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12.08.2011  08:10 Uhr

Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Großer Coup beim Energiesparen

Deutschland steht vor einer tief greifenden Energiewende: Windräder und Solarparks sollen herkömmliche Energieträger ablösen. „Das allein reicht aber nicht. Wir müssen Energie effizienter einsetzen, ressourcenschonender herstellen und zwingend weniger Energie verbrauchen, wenn der Spagat zwischen Energiewende und Klimaschutz gelingen soll“, mahnt Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Ein „großer Coup beim Energieeinsparen“ sei der DBU mit ihrer Klimaschutzkampagne „Haus sanieren – profitieren“ gelungen. Über 230.500 Hausbesitzer hätten sich bisher im Rahmen eines kostenlosen Energie-Checks durch rund 11.500 eigens geschulte Hand-werker über den energetischen Zustand ihres Hauses informieren lassen, bilanzierte Brickwedde. Jeder Zweite habe im Anschluss an den Energie-Check auch tatsächlich eine Sanierung der eigenen vier Wände veranlasst. Dadurch seien nicht nur rund 2,6 Milliarden Euro in das Handwerk geflossen, sondern auch rund 340.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid eingespart worden, was einer Energieeinsparung von rund 96 Millionen Litern Heizöl entspreche. „Eine ursprüngliche Hochrechnung ging davon aus, dass mithilfe der Initiative rund 135.000 Tonnen eingespart würden. Das Soll wurde also weit übertroffen“, freute sich Brickwedde.

Erfolgreiche Kampagne wird verlängert

Aufgrund des durchschlagenden Erfolgs der Kampagne hat sich die DBU jetzt für die Verlängerung bis Ende 2016 entschieden. Nach fünf Millionen Euro für die erste Phase werde die DBU nun weitere rund 1,3 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Energieverbrauch bei Kläranlagen

Auch ein Projekt der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) aus Hennef, das sich mit Energieeinsparungen in Kläranlagen befasse, passe in diesen Kontext. Kläranlagen gehörten zu den elektrischen Großverbrauchern und benö-tigten rund 4,2 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Zum Vergleich: Alle Schulen in Deutschland verbrauchen jährlich insgesamt etwa drei Milliarden Kilowattstunden. Im Er-gebnis der DBU-geförderten Untersuchung seien Sparpotenziale ermittelt und konkrete Ansätze zum nachhaltigen Umgang mit Energie formuliert worden. Allein durch kurz- und mittelfristige Maßnahmen lasse sich der Energieverbrauch in Kläranlagen nun um min-destens 25 Prozent verringern, erläuterte Brickwedde.

Weitere Infos: www.dbu.de


 

(Redaktion)

  • Tags:
  • Deutsche Bundesstiftung Umwelt
  • DBU
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  • Milliarden Euro
  • DBU
  • Energieeinsparen

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © DBU

 

 


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