Archiv für die 'Trends' Kategorie

Gehirnforschung: Was passiert eigentlich in unserem Kopf?

2010-02-08, von Elita Wiegand

„Was geht denn bei dem im Kopf vor?” Ist eine beliebte Redewendung. Nur allzu gerne würde ich manchmal in das Gehirn schauen. Überlasse ich aber dann doch lieber den Neurowissenschaftlern. Schließlich ist unser Verstand ein hochkompliziertes Organ und genau deshalb rückt es immer mehr in den Fokus.  Wissenschaftler sondieren das rund zweieinhalb Pfund schwere Gehirn, erkunden unser Bewusstsein oder lokalisieren Schmerz-und Glücksgefühle. Unser Denkapparat wird in einem riesigen Tempo erforscht und es  gibt inzwischen verblüffende Antworten, auf Fragen, die sich hier sicherlich auch viele stellen.

Verblüffende Videos

manfred-spitzerUnser Glücksexperte Wolff  Horbach hat mich auf die Online-Vorlesungen „Geist & Gehirn” von BR-alpha aufmerksam gemacht, die mich begeistern. Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Direktor der psychiatrischen Uniklinik in Ulm, erklärt in 151 Videos à 15 Minuten, wie das Wunderwerk in unserem Kopf funktioniert. (Und jetzt gibt es übrigens eine aktuelle neue Staffel) Jedes Video beschäftigt sich mit einem Schwerpunkt.  Wie entsteht Vertrauen? Was bewirkt Musik? Wie kommt es zu Depressionen? Was passiert bei zu viel Stress? Wie funktionieren Wahrnehmung und Denken? Wie wirken Gefühle? Wie erklären sich  kreative Prozesse? Die Online- Vorlesungen kann ich nur jedem empfehlen, weil ich bisher viele wertvolle Erkenntnisse gewonnen habe.

Habe mich gefragt: “Was macht das Thema Gehirnforschung eigentlich so interessant?  Welche Manipulationen sind möglich, wenn wir das Gehirn immer weiter erforschen? Was können wir lernen, anders machen, wenn wir mehr darüber wissen, was sich in unserem Kopf abspielt?”

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Umfrage: Warum kaufen wir, was wir kaufen?

2009-11-25, von Elita Wiegand

Kunden sind mächtig. Wissen wir doch eigentlich längst, seitdem wir über Blogs, Foren und Twitter unsere Meinung zu Produkten und Unternehmen verbreiten. Aber warum entscheiden wir uns für bestimmte Angebote und lassen andere liegen? Wann empfehlen wir ein Produkt oder ein Unternehmen weiter?

Zum Beispiel kaufe ich ganz bewusst bei DM, weil Götz Werner für mich ein vorbildlicher Unternehmer ist. Ich bevorzuge Body Shop Produkte, weil mich das Engagement der Gründerin Anita Roddick begeistert hat oder ich kaufe zum Beispiel Reinigungsmittel von Frosch aus Umweltgründen.

Kauft das Unterbewusstsein mit?
Doch offen gestanden weiß ich nicht, warum ich mich immer wieder für einen Vorwerk Staubsauger entschieden habe oder ganz oft  zu Lindt Schokolade greife oder Lavazza Espresso kaufe. Hingegen war ich bisher nur einmal bei Aldi und meide Douglas Filialen.  

Gibt es Produkte von Unternehmen, die Du ganz bewusst kaufst oder auch meidest? Spielt die Unternehmenskultur bei der Auswahl Deiner Produkte eine Rolle? Gibt es Unternehmen, bei denen Du grundsätzlich nicht kaufst? Bin auf die Antworten ganz gespannt. Los geht’s…

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Frisch auf den Tisch: Regionale Produkte

2009-09-23, von Elita Wiegand

Gesunde Lebensmittel? Ja, klar wollen wir alle. Doch oft bleibt es bei dem Wunsch, denn im Supermarkt locken Bananen aus Brasilien, Rindfleisch aus Argentinien, Kiwis aus Neuseeland. Die Lebensmittel sind um die halbe Welt geflogen – ist nicht wirklich gesund.  Auch nicht für unser Klima.1.500 Meilen legen die Lebensmittel durchschnittlich zurück, bevor sie auf unserem Teller landen.

Direkt vom Landwirt kaufen
In unserem Stadtteil kaufen viele direkt vom Landwirt. Die Kunden können online Obst, Gemüse, Eier, Kartoffeln oder Käse bestellen und man bekommt die Waren nach Hause geliefert. Hat viele Vorteile: Die Produkte sind frisch und saisonal, man unterstützt den Landwirt vor Ort, verhindert lange Transporte, schont die Umwelt und man weiß, von wem die Lebensmittel kommen.

“Locavores” sind verrückt nach regionalen Lebensmitteln
Viele Amerikaner kultivieren inzwischen die regionalen Produkte. “Locavores” nennen sich umweltbewusste Bürger, die nur das essen, was möglichst nah an ihrem Wohnort produziert wird. “Eating locally” heißt der Trend und dazu brechen Menschen in New York den Asphalt auf, um Gemüse anzupflanzen. Andere halten auf ihrer Terrasse Kräuter und in Parks wird Essbares gesammelt. Einen Eindruck vermittelt dieses Video:

Tracks Locavore @ www.polylog.tv/videothek

Ideenfabrik: Wäre doch toll, wenn es Restaurants gäbe, die verstärkt regionale Produkte anbieten und auf den Speisekarten wichtige Infos vermerken. Zum Beispiel, wo die Lebensmittel herkommen etc. (Das wäre doch etwas für Ludger) Es könnten gar direkte Kooperationen zwischen Landwirten und der Gastronomie entstehen.

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Der Trend zu Wegwerf-Applikationen

2009-08-21, von Wolff Horbach

Gestern war ich im Gasometer Oberhausen und habe mir die Ausstellung “Sternstunden – Wunder des Sonnensystems” (sehr sehenswert!) angesehen. Als wir einen Kaffee tranken, sah ich auf einem Tisch eine Polizeikelle liegen. Das war jedenfalls mein erster Gedanke: langer Griff und oben eine kreisrunde Scheibe. Es war aber gar keine Polizeikelle, sondern der offizielle Audioguide – ein Ausbund von hässlichem Design.

Etwas später dachte ich: Warum kann ich nicht einfach die Audios zur Führung auf mein iPhone laden? Wozu so einen hässlichen Audioguide – wahrscheinlich dreimal so schwer wie mein iPhone – noch zusätzlich mitschleppen. Die Bedienung geht auf dem iPhone mindestens genau so einfach und die Tonqualität ist mit Ohrhörern bestimmt viel besser. Außerdem kann ich noch Bild- und Texthinweise bekommen, Links, vertiefte Informationen, …).

Heute Morgen habe ich mal etwas recherchiert und festgestellt, dass es schon eine ganze Reihe von Audioguides für das iPhone gibt. Dabei kommt die revolutionäre Technik voll zur Geltung: Stadtführer nutzen das GPS-Modul, lokalisieren den Ort und spielen dort die passenden Informationen ab.

Diese Technologie wird den Trend zu Wegwerf-Applikationen beschleunigen: Wenn ich eine fremde Stadt besuche, lade ich mir vorher für ein paar Euros den passenden City-Audioguide auf das iPhone. Ich kann dann wahrscheinlich zwischen einer kurzen Stadtführungen mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und einer ausführlichen Variante wählen. Habe ich die Stadt auf diese Art kennen gelernt, kann ich die Applikation getrost wieder löschen. Sie hat viel weniger gekostet als ein gedruckter Führer, verursacht viel weniger Energieverbrauch und CO2-Emission. Und wenn ich nach ein paar Jahren wiederkomme, dann lade ich einfach den aktuellen Guide.

Das gleiche könnte ich bei Ausstellungen machen: Ich lade vorher den Audioguide, kann mich zu Hause oder auf der Fahrt zu der Ausstellungen schon mal einstimmen. Nach der Ausstellung kann ich den Guide mit einem Knopfdruck entsorgen.

Welche Wegwerf-Apps könnten Sie sich vorstellen?

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Wo sind die Unternehmensgründer?

2009-06-25, von Wolff Horbach

Eine Zahl hat mich heute Morgen erschreckt: Bei uns gibt es immer weniger Unternehmensgründer. Verglichen mit 17 anderen hochentwickelten Staaten landet Deutschland auf dem vorletzten Platz. Telepolis schreibt dazu unter dem Titel “Kein Mut zum Risiko?“:

Die Marktwirtschaft funktioniert in der uns geläufigen Form nur unter der Voraussetzung, dass Unternehmen immer wieder neue Erfindungen kommerzialisieren und mit Erfolg verkaufen. So hält das ökonomische System den Wettbewerb auf Betriebstemperatur. Außerdem werden – im Idealfall – zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und innovative Produktentwicklungen initiiert, die ihrerseits zum Ausgangspunkt der nächsten Generation von Ideen und Umsetzungen werden können. Unternehmen müssen allerdings gegründet, organisiert und geleitet werden, und genau für diese Aufgaben fehlt in Deutschland offenbar das “Personal”.

Warum trauen sich so wenige Menschen, sich selbstständig zu machen?

Warum ist hierzulande die “sozialversicherungspflichtige Beschäftigung” weitaus beliebter als das freie Unternehmertum?

Was muss geschehen, damit sich mehr Menschen trauen, etwas zu unternehmen?

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Wie misst man Kreativität oder warum die Büropolizei so beliebt ist?

2009-06-24, von Wolff Horbach

Sie kennen doch bestimmt den alten Witz: Ein Mann sucht in der Nacht unter einer Straßenlaterne seinen verlorenen Haustürschlüssel.  Ein freundlicher Passant hilft beim Suchen. Nach einiger Zeit der erfolglosen Suche fragt der Hilfsbereite: “Wo haben Sie den Schlüssel denn verloren, hier?” Der Schlüsselverlierer verneint. “Aber warum suchen wir denn hier?” “Hier ist Licht”.

Wir schmunzeln und fragen uns, wie man nur so blöd sein kann. Aber machen wir nicht auf anderen Gebieten den gleichen Fehler?

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Einiges passiert, heute…

2009-06-18, von Alexander Greisle

Wer dachte, dass es bei der heuten Bundestagsabstimmung – der die treibenden MinisterInnen und die Kanzlerin übrigens allesamt ferngeblieben sind – nur um Kinderpornographie ging, der wird nicht mal zwei Stunden nach der Abstimmung im Bundestag eines besseren belehrt:

Pressemeldung, 18.06.2009, 21:20 Uhr:

“Der CDU-Bundestagsabgeordnete und baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl will über die Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet hinausgehen und hat auch die Sperrung von Killerspielen ins Gespräch gebracht. ‘Wir prüfen das ernsthaft’, sagte er dem ‘Kölner Stadt-Anzeiger’ (Freitag-Ausgabe). ‘Wir gehen nach Winnenden nicht zur Tagesordnung über. Wenn es einen Nachweis gibt, dass sich Killerspiele negativ auf das Verhalten Jugendlicher auswirken, dann kann das Internet kein rechtsfreier Raum sein.’”

Es wird viele gute Gründe geben, um irgendwelche Dinge im Netz zu sperren. Für jeden einzelnen wird eine Begründung gefunden, gegen die ja niemand sein kann. Für jeden einzelnen wird eine moralinsaure Diskussion vom Zaun gebrochen werden. Den Stil hat Frau von der Leyen mit ihrem öffentlichen Pranger gegen die zunächst kritischen Telekomunternehmen vorgegeben.

Und dann dieses Dumpfbackenargument für Arme, sorry, dass das Internet ein rechtsfreier Raum sei. Es ist genauso rechtsfrei wie die deutschen Autobahnen. Stimmt schon, auf beiden führen sich manche so auf, als seien sie tatsächlich rechtsfrei.

Ist Deutschland lernresistent? Nichts gelernt aus zwei unsäglichen Regimen im letzten Jahrhundert? Scheint fast so.

Es gab gute Gründe für den Passus im Grundgesetz, dass Zensur nicht stattfindet. Ob man in diesem Fall von Zensur sprechen will oder nicht, das sei mal dahingestellt – die Infrastruktur dafür wird es geben.

Es gab gute Gründe für die Gewaltenteilung, welche heute durch die dem BKA zugedachte Rolle – es ist in diesem Gesetz Richter und ausführende Gewalt in Personalunion – aufgegeben wurde. Die vorgesehenen nachträglichen (!) Stichproben (!) sind kaum geeignet, dieses Manko auszugleichen.

Die Masse schweigt, dreht sich um und ist höchstens pikiert darüber, dass auf einer serösen Business-Seite so ein Artikel steht… Letzteres aus gutem Grund übrigens, mit kritischeren Artikeln landet man schon mal in Filterprogrammen:

juspro2

Heute ist einiges passiert, mehr als nur eine Abstimmung zu einem umstrittenen Gesetz. Heute haben sich die sogenannten Volksparteien von den Digital Natives verabschiedet. Ich bin gespannt, welche Auswirkungen das auf die politische Landschaft haben wird – nicht nur im aktuellen zeitnahen Aufschrei, sondern kurz- und mittelfristig.

Muß nicht schlecht sein. Aus den Grünen ist ja auch was respektables geworden.

P.S.: Wenn Sie mögen, in der heutigen Sitzung des Bundestages wird von 1:20 bis 1:40 Uhr das Thema “Frauen- und Kinderschutzhäuser” behandelt zu Protokoll gegeben. Vielleicht erscheinen die bei den Internetsperren abwesenden Politiker ja dazu? Ist ja schon ein wichtiges Thema, das alles…

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Zeitfresser Web 2.0

2009-02-12, von Elita Wiegand

Neugier ist eigentlich eine positive Eigenschaft. Die Stärke verwandelt sich im Web zur Schwäche, weil wir willensschwach von einer Seite zur nächsten hüpfen, in Blogs wichtige Infos entdecken, Artikel überfliegen und uns an anderer Stelle festbeißen. Es gibt so viel Lesenswertes, so viele Neuigkeiten, so viel Interessantes im Web zu entdecken – zu viel von allem. Die Informationen machen immer hungriger, gieriger, dabei sein ist alles, mitreden, Angst etwas zu verpassen. „Was hast Du heute eigentlich gemacht?“ Achselzucken. Das Web hat die Zeit gefressen, Ratzfatz verschlungen.

Und noch mehr…
Freaks verfolgen die Twitterwelt, huschen über die 140 Zeichen, klicken hier eine URL an, ah- interessant- und sind wieder weg! Viele bloggen, (muss unbedingt mal wieder was schreiben – aber was?), andere lesen unzählige RSS-Feeds, überfliegen sie oder lassen sie im Postfach schmoren. Zwischendurch poppt Skype hoch. Und so telefonieren wir, während wir skypen, bestätigen brav einige XING-Kontakte, schreiben in XING Gruppen, aktualisieren die Website, (die gibt es ja auch noch) beantworten Mails, (viele, viele Mails), veröffentlichen Fotos auf flickr oder Videos auf youtube. Das alles verlangt Präsens und irgendetwas kommt immer zu kurz.

Ökonomie der Aufmerksamkeit
Unsere Aufmerksamkeit ist das Wertvollste, was wir geben, aber gleichzeitig auch das Wichtigste, was wir von anderen Menschen erhalten. Über Blogs oder Twitter erhaschen wir das wertvolle Gut und obendrein belegt die nackte Statistik, ob und wie viele User den Blog-Beitrag anklicken und wie viele uns „verfolgen“. Und so buhlen wir um die Gunst des Lesers und um ihre Aufmerksamkeit. Qualität und kritische Auseinandersetzungen bleiben bei dem Eigen-PR Rummel auf der Strecke. „“Ich schreibe über Dich und Du über mich“- das ungeschriebene „Geben und Nehmen Gesetz“ funktioniert prächtig in Twitterland und in der Blogosphäre.

Augenwischerei?
Wer es wagt, zu zweifeln, ob sich die Mühen und der Einsatz lohnen, wer sich fragt, ob unsere Kommunikation auf 140 Zeichen verkümmert und wir uns an belanglosen Alltagstrivialitäten ergötzen, hört treffende Argumente dagegen: Twittern macht Spaß, das Blog ist das beste Akquisitionstool, man lernt über XING und Twitter Leute kennen, die man sonst nie kennen gelernt hätte und bekommt Aufträge und neue Kunden. Augenwischerei oder ein Körnchen Wahrheit?

Und wie managen wir die alltägliche Informationsflut? “Da die Aufnahmekapazität des Gehirns begrenzt ist, reagieren wir zwangsläufig mit Erschöpfungsanzeichen”, sagen Fachleute und haben dafür bereits einen Begriff geprägt: Informationsasthenie = Informationserschöpfung.

Damit wir uns richtig verstehen: Ich skype, blogge, twittere etc., aber manchmal tut es einfach gut, die Web-Aktivitäten zu hinterfragen. Innehalten. Nicht auf alles und jeden reagieren. Einfach mal Web 2.0 pausieren oder die Möglichkeiten gezielt einsetzen und nutzen. Hat was, denn damit habe ich die Zeit der eigentlichen Arbeit nachzugehen. Aber wie lebt es sich mit dem “Entzug”?

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Hirnforschung und Meditation

2008-11-27, von Wolff Horbach

Wolf Singer, Matthieu Ricard: Hirnforschung und Meditation. Ein Dialog.Vor wenigen Minuten habe ich das Buch “Hirnforschung und Meditation. Ein Dialog.” zu Ende gelesen. Es diskutieren: Wolf Singer, Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Matthieu Ricard, buddhistischer Mönch mit dem Background eines Molekularbiologen am Institut Pasteur in Paris.

Interessant und spannend finde ich, wie zwei Menschen aus sehr unterschiedlichen Bereichen ein Thema diskutieren: die Meditation und ihre hirnphysiologischen Bedingungen und Auswirkungen. Wolf Singer ist der weltweit anerkannter Naturwissenschaftler und Matthieu Ricard ist einer der engsten Vertrauen des Dalai Lama, der die “kontemplativen Wissenschaften” des Buddhismus vertritt. Matthieu Ricard hat den Vorzug, dass er selbst eine eindrucksvolle Karriere als Naturwissenschaftler hatte, bevor er vor ca. 40 Jahren nach Nepal ging, um die Welt aus einer anderen Sicht kennen zu lernen.

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Was für eine Krise?

2008-10-10, von Elita Wiegand

Vielleicht haben sie einen Rettungsring getragen oder gebetet? Wie auch immer, das Unternehmen trotzt der Krise. «Die starken Zahlen machen Mut», lobten die Medien und hoffnungsvoll berichten die Tageszeitungen, dass nicht alle Branchen von der Finanzkrise betroffen sind. Warum IBM Gewinne einfährt, darüber spekuliert auch die New York Times. Big Blue setzt erfolgreich auf Crowdsourcing – ein Erfolgsrezept. So jedenfalls das Resümee des Journalisten Dean Takashi. IBM hat 2001 die »Innovation Jam« ins Leben gerufen (Hannes Treichl hat darüber auch schon 2006  in seinem Blog berichtet). Jetzt gerade, am  8. Oktober endetet das  72-stündige Online-Brainstorming für 2008. Weltweit haben 55.000 IBM Mitarbeiter teilgenommen und noch mal 5.200 Interessierte von draußen. Die Themen in diesem Jahr:

  • Built for change
  • Customers as Partners
  • Globally integrated
  • The Planet at its People

Das Ergebnis des Online Brainstormings 2008: 29.499 Ideen und Beiträge haben die Teilnehmer zu 2.750 Themen gepostet. IBM hat frühzeitig die Schwarmintelligenz entdeckt und bezieht sich dabei auf den amerikanischen Bestseller “Die Weisheit der Vielen” von James Surowiecki und das Buch “Crowdsourcing” von Jeff Howe,  das Ende August erschienen ist.

Blue House - networken mit IBM 

Frage ich mich doch, ob auch die Idee für “Bluehouse” bei einer Innovation Jam entstanden ist. Die Lotus Sparte von IBM hat nämlich jetzt die Beta Version einer Social Networks Plattform eröffnet. Für die Business-User stehen unter anderem Instant Messaging, Web-Conferencing, gemeinsame Nutzung von Dokumenten, Profilseiten, Verzeichnisdienste und Werkzeuge zum Aufbau geschäftlicher Netzwerke bereit.

Ideen muss man haben – und umsetzen!

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