Archiv für die 'Bücher' Kategorie

Markus Albers: Meconomy

2010-01-31, von Wolff Horbach

MecononyMarkus Albers, der Author des sehr erfolgreichen Buches “Morgen komm ich später rein“, hat ein neues Buch geschrieben, welches thematisch an das erste Buch anknüpft. Der Titel verrät uns gleich, warum es geht: um die Ich-Wirtschaft (Me + Econony = Meconomy).

Spätestens seit der Wirtschaftskrise, die ja noch nicht zu Ende ist, dürfte auch dem Letzten klar geworden sein, dass die alten Spielregeln nicht mehr gelten. Es gibt keine Garantie mehr auf sichere Arbeitsplätze, die Spielräume werden enger und die Jobs immer frustiger.

Genau hier setzt Meconomy an: Weiterlesen »

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Der Chef zwischen sämtlichen Stühlen – oder der Louis-van-Gaal-Effekt

2009-11-10, von Wolff Horbach

Führungskräfte haben es in der letzten Zeit nicht leicht. Einige korrupte, gierige Spitzenmanager haben die ganze Klasse in Mißkredit gebracht. Einige angebliche Spitzenmanager haben durch gigantische Fehlentscheidungen unglaubliche Firmenwerte vernichtet und ganze Konzerne ruiniert. Darunter leiden jetzt (fast) alle Manager, Chefs und Führungskräfte.

Unter Angestellten ist es schon lange ein beliebtes Spiel, ihren Chef mit den übelsten Schimpfworten zu assozieren.

Wie schlimm die Lage inzwischen ist, zeigt das Erscheinen von einigen neuen Büchern zu dem Thema:

Ohne Chef ist auch keine Lösung” von Volker Kitz und Manuel Tusch verspricht dem Angestellten im Untertitel “Wie Sie endlich mit ihm klarkommen”. Passend dazu gibt es die Website “www.wenn-der-chef-nervt.de“.

Was Ihre Mitarbeiter wirklich von Ihnen erwarten” von Maren Lehky betrachtet das Problem aus der anderen Sicht und verspricht eine “Übersetzungshilfe für Führungskräfte” und “Feindbild Chef? Das muss nicht sein!”.

Beide Bücher sind bei Campus erschienen. Ich werde sie in Kürze ausführlich vorstellen.

Wie misslich die Lage einer Führungsperson sein kann, zeigt gerade der Trainer Louis van Gaal von Bayern München. Der Verein versteht sich als europäischer Spitzenclub und erwartet in jeder Saison ein oder mehrere Titel. Ein Spitzentrainer (-Manager) wird engagiert, um dieses Ziel zuverlässig zu erzielen. Auch Spitzenleute werden eingekauft. Jetzt soll der Trainer es richten.

Nur leider passt nicht alles zusammen. Der Spitzenstürmer, der letzte Saison noch jede Menge Tore schoss, hat jetzt keinen Lauf. Der Stürmer, der vom anderen Club kam, trifft auch nicht. Der Trainer stellt jedes Mal die Mannschaft um und experimentiert an “seinem System”. Inzwischen sind alle frustiert: Der Club, weil die Mannschaft in der Liga im Mittelfeld dahindümpelt und wahrscheinlich bald aus der Champions League fliegt. Der Trainer, weil er unter enormem Druck steht. Das Spitzenpersonal, weil es sich missachtet fühlt.

Ein Lehrstück in Sachen Management, wie man es nur selten in der Öffentlichkeit betrachten kann. Hilft es da, einem verdienten Mitarbeiter, der eine Analyse öffentlich macht, einen Maulkorb zu verpassen? Hilft es da, autoritär durchzugreifen oder ist das eher ein Führungsstil aus dem letzten Jahrhundert?

Oder sind ganz andere Maßnahmen erforderlich?

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Bestseller oder Flop?

2009-10-30, von Elita Wiegand

In Deutschland erscheinen jedes Jahr etwa 100.000 Bücher. In den nächsten Tagen kommt auch das Buch „Competence Selling” von unserem Business-Club Partner Marcel Klotz auf den Markt. Wie viele andere Autoren wünscht sich Marcel Klotz sicherlich auch, dass sein Buch ein großer Erfolg oder gar ein Bestseller wird. (Wir drücken die Daumen!). Doch entscheidet wirklich die Qualität eines Buches, wie oft es verkauft wird? Oder spielt das Marketing, die Rezensionen oder die Bekanntheit des Autors eine viel größere Rolle?

Glück kommt selten allein
gluckBin schon sehr überrascht, dass sich das Buch „Das Glück kommt selten allein” von Eckart von Hirschhausen seit Monaten auf Platz 1 der Spiegel Beststeller-Liste hält. Ob BILD Zeitung, Talk-Show oder Magazine – der Autor entpuppt sich inzwischen als Medienstar und mich nervt der von Hirschhausen-Rummel allmählich. Im Web wimmelt es an Rezensionen zu seiner Glücksfibel - allein 113 Besprechungen bei amazon.de.

Rezensionskriege im Web
„Im Netz toben Rezensionskriege, von denen wir wenig ahnen. Und doch haben sie deutliche Auswirkungen. Ein Buch, dass beim führenden online-Händler amazon miese Leserbewertungen erhält, wird spürbar weniger gekauft als eins, das vielfach mit 5 Sternen klassifiziert wird”, schreibt sezession und weist auf einen Artikel der Literaten hin. Die haben entdeckt, dass Thorsten Wilder als Top-Rezensent bei amazon.de arbeitet. Er hat in den letzten Jahren über 1950 Bücher besprochen und erhält von den Verlagen inzwischen die Bücher kostenlos zugeschickt. Warum er für die Verlage interessant ist? Thorsten Wilder bespricht die Bücher grundsätzlich positiv. 

Amazon Sterne sind für den Verkauf eines Buches also inzwischen ausschlaggebend. Ist das die negative Seite des Mitmach-Webs? Was meinen Sie?

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Gibt es ein Verkäufer-Gen?

2009-10-28, von Marcel Klotz

Wie und wo haben Sie eigentlich das Verkaufen gelernt? Oder steckt es bei Ihnen in den Genen? Es heißt ja so oft, das Verkaufen liegt einem im Blut oder jemand sei der geborene Verkäufer. Woran mag es nur liegen, dass die Einen wahre Verkaufstalente sind, Andere dagegen nicht? Sicher hat dies eine Menge mit Veranlagung zu tun, aber mindestens genauso viel Anteil haben Ausbildung, Training und Erfahrung.

Verkaufen will also gelernt sein, besonders wenn man nicht gerade viel von diesem Verkäufer-Gen abbekommen hat. Aber wie und wo lernt man es? Im Vertrieb gilt das Gesetz, verkaufen bis die Umsatzkurve durch die Decke schiesst, aber werden dafür auch die notwendigen Grundlagen hinsichtlich Ausbildung und Weiterbildung geschaffen? Haben Sie jemals eine grundlegende Ausbildung zum Vertriebler erhalten?

Alleine der Begriff Vertriebler ist eine schöne diffuse Job-Bezeichnung. Ja, Job, nicht Beruf. Denn ein Beruf ist es nicht, er ist keiner verbindlichen Ausbildung unterworfen. Und daher gibt es auch viele verschiedene Bezeichnungen für die verkäuferische Aufgabe. Als Verkäufer mag sich keiner mehr gerne bezeichnen, eher noch als Verkaufsberater oder nur Berater. Vertreter ist ganz out, dann schon lieber Vertriebler. Vielen Kollegen geht es so, dass sie auf die Frage nach dem Beruf in Turbulenzen geraten. Was geben Sie denn an: Ich bin Verkäufer, ich bin Kundenberater? Oder sagen Sie, ich bin im Vertrieb, ich bin Vertriebler? Bei vielen gibt es zudem eine Diskrepanz zum erlernten Beruf und der ausgeübten Tätigkeit. So ist ein ehemaliger Kollege von mir Arzt. Frage mich manchmal, wie er sich beim Kunden vorstellt.

Doch zurück zu der Frage, wo erlernt man eigentlich das Verkaufen? Entweder lernt man es durch Try & Error, durch Training on the Job oder man hat das Glück in einem Unternehmen zu arbeiten, das auf diese Tätigkeit ausgerichtet schult. Das dürfte der Normalfall sein. Oft erhält man neben einem Mentor  – meist ein erfahrener Kollege – ein wenig Ausbildung durch Trainer oder Bildungseinrichtungen. Danach lehrt das Leben. Vor allem aber der Kunde. Erfahrung und Veranlagung zusammen machen dann den “guten” Verkäufer aus. Und ob es ein „Verkäufer-Gen“ gibt, darüber streiten die Fachleute sicher auch morgen noch.

Die Wirtschaftswoche stellte 2007 fest: „60 Prozent der Vertriebler sind aber Quereinsteiger.“ (Quelle: Wiwo vom 6.2.2007) Fragt sich nicht nur, wie man das wohl ermittelt hat, sondern vielmehr, warum nicht 100 % aller Vertriebler Quereinsteiger sind. Nach 25 Jahren Erfahrung und Networking im Vertrieb habe ich jedenfalls noch keinen „gelernten“ Verkäufer im B2B gefunden oder kennen gelernt. Fazit: So ist jeder Verkäufer neben seiner eigentlichen Ausbildung eine angelernte Fachkraft. Gut, wenn er dann entweder eine gute Portion Veranlagung mitbringt oder etwas gelernt hat, was gut zur Aufgabe passt.

Aber nicht nur, dass viele Vertriebler keine Grundausbildung erhalten. Laut einer Studie der Personalberatung Xenagos erhalten mehr als ein Drittel der Vertriebler überhaupt keine Trainings! (Quelle: www.xenagos.de) Das bedeutet, neben der fehlenden Ausbildung an unseren Hochschulen findet auch nur zum Teil in den Unternehmen eine strategische oder persönlichkeitsbildende Ausbildung statt. Dabei ist diese Ausbildung – gerade in Krisenzeiten – bitter nötig. So sagt der Vertriebstrainer Dirk Kreuter: „In erfolgreichen Unternehmen sind die Verkäufer gut ausgebildet und verfolgen einheitlich eine systematische Vorgehensweise – das wird trainiert. Sie haben eine hohe Bindung an ihr Unternehmen.“ (Quelle: www.xenagos.de)

Hinzu kommt: Es gibt in der Fachliteratur kein Standardwerk in Sachen Vertrieb. Jedenfalls nichts vergleichbares zu Werken wie DER “Wöhe” in Sachen BWL oder DER “Meffert” in Sachen Marketing. Bis heute hat sich kein Werk als “Bibel” für die Ausbildung oder als Kompendium für Vertriebler etablieren können. Es gibt keine Standards oder feste Regeln. Zahlreiche Sales-Methoden werden entwickelt und vermittelt, viele sind gekommen und wieder verschwunden. Dauerhaft hat sich keines der Werke oder Methoden als Longseller erwiesen.

Die Ausbildung an den Hochschulen lassen die passenden Fächer vermissen. Es gibt (nach meinen Erkenntnissen) kein Fach Verkaufen, Vertrieb oder Verkaufsmethodik an deutschen Hochschulen. Allenfalls die MBA Ausbildungen gehen auf diese Themen ein, dann aber aus Management-Sicht. Dabei gibt es zahlreiche Ansätze, die man in eine Ausbildung einbringen könnte. So sind z.B. folgende Punkte als Thema für ein Fach “Vertrieb” geeignet:

  • Vertriebsstrategien
  • Vertriebszyklen
  • Vertriebsformen im Multichannel (Telefonvertrieb, Direktvertrieb, Channelvertrieb)
  • Neukundenakquise
  • Bestandskundenpflege
  • Generieren von neuen Geschäftschancen
  • Methoden der Kundenbindung
  • Customer Relationship Management
  • Vertriebsunterstützung und -Steuerung
  • Kundenzufriedenheit – Messung und Steuerung
  • Emotional Selling und Persönlichkeitsstrukturen
  • Verhandlungsführung
  • Verkaufsrhetorik und Präsentationstechnik
  • Umgang mit Kundentypen und Ansprechpartner

Das reicht für mindestens ein Semester Vorlesungsstoff.

Viele dieser Punkte finden sich sicher in anderen Fächern wieder, z.b. im Bereich Marketing. Doch, macht es nicht mehr Sinn, diese Themen in einer gezielten Ausbildung zum “Vertriebler” zu bündeln und erprobte Methoden oder Verfahren einzubinden? Ist es nicht besser, wenigstens ein Zusatzfach für Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen anzubieten, als junge Absolventen ohne jede “Ahnung” über die reale Arbeit in einer Vertriebsaufgabe aus der Hochschule zu entlassen?

Die Qualität im Vertrieb könnte durch gezielte Maßnahmen im Bereich Ausbildung deutlich verbessert werden. Berufsanfänger und besonders echte Quereinsteiger bekämen die notwendigen Grundlagen für ihren zukünftigen Beruf vermittelt und die Personalchefs könnten gezielter nach geeigneten Kandidaten suchen. Die Firmen sparten dadurch an eigenem Ausbildungsaufwand und können darauf setzen, Standards zu erhalten, nach denen ausgebildet wurde.

In meinem Buch „Competence Selling“ zeige ich auf, über welche Kompetenzen ein guter Verkäufer verfügen muss, um den Anforderungen der eigenen Firma, des Kunden und hinsichtlich der Erfolgsmesslatte zu entsprechen. Ziel war es, sich mit den verkäuferischen Fähigkeiten der Person zu befassen und nicht mit Methoden. Dabei kommen die jeweiligen Stationen im Saleszyklus nicht zu kurz und dienen als Ausgangspunkt für die in dieser Phase benötigten Kompetenzen. Es deckt sowohl die Erst-Kontaktphase zum Kunde ab wie auch das Finden neuer Geschäftschancen und zeigt auf, welche Erwartungen der Kunde heute an den Vertrieb seines Lieferanten hat und welche Herausforderungen ein Vertriebler zu meistern hat. „Competence Selling“ deckt damit die ganz Breite der Punkte ab, die wir in der Praxis brauchen und vermittelt die Themen, die in einem Studium „Vertrieb“ fester Bestandteil wären.

Letztlich ist es eben kein Job, der ohne Ausbildung einfach „gemacht“ werden kann. Die Komplexität ist hoch, die Facetten reichhaltig. Nur wer über viele Kompetenzen verfügt, sich ständig weiterbildet und vor allem Interesse am Menschen und den wirtschaftlichen Abläufen zwischen ihnen hat, kann in diesem Beruf bestehen. Wir brauchen also mehr „Meisterschaft“ in Vertrieb. Dann haben wir anstelle vieler Quereinsteiger gut ausgebildete Vertriebler.

Mehr dazu auch unter: www.competence-selling.de

Das Buch “Competence Selling” gibt es noch bis zum 31. Oktober 2009 zum Subskriptionspreis von € 28,20 bei Amazon oder beim Autor direkt.

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Naturefund feat. Matthias zur Bonsen, Partner bei innovativ.in

2009-10-01, von Anke Trischler

Wer erinnert sich an Naturefund? Der Name zum Unternehmen ist Katja Wiese. Die Teilnehmer unseres Business Club Forums TRANSPARENZ werden sich erinnern. Und bei dieser Gelegenheit trafen sich unser Partner Matthias zur Bonsen, Autor von “Leading with life“, und Katja Wiese erstmals. Am 29. Oktober 2009 werden sie gemeinsam die “Inseln der Lebendigkeit” gestalten und innovativ.in Rhein.Main ist Gastgeber. Wer bis dahin nicht warten will oder kann und Matthias zur Bonsen in Aktion erleben möchte, merkt sich den 14. Oktober vor. Zusammen mit Atlantis veranstaltet Naturefund im Caligari einen Diskussionsabend. Zentrale Frage: Können wir die Zukunft mitgestalten? Es diskutieren Ariane Hildebrandt von Greenpeace, Bertram Verhaag, Regisseur des viel zitierten Films: ‘Percy Schmeiser – David gegen Monsato’, Katja Wiese von Naturefund sowie Matthias zur Bonsen. Diskutieren Sie mit. Mehr Infos unter www.naturefund.de/atlantis

Naturefund ist in diesem Jahr Partner vom Atlantis Natur- und Umwelt Filmfest, das vom 9. bis 17 Oktober 2009 in der Caligari FilmBühne in Wiesbaden läuft. Die Filme zeigen eindrücklich die atemberaubende Schönheit wie auch Verletzbarkeit der Natur. Nur wenige Wochen vor der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen machen sie deutlich, was für uns alle auf dem Spiel steht.

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Angriff auf die Freiheit

2009-09-16, von Elita Wiegand

angriff_auf_die_freiheitWer erinnert sich? Vor etwa 20 Jahren hat eine geplante Volkzählung in Deutschland Massenproteste ausgelöst. Damals kämpften viele gegen eine Aktualisierung der Meldedaten und übten harte Kritik gegen den Eingriff auf die Freiheit. Eine Volkszählung ist ein Witz im Vergleich zu dem, was wir heute an Sicherheitswahn und dem Abbau bürgerlicher Rechte erleben. Das Buch „Angriff auf die Freiheit” hinterfragt die Begriffe  um Sicherheit und Terrorismus. Uns wird Angst gemacht und mit  Argumenten für unsere scheinbare Sicherheit setzt die Politik Überwachungskameras, Onlinedurchsuchungen oder den Fingerabdruck im Reisepass durch.

Die terroristische Bedrohung ist zum Schlagwort geworden und wer es wagt, sich dagegen aufzulehnen, gilt als naiv oder verdächtig.  Das Buch hat mich noch mal wach gerüttelt.  

Viele haben  hier im Blog öfter engagiert und immer wieder über die Themen „Datenschutz und Grundrechte”  geschrieben. Ob “Schäuble’s neue Welt” von Sarah Schons,  Fehlgeburt des Bundestrojaners von Wolff Horbach, “Sind unsere Grundrechte noch zu retten? von Lutz Falkenburg oder Der Staat als Retter von sozialen Strukturen von Alexander Greisle. Den Appell der beiden Autoren kann ich nur unterstreichen:  ”Wehren Sie sich. Noch ist es nicht zu spät!”

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Kundenrückgewinnung immer noch Stiefkind im Vertrieb

2009-09-15, von Anne Schueller

Aus den Augen, aus dem Sinn. Dieses Sprichwort bringt auf den Punkt, was im Vertrieb derzeit bezüglich verlorener Kunden praktiziert wird: Verlorene Kunden sind vergessene Kunden. Oder sie werden als ‚Karteileiche‘ einfach aus der Datenbank gelöscht.

Nur zwölf Prozent aller Unternehmen betreiben ein systematisches Kundenrückgewinnungsmanagement. 35 Prozent beschäftigen sich überhaupt nicht mit dem Thema. Und 53 Prozent tun das höchstens punktuell. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 300 Führungskräften der deutschen Wirtschaft im Rahmen des Excellence Barometers 2009.

Ein sehr bedenkliches Ergebnis ist dies. Denn Unternehmen haben es zunehmend mit einem neuen Phänomen zu tun: den flüchtenden Kunden.

Obwohl die klassische Neukundengewinnung die mit Abstand teuerste Akquise-Maßnahme ist, fließen paradoxerweise dorthin die meisten Ressourcen. Bestandskunden haben deshalb oft das Gefühl, nurmehr ‚zweite Klasse‘ zu sein. So ziehen sie erbost und enttäuscht von dannen.

Bei der Kundenrückgewinnung ergeben sich zwei Ansatzpunkte: das Abwanderungsmanagement mit dem Ziel des Abwehrens bzw. der Rücknahme von Kündigungen sowie das Revitalisierungsmanagement zwecks Wiederaufnahme der abgebrochenen bzw. eingeschlafenen Geschäftsbeziehung.

Im Ex-Kundenkreis schlummert ein beträchtliches Ertragspotenzial. Es ist, wenn man weiß, wie das geht, nicht nur kostengünstiger, sondern meist auch leichter, abgesprungene Kunden zurückzuholen, anstatt pure Neukunden zu akquirieren. Die planmäßig betriebene Kundenrückgewinnung kann sich zu einem zentralen Wettbewerbsvorteil entwickeln.

In meinem Buch ‚Come back! Wie sie verlorene Kunden zurückgewinnen‘ zeige ich anhand eines fünfstufigen Managementprozesses, wie das auf professionelle Weise funktioniert. Weitere Infos: http://www.kundenrueckgewinnung.com

Vorrangig muss allerdings immer folgendes sein: die Prävention von Kundenverlusten. Denn noch besser als verlorene Kunden zu reaktivieren ist es natürlich, erst gar keine zu verlieren. Gerade in gesättigten Märkten haben die Bestandskundensicherung und der Aufbau einer dauerhaften Kundenloyalität absolute Priorität.

Und wie stehen Sie zu dem Thema?

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Kaffeekränzchen und was dabei herauskommt

2009-08-25, von Marcel Klotz

Es gibt manchmal Tage, die man irgendwie nicht vergisst. So bleibt mir lebhaft in Erinnerung als Elita Wiegand zusammen mit Antje Berheide (IBM), Michael Hochgürtel, Dieter Jansen (beide von Cresult) und mir  im Foyer des Interconti Düsseldorf saßen und uns gegenseitig inspirierten. Ja, das ist genau der richtige Begriff. Es war ein Zufallsrunde und gerade der richtige Moment für viel Austausch von Gedanken, Spinnereien und Ideen. Anlass des Treffens war irgendeine Konferenz, mehr als langweilig, so dass wir uns kurzerhand in den weichen Sesseln der Halle wiederfanden und bei gutem Cappuccino lauter tolle Ansätze für neue Projekte oder Events entwarfen.

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Elita Wiegand hatte Folgende: Eine Zukunftsparty organisieren und jeder solle so kommen, wie er meint, in 5 oder 10 Jahren zu sein bzw. zu zeigen, was er sich bis dahin als “realisiert” wünschen würde. Wir dachten uns so einiges aus und ich muss gestehen, am Anfang viel es mir schwer, meinen Träumen und Wünschen freien Lauf zu lassen. Was würde ich in 5 Jahren realisiert haben wollen? Was würde ich dann machen? Und dann kam es mir doch in den Sinn und sogar über meine Lippen. Mein Wunsch wäre es, zu der Party zu erscheinen, die Spiegel Bestsellerliste in der Hand und darauf mein Buch. Platzierung egal. Hauptsache darauf stehen. Kaum gesagt kam natürlich die Nachfrage: Worüber ich denn schreiben wolle? Roman, Sachbuch, oder Anderes? Tja, da war wieder mein altes Problem. Der Wunsch, mal ein Buch zu schreiben, war ja nicht neu, aber worüber?  Hatte ich früher immer an den “großen” Roman gedacht, so musste ich schon Jahre zuvor feststellen, dass mir sowohl die Gabe dazu wie auch der Stoff, der Plot fehlte. Über ein paar Artikel in Fachzeitungen und Kompendien war ich nicht herausgekommen. Und mein Ansatz, über die New-Economy zu schreiben, wurde Ende 2000 jäh zerstört. Wer wollte noch etwas über eine Entwicklung lesen, die gerade zusammengebrochen war.

Competence Selling – ein Thema für ein Buch?
Doch irgendwie bohrten die Anderen in der Runde weiter. Und so kamen wir darauf, dass meine Workshops und Vorträge zum Thema Verkaufen (Competence Selling) ein ideales Thema sein könnte. Und das wurde es auch. In den nächsten Monaten überprüfte ich meine Materialsammlung und änderte die Struktur meiner Workshops. Außerdem nahm ich meine Vorträge als mp3 auf und ließ davon ein Transkript machen. Es war sehr hilfreich, mal zu lesen, was ich während eines Vortrags gesagt hatte und konnte später daraus einiges verwenden.

Hilfe von außen
Und dann kam wieder Elita Wiegand mit Hilfe, diesmal in Form einer Einladung für einen Business Club Event. Es ging um einen Abend bei Frau Dr. Sonja Klug, in dem diese vorstellte, was zu beachten ist, wenn man ein Sachbuch verfassen möchte. Ein ausgesprochen hilfreicher Abend mit vielen brauchbaren Tipps. Der nächste Schritt war allerdings herausfordernd, denn durch Frau Dr. Klug wusste ich nun, dass es sehr schwer ist, einen Verlag zu finden. Am besten solle man ein Exposé schreiben und das den Verlagen anbieten. Ok, soweit gut, aber welchen Verlagen? Dazu schrieb ich ein paar mir bekannte Autoren an. U.a. Stefan F. Gross, der mir unglaublich zuvorkommen nicht nur die Kontaktdaten seines Verlags gab, sondern mich dort sogar ankündigte. Ein super Einstieg (nochmal Danke dafür). Gleichzeitig arbeitete ich gemeinsam mit Rita Denk an einem Exposé, das ich dann an verschiedene Verlage geschickt habe. Trotz dieser Arbeit  – sie hat sehr dazu beigetragen, die Struktur des Buches sowie die Ziele und Messages herauszuarbeiten -  glaube ich aber heute, dass dies ein eher überflüssiger Akt ist. Viel wichtiger ist, mit den Programmleitern, Verlegern etc. direkt ins Gespräch zu kommen.

BusinessVillage -  der Verlag
Dies gelang mir dann bei dem Verleger Christian Hoffmann (Verlag Business Village) in Göttingen, der u.a. auch Anne M. Schüller, Stéphane Etrillard und Tim Cole publiziert. Ihm zeigte ich meinen Workshop in Kurzform. Das war überzeugender als jedes Exposè. Er gab mir im November 2008 den Rat, einfach loszulegen und zu schreiben.

Die erste Testleserin: Meine Frau
Was dann kam war für  mich völlig überraschend. Einmal angefangen und losgelegt, floss es mir aus dem Kopf über die Finger in die Tastatur. Nicht, dass ich alles in einer Nacht runtergeschrieben hätte, ein paar Monate hat es schon gedauert. Manchmal ging es richtig klasse und manchmal brauchte ich ein paar Pausen. Schließlich wollte auch meine Familie noch etwas von mir haben. Im Mai diesen Jahres war ich erstmal fertig. Nun ja, sagen wir so, ich hatte für den Moment alles geschrieben, was ich glaubte, schreiben zu wollen, und meine vorher festgelegte Struktur war ausgefüllt. Jetzt brauchte es erste Test-Leser. Als erstes musste meine Partnerin her. Sie las es, fragte viel nach und lachte auch an ein paar Stellen. Die Dinge, die ihr unverständlich vorkamen wurden dann geändert, ein paar Ansätze umformuliert oder ergänzt. Und wir fanden gemeinsam ein gutes Schlusskapitel.

Positives Feedback
Und nun, wer sollte das Manuskript anschließend lesen? Jetzt musste Elita Wiegand ran. Schließlich war sie es “schuld”! Nach zwei Tagen rief sie wieder an. Sie hatte die 180 Seiten nach nur zwei Tagen durch und ihr Feedback war unglaublich positiv. Ein wichtiger Schritt war getan; es war nicht für den Mülleimer geschrieben. Jetzt hatte ich den Mut, das Manuskript nach Göttingen zu Christian Hoffmann zu schicken. Und auch von dort kam ein positives Feedback.

Wie es weiterging und -geht kann ich nun in Kurzform berichten. 1. Lektoratslesen durch eine befreundete Kunsthistorikerin – meine Güte hat sie viele Fehler gefunden. Dann noch Ergänzung um das ein oder andere Kapitel auf Anregung des Verlages. Vertrag machen. Grafiken erstellen, Klappentext und “über den Autor”-Text erstellen. Portrait Fotos durch den Fotografen Marcus Hofschulz machen lassen und bereitstellen  2. Lektorat durch den Verlag. Anmeldung der ISBN-Nummer. Drucken. Fertig !  Nun, hört sich einfacher an, als es ist, aber wenn das Manuskript einmal fertig ist, geht der Rest fast von alleine, schließlich übernehmen dann die Profis. Jetzt heißt es also abwarten bis ich den eigenen Titel in Amazon finde. Eine spannende Zeit war es. Und ich glaube, es bleibt spannend.

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Kopf schlägt Kapital

2008-10-31, von Wolff Horbach

Kopf schlägt KapitalProf. Günter Faltin ist in Deutschland DER Experte für Entrepreneurship. Faltin ist kein Theoretiker, sondern hat schon sehr erfolgreiche Firmen gegründet, z.B. die Teekampagne. In seinem neuen Buch “Kopf schlägt Kapital” beschreibt Faltin, was Entrepreneure von Unternehmern unterscheidet:

Ein Entrepreneur gründet ein Unternehmen. Er hat eine Idee für eine neue Art von Geschäft und gestaltet das. Ein Unternehmer betreibt ein Geschäft. Faltin unterscheidet daher sehr deutlich zwischen Entrepreneurship und Business Administration. Letzteres ist nur der laufende Betrieb eines Unternehmens und daher etwas ganz anderes als das Design eines neuen Unternehmens, dem Entrepreneurial Design.

Was im ersten Moment wie Wortklauberei aussieht, ist in Wirklichkeit extrem wichtig. Faltin möchte das Primat der Betriebswirtschaft bei der Gründung von Unternehmen abschütteln. Er legt größten Wert darauf, dass das richtige Entrepreneurial Design für den Unternehmenserfolg das Wichtigste ist. Dass ein Unternehmen Gewinn erwirtschaften muss, ist Bedingung für die Weiterführung des Unternehmens, aber nicht das Ziel.

Ich könnte mir die Rezension des Buches sehr einfach machen: Sie wollen ein eigenes Business gründen oder ein vorhandenes verbessern? Lesen Sie unbedingt dieses Buch! Wer etwas mehr erfahren will … Weiterlesen »

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Spuren statt Staub

2008-09-17, von Elita Wiegand

anja-und-peter.jpgKann man einen Roboter lieben? Diese Frage habe ich hier schon mal im Blog gestellt, als ich den unvergleichlichen Hausfreund iRobot vorgestellt habe. Noch immer träume ich von dem phantastischen Staubsauger und siehe da: Heute gibt es die Chance den Mini-Roboter zu gewinnen. Wie?

Soeben ist das neue Buch von Anja Förster und Peter Kreuz erschienen. Mit dem Titel “Spuren statt Staub” wirbeln die Beiden Staub auf. WOW!  Wenn Sie nämlich heute! bis 22 Uhr das neue Buch der beiden Business-Querdenker bei amazon.de bestellen, können Sie den genialen Hausfreund gewinnen… Also, ich würde an der Verlosung teilnehmen… Das Buch hab ich schon, aber der Reiz ist groß… Übrigens mal wieder ein dickes Kompliment an Anja und Peter: Die Marketing-Idee ist genial… Oder was meinen Sie?

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