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01.02.2012  12:15 Uhr

Mobile Marketing
B2B ist (noch) die bessere Zielgruppe für QR-Codes

QR-Codes haben es immer noch schwer in der Zielgruppe der Konsumenten: Die überwältigende Mehrheit versteht sie noch nicht. Nur wenige nutzen sie. Und noch weniger sind vom Nutzen überzeugt. Anders in der Unternehmenskommunikation (B2B): hier gibt es deutlich mehr und attraktive Einsatzgebiete.

Schwache B2C-Kampagnen bremsen die Verbreitung 

Eines der wichtigsten Hemmnisse für die Verbreitung dürfte sein, dass QR-Kampagnen oft nur wenig Zusatznutzen für Verbraucher bieten. Das Eingeben einer url abzukürzen, reicht einfach nicht. Viele Nutzer sind dann zu Recht enttäuscht, wenn sie lediglich eine Standard-Website erhalten und nicht wenige Erstnutzer würden den Code kein zweites Mal nutzen.

B2B-Kommunikation: attraktive Zielgruppe, attraktive Anwendungen

Was jedoch im Zuge der Untersuchungen klar geworden ist: die meisten regelmäßigen Nutzer verfügen über ein relativ hohes Haushaltseinkommen, und es liegt nahe, dass sich überdurchschnittlich viele Entscheidungsträger darunter befinden; Nutzer, die für eine geschäftliche Nutzung nicht nur offen sind, sondern die durch eine intelligente Verknüpfung von technischer Spielerei und echtem Nutzen begeistert werden können:

  • Visitenkarten: Der Code führt entweder zum Profil auf den Seiten des eigenen Unternehmens, oder zu einem sozialen Netzwerk der Wahl, z.B. Xing oder Facebook. So kann die Vernetzung schneller gelingen.
  • Messestand: Individuelle QR-Codes an Exponaten oder auf Bannern. Sie führen zu passenden Broschüren-Downloads, speziellen Produktseiten mit Messe-Konditionen, oder auch mobil optimierte Formulare, auf denen kurzfristig ein Gesprächstermin vereinbart werden kann, selbst wenn der Stand auch noch so belagert ist.
  • Konferenzen und Vorträge Wer Vorträge hält, kann kleine Handouts mit einem QR-Code auslegen (und am Ende des Vortrags für alle sichtbar an die Wand projizieren), der direkt zur schriftlichen Version der Präsentation führt. So können interessierte Zuhörer das Gehörte im eigenen Büro noch mal auffrischen und an andere weiterleiten.
  • Produkte, Maschinen: Individualisierte Codes auf Produkten und Maschinen können zu Handbüchern und Servicenummern führen, die stets auf dem neuesten Stand sind. 
  • Broschüren, Kataloge, Geschäftsberichte: So können Broschüren leicht weitergeleitet werden - der Leser scannt den Code und erhält dadurch das PDF - das er dann wunderbar an den Kollegen weiterleiten kann. Besser noch: QR-Codes führen zu Produktvideos, die den Inhalt der Broschüre multimedial ergänzen. Oder zu einer Seite, auf der die passende Kontaktperson gespeichert ist.
  • Nicht streng auf Geschäftskunden bezogen, aber natürlich ebenfalls bedenkenswert: QR-Codes an Fahrzeugen, Gebäuden, Baustellen, etc. Oder Sie nutzen gleich das gesamte Dach Ihres Bürogebäudes für einen gigantischen QR-Code, um so über Google Maps eine kostenlose Werbefläche für Ihr Unternehmen zu erhalten. Es dauert wohl ein Jahr, bis es dort erscheint, ist also etwas für Langfrist-Strategen :-)

Nicht ohne einen Mehrwert!

Wichtig ist ein Nutzen, den der Anwender nur durch die Nutzung des Codes erreichen kann. Auf keinen Fall sollte der erwartungsfrohe Nutzer auf die nicht für Mobilgeräte optimierte Startseite des Internetauftrittes geleitet werden. Das wäre dann ganz sicher das letzte Mal, dass der Besucher Ihre QR-Codes eines Blickes würdigt.

QR-Code im Mobile Marketing

Abbildung: Mit diesem QR-Code (zu lesen mit einem QR-Reader auf iPhones oder Android-Smartphones) gelangen Sie zu einem Artikel über eine recht neue Konkurrenz zum QR-Code, die zum Liebling der Marketer avancieren könnte (vor allem B2C). 

Ohne QR-Reader geht's natürlich auch :-)


 

(Tim Adams)

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