Archiv für die 'Ethik/Werte' Kategorie

Permakultur

2010-02-28, von Doc Sarah Schons

In Ergänzung zu den Beiträgen von Michael Lalk und Marcel Klotz poste ich hier noch mal meinen jüngsten Doc Blog Artikel zum Thema Permakultur und hoffe, dass es viele Business Club Partner motiviert, mitzumachen:

“we seek a lower standard of living for a higher quality of life”

Angesichts der aktuellen katastrophalen Lage ist es allerhöchste Zeit für internationale Permaculture – zu deutsch  Permakultur. Eine integrative, zukunftsfähige Gestaltung unserer Lebensräume. Basierend auf Achtsamkeit und Fainess.

Meiner Freundin Christina Morgenthaler sei Dank fürs input. Wir werden die Ausbildung zum Diplom-Permakultur-Designer bei der Permakultur Akademie machen. Vielleicht regt dieses Video Euch ja an, das auch zu tun:

Drei ethische Grundwerte bilden das Fundament permakulturellen Denkens und Handelns und sind die Richtlinie für jegliches Permakultur Design. Sie beziehen sich auf ökologische, ökonomische und soziale Komponenten und lassen sich wie folgt zusammenfassen:

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Anstand im Geschäftsleben – eine vergessene Dimension?

2010-02-27, von Michael Lalk

Robert Bosch: “Die anständigste Art der Geschäftsführung ist auch die beständigste.”

Nicht allein der lesenswerte Beitrag von Marcel Klotz „Wo sind unsere Vorbilder geblieben” fordert mich heraus, ein eng verwandtes Thema anzuschneiden.
Seit einigen Jahren verstärkt sich nicht nur bei mir der Eindruck, dass der Anstand im Geschäftsleben abhanden gekommen ist.
Schon vor zwei Jahren forderte der Bundespräsident in einer Rede mehr Respekt, Rücksichtnahme und Anstand im Umgang miteinander, auch wenn sich diese Forderung nicht ausschließlich auf das Geschäftsleben bezog.

Hilfsbreitschaft, Toleranz, Respekt
In diesem Beitrag meine ich nicht den Anstand, der sich allein auf Umgangsformen beschränkt, sondern den moralischen Anstand im Business. Moralische Anständigkeit geht weit darüber hinaus, denn sie ist mit Hilfsbereitschaft, Toleranz und Respekt vor unseren Mitmenschen, somit auch vor unseren Geschäftspartnern und mit Mitmenschlichkeit (Humanität) verbunden.

Wie aber sieht die Wirklichkeit aus?
Nehmen wir das Beispiel Markenrecht “Querdenker“, wie es hier im Blog gerade erst diskutiert wurde. Natürlich hat der Besitzer einer Marke das Recht, dafür Sorge zu tragen, dass damit kein Mißbrauch geschieht. Aber muß man wirklich gleich einen Anwalt einschalten, der die Gegenseite mit einigen tausend Euros Abmahngebühr überzieht? Kann man nicht zunächst zum Telefonhörer greifen oder einen Brief schreiben und auf einen Fehler aufmerksam machen, statt sofort anwaltliche Hilfe nehmen? Wäre das nicht „anständig”?
Oder der Internethandel, wo versehentlich falsche Preisauszeichnungen, Fehler im Impressum oder in den AGBs von Wettbewerbern und Anwälten gnadenlos ausgenutzt, und sogar die Insolvenz kleiner Händler wird dabei in Kauf genommen wird. Oder kann mir jemand erklären, welchen Wettbewerbsvorteil sich ein Händler z.B. verschafft, der seinen Vornamen im Impressum abkürzt und nicht ausschreibt? Ist es anständig, hier gleich eine teuere Abmahnung zu schicken? Ist es anständig, sofort mit scharfer Munition zu schießen, statt erst einmal einen Warnschuß abzugeben?

Über den Umgang mit Menschen
Der Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge, wurde durch seine Aufklärungsschrift: „Über den Umgang mit Menschen” berühmt.

Ehrbarer Kaufmann
In diesem Buch, damals ein ungeheurer Erfolg, konzipierte er den „Vir Bonus”, als Idealfigur des bürgerlichen Anstands. Er schuf eine Synthese dieses Vir Bonus als Idealgestalt des Humanismus mit dem Werten des anständigen, ehrbaren Kaufmanns und Handwerkers. Was ist geblieben vom Vir Bonus?

Da sind zunächst die sog. „Großen Tiere”, von denen man Vorbildfunktion erwarten sollte, denn sie stehen im Fokus. Nur ein älteres Beispiel von vielen: Ackermann, Esser & Co. War deren Verhalten in der Mannesmannaffaire von Anstand geprägt, selbst wenn es vielleicht juristisch nicht zu beanstanden war? Ist es anständig, eine Kündigung für mehrere tausend Mitarbeiter zu unterschreiben, sich aber gleichzeitig eine satte Gehaltserhöhung gewähren zu lassen? Gilt nicht auch im Business „Schlechte Beispiele verderben die Sitten”? Vorbildfunktion Fehlanzeige.

Gesellschaftliche Verantwortung
Doch wir wundern uns, dass mache einer es für selbstverständlich ansieht, wenn „mal eben” ein paar Maultaschen und Klopapierrollen geklaut oder Frikadellen vom kalten Firmenbuffet gemopst werden. Ist Vorbildfunktion in Sachen Anstand nicht auch ein Stück gesellschaftlicher Verantwortung?

So ist es bei diesen Vorbildern kein Wunder, dass der Werbeslogan von JVM „Geiz ist geil” so erfolgreich wurde und „Eins, zwei, meins”, „ich bin doch nicht blöd” usw. Wasser auf den Mühlen der Schnäppchenjäger und der Menschen war, die rücksichtslos ausschließlich auf ihren eigenen Vorteil fixiert sind. Die Werbung stellte einen Freibrief aus, kennen Sie einen Slogan, der Anstand propagiert?

Ich arbeite in einer konservativen Branche, der Baubranche. Hier im Norden gilt noch ein Wort. Die Aufträge, die ich mir von Kunden habe schriftlich erteilen lassen, kann ich an einer Hand abzählen. Aber je größer der Kunde, so umfangreicher werden neuerdings die Einkaufsbedingungen. Ich habe in 2009 einen 24-seitigen Bestellanhang zurückgeschickt. Wer sich so absichert, sucht möglicherweise schon jetzt Gründe, die Zahlung zu verweigern oder den Preis nachträglich zu reduzieren. Fehlerfrei ist niemand, jedes Geschäft birgt Risiken, aber ich bin mir sicher, mit Anstand bekommt man jeden Fall geregelt.

Warum bleibt der Anstand so häufig auf der Strecke?

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Neurobiologie und Sinn-Stiftung

2010-02-15, von Christiane Windhausen

Vor ein paar Tagen entdeckte ich diesen Vortrag von Prof. Dr. Gerald Hüther. Die Art und Weise, wie dieser Neurobiologe über mein Gehirn sprach, hat mich total in den Bann gezogen. Ich habe die lebendigen Bewegungen seines Körpers genossen und gleichzeitig an seinen Lippen gehangen.

huether_1602Er beschreibt sehr anschaulich, warum effektives Lernen nur möglich ist, wenn wir von etwas begeistert sind. Im Zustand von Desinteresse oder Angst können wir unser Gehirn nicht optimal benutzen. Sie blockieren unsere Lernfähigkeit. Er weist darauf hin, dass unser Gehirn bis ins hohe Alter hinein lernfähig bleibt – Voraussetzung ist nur, dass wir begeisterungsfähig bleiben. All das und mehr findet sich auch auf der DVD Ohne Gefühle geht gar nichts! – Worauf es beim Lernen ankommt.

Hüther will die Erkenntnisse der Hirnforschung für möglichst viele Menschen zugänglich machen. Er sagt: ‚Wir haben in Deutschland kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem‘. Mit WIN-FUTURE hat er daher ein interdisziplinäres Netzwerk für Bildungsforschung gegründet, in dem es um die Verbindung von Wissenschaft und Praxis geht. Hier findet man übrigens eine ganze Reihe sehr interessanter Vorträge – zum Sehen und Hören.

Mit seiner Sinn-Stiftung will Hüther neue Wege der Umsetzung fördern, um in Kinder und Jugendliche ihre Potentiale zu fördern. Er fordert eine Potential-Entfaltungshaltung, die aus Neugier, Wertschätzung und Dankbarkeit besteht. Sie ist Voraussetzung dafür, dass Begeisterung entstehen kann. Das ist bei Erwachsenen nicht anders als bei Kindern.

Ich staune immer wieder, wie unserer Körper Tag für Tag das tut, was wir in Beziehungen und Gesellschaft mühsam umzusetzen versuchen: Für ihn ist die Teamarbeit zwischen verschiedenen Funktionssystemen selbstverständlich. Er funktioniert als eine natürliches Netzwerk, im dem unterschiedlichste Talente und Aufgaben miteinander kooperieren. Dabei dient jeder einzelne Vorgang im Körper – zum Wohle des Ganzen.

Neurobiologen wie Dr. Gerald Hüther oder Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer sind für mich daher Übersetzer und Brückenbauer. Sie ermöglichen uns, den Körper als Kompass für unsere mitmenschliche Zukunft zu verstehen und zu nutzen. Alles, was wir in den letzten Jahren so quergedacht haben, wird damit auf einmal ganz natürlich…

Chapeau, meine Herren!

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Unglaublich, aber wahr!

2010-01-25, von Elita Wiegand

Es reicht, mir reicht’s – ich habe die Nase voll. Ich setze mich unermüdlich dafür ein, Menschen zu vernetzen, die mutig sind, Unternehmer, die andere Wege gehen, Querdenker, die sich vom Mainstream verabschieden und Standpunkte vertreten, die Neues wagen. Verdammt, wir brauchen mehr Menschen in der Wirtschaft, der Kultur und Politik, die etwas anstoßen, die etwas bewegen, Vorreiter für Veränderungen – wir brauchen Querdenker! Deshalb bin ich angetreten und habe den „Business-Club für Innovatoren, Wertschöpfer und Querdenker” gegründet, engagiere ich mich für das neue Denken in der Wirtschaft, weg von der Konkurrenz hin zur Kooperation, zu Vertrauen, Wertschätzung und Werten.

“Querdenker” ist als Wortmarke geschützt 
Und was ist passiert? Eine Firma steht im Markenregister beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eingetragen als Inhaberin der Wortmarke „Querdenker”. Die Firma monopolisiert das Wort „Querdenker” für Druckereierzeugnisse, Werbung und Ausbildung.

Es ist unfassbar, aber JEDER, der die markenmäßige Benutzung „Querdenker” wählt, könnte früher oder später abgemahnt werden. Unglaublich auch, dass das Wort „Querdenker” überhaupt als (Wort-)Marke geschützt werden kann, denn der Begriff steht im Duden, bei Google gibt dazu etwa 270.000 Einträge und darunter sind zahlreiche Blogs, Agenturen und Firmen aufgelistet.

Und wir, unser Business-Club steht im Fokus. Für uns hat das folgende Konsequenzen:

  • Der „Business-Club für Innovatoren, Wertschöpfer und Querdenker”, der seit fünf Jahren! so heißt, muss umbenannt werden – gestern haben wir den Untertitel auf unserer Website und hier im Blog gelöscht
  • Das Interview „Querdenker-Talk” mit dem Wirtschaftsministerium und Rainer Plempe zum Thema Elektroautos ist gelöscht
  • Die erfolgreiche Veranstaltungsform des Business-Clubs “Querdenker-Forum” (haben wir das erste Mal unter dem Titel von vier Jahren veranstaltet)  muss unbenannt werden
  • Wir mussten die Firmenbroschüre ändern 
  • Wir haben sämtliche Beiträge im Blog und der Website löschen müssen, in dem das Wort „Querdenker”  in der Überschrift aufgetaucht ist (darunter natürlich viele Beiträge, die verlinkt sind)
  • Die Rubrik „Querdenker” in unserem Blog musste entfernt werden

Das alles kostet Nerven, Energien, Kraft, viel Zeit und vor allem Geld.

Querdenker überall
Für mich gehört das Wort “Querdenker” zum normalen Sprachgebrauch und offensichtlich sehen das vieler meiner Kollegen in den Medien genauso. Das geht auch aus dem Wortschatz-Lexikon der Uni Leipzig hervor, der zu dem Begriff  “Querdenker” seitenlang Zitate veröffentlicht hat, die in der Presse erschienen sind.

“Es darf keine bürokratischen Einengungen geben, die  Querdenker stoppen!”
Zum Beispiel das Zitat: „ Es darf keine bürokratischen Einengungen geben, die Querdenker stoppen. (Quelle: archiv.tagesspiegel.de ) Und Prof. Lothar Späth sagte: „ Ich bin sicher, dass wir zur Bewältigung der auf uns zukommenden Krisenprobleme noch mehr Querdenker brauchen, die nicht in festgefahrenen Gleisen Lösungen suchen, sondern bei neuen Einfällen und Innovationen.”

Freiheit für Querdenker
Genau wie Lothar Späth, verbinde ich mit Querdenkern die tiefe Überzeugung und Hoffnung für Veränderungen, die wir so dringend brauchen, um die Probleme in unserer Gesellschaft zu lösen. Wir müssen gemeinsam kämpfen, damit wieder jeder den Begriff Querdenker wann und wie er will, gebrauchen kann. Jetzt können wir beweisen, dass wir die wahren Querdenker sind.

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Der Sieg über den Egoismus?

2010-01-04, von Elita Wiegand

Der Mensch ist gierig, neidisch, skrupellos, egoistisch. Stimmt doch, oder?

stefan-kkeinNein, es  ist ganz anders. Tief in unserem Gehirn ist ein Trieb zu selbstlosen Taten verankert. Der Erfolgsautor Stefan Klein  (Autor der Bücher “Der Stoff, aus dem das Leben ist“, ”Die Glücksformel oder “Alles Zufall: Die Kraft, die unser Leben bestimmt“)  hat in der Zeit ein hervorragendes Dossier zu dem Thema geschrieben.  Am besten selbst lesen, fasse aber hier den Inhalt mal kurz zuammen, um dafür Neugier zu wecken.

Wie ist die Selbstlosigkeit von Menschen zu erklären? Unter welchen Umständen stellen wir unser eigenes Interesse zurück? Beispiele: Heute engagieren sich bei uns zwei Millionen Menschen mehr im Ehrenamt als noch vor zehn Jahren. Mehr drei Millionen Deutsche haben sich registrieren lassen, um Knochenmark entnehmen zu lassen und allein zehn Millionen haben selbstlos für Wikipedia Artikel geschrieben. 

Obama für Arme 
Selbst der Wahlsieg von Barack Obama erklärt Stefan Klein mit einer gewissen Form von Solidarität. Das amerikanische Volk hat einen Präsidenten gewählt, der trotz grandioser Abschlüsse auf der Columbia- und der Harvard Universität eine Karriere als Wirtschaftsjurist ausschlug und stattdessen Sozialarbeiter und Anwalt in den Armenvierteln von Chicago wurde.

Wir sind aufeinander angewiesen
Altruistisches Verhalten, so Klein, sei heute wichtiger denn je ist. Wir stehen vor gewaltigen Aufgaben und müssen weltumspannende Probleme lösen. „Nie zuvor war jeder Einzelne so sehr von anderen oft weit entfernten Menschen abhängig.” Kooperationsbereitschaft fördern, lautet das Gebot der Stunde. Menschen setzen sich für das Gemeinwohl ein, wenn sie wissen, wie sehr sie aufeinander angewiesen sind. Auf Unternehmen übersetzt: Üppige Boni oder Gehaltserhöhungen bringen nur selten die gewünschte Motivation. Es ist besser in ein gutes Betriebsklima zu investieren.
Fazit: Immer mehr Wissenschaftler verabschieden sich von dem Dogma des egoistischen Menschen und der Homo sapiens erscheint zunehmend freundlicher.

Das ist doch eine gute Nachricht für 2010. Weiter so!

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Brokenhagen – Welt im riesigem Vertrauens-Defizit

2009-12-20, von Wolff Horbach

Albert Einstein wird folgendes Zitat zugeschrieben:

»Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.«

Ich fürchte, der gute Albert hatte Recht.

Es tut mir leid, hier die Adventskalender-Harmonie zu stören. Ausgerechnet am 4. Advent. Aber es muss sein:

Da treffen sich 14 Tage lang 10.000 Delegierte aus der ganzen Welt, um Maßnahmen gegen eine drohende Klimakatastrophe zu beschließen. Da fliegen alle Mächtigen dieser Welt in der Endphase der Konferenz ein. Und das Ergebnis ist: NICHTS. Ein mickriges Papierchen. Wage, unverbindliche Formulierungen. Außer Spesen nichts gewesen.

Dafür wird etwas anderes sehr deutlich sichtbar: Es herrscht Egoismus pur auf allen Seiten, Gier und Misstrauen.

Dieser eklatante Mangel an Vertrauen wird für uns alle noch SEHR TEUER werden. Andere werden mit ihrem Leben dafür bezahlen müssen.

Manche von euch wissen, dass ich mich seit Jahren mit dem Thema Glücksforschung beschäftige. Es macht mich daher besonders traurig und wütend, dass sich ausgerechnet die bislang glücklichsten Menschen auf ihren Untergang vorbereiten können. Dafür dürften sich bei uns die Anzahl der Depressionen weiter steigern.

Daher plädiere ich dafür, die vierte Kerze heute nicht auf den Adventskranz, sondern unter die Ärsche der Verantwortlichen zu stellen.

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Öko-Handy von Samsung

2009-11-29, von Elita Wiegand

eco-handyEs grünt so grün … auch bei Samsung. Ein Öko-Handy muss her – und ist da. Das Samsung E200 Eco besteht aus einem Material, das aus Mais gewonnen wird und damit recyclebar ist. Bei der Herstellung wird laut Samsung pro Tonne Rohmaterial bis zu 2,16 Tonnen CO2 eingespart. Dazu passt, dass das Headset ohne PVC hergestellt wird und Samsung auf eine umweltfreundliche Verpackung aus unlackiertem Recycling-Papier setzt.
Noch ein Hersteller, der sich mit dem Prädikat „Öko” schmückt, sein schlechtes Gewissen beruhigt und eine andere Zielgruppe ansprechen will. Würdest Du Dir aus ökologischer Sicht ein grünes Handy kaufen? 

via: designboom

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Fair bringt mehr

2009-11-13, von Wolff Horbach

Sehr lesenswerter Artikel bei Spiegel Online: Neue Erkenntnisse zur Wirtschaftsethik: Warum Egoismus im Geschäftsleben schadet.

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Frisch auf den Tisch: Regionale Produkte

2009-09-23, von Elita Wiegand

Gesunde Lebensmittel? Ja, klar wollen wir alle. Doch oft bleibt es bei dem Wunsch, denn im Supermarkt locken Bananen aus Brasilien, Rindfleisch aus Argentinien, Kiwis aus Neuseeland. Die Lebensmittel sind um die halbe Welt geflogen – ist nicht wirklich gesund.  Auch nicht für unser Klima.1.500 Meilen legen die Lebensmittel durchschnittlich zurück, bevor sie auf unserem Teller landen.

Direkt vom Landwirt kaufen
In unserem Stadtteil kaufen viele direkt vom Landwirt. Die Kunden können online Obst, Gemüse, Eier, Kartoffeln oder Käse bestellen und man bekommt die Waren nach Hause geliefert. Hat viele Vorteile: Die Produkte sind frisch und saisonal, man unterstützt den Landwirt vor Ort, verhindert lange Transporte, schont die Umwelt und man weiß, von wem die Lebensmittel kommen.

“Locavores” sind verrückt nach regionalen Lebensmitteln
Viele Amerikaner kultivieren inzwischen die regionalen Produkte. “Locavores” nennen sich umweltbewusste Bürger, die nur das essen, was möglichst nah an ihrem Wohnort produziert wird. “Eating locally” heißt der Trend und dazu brechen Menschen in New York den Asphalt auf, um Gemüse anzupflanzen. Andere halten auf ihrer Terrasse Kräuter und in Parks wird Essbares gesammelt. Einen Eindruck vermittelt dieses Video:

Tracks Locavore @ www.polylog.tv/videothek

Ideenfabrik: Wäre doch toll, wenn es Restaurants gäbe, die verstärkt regionale Produkte anbieten und auf den Speisekarten wichtige Infos vermerken. Zum Beispiel, wo die Lebensmittel herkommen etc. (Das wäre doch etwas für Ludger) Es könnten gar direkte Kooperationen zwischen Landwirten und der Gastronomie entstehen.

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Drogeriemarkt Schlecker im Visier: Hände hoch!

2009-08-05, von Elita Wiegand

Räuberpistolen-Geschichten? Nicht hier im Blog … oder gerade hier? Tatort: ein Drogeriemarkt . Die Kassiererin wird mit einem Brotmesser bedroht, der Täter raubt mehrere hundert Euro und verschwindet. „Markt in einer Woche zwei Mal überfallen”, lautete die Überschrift in der Rheinischen Post und das macht mich so wütend, dass Sie erfahren müssen, warum.

Verantwortungslos
Meine Empörung heißt Schlecker. Jeden Tag wird eine der 10.000 Filialen des Billigdiscounters Schlecker überfallen. Ich wiederhole: Jeden Tag eine Filiale. Das ist kein Zufall, sonder dahinter steckt eine Unternehmenskultur, die verantwortungslos ist. Schlecker ist dafür bekannt, die Mitarbeiter auszubeuten und unter Tarif zu zahlen. Der Herrscher der Drogerieketten Anton Schlecker kalkuliert knallhart, muss knallhart kalkulieren, um seine Waren billig anzubieten. Der Sparwahn auf Kosten der Mitarbeiter gipfelt darin, dass in den meisten Filialen lediglich eine Angestellte arbeitet, die für die Kasse und für den gesamten Drogeriemarkt zuständig ist. Somit haben Räuber ein leichtes Spiel, zumal die Kassiererin mit dem Rücken zur Ladentür sitzt.

Es reicht
Wenn Sie „Schlecker und Überfall” eingeben, spuckt Ihnen Google über 46.000 Treffen aus. Überfall in Dresden, Überfall in Losheim, Überfall in Recklinghausen usw. Die Gewerkschaft hat mehrfach auf die Missstände hingewiesen, bislang erfolglos.

Ich kaufe seit Jahren nicht mehr bei Schlecker und mit mir strafen viele Kunden den Billig-Discounter ab. Doch reicht der stille Protest?

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