Archiv für die 'Geistesblitze' Kategorie

Do-it-yourself: Coole Produkte

2010-05-28, von Elita Wiegand

„Für Nischenprodukte ist das Internet ein idealer Verkaufsplatz.“ Hat der Buchautor Chris Anderson in seinem Bestseller “The Long Tail“. geschrieben. Ja! Produkte eben, die nicht jeder hat, mit denen wir uns von der Masse unterscheiden, einzigartig, anders! Wenn der Name auf dem iPhone eingraviert ist, die Nike Schuhe selbst gestaltet sind oder wir ein Fotobuch mit eigenem Text und ausgesuchten Bildern verschenken, unterstreichen wir doch unseren individuellen Geschmack. Massenwaren ade, das Web schafft viele Möglichkeiten, Produkte selbst zu designen, Ideen zu entwickeln oder gar das Innovationspotential von Unternehmen zu vergrößern. Open Innnovation da – Mass Customization hier- yippie!  Hier einige Beispiele:

Immer auf dem Laufenden: Nike
Nike zählte zu den ersten Unternehmen, die sich bereits 1999 für die Wünsche der Kunden öffneten. Um die Schuhe zu gestalten, konnten sich die User zunächst das Material und die Farbe aussuchen. Als nächstes startete NIKEiD. Die Tools wurden erweitert und jeder Besucher der Website konnte nun den Schuh komplett selbst entwerfen und ein eigenes Design entwickeln.2008 wurde die Seite um die mobile Komponente NIKE PHOTOiD erweitert. Nutzer können ein Foto machen und dieses per MMS versenden. Das System wertet das Bild aus und schickt einen Link auf einen Schuh zurück, der die beiden dominanten Farben des Fotos trägt. Das Mobile Marketing funktioniert bestens und zeigt, wie Nike die Nutzer einbindet und die verschiedenen Medien verknüpft.

Der große Wurf: Spreadshirts
Spreadshirts war von Anfang der Renner unter den individualisierten Produkten. Wie Threadless verkauft das Leipziger Unternehmen selbst gestaltete T-Shirts und hat sich damit erfolgreich positioniert. Das Besondere: Der User kann nicht nur sein T-Shirt produzieren lassen, sondern auch einen eigenen Online-Shop eröffnen und seine eigenen Entwürfe an andere Kunden weiterverkaufen.

Das trägt man gerne: Handtaschen von  Laudi Vidni
Was wäre eine Frau ohne Handtasche? Eine? Nein, es müssen mehrere sein. Und wenn man noch eine braucht, gestaltet man sich eben eine eigene Handtasche. Wunderbar: Unabhängig von Trends und Designern kann sich jede Frau selbst verwirklichen. Die Plattform Laudi Vidni steht rückwärts buchstabiert für INDIVIDUAL. Farbe, Größe, und das Material – insgesamt stehen sieben verschiedene Handtaschenformen mit jeweils zwei bis drei Varianten, also insgesamt 15  Varianten zur Auswahl.

Das staunt man Bauklötze: Lego Design byMe

Lego baut auf die Kreativität der Kunden. Zuerst konnte man in der Lego Factory eigene Bausätze entwerfen und bestellen. Inzwischen hat Lego den “Customization Service” mit Lego Design byMe erweitert. Die Vorder- und Rückseite der Verpackung kann mit einem eigenen Foto und dem eigenen Namen versehen werden. Die Auswahl der Elemente wurde von 950 auf 1481 verschieden Bauteile erhöht und die Software, der LEGO Digital Designer, wurde komplett überarbeitet. Schade nur, dass dieses besondere Angebot ausschließlich auf den amerikanischen Markt ausgerichtet ist.

 

Herrlich anziehend: Blank Label
Was soll ich heute anziehen? Diese Frage stellen sich nicht nur Frauen, nein, auch die Herren der Schöpfung werden immer wählerischer. Ganz individuell, wie auf den Leib geschnitten, sind die Hemden von Blank Label. Farbe, Schnitt und Muster – hier zeigen Männer ihren eigenen Geschmack. 

Die Schokoladenseite des Webs: Chocri

Die Schokolade hat in den letzen Jahren eine grandiose Karriere hingelegt: Die süßen Verführungen erleben einen Hype – und als Sahnehäubchen obendrauf, vernaschen wir jetzt unsere eigene Marke. Auf der Plattform Chocri läuft mir das Wasser im Munde zusammen: Milchschokolade,  Zartbitter und weiße Schokolade, dazu Zutaten wie Nüsse, Chili, Früchte und sogar Gewürze wie Nelken oder Chili aus biologischen Anbau – lecker! Mehr als 10 Milliarden Möglichkeiten stehen zur Auswahl, ideal für Naschkatzen, die das Besondere lieben und ein schönes Geschenk ist es allemal.

 

 

Süß wie Marmelade
Auf dem Frühstückstisch selbst gemachte Marmelade! Das hat doch was, oder? Auf Memarmela.de kann der Nutzer zwischen vier gleichen oder verschiedenen Früchten wählen. Und: Die eigene Marmelade kann wahlweise mit Zutaten aus dreierlei Kategorien verfeinert werden: „Gewürze, Blüten und Kräuter“, „Nüsse und Kerne” und “Extras“ stehen zur Auswahl. Dazu gehören außerdem Zutaten wie Holunderblüten, Pfefferminze, Haselnüsse, Pistazien, Schokoflocken, Sekt, Amaretto oder Whiskey. Die Plattform versüßt jedenfalls unser Leben.

Die Welt der Geschenkideen: Zazzle
Ob Poster, Visitenkarten, Tassen oder Mousepads: Zazzle ist internationaler Marktführer für hochwertige personalisierbare Produkte. Dazu hat das US-Unternehmen eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht Milliarden von einzigartigen Geschenkideen für Kunden auf der ganzen Welt anzubieten. Rund 50. 000 neue Produkte werden jeden Tag auf der Seite entworfen, von denen die meisten in sehr kleiner Stückzahl verkauft werden. Die Zahl der insgesamt verfügbaren Produktvariationen liegt nach Unternehmensangaben bei mehr als 20 Millionen.

Damit schmückt man sich: Gemvara Schmuck
Wir wissen „diamonds ar the girls best friends“, aber müssen es nun Diamanaten sein? Wie wäre es stattdessen mit einem Ring, einer Kette einem Armband als Hingucker? Ob Gold oder Silber – die User gestalten auf Gemvara, was ihnen zusagt.  Und wenn sich der Schatz als Designer entpuppt und seine Partnerin zum Geburtstag mit einem individueller Kette überrascht, weiß man das Schmuckstück doch besonders zu schätzen.

3D Printer: Shapeways
Klingt wie in einem Science-Fiction-Film: Mit 3D Druckern lassen sich dreidimensionale individuell gestaltete Objekte ausdrucken. Auf diese Technik setzt Shapeways. Wie das funktioniert? Das Video zeigt, wie es geht:

Natürlich gibt es viel mehr und ich werde noch einige Do-it-yourself Plattformen vorstellen. Was fehlt? Was gefällt Euch? Was habt Ihr bereits gestaltet  oder selbst entworfen?

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Querdenker-Universum von Förster & Kreuz

2010-05-25, von Elita Wiegand

“Nur Tote bleiben liegen”. So heißt das neue Buch von Anja Förster und Peter Kreuz, das am 13. September 2010 im Campus-Verlag erscheint. Und wie es sich für Querdenker gehört, haben die beiden wieder eine coole Idee. Sie wollen 500 Menschen mit einem Portrait auf dem Innencover ihres Buches abbilden. Fotos von ungewöhnlichen Menschen, die eben anders ticken, die knallbunt sind, statt im grauen Einheitsbrei zu versinken. Kritische Geister, Menschen, die eine eigene Meinung vertreten,  die sich abheben. Viele haben sich bereits an der Aktion beteiligt und sind mit ihrem Foto bei Flickr zu sehen.   

Mitmachen!
Anja hat mir gemailt, dass es  in unserem Umfeld viele Menschen gibt, die es verdient hätten, in ihrer Gallerie zu erscheinen. Also mitmachen! Wolff Horbach ist bereits dabei, Hans-Georg Nelles  und Jörg Weisner haben ihr Portraitfoto geschickt, wer noch? Bis zum 6. Juni 2010 das Foto an cover[at]foerster-kreuz.com mailen. Alle weiteren Infos findet Ihr hier…

Und zur Premiere des Buches begrüßen wir Anja und Peter am 16. September 2010 in Köln. Wir freuen uns auf den Vortrag und sind schon ganz gespannt…

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Kreative Werbung: Adobe vs. Apple

2010-05-14, von Wolff Horbach

Wer ein iPhone hat, kennt das Problem: Das iPhone, ober besser gesagt: der iPhone-Browser Safari kann eine Flash-Inhalte darstellen. Genauer gesagt, müsste ich sagen: will keine Flash-Inhalte darstellen. Dort, wo Flash erscheinen sollen, gibt es nur das blaue Logo-Klötzchen mit dem Fragezeichen.

Apple-Chef Steve  Jobs hat ausführlich dargelegt, warum er auf dem iPhone und dem iPad kein Flash will.

(Übrigens: ich gebe Steve Jobs Recht. Ich habe neulich auf meinem Mac den Firefox-Browser außer Dienst gestellt, weil er mir zeitweise den ganzen Rechner lahm legte. Ich habe meistens viele Tabs im Browser offen. Da kann es vorkommen, dass auf SPIEGEL Online sieben bis acht Flash-Werbungen gleichzeitig laufen und hemmungslos Speicherplatz und Energie fressen, obwohl man sich eine ganz andere Seite anschaut.)

Gestern hat der Disput eine neue – kreative – Qualität erreicht: Zunächst versuchte Adobe – der Hersteller von Flash – sich bei Apple einzuschmeicheln:

We love Apple

Apple konterte prompt:

We love ? Adobe

Das nenn ich doch mal kreative Werbung.

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Wo sind unsere Vorbilder geblieben?

2010-02-24, von Marcel Klotz

Auch wenn es nicht direkt mit meinem Thema “Selling” zu tun hat. Aber zum Kompetent-Sein gehört auch, Vorbild zu sein. Nur, wie sollen wir Vorbild sein, wenn uns die eigenen angeblich so vorbildlich agierenden Menschen  abhanden gekommen sind. Oder sehen Sie da noch einen? Wenn ja, holen Sie ihn doch mal aus dem Versteck. Denn scheinbar beschäftig sich alles nur noch mit Nicht-Vorbildern.

Ein paar Beispiele:

Eine Bischöfin überfährt mit 1,3 Promille eine rote Ampel (und das auch noch während der Fastenzeit).

Ein Bischof macht die sexuelle “Revolution” mitverantwortlich dafür, dass Priester auf den falschen Pfad kommen.

Ein Ministerpräsident wird gegen Geld zu Gesprächen mit zahlungskräftigen “Leuten” verkauft.

Zahlungskräftige “Leute” zahlen für ein Gespräch mit einem Politiker       (frage mich wirklich, wer hier eigentlich blöder ist)

Ein Steuersünder verklagt die Bank zu Schadensersatz, bei der er sein Schwarzgeld geparkt hat, als Ausgleich zur seiner Steuernachzahlung.

Ein Gericht gibt dem Steuersünder recht, der gegen seine Bank klagt…..(s.o.).

Eine Partei bekommt besonders hohe Spenden und sieht keinen Zusammenhang zu später eingeführten Steuererleichterungen.

Der Papst zeigt sich «tief bestürzt und betrübt» – braucht aber Wochen für einen Hirtenbrief, wo doch ein klares Wort jederzeit ausgesprochen werden kann.

Den Preis als „ein Meister der Wichtigtuerei“ erhielt G. Westerwave vom Altmeister Helmut Schmidt, der wiederum auch kein Vorbild ist und Reinhold Beckman mit Menthol Zigraretten einnebelte.

Der israelische Geheimdienst tötet Hamas-Führer in Dubai und lässt sich dabei noch fast filmen.

Ein Hildesheimer Schüler droht einem Lehrer, dessen angebliche Affäre publik zu machen. Für sein Schweigen forderte er 1000 Euro. Die Polizei stellte dem Abiturienten eine Falle, er tapste hinein.

Nikolaus Brender “tobt” im Spiegel über seinen Noch-Arbeitgeber und darüber dass  “politisch motivierte Posten-Geschachere am Mainzer Lerchenberg  von besonderem Machthunger getrieben werde“ und demontiert damit die Medien als Moralwächter der Nation.

Der Kieler SPD-Vorturner Ralf Stegner räumt einen “Rechtsirrtum” ein und will 8800 Euro an die Landeskasse überweisen, weil er zu unrecht Bezüge als Aufsichtsrat der HSH Nordbank erhalten hat. Ah ja, ein Irrtum also….

Und in Köln sucht und sucht und sucht man nach den Schuldigen, die einfach mal Protokolle fälschen und Material verscherbeln. Frage mich, wozu da überall Kameras an den Baustellen hängen und die Arbeiter nur durch Einlasskontrollen per Codekarte zur Arbeit kommen. War wohl kein Film drin. Oder schauen mal wieder alle nur weg.

Äh, und wie ich vorhin höre, macht Düsseldorf der Nachbarstadt wieder alles nach und findet gleich auch gefälschte Bauprotokolle.

Wie blöde muss man eigentlich sein, um das noch aushalten zu können!

Nochmal zu der Sendung “Beckmann” mit Helmut Schmidt vom Montag. Der Altkanzler wurde gefragt, ob es ihm gefalle ein Vorbild zu sein. Doch der brummelte nur rum und meinte, er wäre nicht so gerne Vorbild. Anschliessend wurden in einem Einspieler Menschen auf der Straße befragt, welche Vorbilder sie hätten. Genannt wurden vorwiegend Stars und Sternchen, u.a. Lady Gaga und Angelina Jolie. Ok, normal wenn man Jugendliche befragt. Bei näherem Betrachten sogar verständlich, wenn die “besseren” Vorbilder ausfallen. Früher wurde ja auch mit grosser Regelmässigkeit Albert Schweitzer genannt, aber wer kennt den noch. So sind diese neuen “Vorbilder” sogar noch als einigermaßen ehrlich und authenisch einzustufen, schliesslich geben Sie offen zu, was sie machen und warum sie es machen. Mit den Worten von Frank Zappa: “We are only in it for the money”. Wenn die o.g. genannten Beispiele der letzten Tage wenigstens diese Ehrlichkeit hätten. Oder hat schon mal ein Politiker gesagt, er wolle die Wahl gewinnen, um Macht zu haben. Nein, da heisst es immer bescheiden, wir wollen gestalten.

Ach ja, Vorbild sein bedeutet nicht zwingend, keine Fehler machen zu dürfen. Fehler sind menschlich. Das eigentliche Problem ist der Umgang damit. Wer leugnet, vertuscht, auf Andere schiebt oder “schön redet”, der verliert das worauf es tatsächlich ankommt. Seine Glaubwürdigkeit. Erst dann ist jemand kein Vorbild mehr.

Und so warten wir weiter auf neue und wirkliche Vorbilder.

to be continued….

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Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Der Aufschieberitis-Tag

2009-08-07, von Ivan Blatter

Vielleicht haben Sie es auf Twitter mitverfolgt: Am 1. August haben ich und meine Lebenspartnerin unseren ersten Aufschieberitis-Tag durchgeführt. Inspiriert hat uns Monika Birkner, die vor Monaten ein entsprechendes Telefonseminar durchgeführt hat (an dem wir nicht teilgenommen haben).

Unsere Regeln waren einfach: Wir wollten uns einen halben bis ganzen Tag den Dingen widmen, die wir sonst immer aufschieben. Halt die typischen Dinge, die man sich für einen verregneten Sonntag aufhebt. Mein grösster Brocken: Endlich alle alten Geräte bei ebay respektive ricardo.ch einstellen.

In meinen letzten Aufräumaktionen (besonders im Keller) habe ich viele Geräte entdeckt, die ich nicht mehr nutze, die aber noch in sehr gutem Zustand sind. Seit letztem November sind diese Geräte in einer Kiste gesammelt und warten auf den Verkauf. Der Grund: Mir macht sowas keinen Spass. Vor einem seriösen Verkauf muss ja jedes Gerät getestet, geputzt, fotografiert und beschrieben werden. Mein Plan war, ausserdem noch ein paar längst fällige E-Mails zu schreiben, meine Foto-Abteilung im Schrank aufzuräumen und mit der Steuererklärung zu beginnen, falls ich zu viel Zeit hätte. Meine Partnerin ihrerseits wollte vor allem ihre Steuererklärung ausfüllen.

Und das war das Ergebnis: In 4.5 Stunden habe ich insgesamt 15 Geräte bei ricardo.ch eingestellt und als Zugabe habe ich in 20 Minuten den Schrank aufgeräumt. Meine Partnerin hat ihre Steuererklärung ausgefüllt und sonst ein paar Dinge erledigt.

Lesen Sie auf www.blatternet.ch, wie es weitergegangen ist und was ich an diesem Tag über Aufschieberitis gelernt habe.

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Deutschlandklickt.de: Der Kick mit dem Klicks

2009-07-18, von Elita Wiegand

Ihr Geschäftsmodell ist ein Experiment und bisher einmalig.  Der Kick zu den Klicks kam den beiden Gründern Murat Icer und Tayfun Aksun bei einem Brainstorming ihrer vielen Kreativ-Abende.  Erlebnis-Shopping im Internet? Ihre spezielle Idee haben sie vor zwei Jahren umgesetzt und eine Plattform eröffnet,  die Shopping und Spaß verbindet. Bei Deutschlandklickt.de  gibt es kostengünstige Produkte, Überraschungspakete oder Joker, die der Klicker ergattert, wenn er eine Wissensfrage beantwortet. Die Teilnahme an den Klick-Kampagnen ist kostenlos und man wird per Mail über das nächste „Spiel” informiert.

Vorsicht! Ansteckungsgefahr 
Das Klick-Fieber ist natürlich ansteckend und wer  davon gepackt wird, kann weitere Klicks kaufen. Habe ich natürlich ausprobiert und zähle damit zu den 60 Prozent der weiblichen Klicker. Gestern habe ich die beiden Macher von Deutschlandklickt.de in Düsseldorf besucht. Murat Icer und Tayfun Aksun sind Mutmacher, da sprudeln die Ideen, erzählen sie begeistert über ihre Pläne und sie sind vom Ehrgeiz gepackt. „Wir sind ein Startup und haben unser Projekt selbst finanziert. Da fehlte das Geld für Marketing, um Deutschlandklickt.de bekannt zu machen”, erzählt Geschäftsführer Murat Icer. Exciting Commerce  ist ein Fan “Alles 2Null”  hat berichtet - es klappt also mit der Mundpropaganda, denn der Chef der Plattform  investiert keinen Cent in Werbung und steckt die Mittel lieber  in die technische Entwicklung der Community.

Live-Shopping Konzepte für Unternehmen
Inzwischen kommt das Live-Shopping Konzept an: 30.000 Teilnehmer haben sich registriert und nutzen Deutschlandklickt.de , um spielerich zu shoppen. „Wir haben viele Ideen, die für Unternehmen interessant sind, die neue Konzepte beim Online- Shopping umsetzen wollen”, sagt Tayfun Aksun. Ihre Ideenfabrik für Unternehmen wird bald im Web eröffnet. Ihr Ziel: Sie wollen sich als Ideengeber und Berater für Live-Shopping Konzepte positionieren und  betreuen schon jetzt  Projekte von Unternehmen. Mir gefällt der Unternehmergeist der Beiden. Noch können sie von der Egenium GmbH allein nicht leben. Murat Icer arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni und Tayfun Aksun ist Berater für Zielgruppenmarketing.  Doch ihre Ideen werden gebraucht, davon bin ich überzeugt. 

Haben Sie schon mal geklickt? Was ist Ihre Meinung zu Live-Shopping Konzepten?

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Das kreative Chaos

2009-02-03, von Elita Wiegand

25 Jahre ist es her, als  Steve Jobs vor 3000 Menschen auf der Bühne eine kleine Kiste auspackte. „Es war Magic, der faszinierste Moment in unserem Leben“, erinnert sich der Apple-Evangelist Guy Kawasaki in seinem Blog. Der Macintosh ist Geschichte. (Wunderbare Anekdoten und Storys von den Machern findet man auf der Website die “Macintosh-Story”macintosh19841 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

Dass Apple Spuren im Universum hinterlassen hat, möchte keiner leugnen. „Think different“ ist der Wahlspruch aller Querdenker, aber was macht den Apple-Gründer Steve Jobs eigentlich so „different?

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Du bist verrückt!

2008-11-28, von Elita Wiegand

Jeder ist ein Querdenker. Ist ne provokante These, weiß ich. Trotzdem stimmt es. Du und Du – wir alle waren als Kind kreativ. Manche sind es geblieben, aber bei vielen liegt das kreative Potential brach. Warum? Erwachsene haben uns früher verboten, zu spinnen. «Du bist ja verrückt!» oder “Tanz nicht aus der Reihe!” sind typische Elternsprüche mit verheerenden Folgen. Kinder verinnerlichen die Botschaften und was passiert? Später haben wir Angst, uns zu blamieren, als «Spinner» abstempelt oder ausgelacht zu werden.

Dass ich das scheibe, hat einen Grund: Ben ist neue Jahre alt. Wir haben uns küzlich  an einem Wochenende mit ihm kreativ ausgetobt Er hat ein Bild mit einer sehr! abstrakten Landschaft gemalt. In der Mitte hat Ben um eine Wiese aus Gips einen See geformt. “Und aus diesem See springt ein Hai!”, erzählte er uns stolz. Okay, ein Hai. Schluck :-) Wir wissen, was uns jetzt normalerweise unser Verstand sagt: Es gibt keine Haie in Seen!

ben.jpg

Ich wünschte mir, dass wir uns auf die Verrücktheiten einlassen, sie zulassen,  Spaß haben, die Vernunft ausschalten und nicht nur durch Kinder unsere eigene Kreativität neu entdecken. Und ich wünschte mir, dass wir uns die Erlaubnis geben, zu spinnen. 
Wir brauchen einfach mehr Menschen, die Eingefahrenes ”ver-rücken” und wir brauchen mehr Querdenker in unserem Land!

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Gähn…

2008-10-15, von Elita Wiegand

i-sleep1.jpgIst es das Wetter? Oder doch wieder zu lange gearbeitet? Bin heute ein bisschen müde! Wer mal wieder nach Mitternacht vor dem Laptop hängt und eindöst, für den gibt es jetzt i-sleep. Das Kuschelkissen (ist es das?) wird an der Oberseite angebracht und wirkt wie eine Rettungsweste im  Flugzeug. Sobald man das Müdigkeitsstadium erreicht hat, bläst sich ein Luftkissen auf, füllt sich mit warmer Luft, es wird Musik eingespielt und nach zehn Minuten klingelt der Wecker.

Verstehe ich nicht so ganz, aber die Studenten der Berliner Uni für Künste haben eine gute Erklärung auf der Website, wie das Wunderkissen funktioniert. 

bett.jpg 

 

 

I sleep lieber in meinem Bett.

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Weniger ist mehr

2008-06-24, von Ulrike Sennhenn

Vom “Pareto-Gesetz” oder dem “80/20-Prinzip” haben sicher die Meisten schonmal gehört. Zusammenfassen lässt sich die Kernaussage wie folgt:
20 Prozent des Inputs sorgen für 80 Prozent des gesamten Outputs.

Das lässt sich auf Ergebnisse anwenden (80 Prozent der Ergebnisse resultieren aus 20 Prozent des gesamten – auch zeitlichen – Aufwandes), aufs Geld (80 Prozent des Reichtums und des Einkommens sind im Besitz von 20 Prozent der Bevölkerung) oder auch auf den Kleiderschrankinhalt ;-) (in 80 Prozent der Zeit ziehen wir 20 Prozent unserer Kleidung an).

Schaue ich mir mal einen “normalen Arbeitstag” an, so würde das bedeuten: in 20 Prozent meiner Arbeitszeit (ich runde mal großzügig auf 2 Stunden auf) erziele ich 80 Prozent meines angestrebten “Outputs”.

“Nee, stimmt nicht. Niemals würde ich das in zwei Stunden am Tag schaffen. Das mag vielleicht für andere Branchen / Angestellte / Mitarbeiter ohne Führungsaufgaben / Selbständige / … gelten, aber bei MIR geht das nicht!” Ich schätze, dass so gut wie jedes Ego dieses Argument bringt – oder? ;-)

Innovative Menschen sollten an dieser Stelle hellwach werden, denn .. wenn das Ego so heftig aufbegehrt, dann ist – meine Erfahrung – “was im Busch”. Und um dem auf die Schliche zu kommen, könnte man folgende Herausforderungen annehmen:

  • einen Zettel schreiben und an den Monitor kleben – und mehrmals täglich die daraufstehende Frage beantworten: “Erfindest Du gerade Dinge, um das Wichtige zu vermeiden?”
  • für ein paar Tage die tatsächliche Arbeitszeit auf 2 Stunden reduzieren (hier ist ganz viel Kreativität und Disziplin gefragt :-) )

Beim “vorbereitenden gedanklichen Durchspielen” fiel mir schon auf, dass ich ziemlich gut bin im Erfinden von Dingen, die mich vom Wichtigen abhalten … und DAS würde wegfallen, wenn ich wüsste, ich hätte nur zwei Stunden Zeit für meine Arbeit.

Je öfter ich es gedanklich durchspiele, desto mehr “kribbelt’s” in mir … das MUSS ich ausprobieren, ob DAS stimmt!

Welche Reaktionen ruft das Pareto-Gesetz bei Ihnen hervor?

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