.de“.

Was Ihre Mitarbeiter wirklich von Ihnen erwarten” von Maren Lehky betrachtet das Problem aus der anderen Sicht und verspricht eine “Übersetzungshilfe für Führungskräfte” und “Feindbild Chef? Das muss nicht sein!”.

Beide Bücher sind bei Campus erschienen. Ich werde sie in Kürze ausführlich vorstellen.

Wie misslich die Lage einer Führungsperson sein kann, zeigt gerade der Trainer Louis van Gaal von Bayern München. Der Verein versteht sich als europäischer Spitzenclub und erwartet in jeder Saison ein oder mehrere Titel. Ein Spitzentrainer (-Manager) wird engagiert, um dieses Ziel zuverlässig zu erzielen. Auch Spitzenleute werden eingekauft. Jetzt soll der Trainer es richten.

Nur leider passt nicht alles zusammen. Der Spitzenstürmer, der letzte Saison noch jede Menge Tore schoss, hat jetzt keinen Lauf. Der Stürmer, der vom anderen Club kam, trifft auch nicht. Der Trainer stellt jedes Mal die Mannschaft um und experimentiert an “seinem System”. Inzwischen sind alle frustiert: Der Club, weil die Mannschaft in der Liga im Mittelfeld dahindümpelt und wahrscheinlich bald aus der Champions League fliegt. Der Trainer, weil er unter enormem Druck steht. Das Spitzenpersonal, weil es sich missachtet fühlt.

Ein Lehrstück in Sachen Management, wie man es nur selten in der Öffentlichkeit betrachten kann. Hilft es da, einem verdienten Mitarbeiter, der eine Analyse öffentlich macht, einen Maulkorb zu verpassen? Hilft es da, autoritär durchzugreifen oder ist das eher ein Führungsstil aus dem letzten Jahrhundert?

Oder sind ganz andere Maßnahmen erforderlich?

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Bestseller oder Flop?

2009-10-30, von Elita Wiegand

In Deutschland erscheinen jedes Jahr etwa 100.000 Bücher. In den nächsten Tagen kommt auch das Buch „Competence Selling” von unserem Business-Club Partner Marcel Klotz auf den Markt. Wie viele andere Autoren wünscht sich Marcel Klotz sicherlich auch, dass sein Buch ein großer Erfolg oder gar ein Bestseller wird. (Wir drücken die Daumen!). Doch entscheidet wirklich die Qualität eines Buches, wie oft es verkauft wird? Oder spielt das Marketing, die Rezensionen oder die Bekanntheit des Autors eine viel größere Rolle?

Glück kommt selten allein
gluckBin schon sehr überrascht, dass sich das Buch „Das Glück kommt selten allein” von Eckart von Hirschhausen seit Monaten auf Platz 1 der Spiegel Beststeller-Liste hält. Ob BILD Zeitung, Talk-Show oder Magazine – der Autor entpuppt sich inzwischen als Medienstar und mich nervt der von Hirschhausen-Rummel allmählich. Im Web wimmelt es an Rezensionen zu seiner Glücksfibel - allein 113 Besprechungen bei amazon.de.

Rezensionskriege im Web
„Im Netz toben Rezensionskriege, von denen wir wenig ahnen. Und doch haben sie deutliche Auswirkungen. Ein Buch, dass beim führenden online-Händler amazon miese Leserbewertungen erhält, wird spürbar weniger gekauft als eins, das vielfach mit 5 Sternen klassifiziert wird”, schreibt sezession und weist auf einen Artikel der Literaten hin. Die haben entdeckt, dass Thorsten Wilder als Top-Rezensent bei amazon.de arbeitet. Er hat in den letzten Jahren über 1950 Bücher besprochen und erhält von den Verlagen inzwischen die Bücher kostenlos zugeschickt. Warum er für die Verlage interessant ist? Thorsten Wilder bespricht die Bücher grundsätzlich positiv. 

Amazon Sterne sind für den Verkauf eines Buches also inzwischen ausschlaggebend. Ist das die negative Seite des Mitmach-Webs? Was meinen Sie?

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Gibt es ein Verkäufer-Gen?

2009-10-28, von Marcel Klotz

Wie und wo haben Sie eigentlich das Verkaufen gelernt? Oder steckt es bei Ihnen in den Genen? Es heißt ja so oft, das Verkaufen liegt einem im Blut oder jemand sei der geborene Verkäufer. Woran mag es nur liegen, dass die Einen wahre Verkaufstalente sind, Andere dagegen nicht? Sicher hat dies eine Menge mit Veranlagung zu tun, aber mindestens genauso viel Anteil haben Ausbildung, Training und Erfahrung.

Verkaufen will also gelernt sein, besonders wenn man nicht gerade viel von diesem Verkäufer-Gen abbekommen hat. Aber wie und wo lernt man es? Im Vertrieb gilt das Gesetz, verkaufen bis die Umsatzkurve durch die Decke schiesst, aber werden dafür auch die notwendigen Grundlagen hinsichtlich Ausbildung und Weiterbildung geschaffen? Haben Sie jemals eine grundlegende Ausbildung zum Vertriebler erhalten?

Alleine der Begriff Vertriebler ist eine schöne diffuse Job-Bezeichnung. Ja, Job, nicht Beruf. Denn ein Beruf ist es nicht, er ist keiner verbindlichen Ausbildung unterworfen. Und daher gibt es auch viele verschiedene Bezeichnungen für die verkäuferische Aufgabe. Als Verkäufer mag sich keiner mehr gerne bezeichnen, eher noch als Verkaufsberater oder nur Berater. Vertreter ist ganz out, dann schon lieber Vertriebler. Vielen Kollegen geht es so, dass sie auf die Frage nach dem Beruf in Turbulenzen geraten. Was geben Sie denn an: Ich bin Verkäufer, ich bin Kundenberater? Oder sagen Sie, ich bin im Vertrieb, ich bin Vertriebler? Bei vielen gibt es zudem eine Diskrepanz zum erlernten Beruf und der ausgeübten Tätigkeit. So ist ein ehemaliger Kollege von mir Arzt. Frage mich manchmal, wie er sich beim Kunden vorstellt.

Doch zurück zu der Frage, wo erlernt man eigentlich das Verkaufen? Entweder lernt man es durch Try & Error, durch Training on the Job oder man hat das Glück in einem Unternehmen zu arbeiten, das auf diese Tätigkeit ausgerichtet schult. Das dürfte der Normalfall sein. Oft erhält man neben einem Mentor  – meist ein erfahrener Kollege – ein wenig Ausbildung durch Trainer oder Bildungseinrichtungen. Danach lehrt das Leben. Vor allem aber der Kunde. Erfahrung und Veranlagung zusammen machen dann den “guten” Verkäufer aus. Und ob es ein „Verkäufer-Gen“ gibt, darüber streiten die Fachleute sicher auch morgen noch.

Die Wirtschaftswoche stellte 2007 fest: „60 Prozent der Vertriebler sind aber Quereinsteiger.“ (Quelle: Wiwo vom 6.2.2007) Fragt sich nicht nur, wie man das wohl ermittelt hat, sondern vielmehr, warum nicht 100 % aller Vertriebler Quereinsteiger sind. Nach 25 Jahren Erfahrung und Networking im Vertrieb habe ich jedenfalls noch keinen „gelernten“ Verkäufer im B2B gefunden oder kennen gelernt. Fazit: So ist jeder Verkäufer neben seiner eigentlichen Ausbildung eine angelernte Fachkraft. Gut, wenn er dann entweder eine gute Portion Veranlagung mitbringt oder etwas gelernt hat, was gut zur Aufgabe passt.

Aber nicht nur, dass viele Vertriebler keine Grundausbildung erhalten. Laut einer Studie der Personalberatung Xenagos erhalten mehr als ein Drittel der Vertriebler überhaupt keine Trainings! (Quelle: www.xenagos.de) Das bedeutet, neben der fehlenden Ausbildung an unseren Hochschulen findet auch nur zum Teil in den Unternehmen eine strategische oder persönlichkeitsbildende Ausbildung statt. Dabei ist diese Ausbildung – gerade in Krisenzeiten – bitter nötig. So sagt der Vertriebstrainer Dirk Kreuter: „In erfolgreichen Unternehmen sind die Verkäufer gut ausgebildet und verfolgen einheitlich eine systematische Vorgehensweise – das wird trainiert. Sie haben eine hohe Bindung an ihr Unternehmen.“ (Quelle: www.xenagos.de)

Hinzu kommt: Es gibt in der Fachliteratur kein Standardwerk in Sachen Vertrieb. Jedenfalls nichts vergleichbares zu Werken wie DER “Wöhe” in Sachen BWL oder DER “Meffert” in Sachen Marketing. Bis heute hat sich kein Werk als “Bibel” für die Ausbildung oder als Kompendium für Vertriebler etablieren können. Es gibt keine Standards oder feste Regeln. Zahlreiche Sales-Methoden werden entwickelt und vermittelt, viele sind gekommen und wieder verschwunden. Dauerhaft hat sich keines der Werke oder Methoden als Longseller erwiesen.

Die Ausbildung an den Hochschulen lassen die passenden Fächer vermissen. Es gibt (nach meinen Erkenntnissen) kein Fach Verkaufen, Vertrieb oder Verkaufsmethodik an deutschen Hochschulen. Allenfalls die MBA Ausbildungen gehen auf diese Themen ein, dann aber aus Management-Sicht. Dabei gibt es zahlreiche Ansätze, die man in eine Ausbildung einbringen könnte. So sind z.B. folgende Punkte als Thema für ein Fach “Vertrieb” geeignet:

  • Vertriebsstrategien
  • Vertriebszyklen
  • Vertriebsformen im Multichannel (Telefonvertrieb, Direktvertrieb, Channelvertrieb)
  • Neukundenakquise
  • Bestandskundenpflege
  • Generieren von neuen Geschäftschancen
  • Methoden der Kundenbindung
  • Customer Relationship Management
  • Vertriebsunterstützung und -Steuerung
  • Kundenzufriedenheit – Messung und Steuerung
  • Emotional Selling und Persönlichkeitsstrukturen
  • Verhandlungsführung
  • Verkaufsrhetorik und Präsentationstechnik
  • Umgang mit Kundentypen und Ansprechpartner

Das reicht für mindestens ein Semester Vorlesungsstoff.

Viele dieser Punkte finden sich sicher in anderen Fächern wieder, z.b. im Bereich Marketing. Doch, macht es nicht mehr Sinn, diese Themen in einer gezielten Ausbildung zum “Vertriebler” zu bündeln und erprobte Methoden oder Verfahren einzubinden? Ist es nicht besser, wenigstens ein Zusatzfach für Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen anzubieten, als junge Absolventen ohne jede “Ahnung” über die reale Arbeit in einer Vertriebsaufgabe aus der Hochschule zu entlassen?

Die Qualität im Vertrieb könnte durch gezielte Maßnahmen im Bereich Ausbildung deutlich verbessert werden. Berufsanfänger und besonders echte Quereinsteiger bekämen die notwendigen Grundlagen für ihren zukünftigen Beruf vermittelt und die Personalchefs könnten gezielter nach geeigneten Kandidaten suchen. Die Firmen sparten dadurch an eigenem Ausbildungsaufwand und können darauf setzen, Standards zu erhalten, nach denen ausgebildet wurde.

In meinem Buch „Competence Selling“ zeige ich auf, über welche Kompetenzen ein guter Verkäufer verfügen muss, um den Anforderungen der eigenen Firma, des Kunden und hinsichtlich der Erfolgsmesslatte zu entsprechen. Ziel war es, sich mit den verkäuferischen Fähigkeiten der Person zu befassen und nicht mit Methoden. Dabei kommen die jeweiligen Stationen im Saleszyklus nicht zu kurz und dienen als Ausgangspunkt für die in dieser Phase benötigten Kompetenzen. Es deckt sowohl die Erst-Kontaktphase zum Kunde ab wie auch das Finden neuer Geschäftschancen und zeigt auf, welche Erwartungen der Kunde heute an den Vertrieb seines Lieferanten hat und welche Herausforderungen ein Vertriebler zu meistern hat. „Competence Selling“ deckt damit die ganz Breite der Punkte ab, die wir in der Praxis brauchen und vermittelt die Themen, die in einem Studium „Vertrieb“ fester Bestandteil wären.

Letztlich ist es eben kein Job, der ohne Ausbildung einfach „gemacht“ werden kann. Die Komplexität ist hoch, die Facetten reichhaltig. Nur wer über viele Kompetenzen verfügt, sich ständig weiterbildet und vor allem Interesse am Menschen und den wirtschaftlichen Abläufen zwischen ihnen hat, kann in diesem Beruf bestehen. Wir brauchen also mehr „Meisterschaft“ in Vertrieb. Dann haben wir anstelle vieler Quereinsteiger gut ausgebildete Vertriebler.

Mehr dazu auch unter: www.competence-selling.de

Das Buch “Competence Selling” gibt es noch bis zum 31. Oktober 2009 zum Subskriptionspreis von € 28,20 bei Amazon oder beim Autor direkt.

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