Archiv für die 'Quer gedacht' Kategorie

Der Freak Faktor: Sei anders!

2010-06-22, von Elita Wiegand

Ich bin in Köln geboren. Wollte ich deshalb das Schicki-Micki Image von Düsseldorf aufpolieren? Oder verbarg sich dahinter der einfache Wunsch, dass Menschen mehr lächeln, freundlicher sind, achtsamer miteinander umgehen?  Es war die Zeit, als die Servicewüste Deutschland Hochkonjunktur feierte und in dieser Zeit ist mein Stadtmarketingkonzept entstanden: „Düsseldorf – die Stadt des Lächelns.“ Wir haben damals unzählige Aktionen umgesetzt, drei Mal den Service-Oscar an freundliche Taxi-Fahrer, Verkäufer oder Kellner verliehen. Die Polizei, die Handwerkskammer, die Stadt, zig große und kleine Düsseldorfer Unternehmen  haben sich beteiligt, haben mitgemacht,  der Lächeln-Virus verbreitete sich - ein riesengroßer Erfolg. Warum ich das alles erzähle?

Die Stadt des Lächelns war nicht zuletzt deshalb eine Erfolgsstory, weil ständig die Medien darüber berichteten und wir für Schlagzeilen gesorgt haben. Ich habe drei dicke Aktenordner, voll mit Artikeln, die damals erschienen sind, sogar in der englischen Financial Times und in einer japanischen Zeitung war die Stadt des Lächelns Thema. Print, Hörfunk, Fernsehen – mit der Kampagne habe ich damals das Interesse der Medien geweckt und die Journalisten immer wieder mit Stoff gefüttert. Sven Klawunder nennt das „Freak Faktor“. 

 Sei anders!
Sven Klawunder ist Medienprofi. Der Chef der TV-Filmproduktion und Nachrichtenagentur Flying Media hat viele Menschen interviewt, VIP’s, Unternehmer, den Mann auf der  Straße. Hinter den Filmen verbergen sich Geschichten. Doch nicht jede Story ist filmreif und wird von den Sendern als Thema gesehen.  Oft fehlt von denjenigen, die in die Medien wollen,  der Aufhänger, das Besondere, um das Interesse der Journalisten zu wecken. 

Ein bisschen verrückt sein, sich trauen, Mut haben, aus der Reihe tanzen, an seine Ideen und Visionen glauben – so funktioniert der Freak Faktor. „Man muss mit den Medien spielen“, sagt er und so lautet seine Botschaft „Sei anders!“ Er selbst hat bewiesen, dass es klappt, hat sich einen Traum erfüllt und nun will er sein Wissen weitergeben. Demnächst hält er bei uns seinen Erlebnisvortrag mit dem Titel „Freak Faktor.“ Und damit Ihr mehr darüber erfahrt, haben wir die Rollen getauscht und ich habe ihn in der ”Stadt des Lächelns” interviewt. Das Video zeigen wir Euch bald… Was versteht Ihr unter einem Freak Faktor? Womit ist es auch gelungen, Journalisten für Euch, für Euer Thema zu begeistern?

Abgelegt unter Bizztipps, Quer gedacht | Keine Kommentare »

Querdenker-Universum von Förster & Kreuz

2010-05-25, von Elita Wiegand

“Nur Tote bleiben liegen”. So heißt das neue Buch von Anja Förster und Peter Kreuz, das am 13. September 2010 im Campus-Verlag erscheint. Und wie es sich für Querdenker gehört, haben die beiden wieder eine coole Idee. Sie wollen 500 Menschen mit einem Portrait auf dem Innencover ihres Buches abbilden. Fotos von ungewöhnlichen Menschen, die eben anders ticken, die knallbunt sind, statt im grauen Einheitsbrei zu versinken. Kritische Geister, Menschen, die eine eigene Meinung vertreten,  die sich abheben. Viele haben sich bereits an der Aktion beteiligt und sind mit ihrem Foto bei Flickr zu sehen.   

Mitmachen!
Anja hat mir gemailt, dass es  in unserem Umfeld viele Menschen gibt, die es verdient hätten, in ihrer Gallerie zu erscheinen. Also mitmachen! Wolff Horbach ist bereits dabei, Hans-Georg Nelles  und Jörg Weisner haben ihr Portraitfoto geschickt, wer noch? Bis zum 6. Juni 2010 das Foto an cover[at]foerster-kreuz.com mailen. Alle weiteren Infos findet Ihr hier…

Und zur Premiere des Buches begrüßen wir Anja und Peter am 16. September 2010 in Köln. Wir freuen uns auf den Vortrag und sind schon ganz gespannt…

Abgelegt unter Bücher, Geistesblitze, Quer gedacht | 1 Kommentar »

Art Coaching. Coaching im Museum.

2010-04-13, von Petra Schuseil

Ich lade Sie ein, Ihre Fragen oder Ihr Anliegen einmal von einer anderen Seite zu beleuchten. Ihrer kreativen und künstlerischen Seite. Lassen Sie Bauch und Herz sprechen. Schalten Sie den Kopf einfach mal ein paar Stunden ab. Neue Impulse beleben und bringen Prozesse wieder in Schwung. Sie kennen das sicher: Im Unterwegs-Sein entwickelt sich das Neue. Probieren Sie es aus:

Coaching plus Museumsbesuch
Durch die Begegnung mit dem Ungewohnten kommen oft kreative Prozesse in Gang.
Sie entwickeln neue Ideen und finden Lösungen.
Wir nehmen uns dafür 2 Stunden Zeit.
Ich höre Ihnen zu und stelle Fragen rund um Ihr Anliegen.
Wir beziehen in das Coaching die ausgestellten Exponate ein.
Welches gefällt Ihnen besonders gut? Welches weniger?
Was hat das mit Ihnen und Ihrer Einzigartigkeit zu tun?
Ich freue mich auf einen spannenden Weg mit Ihnen.

Fragen Sie mich nach meinem Honorar für das “Museums-Ticket”. Eintritt und ein schaumiger Café Latte inklusive. Rufen Sie mich an unter 069 / 9150 6574 oder schreiben Sie mir bitte eine Mail an info(at)petraschuseil(dot)de.

Hier eine Beschreibung meines letztes Museumbesuchs. Wir betrachten ein Eponat des Künstlers Alighiero Boetti.

Abgelegt unter Ideenfabrik, Leben & Arbeiten in der Zukunft, Quer gedacht | Keine Kommentare »

Die Hymne für Querdenker

2010-03-12, von Elita Wiegand

Hier die Hymne für alle Querdenker – “Spinner”- der Song von Revolverheld

Warum sollten wir viel mehr SPINNEN? Diese Frage hat die Wochenzeitung „Prisma“ beschäftigt und ein Interview mit unserer Business-Club Partnerin und Autorin des Buches “Spinnen ist Pflicht” Anke Meyer-Grashorn veröffentlicht. Da das kurze Interview leider nicht online ist, gebe ich hier mal den Wortlaut wieder.

Prima: Warum sollten wir viel mehr SPINNEN?
Anke Meyer Grashorn: Weil es hilft, aus lähmender Routine auszubrechen und gute Ideen zu finden. Das motiviert – im Alltag und vor allem im Geschäftsleben, wo Innovationen geradezu überlebenswichtig sind. 

Prisma: Was genau meinen Sie mit Spinnen?
Anke Meyer Grashorn: Tatsächlich geht es um verrücktes, wildes Denken, das Vor-und Querdenken. Wenn man das gemeinsam macht, etwa mit Kollegen oder Freunden, spinnen sich daraus ganz neue Gedankennetze.

Prisma: Lässt sich das lernen?
Anke Meyer Grashorn: Gewiss. Allerdings darf man nicht auf Geistesblitze oder küssende Musen hoffen.  Spinnen macht Arbeit, weil man zunächst spezielle Kreativitätstechniken erleben muss. In den Führungsetagen mancher Großunternehmen gehören sie mittlerweile zur Innovationskultur.

Prisma: Wie lässt es sich im Alltag spinnen?
Anke Meyer Grashorn: Man reserviere in seinem Terminkalender fest einen Spinntermin. Einmal in der Woche die Gedanken schweifen lassen, am besten in gemeinsamer Runde. Dabei ein Problem oder Projekt angehen- ungewöhnlich, schräg, ohne Kritik oder Denkverbot. Ich selbst bin immer wieder überrascht  über die Vielfalt kreativer Anstöße.

Abgelegt unter Quer gedacht, innovativ.in Partner | 5 Kommentare »

Permakultur

2010-02-28, von Doc Sarah Schons

In Ergänzung zu den Beiträgen von Michael Lalk und Marcel Klotz poste ich hier noch mal meinen jüngsten Doc Blog Artikel zum Thema Permakultur und hoffe, dass es viele Business Club Partner motiviert, mitzumachen:

“we seek a lower standard of living for a higher quality of life”

Angesichts der aktuellen katastrophalen Lage ist es allerhöchste Zeit für internationale Permaculture – zu deutsch  Permakultur. Eine integrative, zukunftsfähige Gestaltung unserer Lebensräume. Basierend auf Achtsamkeit und Fainess.

Meiner Freundin Christina Morgenthaler sei Dank fürs input. Wir werden die Ausbildung zum Diplom-Permakultur-Designer bei der Permakultur Akademie machen. Vielleicht regt dieses Video Euch ja an, das auch zu tun:

Drei ethische Grundwerte bilden das Fundament permakulturellen Denkens und Handelns und sind die Richtlinie für jegliches Permakultur Design. Sie beziehen sich auf ökologische, ökonomische und soziale Komponenten und lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Weiterlesen »

Abgelegt unter Ethik/Werte, Leben & Arbeiten in der Zukunft, Quer gedacht, VIPs -Visionen, Ideen, Projekte | 2 Kommentare »

Querdenker müssen frei bleiben: Löschung der Wortmarke

2010-02-17, von Elita Wiegand

albert-einsteinLiebe ist nur ein Wort. Tannenbaum oder Querdenker sind auch einfach nur Wörter. Nun assoziieren wir Begriffe mit Bildern. Das Foto mit dem Konterfei Albert Einsteins, auf dem er uns die Zunge herausstreckt, ist symbolträchtig: Querdenker tanzen nun mal aus der Reihe, schwimmen gegen den Strom und sind herrlich unangepasst. Querdenker sind also nicht massentauglich. Kleingeistig, dass sich eine Münchner Firma das Wort beim Deutschen Patent- und  Markenamt (DPMA) schützen ließ und somit den Begriff konterkariert. Was wir davon halten, hat die Diskussion im Blog gezeigt.

Kleinkariertes ®-Zeichen
Querdenker abmahnen, eingrenzen und in Schubalden pressen – wie absurd! Auf dieses kleinkarierte ®-Zeichen haben ziemlich allergisch reagiert. Wir lassen uns doch nicht zwischen zwei Aktendeckel pressen und abstempeln. Hat aber das Deutsche Patent- und Markenamt  getan. Dass Querdenker  nun von Amts wegen markenrechtlich geschützt sind, schreit zum Himmel und dagegen haben wir uns gewehrt: Das Wort „Querdenker” stand bereits 1991 im Duden (Rechtschreibung der deutschen Sprache, 20. Auflage).

Die Löschung der Wortmarke ist beantragt!
Nicht nur der Eintrag im Duden ist ein schlagendes Argument – hier ein Auszug aus dem Antrag auf Löschung der Wortmarke: “Die angegriffene Marke hätte nicht eingetragen werden dürfen, da der Marke jegliche Unterscheidungskraft fehlt und ein Freihaltebedürfnis an dem Begriff „Querdenker” – zum Zeitpunkt der Anmeldung bestand und heute noch fortbesteht. Nach § 8 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 MarkenG sind von der Eintragung unter anderem solche Marken ausgeschlossen, denen jegliche Unterscheidungskraft fehlt oder die ausschließlich aus Angaben bestehen, die im Verkehr zur Bezeichnung der Art, der Beschaffenheit, der Bestimmung oder zur Bezeichnung sonstiger Merkmale der Waren und Dienstleistungen dienen können.”

Dankeschön!
Nun haben wir es also vollbracht: Die Löschung der Wortmarke ist beim Deutschen Patent- und Markenamt beantragt. Damit fordere ich unsere Rechte ein und will, dass das Wort Querdenker frei bleibt. Dankeschön an Rechtsanwalt Dennis Sevriens, der uns tatkräftig zur Seite stand und der den Antrag beim DPMA eingereicht hat und danke an alle, die unsere Forderung weiterhin unterstützen.

Abgelegt unter Quer gedacht | 6 Kommentare »

Business Querdenken LIVE!

2010-02-05, von Elita Wiegand

Die Querdenker-Diskussion um den Wort- Markenschutz hat viel Staub aufgewirbelt. Doch wir haben dabei Spuren hinterlassen, gezeigt, dass wir eine coole Community sind, mutig, leidenschaftlich, unbequem. Danke an alle, die hier fleißig kommentiert haben, danke an alle, die sich eingemischt haben, über Blogs, Twitter, Facebook, XING.  Im Web 2.0 gelten knallbunte Regeln, keine Schwarz-Weiß Malerei, wer Farbe bekennt, pfeift auf Kontrolle und Macht. Wir wissen: „Hyperlinks untergraben die Hierarchien”. Ist die These 7 aus dem Buch  ”Das Cluetrain Manifest” – hat hier bestens funktioniert.

Querdenker aus Leidenschaft
Trotz unseres Widerstands ist das Wort “Querdenker” zum Zweck der Geldvermehrung und Machtausübung immer noch in einem Kerker eingesperrt. Doch jetzt sprengen wir einfach die Ketten, ersetzen das „R” durch ein „N” und denken fröhlich weiter – kreuz und quer.  

Hoppla, da hat mir gegenüber doch jemand glatt behauptet, er habe Querdenken in Deutschland bekannt gemacht. Kleiner Scherz, oder?  Anja Förster und Peter Kreuz waren die Ersten, sie sind und bleiben die Vorreiter, haben sich damit einen Namen gemacht und stehen für und hinter Querdenkern, “für alles, außer gewöhnlich“.  Die beiden sind nämlich Querdenker aus Leidenschaft . Bereits 2005 erschien ihr Buch „Different Thinking” mit 17 Business-Querdenk-Regeln und weil sie das leben, was sie sagen und schreiben, beweisen sie jetzt einmal mehr, was einen Querdenker ausmacht: Gemeinsam etwas bewegen, anders denken, kooperieren – und Spaß haben!

Anja Förster und Peter Kreuz übertragen uns ihre eingetragene Wortmarke „Business Querdenken“.

Ein dickes Dankeschön an Anja und Peter – WOW! Tusch! Freude!

Zukunft der Arbeit:  Business Querdenken L IVE am 25. März 2010
Und weil wir gerade im Flow sind:  Wir freuen uns auf unsere nächste Veranstaltung   “Business Querdenken LIVE!” am 25. März 2010 im Theater der Träume.  Querdenken live mit Ideen, Visionen, Projekten, Plänen, wie wir in Zukunft arbeiten wollen.

Power-Gäste: Unsere Gäste sind: Palomar5, ein Netzwerk aus hochmotivierten Menschen, die aktiv die Arbeitswelt von morgen gestalten. Alte Denkmuster lösen und neue Strukturen entwickeln, die den Bedürfnissen der digitalen Generation entsprechen, das ist ihr Ziel. Im Herbst 2009 haben sich Digital Natives aus der ganzen Welt zu einem ersten sechswöchigen Innovationscamp in Berlin getroffen. Und sie haben in einem interdisziplinären und ungewöhnlichen Set-Up konkrete Lösungen erarbeitet. Mit den digitalen Weltverbesserern, wie der Spiegel titelte, wollen wir quer denken.

 Und Markus Albers hat zugesagt, Journalist und Autor des Buches „ Morgen komm ich später rein“, der uns allen bekannt ist. Er sorgt  gerade mit seinem neuen Werk „Meconomics” für Furore (darüber hat Wolff Horbach hier im Blog berichtet) und  wird uns beflügeln.  Und wir wollen Beispiele aus der Praxis vorstellen, Unternehmen, die deshalb erfolgreich sind, weil sie sich aus den verstaubten Korsetts befreit haben.

DANKE noch mal für die grandiose Unterstützung.

Abgelegt unter Leben & Arbeiten in der Zukunft, Quer gedacht, innovativ.in Partner | 8 Kommentare »

Danach

2010-01-28, von Elita Wiegand

Ich war gestern Abend unterwegs, bin erst spät nach Hause gekommen, sonst hätte ich früher reagiert und eingegriffen. Die Diskussion hier im Blog zum Thema “Querdenker” hat eine unerfreuliche Entwicklung genommen – ein Schlagabtausch, ein Kampf, geschürt durch Kommentare, die zwangsläufig Empörung  hervorrufen müssen.   

Noch mal zu den Fakten: Ich habe mich dagegen gewehrt, dass  es möglich ist, die markenmäßige Wortmarke “Querdenker” zu schützen, dazu stehe ich und dafür engagiere ich mich.  

Weil ich inzwischen eine Unterlassungserklärung abgegeben habe, werde ich den Begriff  “Querdenker” für den Business-Club innovativ.in nicht mehr nutzen und somit ist die Angelegeheit von der Seite  für mich erledigt.

Abgelegt unter Quer gedacht | 2 Kommentare »

Unglaublich, aber wahr!

2010-01-25, von Elita Wiegand

Es reicht, mir reicht’s – ich habe die Nase voll. Ich setze mich unermüdlich dafür ein, Menschen zu vernetzen, die mutig sind, Unternehmer, die andere Wege gehen, Querdenker, die sich vom Mainstream verabschieden und Standpunkte vertreten, die Neues wagen. Verdammt, wir brauchen mehr Menschen in der Wirtschaft, der Kultur und Politik, die etwas anstoßen, die etwas bewegen, Vorreiter für Veränderungen – wir brauchen Querdenker! Deshalb bin ich angetreten und habe den „Business-Club für Innovatoren, Wertschöpfer und Querdenker” gegründet, engagiere ich mich für das neue Denken in der Wirtschaft, weg von der Konkurrenz hin zur Kooperation, zu Vertrauen, Wertschätzung und Werten.

“Querdenker” ist als Wortmarke geschützt 
Und was ist passiert? Eine Firma steht im Markenregister beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eingetragen als Inhaberin der Wortmarke „Querdenker”. Die Firma monopolisiert das Wort „Querdenker” für Druckereierzeugnisse, Werbung und Ausbildung.

Es ist unfassbar, aber JEDER, der die markenmäßige Benutzung „Querdenker” wählt, könnte früher oder später abgemahnt werden. Unglaublich auch, dass das Wort „Querdenker” überhaupt als (Wort-)Marke geschützt werden kann, denn der Begriff steht im Duden, bei Google gibt dazu etwa 270.000 Einträge und darunter sind zahlreiche Blogs, Agenturen und Firmen aufgelistet.

Und wir, unser Business-Club steht im Fokus. Für uns hat das folgende Konsequenzen:

  • Der „Business-Club für Innovatoren, Wertschöpfer und Querdenker”, der seit fünf Jahren! so heißt, muss umbenannt werden – gestern haben wir den Untertitel auf unserer Website und hier im Blog gelöscht
  • Das Interview „Querdenker-Talk” mit dem Wirtschaftsministerium und Rainer Plempe zum Thema Elektroautos ist gelöscht
  • Die erfolgreiche Veranstaltungsform des Business-Clubs “Querdenker-Forum” (haben wir das erste Mal unter dem Titel von vier Jahren veranstaltet)  muss unbenannt werden
  • Wir mussten die Firmenbroschüre ändern 
  • Wir haben sämtliche Beiträge im Blog und der Website löschen müssen, in dem das Wort „Querdenker”  in der Überschrift aufgetaucht ist (darunter natürlich viele Beiträge, die verlinkt sind)
  • Die Rubrik „Querdenker” in unserem Blog musste entfernt werden

Das alles kostet Nerven, Energien, Kraft, viel Zeit und vor allem Geld.

Querdenker überall
Für mich gehört das Wort “Querdenker” zum normalen Sprachgebrauch und offensichtlich sehen das vieler meiner Kollegen in den Medien genauso. Das geht auch aus dem Wortschatz-Lexikon der Uni Leipzig hervor, der zu dem Begriff  “Querdenker” seitenlang Zitate veröffentlicht hat, die in der Presse erschienen sind.

“Es darf keine bürokratischen Einengungen geben, die  Querdenker stoppen!”
Zum Beispiel das Zitat: „ Es darf keine bürokratischen Einengungen geben, die Querdenker stoppen. (Quelle: archiv.tagesspiegel.de ) Und Prof. Lothar Späth sagte: „ Ich bin sicher, dass wir zur Bewältigung der auf uns zukommenden Krisenprobleme noch mehr Querdenker brauchen, die nicht in festgefahrenen Gleisen Lösungen suchen, sondern bei neuen Einfällen und Innovationen.”

Freiheit für Querdenker
Genau wie Lothar Späth, verbinde ich mit Querdenkern die tiefe Überzeugung und Hoffnung für Veränderungen, die wir so dringend brauchen, um die Probleme in unserer Gesellschaft zu lösen. Wir müssen gemeinsam kämpfen, damit wieder jeder den Begriff Querdenker wann und wie er will, gebrauchen kann. Jetzt können wir beweisen, dass wir die wahren Querdenker sind.

Abgelegt unter Business E-motion, Ethik/Werte, Gesellschaftliches, Innovationen, Motzecke, Please help me!, Quer gedacht, innovativ.in Partner | 119 Kommentare »

Warum eigentlich Wachstum?

2010-01-12, von Marcel Klotz

Ständig hören wir, wir müssen wachsen. Die Wirtschaft, die Umsätze, der Gewinn. Aber geht es auch ohne? Wir messen Wachstum immer nach numerischen und relativen Steigerungen. Gibt es auch andere Kriterien, qualitative Kriterien? Wir denken immer in BIP (Bruttoinlandprodukt) und rufen die Krise aus, wenn dieses BIP nicht wächst. Gibt es auch andere Betrachtungen, andere Perspektiven?

Monitor hat am 7.1.2010 einen Beitrag gesendet, der diese Fragen gründlich untersucht. Und siehe da, es gibt sie, die andere Seite, die andere Perspektive. Wie wäre es z.B. mit “besser” werden. Mit “qualitativer” werden? Wie wäre es, wenn wir die Lebensqualität messen würden, oder die Arbeitsqualität und vor allem auch die Zufriedenheit? Und wie wäre es, wenn wir mal ein Anhalten nicht als Krise betrachten würden? Solche und weitere Fragen greift der Beitrag von Monitor auf und lässt Fachleute wie Prof. Miegel und den Zukunftsforscher Dennis L. Meadows zu Wort kommen.

Sind wir nicht längst an der Stelle, an dem sich Wachstum kaum noch realisieren lässt, aber Verbesserungen oder Einsparungen deutlich mehr Potential bieten? Ich meine ja und finde solche Antworten auch im Beitrag. In meinem Buch (“Competence Selling“)  habe ich eine Methode dargestellt, neue Geschäftchancen bei Kunden zu finden. Es geht dabei um die Kosten- und/oder Umsatzfokusierung der Kunden. Beim Ausarbeiten habe ich festgestellt, wie schwer es ist, den Umsatz hochzubringen. Es geht eigentlich fast nur noch durch massive Innnovation (was Wettbewerbsvorsprung bringt) oder durch Verdrängung (was sehr sehr schwer ist). Doch Kosten einzusparen ist (noch) recht leicht. Da steckt das Potential der Zukunft drin.

Ich glaube daher, wir können in zig Feldern “besser” werden. Auch ohne mehr Umsatz oder ein höheres BIP ließe sich dadurch mehr Qualität erreichen. Ein kleines Beispiel liefert doch die IT. Obwohl ein Unternehmen weniger Umsatz macht, oder stagniert, kann es bestehen, weil es Kosten einspart. Z.B. durch deutlich optimierte Stromnutzung. Oder wir können Energie sparen (und damit Geld) in dem wir kleinere, sparsamere Autos fahren. Dann kann ich auch ein Umsatz- oder Einkommens-Minus oder -Stillstand verkraften. Ich muss nur bereit sein, in diese Richtung zu denken. Ein solches Denken hat zudem noch die Chance auf mehr Qualität. Warum tun wir es also nicht? Liegt es in der Natur der Menschen? Sicher auch. Aber vor allem liegt es daran, dass einfach keiner anfängt und zu wenig andere Wege geht. Schon gar nicht unsere Regierungen.

Wir brauchen also neue Kriterien!

Der Monitor Beitrag schliesst mit:

“Grenzenloses Wachstum – eine historische Ausnahme. Sie geht jetzt zu Ende. Und gerade wir in den reichen Industrienationen können Wohlstand künftig neu bewerten. Wie hoch sind die Durchschnittslöhne bei uns? Die Bildungschancen? Die Gesundheitsstandards? Hält unsere Gesellschaft zusammen? Schonen wir unsere Umwelt? Das Ziel: Besser statt mehr!”

Absolut sehenswert ! Hier gehts hin

Abgelegt unter Quer gedacht | 9 Kommentare »