Elektroroller
Mobil auf zwei Rädern
Rund 140 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) pustet der Strassenverkehr in Deutschland jährlich in die Luft. Gleichzeitig ist es das Ziel der Bundesregierung, den CO2-Ausstoss in den kommenden zehn Jahren deutlich zu verringern. Der Ausbau der Elektromobilität soll Abhilfe schaffen.
Für kurze Fahrten in Städten sieht die Science to Business GmbH der Hochschule Osnabrück in Elektrorollern eine umweltschonende und alltagstaugliche Alternative.
Künftige Verkehrskonzepte
Mit einer Studie zum Mobilitätsverhalten und zu infrastrukturellen Anforderungen will das Unternehmen Erkenntnisse für künftige Verkehrskonzepte gewinnen und den „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ stärken.
Elektroroller: Alternative zum Auto
„Osnabrück steht in dem Vorhaben stellvertretend für Städte mit 100.000 bis 300.000
Einwohnern mit starkem Pendelverkehr. Elektroroller können hier zur akzeptanzfähigen
Alternative zum Auto werden“, erklärte Brickwedde. Welche Herausforderungen sich dabei
an Infrastruktur und Technik stellen, soll nun in dem Projekt der Science to Business
GmbH in Kooperation mit den Stadtwerken Osnabrück sowie der Hochschule Osnabrück
erforscht werden.
Stromtankstellen
Doch bevor eine Vielzahl an elektrisch betriebenen Fahrzeugen auf die
Straße gehen kann, müssen zunächst die entsprechenden Stromtankstellen eingerichtet
werden. Wie dieses Netzwerk für den Verbraucher am Besten ausgestaltet wird, sollen
die Ergebnisse der Studie deutlich machen: Von den Mobilitätsmustern lasse sich auf die
optimale Infrastruktur schließen. „Gleichzeitig wollen wir Daten zum Energieverbrauch
sowie zur Ladedauer und Leistung der Elektroroller erfassen“, betonte Prof. Dr. Peter
Seifert von der Science to Business GmbH. Dazu werde die Hochschule Osnabrück einen so genannten Datenlogger entwickeln, mit dem eine Flotte von Elektrorollern ausgestattet werden soll. Mit diesen Datenloggern ließen sich die Fahrzeug- und Nutzungsprofile der innovativen Zweiräder erfassen.
Unterschiedliche Unternehmen und Privatpersonen sollen dann mit den Modellrollern über Osnabrücks Straßen düsen. „Mit einem Fahrtenbuch werden die Zahlen des Datenloggers ergänzt“, erklärte Seifert. „Nach Auswertung des Materials können wir schließlich aufzeigen, welche Probleme Industrie und Energieversorger noch bearbeiten müssen, bevor Elektrofahrzeuge zu einer echten wirtschaftlichen Alternative für den Endkunden werden“, so Seifert.
Treiber in der Weiterentwicklung Elektromobilität
Wir sehen uns als Treiber in der Weiterentwicklung der Elektromobilität und der entsprechenden Ladeinfrastruktur und bauen unsere E-Fahrzeugflotte bereits kontinuierlich aus. Von daher passt diese Studie optimal in unser Konzept“, betonte Rolfes. Die Art der Stromerzeugung für Elektroroller könne frei gewählt werden. Während Benzinmotoren zwangsläufig Emissionen bei der Verbrennung des Treibstoffes produzierten, nutzten die Stadtwerke Osnabrück für die Elektrotanksäulen
zu 100 Prozent zertifizierten Ökostrom.
Umweltpolitische Ziele
Für Brickwedde kann auf Basis der Studie künftig das Zusammenspiel von Nutzerverhalten, Technik und Infrastruktur besser aufeinander abgestimmt werden – „ein wichtiger Baustein, der das umweltpolitische Ziel im ‚Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität unterstützt, bis 2020 in Deutschland mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen“.
(Redaktion)
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