Timothy Ferriss gehörte auch einmal zur Gruppe jener Menschen, die zum Lebensunterhalt einer geregelten Arbeit nachgehen, «Karriere » machen und eine Menge Geld verdienen wollen. Mit Mitte 20 hat Ferriss es anscheinend geschafft: Er hat seine eigene Firma und verdient im Monat das, was er früher im Jahr verdient hat. Dafür arbeitet er aber auch 12 Stunden täglich, sieben Tage die Woche, und
wenn er sich einmal eine Woche «Urlaub » mit seiner Familie gönnt, sitzt er zehn Stunden am Tag im Internetcafé, um seinen Webshop zu managen.
Leben wie ein Millionär
Heute ist Timothy Ferriss das genaue Gegenteil des früheren «Zombies». Seine E-Mails checkt er nur mehr einmal die Woche, seine Firma hat er komplett
umstrukturiert, so weit es ging automatisiert oder ausgegliedert, so dass er im Schnitt nur mehr vier Stunden pro Woche effektiv «arbeitet». Den Rest seiner Zeit verbringt er damit, zu reisen, Sprachen zu lernen, argentischen Tango zu üben oder die chinesischen Meisterschaften im Kickboxen zu gewinnen. Dass er weniger arbeitet, tut nicht nur ihm, sondern auch seiner Firma gut, die steigende Umsätze verbucht. Dabei komme es gar nicht auf das Geld an, sagt Ferriss: «Die Menschen legen gar keinen Wert darauf, Millionär zu sein – sie wollen bloß die Dinge erleben, von denen sie glauben, dass nur Millionäre sie erleben können.»
Einkommen ist relativ
«Wichtiger als das Geld auf dem Konto sind Zeit und Unabhängigkeit», ist Ferriss überzeugt. Deshalb zähle auch nicht das absolute, sondern das relative Einkommen. Wenn Lieschen Müller 100 000 Euro im Jahr verdient und Max
Mustermann 50 000, rechnet Ferriss vor, so verdient sie zwar absolut doppelt so viel wie er. Arbeitet sie hingegen 80 Stunden die Woche und er nur zehn, so ist Max Mustermanns relatives Einkommen viermal so hoch. Manche der Neuen Reichen wie Ferriss verdienen relativ mehrere Tausend Dollar die Stunde.
Denkanstöße für ein neues Leben
In seinem kürzlich auf Deutsch erschienenen Buch beschreibt Ferriss an seinem und vielen anderen Beispielen, wie jeder Berufstätige das Projekt «4-Stunden-Woche» angehen kann. Auch wenn es für viele eine Utopie sein mag, bereits einige Überlegungen oder Schritte in die aufgezeigte Richtung können außerordentlich befreiend und bereichernd wirken.
Quelle: Business Bestseller
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Die 4-Stunden-Woche
Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben
Timothy Ferriss
Econ Verlag. 341 Seiten
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