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Als würde man im Sitzen heimlich tanzen

Von Dorothea Cerpnjak und Elke Virginia Koch

Volksleiden Rückenschmerz

Mindestens jeder dritte Mensch in Deutschland, Österreich und in der Schweiz leidet unter Rückenschmerzen, sagt die Statistik. Oft sind sie anfangs einfach nur lästig, die kleinen Wehwehchen, jedoch: Rückenbeschwerden gelten inzwischen als häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit! Deutschlandweit werden jährlich rund 600.000 Bandscheiben operiert. Auslöser für die Beschwerden sind zunächst meist einfache Muskelverspannungen, nur selten echte Erkrankungen der Wirbelsäule. Vor allem Menschen, die viel sitzen und keinen Ausgleichssport treiben, sind gefährdet. Hinzu kommen psychische Belastungen: Stress erhöht die Reizbarkeit der Rückennerven und begünstigt Verspannungen der Rückenmuskulatur.

Ein großer Teil der Ursachen für Verspannungen und Schmerzen können durch eine bewusste Lebensweise und durch richtiges Verhalten vermieden werden, z.B. durch regelmäßige, die Rückenmuskulatur kräftigende Bewegung oder auch durch kleine Entspannungspausen während der Arbeit. Sie helfen, unter Belastung und Stress das seelische Gleichgewicht wieder herzustellen.
Anderen Auslösern von Rückenschmerzen lässt sich im modernen Alltag weniger leicht entgegensteuern; sie müssen wohl oder übel hingenommen werden. Dazu gehört die Zunahme ausschließlich im Sitzen ausgeführter Tätigkeiten und die Abnahme körperlicher Arbeit. Doch auch wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, kann negative Auswirkungen auf die Gesundheit vermeiden. Eine rückenfreundliche Gestaltung des Arbeitsplatzes und richtiges Sitzen sind immer möglich.

Bewegtes Sitzen

Richtiges Sitzen, das ist vor allem nicht-statisches Sitzen: Auch auf einem Stuhl lassen sich im Idealfall ständige kleine Positionsverän-derungen vornehmen, die den Rücken in Bewegung bringen, Blockaden entgegenwirken und Energieströme in Fluss halten.

Zu dieser dynamischen Art des Sitzens laden diverse Bewegungsstühle ein, die inzwischen auf dem Markt und zunehmend auch an den Arbeitsplätzen der Kopfarbeiter zu finden sind.


Mehr noch als bewegtes Sitzen – nämlich „ein Gefühl, als würde man im Sitzen heimlich tanzen“ verspricht der aktiv-dynamische Bewegungsstuhl Mi Shu von Gabriele Wander.







Mit seiner konvex gewölbten, beweglichen Sitzfläche unterstützt er eine aktive Aufrichtung des Beckens und der Wirbelsäule. Wer auf Mi Shu Platz nimmt, stellt erstaunt fest: Man/frau sitzt ganz von selbst sehr aufrecht auf Mi Shu!



Das hat mehrere Gründe: Erstens finden die Sitzbeinhöcker guten und klaren Kontakt zu der Unterlage, die nicht weich gepolstert ist sondern auf der ein festes Lederkissen liegt. Dabei werden Akupressurpunkte stimuliert, die die innerste autochthone Muskelschicht der Wirbelsäule aktivieren.
Zweitens wird durch das direkt unter der Sitzfläche platzierte Gelenk der Stuhl beweglich und das Sitzen lebendig: Mi Shu versetzt die Wirbelsäule in minimale Schwingungen, die wohltuend auf den Rücken wirken – bis hinein in tief gelegene Muskelschichten. So entstehen Rückenschmerzen erst gar nicht, und vorhandene Verspannungen können sich lösen.

Nur nicht zu bequem

Obwohl das Konzept von Mi Shu einfach und einleuchtend ist, war es doch ein Zufall, der die Entwicklerin von Mi Shu, Gabriele Wander, auf ihre Idee brachte. Seit ihrem 25. Lebensjahr litt Gabriele Wander unter chronischen Rückenschmerzen. Die heute 43jährige Münchner Sozialpädagogin und Körpertherapeutin hatte schon vieles versucht: Massagen, Besuche im Fitness-Studio und bei der Krankengymnastik. Nichts davon half wirklich dauerhaft. Eines Tages betrat sie, beladen mit schweren Einkaufstaschen, die Münchner S-Bahn. Weil sie die Tüten bequem neben sich platzierte, musste sie selbst auf der Wölbung der Polsterkanten sitzen. Diese zufällig eingenommene Sitzhaltung erwies sich zu ihrer eigenen Überraschung als außerordentlich angenehm für ihren Rücken – und die Idee zu Mi Shu war geboren.















Über einen Zeitraum von vier Jahren hinweg entwickelte Gabriele Wander – teilweise in Zusammenarbeit mit dem Münchner Designer Alexander Lorenz – dann die endgültige Form des Mi Shu. Zunächst als Meditations-Schemel konzipiert, bekam er Beine und entpuppte sich als ausgesprochen variabel einsetzbares Sitzmöbel. Ob am Schreibtisch zuhause oder im Büro, als Sitzgelegenheit am Esstisch oder bei vielen anderen alltäglichen Verrichtungen, beim Musizieren oder Meditieren – Mi Shu ist vielseitig verwendbar. Und passt sich durch sein einzigartiges Stecksystem ganz individuell an die Bedürfnisse seiner Nutzer an. Durch Hinzufügen oder Entnehmen von Leisten lässt sich die Sitzhöhe an die jeweilige Körpergröße angleichen. Optional erweitert ein zweites Steckgelenk die Bewegungsmöglichkeiten des Beckens zu einer kreisenden Rundum-Bewegung. Durch diese einzigartige Beweglichkeit des Mi Shu Stuhls wird ein ständiger, weicher Bewegungsfluss an die Wirbelsäule weitergegeben.

Im Training bleiben

Die Wirkung des lebendigen Sitzens lässt sich durch eine Reihe von unkomplizierten Rücken-Übungen erhöhen, die auch ein guter Anlass für kleine Arbeitspausen sein können. Strecken, dehnen, rollen, beugen – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und oft kommt man mit der eigenen Intuition dabei schon sehr weit. Wenn die Pause erst eingelegt ist ... Gabriele Wander hat dazu eine spezielle Übungsreihe entwickelt, die sie in Kursen und Workshops vorstellt. Mit einfachen Hilfsmitteln wie Ball und Stab lässt sich jeder einzelne Wirbel gezielt aktivieren und die an der Bewegung beteiligte Muskulatur kräftigen.

Ausgezeichnet!

Die Wirkungsweise von Mi Shu überzeugt viele Menschen, mit und ohne Rückenproblemen. Und auch die Fachwelt: Im Jahr 2001 erhielt Mi Shu den Holzkreativ-Preis des Bundes für Umwelt- und Naturschutz. 2002 wurde er mit dem Einfach-Genial-Preis des MDR ausgezeichnet. Namhafte Mediziner und Therapeuten bestätigen die hervorragende Wirkung des Stuhles. So schreibt Dr. med. Veronica Carstens, Ärztin und Homöopathin, Initiatorin der Fördergemeinschaft „Natur und Medizin e.V.“ in einem durchweg positiven Gutachten: „Der aktiv-dynamische Bewegungsstuhl Mi Shu ist eine echte Neuerung auf dem großen Gebiet der Stuhlformen unserer Zeit. Er stärkt die Rückenmuskulatur und erhält bzw. verbessert die Beweglichkeit im Bereich der Lendenwirbelsäule ... außerdem stellt sich ganz von selbst eine gerade Haltung des Rückens ein – und zwar in ganz natürlicher, unangestrengter Haltung.“
Und Dr. med. Christian Larsen, Zürich, Arzt und Leiter des Medizinischen Institutes für Spiraldynamik International, sagt zu Mi Shu: „Die Sitzfläche ist dreidimensional beweglich und doch stabil. Durch unbewusste Mikrobewegungen und natürliche Positionsreflexe stellt der Körper sein Gleichgewicht immer wieder neu ein ... die Wirbelsäule bleibt in Schwingung, sie pendelt dreidimensional um ihre optimale Aufrichtung. Dieser feinste Bewegungsfluss hilft, Muskelverspannung und Energieblockaden zu verhindern und fördert Konzentration und Zentrierung.“

Auch optisch ein Genuss

Hergestellt wird Mi Shu in ökologisch arbeitenden Schreinereibetrieben aus Bayern. Verarbeitet wird dabei regionales Holz wie Buche, Kirsche oder Nussbaum. Alle Holzverbindungen sind gedübelt und nicht geschraubt. Die Oberfläche des Stuhles ist mit hochwertigen, biologisch zertifizierten Ölen behandelt.


Ergänzend zur Produktion in den heimischen Betrieben wird eine Version von Mi Shu in Indonesien aus dem Plantagen-Edelholz Mindi produziert. Auch hier wird größter Wert auf umweltschonende Verarbeitung gelegt.
Mi Shu hat trotz seines gesundheitlichen Nutzens nicht die geringste Anmutung eines orthopädischen Möbels. Auch das beschert ihm viele Freunde, denn sein schlichtes, japanisch wirkendes und sehr edles Design erfüllt höchste ästhetische Ansprüche. So holt sich der Kunde nicht nur Vorbeugung bzw. Linderung für seine Rückenschmerzen ins Haus, sondern zugleich ein hochwertiges, dekoratives Möbelstück.

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Mi Shu
www.mishu.de

Gabriele Wander
Bahnhofstr. 4
85567 Grafing

Fon: 08092 /8526658
Fax: 08092 /33 65 58

eMail: g.wander@mishu.de

 
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