Archiv für die 'Glücksforschung' Kategorie

Neurobiologie und Sinn-Stiftung

2010-02-15, von Christiane Windhausen

Vor ein paar Tagen entdeckte ich diesen Vortrag von Prof. Dr. Gerald Hüther. Die Art und Weise, wie dieser Neurobiologe über mein Gehirn sprach, hat mich total in den Bann gezogen. Ich habe die lebendigen Bewegungen seines Körpers genossen und gleichzeitig an seinen Lippen gehangen.

huether_1602Er beschreibt sehr anschaulich, warum effektives Lernen nur möglich ist, wenn wir von etwas begeistert sind. Im Zustand von Desinteresse oder Angst können wir unser Gehirn nicht optimal benutzen. Sie blockieren unsere Lernfähigkeit. Er weist darauf hin, dass unser Gehirn bis ins hohe Alter hinein lernfähig bleibt – Voraussetzung ist nur, dass wir begeisterungsfähig bleiben. All das und mehr findet sich auch auf der DVD Ohne Gefühle geht gar nichts! – Worauf es beim Lernen ankommt.

Hüther will die Erkenntnisse der Hirnforschung für möglichst viele Menschen zugänglich machen. Er sagt: ‚Wir haben in Deutschland kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem‘. Mit WIN-FUTURE hat er daher ein interdisziplinäres Netzwerk für Bildungsforschung gegründet, in dem es um die Verbindung von Wissenschaft und Praxis geht. Hier findet man übrigens eine ganze Reihe sehr interessanter Vorträge – zum Sehen und Hören.

Mit seiner Sinn-Stiftung will Hüther neue Wege der Umsetzung fördern, um in Kinder und Jugendliche ihre Potentiale zu fördern. Er fordert eine Potential-Entfaltungshaltung, die aus Neugier, Wertschätzung und Dankbarkeit besteht. Sie ist Voraussetzung dafür, dass Begeisterung entstehen kann. Das ist bei Erwachsenen nicht anders als bei Kindern.

Ich staune immer wieder, wie unserer Körper Tag für Tag das tut, was wir in Beziehungen und Gesellschaft mühsam umzusetzen versuchen: Für ihn ist die Teamarbeit zwischen verschiedenen Funktionssystemen selbstverständlich. Er funktioniert als eine natürliches Netzwerk, im dem unterschiedlichste Talente und Aufgaben miteinander kooperieren. Dabei dient jeder einzelne Vorgang im Körper – zum Wohle des Ganzen.

Neurobiologen wie Dr. Gerald Hüther oder Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer sind für mich daher Übersetzer und Brückenbauer. Sie ermöglichen uns, den Körper als Kompass für unsere mitmenschliche Zukunft zu verstehen und zu nutzen. Alles, was wir in den letzten Jahren so quergedacht haben, wird damit auf einmal ganz natürlich…

Chapeau, meine Herren!

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Brokenhagen – Welt im riesigem Vertrauens-Defizit

2009-12-20, von Wolff Horbach

Albert Einstein wird folgendes Zitat zugeschrieben:

»Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.«

Ich fürchte, der gute Albert hatte Recht.

Es tut mir leid, hier die Adventskalender-Harmonie zu stören. Ausgerechnet am 4. Advent. Aber es muss sein:

Da treffen sich 14 Tage lang 10.000 Delegierte aus der ganzen Welt, um Maßnahmen gegen eine drohende Klimakatastrophe zu beschließen. Da fliegen alle Mächtigen dieser Welt in der Endphase der Konferenz ein. Und das Ergebnis ist: NICHTS. Ein mickriges Papierchen. Wage, unverbindliche Formulierungen. Außer Spesen nichts gewesen.

Dafür wird etwas anderes sehr deutlich sichtbar: Es herrscht Egoismus pur auf allen Seiten, Gier und Misstrauen.

Dieser eklatante Mangel an Vertrauen wird für uns alle noch SEHR TEUER werden. Andere werden mit ihrem Leben dafür bezahlen müssen.

Manche von euch wissen, dass ich mich seit Jahren mit dem Thema Glücksforschung beschäftige. Es macht mich daher besonders traurig und wütend, dass sich ausgerechnet die bislang glücklichsten Menschen auf ihren Untergang vorbereiten können. Dafür dürften sich bei uns die Anzahl der Depressionen weiter steigern.

Daher plädiere ich dafür, die vierte Kerze heute nicht auf den Adventskranz, sondern unter die Ärsche der Verantwortlichen zu stellen.

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AUFSCHWUNG pur: BC Partner im Gespräch

2009-03-16, von Anke Trischler

Zwei Messetage mit viel Inspiration. Der Dialog ist eben doch mehr als nur Worte. Und so war der Stand der Erfolgsteams, an dem ich den Wiesbadener Salon mitsamt Business Club präsentiert habe, Anlaufstelle für (wissens-)durstige Menschen. Der Business Club war genauso Thema wie Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und sogar Konkretisierung der nächsten Schritte: Alexander Greisle und Anke Trischler werden mit Christoph Hinderfeld weitere gute Orte schaffen, Martina Hoffhaus vom LOHAS-Competence Center freut sich über den ersten Jahrestag des CC und wir bleiben in Kontakt zwecks Austausch, ein Vertreter des Private Banking der NASPA fand das Arbeitsraumkonzept in der Unternehmergemeinschaft spannend, Christine Fischer vom Netzwerk Ganzheitlichkeit fand viele Ansatzpunkte, in kleiner Runde mit Prof. Faltin wurde diskutiert über den Unterschied zwischen der Arbeit des Unternehmer in und an seinem Unternehmen, kurz: Was macht einen Entrepreneur aus? Mit dem Empfang im Römer und dem Grußwort von OB Roth endete der erste Messetag.

Burkhard Schneider und Mireille Siebert haben mit der AUFSCHWUNG einen guten Ort geschaffen, der Bewegung schafft und hält was er verspricht: Mut und munter machen.

Zur Info: Die Erfolgsteams Frankfurt RheinMain sind ein Netzwerk für Unternehmer, Freiberufler und Gründer in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet. Nach dem Motto “Alleine war gestern!” arbeitet jedes Mitglied an der Weiterentwicklung seines eigenen Unternehmens, ist dabei aber nie auf sich allein gestellt. Die Mitglieder stammen aus allen Bereichen der Wirtschaft und unterstützen einander mit Know-how, Kontakten und praktischen Dingen. Ein Netzwerk, von dem alle Mitglieder profitieren! Ideal für eine Kooperation von innovativ.in Dependance Rhein.Main und den Erfolgsteams Frankfurt RheinMain.

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Hirnforschung und Meditation

2008-11-27, von Wolff Horbach

Wolf Singer, Matthieu Ricard: Hirnforschung und Meditation. Ein Dialog.Vor wenigen Minuten habe ich das Buch “Hirnforschung und Meditation. Ein Dialog.” zu Ende gelesen. Es diskutieren: Wolf Singer, Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Matthieu Ricard, buddhistischer Mönch mit dem Background eines Molekularbiologen am Institut Pasteur in Paris.

Interessant und spannend finde ich, wie zwei Menschen aus sehr unterschiedlichen Bereichen ein Thema diskutieren: die Meditation und ihre hirnphysiologischen Bedingungen und Auswirkungen. Wolf Singer ist der weltweit anerkannter Naturwissenschaftler und Matthieu Ricard ist einer der engsten Vertrauen des Dalai Lama, der die “kontemplativen Wissenschaften” des Buddhismus vertritt. Matthieu Ricard hat den Vorzug, dass er selbst eine eindrucksvolle Karriere als Naturwissenschaftler hatte, bevor er vor ca. 40 Jahren nach Nepal ging, um die Welt aus einer anderen Sicht kennen zu lernen.

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Glück!wunsch an Wolff Horbach

2008-08-22, von Elita Wiegand

Wie fühlt sich eigentlich Glück an? Kribbeln im Bauch, fließende Energien, ein Lächeln, strahlende Augen, Luftsprünge, die Welt umarmen? Wolff Horbach hat heute diese Glücksmomente erlebt. Der Verlag  GRÄFE UND UNZER  hat ihm nämlich heute sein erstes Buch “99 Wege zum Glück” per Post geschickt. “Solche Momente muss man festhalten”, schreibt Wolff in seinem Blog zum Buch. Stimmt!

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“Das geht nicht” gibt’s nicht!

2008-08-01, von Ulrike Sennhenn

Wie oft hat man eine gute Idee, einen Geistesblitz – der kurz darauf vom inneren Kritiker verworfen wird mit dem Kommentar “Das geht nicht! Das kannst Du nicht!” Das kann man akzeptieren … oder als Herausforderung betrachten :-) Wobei das “sich selber vom Gegenteil überzeugen” erst der Einstieg ist – es ist ja angeblich “gut gemeint” vom Umfeld, wenn darauf hingewiesen wird, dass “das nun wirklich unmöglich ist”, was man sich da in den Kopf gesetzt hat. Da braucht es schon ein sehr gesundes Selbstvertrauen, um sich selber treu zu bleiben – um aus dem Muster auszubrechen, quer zu handeln und seine Visionen zu realisieren.

Eine Frau, die das auf bemerkenswerte Art und Weise geschafft hat, ist für mich Sabriye Tenberken. Sie ist, als blinde junge Frau, gegen alle Widerstände, allein durch Tibet geritten – mit dem Ziel, dort eine Blindenschule zu eröffnen. Was sie auch geschafft hat! Was für eine ungewöhnliche, starke Persönlichkeit sie ist, kommt vor allem in dem Film “Blindsight” (Informationen und eine Rezension zum Film) zum Ausdruck. Sehenswert!

Dieses kurze Video vermittelt die Botschaft auch ohne Worte – ich bin gespannt, ob ihr ebenso berührt seid wie ich.

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Macht Bloggen krank oder gesund?

2008-06-15, von Wolff Horbach

Wir kennen das von den Gesundheitstipps: Da wird das Mittelchen XYZ plötzlich als Gesundbrunnen und Allheilmittel gegen alle möglichen Maleste entdeckt. Ein paar Wochen später wird das gleiche Mittelchen von anderen als höchst gefährlich und krankmachend deklariert. Jetzt haben wir den gleichen Widerspruch beim Bloggen. Weiterlesen »

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Wovon träumen wir wirklich?

2008-06-09, von Ulrike Sennhenn

Millionär sein – das wär’s! Dann könnte ich frei von finanziellen Sorgen tun und lassen, was ich will! Ich bräuchte mich nicht mehr begrenzen in der Erfüllung meiner Träume … könnte in einem Traumhaus wohnen an einem Ort meiner Wahl … in meiner großen Garage steht ein Ferrari, ein Porsche, ein Mini ;-) … ich hätte einen Chauffeur, Bedienstete …

Ein “gehobenes Einkommen” wäre auch schon was! Ich wäre zwar nicht ganz so frei in der “Wunscherfüllung”, aber mein Bewegungsspielraum wäre schon erheblich größer als mit einem Einkommen, das “gerade so reicht”.

Das Streben nach “mehr Geld”, um “mehr Wünsche” erfüllen zu können … das ist so selbstverständlich und logisch. Nichts, was man hinterfragen müsste – oder? ;-)

In einem der Bücher von Barbara Sher las ich hierzu eine interessante Passage – Thema “Erfolgsteam”. Ein Herr aus der Runde wollte sich seinen großen Traum realisieren: die Welt zu umsegeln.

Er hatte eine Liste angelegt, was er dafür benötigte:

  • ein Jahr Urlaub
  • entsprechendes Guthaben auf dem Konto, um ein Jahr ohne Einkommen überbrücken zu können
  • ein Segelschiff (das er noch kaufen wollte, wofür er ebenfalls noch Geld benötigte)

Das würde er wohl erst als Rentner realisieren können … meinte er.

Das Team war nun aufgefordert, Ideen zu kreieren … und das Ergebnis fand ich höchst verblüffend: man kam auf die Lösung, dass er auf einem Segelschiff anheuern könne … als Koch z.B.. Somit brauchte er kein Segelschiff kaufen, er hatte seinen Lebensunterhalt gesichert,  und für Unterhaltung an Bord war auch gesorgt ;-)

Hierzu passt auch die Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral von Heinrich Böll – ich denke, die Meisten von euch kennen sie ;-)

Quergedacht ist so vieles auch “anders” realisierbar. Und das “anders” macht meiner Meinung nach sehr viel Spaß – stellt es doch das Denken (sowohl das Eigene als das der Anderen) auf den Kopf :-)

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Endlich frei!

2008-06-06, von Ulrike Sennhenn

“Die Spielwiese ist eröffnet für Dich”

Mit Herzklopfen beobachte ich die Tür, die sich vor mir öffnet … langsam, voller Neugier um mich blickend, trete ich ein … in einen großen Raum, der mir wie eine große Spielwiese erscheint. Fröhliches Lachen ist zu hören … es herrscht emsiges Treiben … jeder Mensch im Raum ist mit etwas beschäftigt, manche alleine, manche in Gruppen. Aber alle mit großer Begeisterung!

Eine ansteckende, inspirierende Atmosphäre. Mitten im Raum bleibe ich stehen, schaue um mich. Was nun? Es dauert eine Weile, bis jemand auf mich aufmerksam wird. Ich werde sehr freundlich begrüßt, und meine Frage, was ich tun könne, wird lächelnd beantwortet:

“Mach, was Dir Spaß macht! Mach es alleine oder such Dir Gleichgesinnte! Wenn Du magst, kannst Du Dir auch einen Begleiter aussuchen, der Dir hilft, wenn Du Fragen hast. Wir freuen uns, dass Du bei uns bist!”

So stelle ich es mir vor – wie sich ein Kind fühlt, wenn es zum ersten Mal in die Unternehmerschule kommt. Eine Schule, die auf einem demokratischen Schulkonzept beruht, und in der jeder frei ist zu tun, was ER möchte. Keine Einteilung in Klassen, keine Stundenpläne, keine Lehrer, keine Noten, kein Druck, kein Zwang. Dafür ganz viel Freiheit und Eigenverantwortung.

Meine Vision … die grad Tag für Tag ein Stückchen mehr Realität wird! :-)

Ich fühle mich grad ähnlich wie dieses Kind, das die Schule zum ersten Mal betreten hat, denn mit der Partnerschaft bei innovativ.in öffnet sich für mich eine Tür – und ich freu mich sehr darauf, hier gemeinsam mit euch aktiv werden zu können!

Fröhliche Grüße, Ulrike

PS: Zum Betreff hat mich das Buch “Endlich frei!” von Daniel Greenberg inspiriert … eins der wunderbarsten Bücher, das ich jemals gelesen habe (und das waren SEHR viele :-) ). Der Verstand schüttelt beim Lesen den Kopf … neee, das kann nicht funktionieren … aber das Herz, das geht gaaaaaaaaanz weit auf und nickt heftig. Ja, genau SO fühlt es sich richtig an!

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Die Lust am Untergang

2008-05-27, von Wolff Horbach

Die Lust an negativen Nachrichten scheint ungebremst. Wir haben heute den 27. Mai 2008. Und was lese ich eben in Spiegel Online:

Rekordpreise für Benzin und Lebensmittel, Angst vor neuen Teuerungswellen: Die Verbraucher haben derzeit nicht mehr die geringste Lust, Geld auszugeben. Der Konsumklima-Index der GfK ging im Juni überraschend zurück – und er fiel unerwartet stark. (Hervorhebung durch mich).
Artikel bei Spiegel Online

Der Mai ist noch nicht zu Ende und schon wird so getan, als wäre die nicht so gute Prognose für den Juni tatsächlich eingetreten. Schlampige journalistische Arbeit oder die Lust am Untergang?

Und nächsten Monat wird dann berichtet, dass sich die angeblichen Experten mal wieder geirrt haben. Siehe “Sind wir noch zu retten?“.

Ich bin dafür, dass die selbsternannten Experten erst dann ihre Zahlen veröffentlichen dürfen, wenn sie gleichzeitig ihre Vormonatsprognosen und die tatsächlichen Daten mit veröffentlichen.

Ich könnte mich ja noch über die Zahlenspielerei amüsieren, wenn es nicht so traurig wäre: durch die angeblich schlechten Zahlen werden Millionen Menschen in Angst versetzt. Wir leben in einem noch nie dagewesenen Luxus, lassen uns aber die Lebensfreude nehmen, nur weil ein paar Zahlenspieler in München oder Nürnberg einen Schatten gesehen haben. Langsam beginne ich zu begreifen, warum wir auf der World Map of Happiness nur auf Platz 35 landen. Gleichauf mit Kolumbien, Honduras und Kuwait.

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