Was Menschen stärker und belastbarer macht
2010-08-12, von Beatrice Legien-Flandergan
Unser Leben wird immer komplexer, immer schneller. Ständig werden wir aufgefordert, Altes über Bord zu werfen und Neues zu lernen. Die technologischen Möglichkeiten machen immer mehr möglich. Nur bei all´ den tollen Technologien und Veränderungen wird etwas Wichtiges übersehen:
Der Mensch ist nicht dafür geschaffen, sich in dieser Geschwindigkeit an neue Gegebenheiten zu gewöhnen und so riesige Mengen an Input aufzunehmen.
Würden wir es wirklich versuchen, würden wir uns schon bald total überfordert fühlen und im Kopf Achterbahn fahren. Um damit bestmöglich zurecht zu kommen, nutzt der Mensch unbewusst Filter, durch die er nur das durchlässt, was er annehmen und verarbeiten kann. Je nach Persönlichkeit wird stärker gefiltert oder mehr durchgelassen.
Dieser Mechanismus ist ein unbewusster Selbstschutz. Der eine schützt sich vor Überforderung, der andere will damit sicherstellen, seine Energien nicht aufzubrauchen, und andere wiederum möchten damit ein Gefühl von Unsicherheit vermeiden. Was so empfunden wird, dass es nicht zu bewältigen ist oder noch unbekannt ist, wird lieber ausgeblendet.
Wir wollen alles schaffen und blenden uns dabei selbst aus
Jedoch speziell im Arbeitsleben versuchen wir zu ignorieren, dass es bei uns ein paar Begrenzungen gibt. Das soll nicht bedeuten, dass wir nicht entwicklungsfähig sind. Aber vieles braucht einfach Zeit, die wir uns oft nicht mehr geben. Weiterlesen »
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Er blickt optimistisch in die Zukunft. Oh, das macht skeptisch. Schließlich überschütten uns die Medien mit negativen Schlagzeilen, denn überall lauern Gefahren: Da droht das Ende des Wohlstands, wir sterben aus, die Welt geht unter – die Angstprediger verkünden unaufhörlich Unheil. Haben wir das Vertrauen in die Zukunft verloren? Der Zukunftsforscher Matthias Horx holt es zurück, macht den Wandel transparent – 150 Zuhörer folgten seinem
Was verstehen Sie genau unter Wandel?
Nun predige ich zwar ständig, wie wichtig Veränderungen sind, aber hoppla, auch ich erwische ich mich dabei, an Gewohntem festzuhalten, alte Zeiten heraufzubeschwören oder schreiend wegzulaufen, weil schon wieder eine Sicherung aus der Halterung springt.
Der Journalist und Autor des Buches “Morgen komm ich später rein” Markus Albers ist u.a. Referent unseres nächsten