Am Wochenende war ich in Frankfurt und habe dort an der Sport-Uni bzw. der VRG e.V. (Verein für Rückenschule und Gesundheitssport) meine Lizenz zur Kinderrückenschulleiterin – Primärprävention nach § 20 Abs. 1 und 2 SGB V – gemacht, da ich zukünftig auch drei Kinderrückenkurse übernehme.
Ehrlich gesagt, ist es für mich unfassbar und somit schwer nachzuvollziehen, dass heutzutage Kinder bereits im Grundschulalter eine Rückenschule benötigen!? Die Geschichten, die mir meine Kollegen erzählt haben, waren für mich wahre Horrorszenarien.
Tatsache ist aber wohl, dass Kinder nach ihrer Schule im Anschluss noch zwischen 3 und 6 Stunden vor dem Computer sitzen!?
Während der Fortbildung habe ich überlegt, ob die Grundschule nicht schon zu spät ist!? Meines Erachtens sollte man bereits im Kindergarten damit anfangen, den Kindern die Freude an der Bewegung zu vermitteln, wobei die Eltern mit einbezogen werden sollten, denn schließlich haben diese ja auch Vorbildfunktion. Und, die Freude, die man während der Bewegungseinheiten hat, ist unglaublich. Wir haben uns zwei Tage fast auschließlich mit Praxis beschäftig, viele Spiele gespielt, die einen in Bewegung bringen und gleichzeitig für ungeheuer viel Spaß sorgen…
Wie sehen Sie dieses Thema oder haben Sie vielleicht auch Erfahrungen, von denen Sie berichten können?
Ich nehme das Fazit meines Personal Trainings vorweg: es war ein echter Gewinn im doppelten Sinne.
Zunächst habe ich einige Übungen auf dem “Pilates Allegro” (siehe Foto) gemacht. Überrascht war ich über die äußerst präzisen Anleitungen von Andrea Stellbrink. Sie hat ganz genau darauf geachtet, dass ich die Übungen sehr sauber ausführe. Zum ersten Mal in meinem Leben ist mir bewusst geworden, wie wichtig es ist, bei diesen Übungen auf die Feinheiten zu achten. Mir ist auch bewusst geworden, wie schludrig wir im Alltag mit unserem Körper umgehen. Und wie viel mehr Genuss wir daraus ziehen könnten, wenn wir bei unseren Bewegungen aufmerksamer wären.
Im zweiten Übungsteil habe ich dann einige Yoga-Übungen durchgeführt. Ich habe zwar schon einige Yoga-Erfahrungen, aber noch nie vorher habe ich Übungen mit solcher Konzentration und Präzision gemacht. Auch hier ist mir bewusst geworden, welches Potenzial in den Übungen liegt, wenn man sie bewusst und möglichst korrekt macht.
Vor einiger Zeit habe ich noch gedacht, Personal Training sei ein (überflüssiger) Luxus von Hollywood-Stars. Nach dem Motto: “Üben kann ich besser alleine”. Aber jetzt habe ich eine ganz andere Einstellung dazu gewonnen. Mir ist dank der zwei Stunden klar geworden, dass ein Personal Training viel mehr ist. Selbst kann ich gar nicht feststellen, wo ich bei der Ausführung der Übungen schludrig bin. Selbst kann ich gar nicht feststellen, wo ich eine schlechte Körperhaltung habe oder Ausweichbewegungen mache.
Neben den präzisen Anleitungen und der Bewusstwerdung für Bewegungsabläufe habe ich noch eines sehr genossen: Die totale Aufmerksamkeit und Wertschätzung der Trainerin. Wo hat man das schon im Alltag: das ein Anderer über einen längeren Zeitraum darauf achtet, dass es einem gut geht und dass man etwas sehr gut lernt.
Schade, dass die Entfernung nach Erkrath etwas groß ist. Sonst würde ich mir ein Personal Training des Öfteren gönnen.
Vor ein paar Tagen entdeckte ich diesen Vortrag von Prof. Dr. Gerald Hüther. Die Art und Weise, wie dieser Neurobiologe über mein Gehirn sprach, hat mich total in den Bann gezogen. Ich habe die lebendigen Bewegungen seines Körpers genossen und gleichzeitig an seinen Lippen gehangen.
Er beschreibt sehr anschaulich, warum effektives Lernen nur möglich ist, wenn wir von etwas begeistert sind. Im Zustand von Desinteresse oder Angst können wir unser Gehirn nicht optimal benutzen. Sie blockieren unsere Lernfähigkeit. Er weist darauf hin, dass unser Gehirn bis ins hohe Alter hinein lernfähig bleibt – Voraussetzung ist nur, dass wir begeisterungsfähig bleiben. All das und mehr findet sich auch auf der DVD Ohne Gefühle geht gar nichts! – Worauf es beim Lernen ankommt.
Hüther will die Erkenntnisse der Hirnforschung für möglichst viele Menschen zugänglich machen. Er sagt: ‚Wir haben in Deutschland kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem‘. Mit WIN-FUTURE hat er daher ein interdisziplinäres Netzwerk für Bildungsforschung gegründet, in dem es um die Verbindung von Wissenschaft und Praxis geht. Hier findet man übrigens eine ganze Reihe sehr interessanter Vorträge – zum Sehen und Hören.
Mit seiner Sinn-Stiftung will Hüther neue Wege der Umsetzung fördern, um in Kinder und Jugendliche ihre Potentiale zu fördern. Er fordert eine Potential-Entfaltungshaltung, die aus Neugier, Wertschätzung und Dankbarkeit besteht. Sie ist Voraussetzung dafür, dass Begeisterung entstehen kann. Das ist bei Erwachsenen nicht anders als bei Kindern.
Ich staune immer wieder, wie unserer Körper Tag für Tag das tut, was wir in Beziehungen und Gesellschaft mühsam umzusetzen versuchen: Für ihn ist die Teamarbeit zwischen verschiedenen Funktionssystemen selbstverständlich. Er funktioniert als eine natürliches Netzwerk, im dem unterschiedlichste Talente und Aufgaben miteinander kooperieren. Dabei dient jeder einzelne Vorgang im Körper – zum Wohle des Ganzen.
Neurobiologen wie Dr. Gerald Hüther oder Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer sind für mich daher Übersetzer und Brückenbauer. Sie ermöglichen uns, den Körper als Kompass für unsere mitmenschliche Zukunft zu verstehen und zu nutzen. Alles, was wir in den letzten Jahren so quergedacht haben, wird damit auf einmal ganz natürlich…
„Was geht denn bei dem im Kopf vor?” Ist eine beliebte Redewendung. Nur allzu gerne würde ich manchmal in das Gehirn schauen. Überlasse ich aber dann doch lieber den Neurowissenschaftlern. Schließlich ist unser Verstand ein hochkompliziertes Organ und genau deshalb rückt es immer mehr in den Fokus. Wissenschaftler sondieren das rund zweieinhalb Pfund schwere Gehirn, erkunden unser Bewusstsein oder lokalisieren Schmerz-und Glücksgefühle. Unser Denkapparat wird in einem riesigen Tempo erforscht und es gibt inzwischen verblüffende Antworten, auf Fragen, die sich hier sicherlich auch viele stellen.
Verblüffende Videos
Unser Glücksexperte Wolff Horbach hat mich auf die Online-Vorlesungen „Geist & Gehirn” von BR-alpha aufmerksam gemacht, die mich begeistern. Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Direktor der psychiatrischen Uniklinik in Ulm, erklärt in 151 Videos à 15 Minuten, wie das Wunderwerk in unserem Kopf funktioniert. (Und jetzt gibt es übrigens eine aktuelle neue Staffel) Jedes Video beschäftigt sich mit einem Schwerpunkt. Wie entsteht Vertrauen? Was bewirkt Musik? Wie kommt es zu Depressionen? Was passiert bei zu viel Stress? Wie funktionieren Wahrnehmung und Denken? Wie wirken Gefühle? Wie erklären sich kreative Prozesse? Die Online- Vorlesungen kann ich nur jedem empfehlen, weil ich bisher viele wertvolle Erkenntnisse gewonnen habe.
Habe mich gefragt: “Was macht das Thema Gehirnforschung eigentlich so interessant? Welche Manipulationen sind möglich, wenn wir das Gehirn immer weiter erforschen? Was können wir lernen, anders machen, wenn wir mehr darüber wissen, was sich in unserem Kopf abspielt?”
Jeder von uns weiß aus eigener Erfahrung: Veränderungen sind mit vielen Gefühlen verbunden – und meistens nicht nur mit angenehmen. Sobald Veränderungen neue Verhaltensweisen von uns fordern, lösen sie Unsicherheit aus. Wenn sie uns dann auch noch ungefragt zugemutet werden und wir sie nicht freiwillig gewählt haben, sind sie oft mit Stress und Angst verbunden – und mit Abwehrstrategien und Verweigerungen.
Wer in seinem Körper zuhause ist, hat es dann leichter. Sich im eigenen Körper zuhause zu fühlen bedeutet nämlich auch, ein Gefühl für die eigene Kraft zu haben, sich in konflikthaften Situationen entspannen zu können und Lust auf neue Bewegungen zu verspüren. Das nimmt uns die Gefühle zwar nicht ab, vereinfacht aber den Umgang mit ihnen.
Im SONNOS Institut unterstützen wir Menschen, die andere beraten oder führen (z.B. Berater, Lehrer, Mediziner, Führungskräfte in der Wirtschaft), mit Veränderungsprozessen kreativ umzugehen. Die Relevanz des Körpers wird dabei in der Regel völlig unterschätzt. Wir erleiden zwar seine Symptome (in Krisen sind das vor allen Dingen Unruhe, Schlaflosigkeit, Sucht, Angstattacken und Depression), wissen aber nicht, wie wir auf seine Körpersprache antworten sollen, sodass ein heilsamer Dialog entstehen kann.
In diesem Jahr werden wir vier Impulstage zum Körper anzubieten. Jeder dieser Tage umfasst einen Mini-Vortrag, die erfahrungsorientierte Vermittlung neuer Sichtweisen, einen dialogischen Austausch und Tipps für die Selbstführung im Alltag. Unsere erster Impulstag findet am 30.01.2010 im Gut Keuchhof in Köln-Lövenich stattfinden. Wer Lust und Interesse hat, mit dabei zu sein, kann sich hier informieren und hier anmelden.
Mich würde sehr interessieren, was Sie in Krisenzeiten mit Ihrem Körpererlebt haben.
Wie hat sich der Stress körperlich ausgewirkt und was waren für Sie hilfreiche Strategien?
Wer darüber hinaus mehr über die Sprache des Körpers hören möchte, findet in diesem Vortrag von Dr. Rüdiger Dahlke viele Inspirationen.
Ihr lieben innovativen, querdenkenden und wertschöpfenden Businessclub-PartnerInnen und SympathisantInnen!
Als ganzheitliche Ärztin aus Leidenschaft mit Schwerpunkt Prävention möchte ich Euch zum neuen Jahr vor einer fiesen Krankheit schützen: der Cyberchondrie.
Die greift nämlich immer rasanter um sich und treibt gar sonderliche Blüten – die aktuelle Hitliste der 2009 in Deutschland favorisierten Netz-Infektionen findet Ihr hier bei mir im Blog (dort gern bitte die Diskussion zum Thema weiterführen). Und obendrein ist sie hochgradig ansteckend.
So manche/r googelt sich mit Schrecken durch die Nacht und ist dann vielleicht um eine selbstgestellte (und zu über 90% ohnehin falsche) Diagnose reicher – aber mit der Angst allein. Das muss nicht sein.
Gute ÄrtzInnen studieren mindestens 6 Jahre Medizin und machen dann noch mal mindestens 5-7 Jahre Weiterbildung. In aller Regel seht Ihr also mindestens 12 Lehrjahre Wissen und Kompetenz vor Euch. Kann Google das ersetzen? Und die Laien-Foren?
Zugegeben: dem bundesdeutschen Krankheitswesen kann und darf mensch nicht vertrauen.
Hab ich ja schon hier im Interview gesagt und dann auch hier beim Business-Forum live.
Aber den wenigen verbliebenen ÄrztInnen.
Mein Rat: bevor Ihr Euch mit selbstergoogelten Krankheiten geisselt – konsultiert den Arzt / die Ärztin Eures Vertrauens.
(Ja, darum geht es: um das Vertrauen.. und Anerkennung wirklicher Kompetenz. Das hat die Politik uns schwer gemacht und treibt es munter so weiter… Aber das ist ein ganz anderes Thema…)
Hier das Interview mit Doc Sarah Schons von unserer letzten Veranstaltung. Die anderen Interviews mit Kirstin Walter, Ludger Freese und Wolfgang Flür erscheinen später, weil sie noch mal gekürtzt werden müssen. Und Achtung! Das Video mit Doc Sarah ist live gedreht, also nicht geschnitten.