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24.06.2011  08:45 Uhr

Möbelwerkstatt Werder
Lokale Möbelmanufaktur mit ökologischem Anspruch

Gunnar Lammert-Türk und Wolfgang Frederick kennen sich bereits seit Kindertagen. Zusammen haben sie so manchen Baum erklettert. Heute spielen Bäume noch immer eine große Rolle: In der Möbelwerkstatt Werder entsteht maßgefertigtes Mobiliar aus regionalem Holz – erdacht und umgesetzt von zwei bodenständig-visionären Männern.

Wenn Wolfgang Frederick über Möbel spricht, dann klingt er ein wenig wie ein Bildhauer: „Die Eibe wartet auf den passenden Kunden und seine vorbestimmte Form.“ Und wenn dieser Kunde eine Bestellung getätigt hat, dann befreit der ehemalige freie Künstler und Möbelrestaurator den Schrank, Schreibtisch oder Hocker aus dem Baumstamm. So auch z.B. bei den hochwertigen Stehpulten, die die Möbelwerkstatt Werder seit 1998 exklusiv und sehr erfolgreich für das Versandhaus Manufactum fertigt.

Baum-Geschichten

Die Design-Ideen ergeben sich ganz maßgeblich aus den Erfordernissen, die eine tischlermäßige Holzkonstruktion an den langlebigen Gebrauch eines Möbels stellt. „Form follows function“ würde man heute dazu sagen. In der Möbelwerkstatt geht man davon aus, dass Möbel eine gewisse Dienstbarkeit zu erfüllen haben. Oberster Anspruch an Qualität und Zeitlosigkeit: Das Stück soll mindestens solange halten, wie der Baum, aus dem es besteht, zum Wachsen gebraucht hat.

Möbel: Lebenslange Begleiter

Das Holz für Fredericks Kreationen stammt aus den Wäldern Brandenburgs. Mindestens 5 Jahre liegt das regional gefällte Holz vor der Verarbeitung auf seinem Holzplatz bei Rathenow, so mancher Stamm hat bereits über 20 Jahre auf dem Buckel. Die beiden Brandenburger sind überzeugt, dass Zeit eine Rolle spielen darf: Erst wenn das Holz genügend lange trocken lag, ist es gut zu verarbeiten und widerstandsfähig. Erst dann werden die daraus gefertigten Möbel ein möglicherweise lebenslanger Begleiter. Das verstehen die beiden unter Nachhaltigkeit.

Kreative Kunden

Auch Kreativität seitens der Kunden ist erwünscht, vom Einzelstück über Prototypen-Entwicklung bis hin zur ganzen Ladenausstattung ist alles machbar. Wolfgang Frederick versteht sich auf genaues Hinhören und erspürt die visuellen Vorstellungen seiner Kunden, bevor er sie dann präzise aufs Papier bringt. Oft fallen ihm bestimmte, dazu passende Holzstämme oder Stücke ein, mal Eiche, mal Kirsche, zum Teil aus dem bekannten Ribbecker Forst. Nicht selten kennt er sogar das Pflanzdatums des besagten Baums. Sehr gerne arbeiten Gunnar und Wolfgang mit Mondholz: „Mondholz funktioniert: es wird bei Neumond gefällt, ist trocken, hart, extrem widerstandsfähig, lässt sich besonders leicht glätten und bearbeiten. Es ist egal, ob man daran glaubt oder nicht, es funktioniert trotzdem. Ich bin ja Tischler, kein Esoteriker.“

Nachhaltiges, langlebiges Produkt

Ob nun aus Mondholz oder nicht - es lohnt sich, über die Maßanfertigung von Vollholzmöbeln nachzudenken, denn die Vorteile liegen klar auf der Hand: Der Kunde hat Einfluss auf die Form des Möbels, bekommt ein nachhaltiges, extrem langlebiges Produkt völlig ohne giftige Stoffe frei Haus geliefert und tut damit sogar noch etwas für das Raumklima, denn Holz trägt in geschlossenen Räumen positiv dazu bei. Ganz davon abgesehen, zeigt man so auch seine Wertschätzung für die Natur und trägt zur Stärkung regionaler Wirtschaftsstrukturen bei.


 

(Redaktion)

  • Tags:
  • Möbelwerkstatt Werder
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  • Mondholz
  • Form
  • Baum

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Möbelwerkstatt Werder

 

 


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